Ausbau Wendlandbahn

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Beschreibung des Vorschlags

Die Wendlandbahn könnte man als Maximum der Unattraktivität bezeichnen: Da die allermeisten der Bahnübergänge ungesichert sind, beträgt die Höchstgeschwindigkeit nur 60 km/h. Zudem gibt es recht viele Haltestellen, 2 davon, Neetzendorf und Leitstade, liegen schon arg im Garnirgendwo. Durch beide Faktoren bedingt, beträgt die Fahrzeit auf der 55 km langen Strecke stolze 67 Minuten, in meinen Augen inakzeptabel.

Die sehr lange Fahrzeit dürfte mit ein Grund dafür sein, dass sich das gesamte Angebot auf der Strecke auf gerade einmal 5 tägliche Zugpaare beschränkt. Für eine Grundversorgung ist das in meinen Augen viel zu wenig.

Meiner Meinung nach sollten die Bahnübergänge gesichert werden, und die Gleise, wo nötig, modernisiert werden, so dass durchgehend 80 km/h gefahren werden können. Zudem sollen die Stationen Neetzendorf und Leitstade geschlossen werden. Durch beide Maßnahmen gemeinsam soll die Fahrzeit um 15 Minuten, auf 52 Minuten gesenkt werden.

Zudem sollen die Bahnsteige modernisiert werden, und der Bahnhof Dahlenburg zu einem funktionstüchtigen Kreuzungsbahnhof mit 2 Bahnsteigen ausgebaut werden. Auch der Endbahnhof Danneberg soll als vollwerige Station mit 2 Bahnsteigen ausgebaut werden.

Nach Abschluss der Ausbauten soll auf der Strecke eine RB im geregelten 60-Minuten-Takt fahren. Die Zugkreuzung findet in Dahlenburg statt.

 

Fahrplaneckdaten:

Ankunft RE aus Hamburg in Lüneburg: xx:32

Abfahrt RB nach Danneberg in Lüneburg: xx:37

Ankunft in Danneberg: x1:29

 

Abfahrt in Danneberg: xx:31

Ankunft in Lüneburg: x1:23

Abfahrt RE nach Hamburg in Lüneburg: x1:28

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12 Kommentare zu “Ausbau Wendlandbahn

  1. Wie willst du für die an den geschlossen Bahnhöfen befindlichen Dörfer Nahverkehr anbieten?

    Ich glaube, die Strecke rentiert sich erst, wenn man sie bis Wittenberge verlängert. Da das kein normaler Mensch (und schon gar nicht der autoverrückte deutsche Staat) finanzieren kann, ist die Strecke leider so gut wie am Ende. Wenn, dann sollte man wenigstens alle Bahnhöfe erhalten. Wenn die Verkehrstechnik so weit fortgeschritten ist, dass autonome Kleinbusse überall eingesetzt werden können, dann werden auch die Bahnhöfe Neetztendorf und Leitstade wieder hochfrequentierter genutzt.

    1. Das gilt für alle von der Einstellung bedrohten Kleinbahnstrecken. Der Bedarf kommt bei Ruf-Autonomen-Kleinbussen im ländlichen Raum als Bahn-Zubringer schon wieder zurück. Spätestens dann, wenn das Benzin bei 2,50/l angekommen ist 😀

      1. Früher hatte ich auch mal geglaubt, dass bei steigenden Benzinpreisen die Leute irgendwann vermehrt auf den ÖPNV umsteigen würden, dann habe ich beobachtet, wie über die Jahre hinweg der ÖPNV stets schneller teurer wurde, als das Benzin.

    2. Wieso nach Wittenberge? Das Potenzial der Strecke ergibt sich selbst bei einer Verlängerung nach Wittenberge zu 95% in Richtung Hamburg (per Umstieg in Lüneburg), und hinter Danneberg kommt nicht mehr viel, und ist  auch schon zu weit weg um attraktive Pendler-Fahrzeiten zu erreichen, und Wittenberge selbst hat schon eine 10 mal bessere Strecke nach Hamburg.

      Naja, an den beiden Stationen ist halt schon wirklich gar nichts … Und die Haltestellendichte ist hoch genug, wenn man schon in deinem „autonomen Kleinbus“ sitzt, kann man auch bis zur nächsten Haltestelle fahren. Aber die Anzahl derer, die das betrifft, ist wie erwähnt ohnehin verschwindend.

  2. Das gilt für alle von der Einstellung bedrohten Kleinbahnstrecken. Der Bedarf kommt bei Ruf-Autonomen-Kleinbussen im ländlichen Raum als Bahn-Zubringer schon wieder zurück. Spätestens dann, wenn das Benzin bei 2,50/l angekommen ist 😀

  3. Die Schließung von Leitstade kann ich verstehen, die von Neetzendorf aber nicht. Zudem würde ich in Harlingen einen Haltepunkt neu errichten, womit es genauso viele Halte wie vorher wären. Trotzdem sollte ein Kreuzungsbahnhof ausreichen.

    Zudem würde ich diese Züge direkt auf die Strecke nach Lüchow durchbinden, die im Personenverkehr reaktiviert und über Wustrow nach Salzwedel verlängert wird. Damit hätte man dann eine Strecke, die in beiden Richtungen an Hauptstrecken angebunden ist und damit als ordentlicher Zubringer zu den Großstädten dienen kann.

    1. Bei den 52 Minuten gehts nicht nur um die Zugkreuzungen, sondern auch um den Anschluss in Lüneburg. RE-Abfahrt nach Hamburg ist um :28, RE-Ankunft aus Hamburg ist um :32. Jeweils +5 Minuten Umsteigezeit, sind wir bei 14 Minuten zwischen Ankunft und Abfahrt in Lüneburg. Da ist eine Fahrzeit von 52 Minuten das höchste aller Gefühle, mehr geht nicht. Klar, könnte man mehr Halte durch noch höhere Geschwindigkeit ausgleichen, aber dann muss man gleich die ganzen Gleise überall erneuern, das kann nicht wirtschaftlich sein.

       

      Lüchow könnte man andenken, das will ich hier aber erstmal raushalten.

      Bei Salzwedel gilt das, was ich oben schon zu Wittenberge geschrieben habe: Die Strecke ist und bleibt auf Lüneburg und Hamburg ausgerichtet, in entgegengesetzte Richtung kommt einfach nichts weltbewegendes. Es wundertmich auch arg, dass du hier Slazwedel (oder Stendal?) als Großstadt definierst.

  4. Okay an der Strecke liegen wirklich wenig Einwohner, nur Hitzacker und Dannenberg sind bedeutendere Kleinstädte, die angebunden werden. Ein Stundentakt mit guten Anschlüssen sollte in der HVZ aber schon drin sein…

    Neetzendorf hat laut meiner Recherche übrigens 400 Einwohner, da finde ich den Wegfall des Haltepunktes absolut gerechtfertigt. Selbst Bavendorf und Vastorf sind ja schon so klein, dass es Bedarfshalte sein könnten.

    1. Ob nun Stundentakt nur in der HVZ, oder ganztägig, da will ich mich jetzt mal nicht festlegen. Für mich steht jediglich fest, dass ein Gesamtangebot von 5 täglichen Zugpaaren, wie es heute praktiziert wird, mehr als mangelhaft ist. Doch dafür muss an der Strecke eben etwas getan werden – bei einer Fahrzeit von 67 Minuten und genau Null Begegnungsstellen mit 2 Bahnsteigen liegt die kürzeste mögliche Taktfolge eben bei 180 Minuten – inakzeptabel.

      Falls ich dich korrigieren darf: Neetzendorf ist nur Teil der Gemeinde Boitzen mit Rund 400 Einwohnern. Der Kernort von Boitzen liegt direkt an der Station Dahlenburg. Neetzenburg hat weit weniger Einwohner (auf dem Sat.-Bild knapp zwei Dutzend Häuser) – und rechtfertigt erst recht keinen Bahnhalt.

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