[A]: Innsbruck: Tram zum Congress

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Beschreibung des Vorschlags

Wichtig: Für eine genauere Darstellung (Rasengleis, Bahnsteige…) habe ich auf Google Mymaps eine Karte erstellt, welche sich hier abrufen lässt. Bezüglich Trassierung sind jedoch keine grösseren Unterschiede zur OSM-Karte hier zu erwarten.

Vorschläge einer Tram zum Congress gibts hier zum Beispiel im Bezug auf die Linie 6 oder auch hier, ebenfalls die Linie 6. Bei beiden ist allerdings die Intention die Linie 6 zu verlängern, was ich nicht für sinnvoll erachte, verkehrt sie doch nur als Ausflugslinie primär Sa und So/Feiertags und auch nur im T60.

Einführung und Streckenbegründung

Innsbruck besitzt mit der Nordkette bestimmt einen der schönsten und imposantesten Hausberge in ganz Österreich. Schon seit jeher ist das goldene Dacherl mit dem Massiv der Nordkette ein berühmtes Bild für Touristen. Mit der Wiedereröffnung der Hungerburgbahn im Jahre 2’007 ist eine Reise auf die Nordkette nun auch aus der Innenstadt möglich, ohne den viel zu überlasteten Bus der Linie J ,welcher ebenso wie die Hungerburgbahn zur Talstation der Nordkettenbahn in Innsbruck Hungerburg, zu nutzen.

Doch es gibt einen Haken: Die Talstation der HBB am Congress liegt ziemlich abgeschieden, nur die Linie B im T30 und die zuschlagspflichtige Sightseeingbuslinie TS (nur in Fahrtrichtung Nord) fahren die HBB am Congress an, am Löwenhaus ist Halt zweier Regionalbuslinien in dichterem Takt sowie zweier Regionalbuslinien in weniger dichtem Takt. Alles in allem gerade in Anbetracht der Tatsache, dass die Linie J von Touristen überschwemmt auf die Hungerburg verkehrt und dass die private HBB eher ein Schattendasein fristet wären für mich zwei Schritte notwendig:

  • Die vollständige (Wieder?)implementierung der HBB in das Innsbrucker Tarifsystem, gerne auch mit ggf. Preiserhöhungen für Einzel- und Tagesbillets der IVB (in Jahresbillets ist die Benutzung der HBB inkludiert)
  • Ein Tram vom Terminal Marktplatz zum Congress zur besseren Erreichbarkeit der Talstation

und gerade um zweites soll es hier gehen.

Streckenführung

Vom Innsbrucker Terminal Marktplatz verlassen wir an der Kurve, an welcher das Tram 1 nach rechts einschwenkt Bestand und schwimmen im MIV weiter den Innrain entlang, an der Innbrücke vorbei. Neue Infra: Durch eine Ampelvorrangschaltung wird die Tram hier als Pulkführerin agieren und auch an der Kreuzung zur Innbrücke rasche Vorfahrt erhalten. Skizze zur Situation in diesem Abschnitt folgt (vgl. unten.) Wir verbleiben auf der nun Herzog-Otto-Strasse genannten Strasse und fahren vorbei am Stadtarchiv bis zur Herrengasse im MIV, (Neue Infra:) wieder ehestmöglich und durch LSA geschützt als Pulkführerin. Nach der Kreuzung mit der Herrengasse, aus welcher das Gleis der Gegenrichtung kommt, schwenken wir ein wenig nach rechts in einen Park, ehe wir die Haltestelle Herrengasse erreichen. Nach der Haltestelle Herrengasse schwenken wir wieder in den MIV ein und umrunden den Congress. An der folgenden Kreuzung geht es nun auf Rasengleis den letzen Metern entgegen zur Doppelhaltestelle Congress/Hungerburgbahn. Auch diese befindet sich auf Rasengleis. Nachdem das Tram, welches vor uns gestanden ist die Haltestelle verlassen hat, rücken wir vor, um dem nachfolgendem Tram Platz zu machen. Schliesslich verlassen auch wir die Haltestelle und fahren weiter auf Rasengleis am Rennweg entlang gegen die Einbahn zur Kreuzung Rennweg/Herrengasse, wo wir in die Herrengasse nach in Fahrtrichtung Rechts einbiegen. In der Herrengasse fahren wir auf der linken Fahrbahnseite auf einem Rasengleisabschnitt gegen die dort ebenfalls bestehende Einbahn. An der Kreuzung Herrengasse/H.-Otto-Strasse biegen wir nach links ein und erreichen das Gegengleis. Durch eine bereits bestehende Grüninsel entlang des Fusswegs an der H.-Otto-Strasse können wir in Fahrtrichtung Zentrum nun ebenfalls auf Rasengleis fahren. Dies verbessert die Fahrplanstabilität und ermöglicht zusätzlich noch einen Halt am Stadtarchiv, welcher in Fahrtrichtung Congress ohne starke Behinderungen des MIV nicht möglich ist. Neue Trasse: Nach Erreichen der Kreuzung mit der Innbrücke wird wohl der kritischste Teil der Strecke durchfahren: Der Bereich zwischen Innbrücke und Marktplatz. Hier ist qualifizierter Mischverkehr vonnöten, das heisst, die Strassenbahn verkehrt als Pulkführerin die Autokollonne an. Hierfür ist eine LSA vonnöten, welche bei Annäherung einer Strassenbahn, welche Fahrt zu erwarten hat, der MIV kurz angehalten wird, um die Tram einfädeln zu lassen. Eine genauere Skizze dazu folgt. Auch wenn es auf diesem Abschnitt im Staufall zu kritischen Situationen kommen wird, ist eine bessere Streckenführung hier nur sehr schwierig möglich und mit exorbitanten Mehrkosten verbunden, welche nicht in Relation zu den Fahrzeiteinsparungen stehen. Ein Fahrzeitpuffer muss hier auf jeden Fall eingeplant werden.

Warum diese Trasse?

Nunja, simpel gesagt, es ist die einfachste und zweckdienlichste Möglichkeit. Natürlich wäre es möglich über Sillgasse, Universitätsstrasse und Rennweg zu fahren, oder auch nördlich des Hauptbahnhofes auszufädeln, jedoch wäre das alles nicht so einfach zu machen (zu viel Neubaustrecke) und zusätzlich unpraktischer. Eine Führung durch die Altstadt wiederum ist beinahe nicht möglich, da entweder die Strasse durch eine niedrige Tordurchfahrt versperrt ist oder mir der Radius zu eng erscheint. Zusätzlich würde das wahrscheinlich die Fahrzeit verlängern, und damit kommen wir schon zum nächsten Punkt…

Welche Linie soll da fahren.

Durch die Teilinbetriebnahme der Regionalbahn am 26.1.2’019 wurde die Linie 3 auf die Relation Amras-Innenstadtring verkürzt. Da dies meines Erachtens nach keine zufriedenstellende Lösung ist (dichtes Takt in die eine Richtung, geringes Takt in die andere), hätte ich mir gedacht, dass solch eine Strecke wahrscheinlich am ehesten Sinn machen würde, da sie nicht zu lange ist, trotzdem aber einen ‚Place of Interest‘ erreicht, welcher gerade für Touristen eine gute Alternative zur Linie J ist, welche dann wieder primär von den dortigen Bewohnern genutzt werden kann. Die Linie 3 würde also die Relation Amras-(…)-Hbf.-Triumphpforte-Anichstr.-Bürgerstrasse-Terminal Marktplatz-Herrengasse-Congress-Stadtarchiv-Terminal Marktplatz-Bürgerstrasse-Anichstr.-Triumppforte-Hbf-(…)-Amras im bisher üblichen Takt auch auf die neue Strecke verkehren.

Was wird aus den Bussen?

Bei der Linie B ist dies relativ einfach zu sagen, diese würde wahrscheinlich wie die Linien A, R und 504 über Polizeidirektion und Kochstrasse verkehren und dann wieder den normalen Linienweg nutzen, der TS wäre durch die Einbahnstrasse sowieso nicht betroffen, verkehrt er doch nur in Fahrtrichtung Nord, einziges Problem wären damit die Regionalbusse, welche dann über Parallelstrassen bzw. H.-Otto-Strasse und Innrain verkehren müssten.

 

Fragen und konstruktive Meinungen erwünscht!

EDIT 20190128/1631UTC: Streckeninfo provisorisch angepasst, Skizze und mymaps-Ansicht folgt noch.
EDIT 20190128/1701UTC Mymaps-Karte angepasst, LSA-Standorte mit ÖPV-Bevorrangung eingezeichnet

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

10 Kommentare zu “[A]: Innsbruck: Tram zum Congress

  1. Oh, das wird schwierig an der Innbrücke. Du bolzt da nämlich genau durch einen dicht genutzten Fußgängerbereich, der in beiden Richtungen genutzt wird. An der Innbrücke muss dann bei Ampelschaltungen noch die Tram (Die!) berücksichtigt werden (du fährst da ja auch durch den Fußgängerüberweg), das wird mim Verkehrsfluss schwierig. Der Marktplatz selbst ist Touristentreff und wird gerne für Veranstaltungen genutzt (so viele innerstädtische Freiflächen gibt es in Innsbruck nicht), das kommt ebenfalls nicht gut an.

    Eine Strecke durch die Altstadt ist, wie du schon schreibst, nicht zielführend. Die ist touristisch überlaufen und wird z.b durch den ganzen Dezember durch auf fast ganzer Fläche für den Weihnachtsmarkt genutzt. Schon die Querung an der Maria-Theresien-Straße ist jedes Mal ein spannender Moment.

    Idee richtig, eine bessere Integration der HBB will ich ja auch. Aber so schafft man sich leider mehr Sorgen als Antworten.

    1. Bezüglich Innbrücke hätte ich mir gedacht, ob man das bissel nicht machen kann, dass man da nen Fussgängerbereich ein wenig nach Norden im Inn neu aufschüttet, weiss aber halt selbst nicht so genau obs das unbedingt sein muss… Gibt ja doch wahrscheinlich noch deutlich problematischere Stellen auf der Linie *hust Abschnitt vom Hauptbahnhof zum Sillpark *hust von daher müsste da wirklich sehr viel los sein (was ich mir inzwischen gar nicht mehr so sicher bin…) dass sich das rentiert.

      Jo, ne Altstadtquerung ist halt schon was ziemlich… Wie soll man sagen, kritisches, gerade im sowieso schon kompakten Innsbruck. Da stehen sich dann Touristen und Tram im Weg. Nicht zuletzt wurde schätze ich auch deswegen da ja die Strecke durch die nördliche Maria-.Theresien-Str. mal eingestellt.

      Ich versteh Deine Bedenken, wie findest Du die Trasse mal unabhängig von dem Schlenki sonst so? Und in Innsbruck ists echt auch die Tram, kenn das nur ausm Osten so (mal Wien ausgenommen mit der Bim)

      1. Die Innbrücke ist fast ebenerdig, und fast direkt neben der aktuellen Fußgängerquerung gehts dann schon das Innufer hinab. Da müsste man also fast aufschütten, was echt nicht sein muss. Die Alternative, wie es auf der Nordseite gemacht wird (Fahrrad/Fußgängerunterführung) wird auch haarig, wenn da irgendwo noch ein Gleis Platz haben soll.

        Mei, den Schlenker um den Kongress herum kann man schon machen. Möglich wäre vielleicht, das ganze noch als Stichstrecke bis zum Haus der Begegnung am Emile-Béthouart-Steg weiterzuführen, was eine gute Anbindung an die Nordseite ist. Die ganze Situation am Marktplatz macht mich aber nicht glücklich. Entweder quält man sich durch viel MIV, oder man hat Scherereien an der Innbrücke. Da wäre mir eine Strecke durch den Burggraben fast lieber, auch wenn es da eine kurze eingleise Strecke durch den Torbogen am Hofgraben bräuchte. Allerdings bekäme man mit einem Halt an der Hofburg vllt. noch ein paar mehr Studenten ins Boot, am Karl-Rahner-Platz befindet sich der SoWi-Campus, das MCI und die theologische Fakultät.

        1. Joa, das mit Aufschütten hätt ich auch so angedacht, ist wohl echt bissel teuer. Wie meinst das mit der Fussgängerunterführung? Ist da wo eine?

          Hmja, müsste man schauen, jo. Marktplatz ist echt ein Problem, da stimm ich Dir zu, generell die ganze Richtung stadtauswärts macht Sorgen, hab ich allerdings versucht eben durch die Doppelhaltestelle und ne längere Wendezeit zu kompensieren.

          Bezüglich Burggraben, passt da die Bahn durch den Torbogen glaubst durch, sieht mir recht knackig aus

          1. Auf der anderen Innseite, Kreuzung Mariahilfstraße/Höttinger Gasse. „Linksinnisch“ verläuft ein durchgehender Uferrad/Fußgängerweg.

            Bzgl. Aufschüttung sehe ich das als politisch kaum durchsetzbar an.

            Stimmt, das ist ziemlich knapp, und politisch – denkmalrechtlich – auch sehr schwer. Zur Not mit Deckenstromschiene oder abgesenkter Fahrbahn. Das kurze Stück geht ja eingleisig.

            1. Achso da meinst, jetzt versteh ich

              Jo könnt haarig werden.

              Müsste man schauen, die Kisten sind 2.5 Meter hoch (zumindest die alten, die auch bei der Traunseebahn fuhren), wahrscheinlich müsste man da wohl echt was absenken, anders kann ich mir das fast nicht vorstellen, dass man da halbwegs durchkommen könnte.
              Korrektur, scheinbar dreieinhalb, da hat man sich auf dem Datenblatt vertan

    1. Würde eine eventuelle Akzeptanz in der Bevölkerung verbessern und die Abholzung der Bäume abmildern sowie in der Herrengasse die Einbahnregelung deutlicher kennzeichnen. Gerne können wir aber auch alternative Formen (Schotter zb, welchen ich allerdings gerade in der Herrengasse eher nicht für zielführend halte) einsetzen. Gerade in der Herrengasse und am Rennweg finde ich jedoch ein Rasengleis die einzig sinnvolle Möglichkeit, das Gleis von illegaler Benutzung freizuhalten (hier halte ich eine Hochpflasterung für nicht eindeutig genug und Schotter für zu unästhetisch). An der H.-O.-Str. könnte man allerdings gerne über günstigeren Schotter nachdenken.

  2. Hab mal eben ein wenig die Trassenführung im Abschnitt Innbrücke-Marktplatz abgeändert und eine ehestmögliche Beschleunigung in den Text einfliessen lassen. Skizze dazu plus Anpassung der mymaps Karte folgt.

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