[A] NBS/ABS Salzburg/Freilassing-Wörgl/Saalfelden-Gasteinertal

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Beschreibung des Vorschlags

Dieser Vorschlag ist als Alternativvorschlag zu meinem alten Vorschlag, diese Relation betreffend zu verstehen(hier). Sie ermöglicht im Abschnitt Ainring-Lofer eine Bündelung des Tauernverkehr mit dem Korridorverkehr Salzburg-Tirol und ermöglicht gleichzeitig dem Innergebirge eine bessere RV-Anbindung.

Die angedachte Verkehrsbedienung ist teilweise im Widerspruch zu meinem Vorschlag ‚Neuer FV Österreich‘, alternatives Liniennetz kommt bei Zeit und Lust (wovon beides momentan eher mässig vorhanden ist).

Die ABS St. Johann-Wörgl ist bis auf den Tunnel Hopfgarten (ca. 2.6-2.8% Steigung, eher weniger) und der Tieferlegung des Bf. St. Johann in Tirol als optional anzusehen. Linienverbesserungen wären allerdings schon wünschenswert.

Trassierungsgeschwindigkeit wäre auf oberirdischen Abschnitten mit 160-200 km/h anzusehen, im Tunnel 250, wie üblich. Ausreisser wird’s geben. Generell angemerkt werden sollte, dass der Südabschnitt Lofer-Saalfelden nicht mit so hohen Geschwindigkeiten bedacht wurde. Ich habe weiters versucht, Tunnel möglichst einzusparen, ohne aus der Strecke eine Bimmelbahn zu machen. Hier daher meine Angaben zu den Tunnelkilometern:

Tunnelanteil erster Vorschlag volle Länge Korridorachse Salzburg-Wörgl: 66,09 km
Tunnelanteil hier, volle Länge Korridorachse Salzburg-Wörgl: 45.266 km
Tunnelanteil erster Vorschlag, Salzburg-St. Johann in Tirol: 42.994 km
Tunnelanteil hier, Salzburg-St. Johann in Tirol: 32.776 km

Konkret sollte sich die Strecke in 45-60 Minuten fahren lassen, womit man einem ITF recht gut nahe kommt (45 wären optimal, wenn nicht möglich dann ist’s jedoch halt so).

Grundsätzliche Linienbedienung Korridorverkehr:
->RJX ohne Halt Salzburg-Wörgl, nicht von eventuellen Tarifgeplänkel betroffen

->RJ mit Halt in Bd. R’hall und Kitzbühel, ggf St. Johann in Tirol (Österreichcard wird akzeptiert, kein Pass benötigt, in Verbundtarif integriert)

->REX Wörgl-Salzburg über NBS, vollintegriert in SVV und VVT (Überlappende Verbundgrenzen, SVV Fieberbrunn, VVT Lofer)

Grundsätzliche Linienbedienung Tauernverkehr:

->RJ vom Tauern nach München und Salzburg, geflügelt in Bd. R’hall (Österreichcard wird nach Salzburg bzw Bd. R’hall akzeptiert), Korridorabschnitt in SVV integriert (C-Tariflage in Deutschland), A-Tarif ab Bd. R’hall nach München, Bahncard (auch BC100) kann bei Streitigkeiten bis Zell am See akzeptiert werden. Keine Passmitnahme für Reisende aus Österreich nach Österreich nötig.

->REX Gasteinertal-Zell am See-Saalfelden-Salzburg über NBS, in SVV vollintegriert
->S5 (Salzburger Verkehrsverbund) (ggf. Zell am See-)Saalfelden-Bd. R’hall(-ggf Salzburg), in SVV vollintegriert

Die S6 des Verkehrsverbund Tirol (Relation Wörgl-Hochfilzen(-Saalfelden)) verkehrt wie bisher über die bestehenden Altstrecken inklusive Schleife Hopfgarten-Windau, in VVT und SVV ggf vollintegriert

Finanzierung:
Freilassinger Gegenkurven: D 100
ABS Salzburg-Bd. R’hall A/D/EU 50/45/5
NBS Bd. R’hall-Lofer A/D/EU 80/15/5
NBS/ABS Lofer-St. Johann-Wörgl A 100
NBS Lofer-Saalfelden A/D/EU 85/10/5
NBS Taxenbach-Gasteinertal A/D/EU 85/10/5

Das wäre erstmal mein letzter Vorschlag, konstruktive Kommentare, welche nicht gleich auf ein ‚OMG so viel Tunnel‘ rauslaufen sind gern gesehen. Die Strecke hat ihren Nutzen, dafür ist auch der Preis zu zahlen. Ist man diesen bereit zu zahlen, bekommt man einen schnellen, Bahnverkehr als ernstzunehmende Konkurrenz zum Auto von Ost nach Westösterreich, wenn nicht dann halt nicht. Mit diesem Ausbau kann auch ein eventueller BBT-Nordzulauf ein wenig herunterdimensioniert werden. Dies – möchte ich jedoch hinweisen – ist nicht der Hauptzweck dieses Vorschlags. Diskussionen zum Nordzulauf ansich sind daher unerwünscht.

EDIT 11.6. 2043MESZ, div Änderungen

Metadaten zu diesem Vorschlag

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12 Kommentare zu “[A] NBS/ABS Salzburg/Freilassing-Wörgl/Saalfelden-Gasteinertal

  1. Wie wäre es mit einer Verbindungskurve bei Lofer, sodass man die Strecke auch von Saalfelden nach Wörgl nutzen kann? Ggf. müsste man die Strecke Salzburg – Wörgl in dem Abschnitt ein wenig nach Osten verschieben, damit’s passt.

    1. Wäre ne Idee, ich mein jedoch dass für solch eine Verbindung die Bestandsstrecke zwischen Saalfenden und St. Johann in Tirol mit einer Fahrzeit von 27 Minuten (im EC, REX mit 32 Minuten) schneller ist.

  2. Was mir auffällt, ist, dass du überall dort, wo Bebauung im Weg ist, einfach schnell nach unten in den Tunnel ausweichst. Die Frage ist, wie praktikabel das ist, denn da muss es schon ordentlich runter gehen, um unter Bebauung und Fundamenten noch den kompletten Tunnel unterzubringen. Das werden dann durchaus beträchtlich große Einschnitte, die da dazwischen liegen, und das in den Alpentälern … Vom Landschaftsschutz her sicher schwierig.

    Allgemein: Das wird ein vergleichsloser politischer Gewaltakt. Eine NBS, die mehr oder weniger ausschließlich dem innerösterreichischen Verkehr dient, durch deutsches Gebiet zu bauen, und dann auch noch durch die sensible Alpenregion mit der Urlaubs- und Kurstadt Bad Reichenhall. Da hast du die üblichen Trassengegner und ablehnenden Lokal-/Landespolitiker, aber in mindestens zehnfacher Ausführung. Klar kann man da sagen „beschwert euch nicht, ihr bekommt dafür auch eine bessere Anbindung“, nur bin ich mir ziemlich sicher, dass das dort eher als unnötig angesehen wird, da man ja bereits an das Eisenbahnnetz angebunden ist. Allgemein denke ich auch nicht, dass man mit sowas Zustimmung „erkaufen“ kann, siehe Coburg, wo die örtliche Bevölkerung eine Trasse, die durch den Bahnhof der Stadt führt, verhindert, und stattdessen eine, die weiträumig vorbei geht, durchgesetzt hat, Anbindung hin oder her.

    1. Nur ganz kurz: Die Strecke tangiert keine Landschaftsschutzgebiete (meine ich).

      Generell hast Du schon recht, das ist ziemlich ein Gewaltakt weshalb ich eben die Tunnel eingeplant habe. Inwieweit sich das mit dem Fundament ausgeht.. Zur Not muss das eine oder andere Haus an den Portalen weichen (Ich denk Du sprichst hier Unken und Weissbach zb an), ich wollte damit eine zu starke Ausbremsung des Bahnverkehrs einerseits, eine komplette Auslöschung der entsprechenden Orte verhindern. Weiters ist die Strecke eher für einen Planungsorizont 2050+ angedacht. Bis dahin wird (hoffentlich) auch in den Kommunen ein Umdenken stattgefunden haben.

    2. Allgemein denke ich auch nicht, dass man mit sowas Zustimmung „erkaufen“ kann, siehe Coburg, wo die örtliche Bevölkerung eine Trasse, die durch den Bahnhof der Stadt führt, verhindert, und stattdessen eine, die weiträumig vorbei geht, durchgesetzt hat, Anbindung hin oder her.
      Was für die Coburger ja auch wirklich viel Sinn ergeben hat auf einer – okay das war damals noch nicht klar – reinen PV-Strecke. Jetzt macht der ICE einen großen Bogen um die Stadt.
      Genial finde ich, dass man sich auch noch über das Mini-Angebot beschwert.

  3. Grundsätzlich gefällt mir der Vorschlag ziemlich gut. Wäre eine vernünftige Alternative zu einer NBS nach Rosenheim. Nur die Umfahrungsstrecken für Freilassing könnte man vielleicht als optional betrachten.

    Allerdings hätte ich zwei Fragen zur Tauernverbindung: nämlich wie lang würde man von Salzburg nach Villach brauchen? Und würde der Tauern-RJ zweistündlich oder stündlich fahren?

    1. Danke für das Lob. Grundsätzlich angedacht wäre eine Fahrzeit Salzburg-Dorfgastein (Durchfahrt) mit Halten in Bd. R’hall und Zell am See wäre von mir mit 45-50 Minuten kalkuliert (Durchschnitt von 140 durch teilweise lange Tunnel und ggf Linienverbesserungen Saalfelden-Taxenbach)

      Weiter runter trau ich mir keine Prognosen da ich da keinen Ausbau drinnen hab.

      Allerdings geht’s mir hier weniger um ne schnelle Verbindung als eher um Bündelungseffekte, damit man, wenn man das schon macht, nen ordentlichen Nutzen rausziehen kann. Ist also bissel was von Konsenstrasse.

  4. Freilassinger Gegenkurven: D 100
    ABS Salzburg-Bd. R’hall A/D/EU 50/45/5
    NBS Bd. R’hall-Lofer A/D/EU 80/15/5
    NBS/ABS Lofer-St. Johann-Wörgl A 100
    NBS Lofer-Saalfelden A/D/EU 85/10/5
    NBS Taxenbach-Gasteinertal A/D/EU 85/10/5

    Also mit der Erwartungshaltung sehe ich Schwarz für Dein Projekt.

    Ich glaube Deutschland wird sich bestenfalls am deutschen Abschnitt bis Reichenhall beteiligen. Das ist ja kein Vorhaben, dass irgendwie im dt. Interesse wäre.

    Was soll über die Kurve bei Freilassing verkehren?

    1. Über Freilassing sollten einerseits die Tauern-ECs verkehren, welche dann neu über diese Strecke laufen würden, andererseits in den Taktlücken RJ-Züge der Relation (Graz/Ljubljana)-Klagenfurt-Villach-Gasteinertal-Zell am See-Bd. R’hall-Salzburg/München. Weiters natürlich der IC Königssee.

      Dadurch würde ich schon davon ausgehen, dass D zumindest für den Zulauf Geld zuschiesst. Es ist ja auch für Deutschland eine Strecke, die von Interesse ist (für den Nordsüd-Transit).

      1. Dass die Tauern-ECs Salzburg umfahren sehe ich kritisch. Salzburg wird der nachfragestärkste österreichische Halt auf der L62 sein.

        Es ist ja auch für Deutschland eine Strecke, die von Interesse ist (für den Nordsüd-Transit).
        Deutschland oder zumindest Bayern wird die Strecke mit allen Mitteln verhindern. Man wird nicht den schönsten Fleck Deutschlands mit GV-/ICE-Neubaustrecken durchlöchern.

        1. Dass die Tauern-ECs Salzburg umfahren sehe ich kritisch. Salzburg wird der nachfragestärkste österreichische Halt auf der L62 sein.

          Hast auch wieder recht… Ich kenn zwar die Nachfrage auf der 62iger weniger und muss Dir da einfach mal glauben. Naheliegend wäre es allerdings auf jeden Fall

          Deutschland oder zumindest Bayern wird die Strecke mit allen Mitteln verhindern. Man wird nicht den schönsten Fleck Deutschlands mit GV-/ICE-Neubaustrecken durchlöchern.

          Das kann ich wenig nachvollziehen, auch da die Neubauabschnitte in Deutschland bis auf den kleinen Abschnitt südlich Schneizlreuth ja eh im Tunnel verlaufen und somit – mit Ausnahme der Portale – eigentlich nicht wahrnehmbar sind. Der Ausbauabschnitt zwischen Bad Reichenhall und Freilassing wäre tatsächlich zweigleisig, ist jedoch eher im urbanen Gebiet. Klar werden sich Bürgerinitiativen formieren (gerade gegen den Ausbau zwischen Freilassing und Reichenhall), hier wäre jedoch auch eine Kapazitätssteigerung der S-Bahn möglich, was dadurch (meiner Logik nach) die Akzeptanz erhöhen würde.

  5. Diese Alternativlösung finde ich eher suboptimal, denn sie hat immer noch den gleichen großen Nachteil wie eine ABS/NBS Salzburg-Rosenheim – der rein innerösterreichische Binnenverkehr auf diesem Korridor würde auch weiterhin über ausländisches (deutsches) Staatsgebiet gefahren werden müssen statt ihn über sein eigenes Staatsgebiet zu bewältigen. Ich weiß, dass hierzu manche eine deutlich andere Meinung zu dem Thema haben aber eine klare Bitte diese Leute: Akzeptiert einfach meine persönliche Meinung in dieser Sache und bitte kein argumentum ad hominem deshalb. Diskussion heißt eben auch Respekt vor der Meinung des anderen. Danke.

    Wie bereits andersorts gesagt würde ich die Trasse hier viel eher von zwischen Golling und Werfen nach Saalfelden per Hochkönig-Tunnel bauen und ab Werfen/Pfarrwerfen einen Zweigtunnel auf diesen bauen, damit Bischofshofen und die Strecke aus dem Ennstal (per Kurve) direkt und schnell nach St. Johann/Wörgl verbunden wäre. Die Kurve bei Lend würde ich ähnlich aber nicht so groß bauen, damit man die Strecke aus dem Gasteiner Tal und Kärnten so direkt ans Inntal anschließen kann und so eine ganz neue FV-Achse schaffen würde. Von der Gesamtlänge der Tunnels wäre mein Vorschlag wohl etwa auf einem Level wie deiner.

    Die Strecke Saalfelden – Wörgl müsste dann freilich noch ausgebaut und teilneugebaut werden, wozu ich derzeit schon an einem Vorschlag dran bin. Hier steht man aber dann vor der gleich Frage, wie in diesem Vorschlag hier auch: Schließt man nun Kitzbühel oder St. Johann in Tirol an? Denn beides würde die Strecke zu aufwändig machen bzw. zu lang. Für den Anschluss von Zweiterem – was ich auch für die bessere Lösung halte – finde ich deine Trasse von Fieberbrunn bis Wörgl schon recht gut.

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