[A] ABS/NBS Wien-Flughafen Wien-Györ/Bratislava/Neusiedl am See

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Beschreibung des Vorschlags

Bevor es bei mir noch länger rumliegt veröffentliche ich hier einmal meinen ersten Teil eines Schnellstreckenkreuz in Ostösterreich und Westungarn.

Die mymaps-Karte ist über folgenden Link erreichbar: HIER

Als Ostwest-Achse meines Schnellstreckenkreuz gedacht würde diese Strecke zwischen Wien und Györ – logischerweise – der Beschleunigung des Verkehrs zwischen Wien und Budapest dienen. Zusätzlich würde mit dieser Streckenführung die Thematik mit der Götzendorfer Spange gelöst werden und so zwischen Ostbahn bei Nickelsdorf und Fischamend ein Lückenschluss entstehen, was eine Direktführung der Budapest-Railjets über den Wiener Flughafen ermöglicht. Als kleinen Nebeneffekt gibts für nen Ausbau von ner Nebenbahn nen Direktanschluss von Bratislava an den Flughafen Wien.

Warum diese Streckenführung?
Mir gehts bei dieser Strecke primär um die Fahrzeitverkürzung und zweitens um den Anschluss des Flughafens Wien an den Fernverkehr Wien-Budapest. Durch die geradlinige Streckenführung der Bestandsstrecken bietet sich – wenn es logisch nachvollziehbar ist und den beiden Hauptzwecken (Beschleunigung und Anbindung des Flughafens) dient – ein Ausbau möglich und sinnvoll. Dies betrifft insbesondere den ungarischen Abschnitt, während der österreichische Streckenabschnitt durch die Verschwenkung zum Flughafen ziemlich viel Neubauabschnitte besitzt. Dies ist der Preis, welcher für die Stärkung des Flughafen Wien bezahlt werden muss. Meines Erachtens ist es das allerdings langfristig wert, bekommen so potentielle Fluggäste aus Westungarn, als auch aus der Slowakai eine sehr gute Anbindung an den Wiener Flughafen was diesen und damit auch Austrian Airlines mittel- bis langfristig stärken wird.
Am Flughafen selbst gibt es allerdings ein Problem.

Der Flughafenbahnhof:
Momentan ist der Flughafenbahnhof durch die Züge der S7 sowie endende railjet und CAT-Züge (wobei letztere einen Bahnsteig belegen) sehr gut ausgelastet, um nicht zu sagen überlastet.
Hierzu gibt es zwei realistische Möglichkeiten wobei keine der beiden wirklich gut ist:
Abschaffung des CAT: Hierzu müsste das (teure) Premiumprodukt eingestellt werden. Eine solche Einstellung ist grundsätzlich vorstellbar, da die CAT-Züge inzwischen relativ alt sind und die CAT-Betreibergesellschaft eine einfache Kooperation zwischen Flughafen Wien und ÖBB ist.
Alternativ, und hier eingezeichnet besteht die Möglichkeit eines separierten Fernbahnhofs am Flughafen welcher allerdings ziemlich abseits vom Schuss errichtet werden müsste.

Und warum jetzt nicht Wien-Flughafen-Bratislava(-Györ-)Budapest?

Nun, das hat vor allem zwei Gründe: Fahrzeit und die Hainburger Auen.
Während eine solche Verbindung für Reisende aus (dem kleineren) Bratislava deutliche Vorteile hat, verbessert sich im Verkehr zwischen Österreich und Ungarn eigentlich wenig bis nichts. Ich sehe daher keinen wirklich grossen Vorteil darin, hier eine komplette Neubaustrecke zu errichten, welche die Point-to-point-Reisezeit nicht wirklich verringern würde. Weiters ist das Thema ‚Hainburger Auen‘ mir als Österreicher persönlich zu heiss, um hier durchzutrassieren. Die Alternative – ein Donautunnel welcher auch die Auen quert – steht mMn in keinem Verhältnis zum Nutzen. Für die Relation Budapest-Bratislava bestehen auch so schon günstige Optionen (Rajka) welche mit deutlich weniger Geld ausbaubar sind/wären.

Streckenbeschreibung
noch einzufügend, bis dahin bitte auf die Augen vertrauen

Folgendes Bedienkonzept wäre angedacht:
Wien Hbf-Wien Flughafen (Fernbf.): analog zum (in Kürze) aktualisierten Liniennetz zum ‚Neuen FV Österreich‘
Wien Mitte-Wien Flughafen: ggf. CAT zwischen Anschlusskurve Wien Mitte und Ausfädelung zum bestehenden Flughafenbahnhof über SFS (mit neuem Rollmaterial), S7 wie bisher bzw ggf verdichtet über Altstrecke

Wien Flughafen (Fernbf.)-Györ/Bratislava/Neusiedl See:
Wie im (in kürze aktualisierten) Liniennetz inklusive cjx

Specs:
Wien Hbf-Flughafen: 200 km/h ETCS L2+Indusi/PZB
Flughafen-Ausfädelung Bratislava: 250 km/h ETCS L2+Indusi/PZB
Ausfädelung Neusiedl-Györ: 250 km/h ETCS L2/L3
Ausfädelung Bratislava: 200 km/h ETCS L2+Indusi/PZB
Ausfädelung Neusiedl: 200 km/h ETCS L2+Indusi/PZB

Begründung, kurz und knapp:
Beschleunigung Südtrasse Wien-Bratislava, Beschleunigung Wien-Györ(-Budapest), Verbesserter (=beschleunigter) SRV zwischen Wien, Ostregion, Westungarn und Bratislava, Vergrösserung des Einzugsgebiets vom Flughafen Wien durch schnelle Direktverbindungen aus Bratislava und Györ (=Schwächung vom Flughafen Bratislava, bessere Auslastung der Flugzeuge, weniger Doppelverbindungen), stärkere Differenzierung zwischen Railjet/CAT und S-Bahn möglich (Tarifproblematik), weiters (insbes. durch Abzweig Neusiedl) Grundstein für einen weiteren Nordsüd-Korridor in Ostösterreich (Korridor Wien-Flughafen-Neusiedl-Eisenstadt-Ödenburg-Szombathely-Feldbach-Gleisdorf-Graz, zweiter Teil zu dem Korridor folgt wahrscheinlich im zweiten Dezemberdrittel)

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

10 Kommentare zu “[A] ABS/NBS Wien-Flughafen Wien-Györ/Bratislava/Neusiedl am See

  1. Ohne genauere Ortskenntnis zu haben, fällt mir auf, dass der bestehende Flughafenbahnhof (an dem ja auch Railjets halten) sehr viel besser liegt als der neue Fernbahnhof. Von dem her würde sich die Fernverkehrsanbindung des Flughafens zwar quantitativ verbessern, qualitativ hingegen jedoch eher verschlechtern. Warum nicht den bestehenden Bahnhof erweitern, anstatt einen neuen weit Abseits zu errichten?

    1. Das stimmt, Problem ist hier halt einerseits die Lage unter dem Flughafen. Ich weiss nicht so recht ob man hier viel erweitern kann. Und selbst wenn – der Flughafenbahnhof ist recht wichtig und müsste in dem Fall einer Erweiterung während der Bauzeit wohl zumindest mit eingeschränkter Kapazität auskommen was kritisch ist, da dieser jetzt schon an seiner Kapazitätsgrenze ist. Ich muss aber zugeben, ich habe da auch schon darüber nachgedacht.
      Im vorgeschlagenen Fall müsste halt entweder eine People-Mover-Verbindung oder eine Fussgängerverbindung mit Rollbändern (meine bevorzugte Variante) hergestellt werden.

      Einen Vorteil hat der abseits gelegene Fernbahnhof allerdings trotzdem: Der CAT wird dadurch attraktiver, da dieser weiterhin im ‚alten‘ Flughafenbahnhof enden sollte. Und das könnte sich positiv auf die Fahrpreise eben vom CAT auswirken.

      1. Ja, aber Dein neuer Bahnhof liegt nochmal einen knappen Kilometer weiter entfernt zu den Terminals. Ich weiß, Deine Haltung zum Fliegen… Aber das ist halt doch arg nutzerverschreckend.

        Generell frage ich aber, ob es nicht sinnvoller wäre, bei Neubau eine Lösung zu finden, die auch Pressburg auf der Magistrale für Europa einbindet.

        1. Ich lad Dich gern ein so ne Trasse zu erstellen. Ich bleib aber dabei, für die Trasse Wien-Flughafen-Bratislava-Györ-Budapest sind mir einfach die Vorteile zu gering. Nimms mir nicht übel aber ich fass das Thema Hainburger Auen nicht an…

  2. Wenn man hier die Schienenwege aus- bzw. neubaut, dann wäre aus meiner Sicht eine durchgehende und möglichst direkte Achse Wien – Flughafen – Bratislava – Györ – Budapest (- Flughafen Budapest) deutlich vorteilhafter. Denn diese Achse bietet als transeuropäischer Korridor ein sehr großes Potenzial.

    Wenn man dann von der NBS Wien – Bratislava entlang der Donau nach Süden den Abzweig nach Neusiedl baut, dann wäre die Strecke dorthin zwar länger, aber angesichts des auch kleineren Potenzials hinnehmbar.

    1. Es stimmt dass eine solche Trasse durchaus reizend wäre. Das Problem hierbei wäre allerdings einerseits der wirklich hohe Neubauanteil parallel zu bestehenden und gut ausbaubaren Bahnstrecken, andererseits die Querung des Nationalparks Donau-Auen. Zusätzlich hat man bei einer solchen Trassierung halt auch einen ziemlichen Zickzackkurs fahren müssen welcher den Reisenden wohl nicht so leicht erklärbar ist. Ich würde daher eher für die bestandnahe Trasse plädieren (gern auch mit Ausbauten zwischen Budapest und Györ, das ist aber Sache Ungarns) samt Ertüchtigung von Hegyeshalom-Bratislava. Da kommt insgesamt ziemlich sicher mehr Nutzen bei geringeren Kosten raus.

      Eine Führung der Linie …-Wien-Neusiedl-Eisenstadt-Ödenburg-Stein a. Anger-Feldbach-Gleisdorf-Graz würde selbst bei einer NBS über Bratislava länger dauern als über die Altstrecke und Parndorf womit eine solche Führung wohl nicht zur Debatte steht.

  3. Wäre eine Bündelung zwischen Flughafen und Bruck a.d.L. mit der A4 keine Option? Somit ließe sich der Eingriff in die Natur auf das Geringste reduzieren (ich kann jetzt keine besondere Schutzwürdigkeit daraus erkennen aber generell ist es einfacher das Grün auf der Karte zu vermeiden wenn eine Autobahn bereits in unmittelbarer Nähe verläuft) und mit der ohnehin langsamen Einfahrt in den Bahnhof Neusiedl von 70km/h kannst du den Bogen ruhig kleiner ziehen im Bereich der Abzweigung nördlich.

    1. Das wäre wahrlich eine Option an welche ich (aus unerfindlichen Gründen) nicht gedacht habe. Ich schau mir später nochmals vorsichtshalber die Topo an (die hier aber echt keine Probleme darstellen sollte) und ändere das dann wahrscheinlich am WE (da hab ich dann etwas mehr Zeit damit das gründlicher wird). Zu Neusiedl hab ich mir da schon was bei gedacht, ich verweise auf meinen zweiten Vorschlag (der dann Ende zweites/Anfang drittes Dezemberdrittel veröffentlicht werden sollte. Ausserdem ist die Strecke über 8 Kilometer lang, da lässt sich schon so die eine oder andere Minute rausholen, erst recht wenn man mal etwas bisschen spurtstärkeres als den railjet anschaffen würde.

      Zur Erklärung auf bei der mymaps-Karte: Hier bedeutet ‚grün‘ meines Wissens ein Waldgebiet (hier den Ellender Wald). Der Nationalpark Hainburger Auen selbst ist auf der internen Karte über die OSM anzeigbar und befindet sich ausschliesslich an den Ufern der Donau. Nichtsdestotrotz hast Du recht, ist es empfehlenswert wenn man Waldgebiete eher meidet um so ggf. Verzögerungen von sg. selbsternannten Umwelt-‚aktivisten‘ (eigentlich ist die Strecke ja ein grosses Entgegenkommen ggü solcher ‚Aktivisten‘) entgegenzuwirken.

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