B: Umbau, bzw. Erweiterung Warschauer Brücke

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Beschreibung des Vorschlags

Die M10 hat bekanntlich 3 Abschnitte,  wo sie sich die Gleise mit den normalen PKWs teilen muss. Das führt dazu, dass sie immer wieder verspätet ankommt, bzw. als Rudeltram unterwegs ist. Daher hatte ich schon einmal für den Abschnitt an der Eberswalder Straße einen Umbau vorgeschlagen (https://extern.linieplus.de/proposal/b-umbau-der-m10-haltestelle-eberswalder-strasse/). Nun möchte ich einen weiteren kritischen Abschnitt entschärfen.

Derzeit sieht das Satelitenbild der Warschauer Brücke so aus: https://www.bilder-upload.eu/bild-f497c9-1565477651.jpg.html. Hier sieht man deutlich, dass es zu massiven Problemen kommen kann, sobald ein Stau entsteht. Das ist leider häufiger der Fall. Daher möchte ich die Verkehre entflechten und das ohne den PKW Verkehr eine Spur zu nehmen. Gleichzeitig möchte ich die Umstiegssituation zwischen Straßenbahn und S-Bahn verbessern. Daher ist das hier mein Plan: https://www.bilder-upload.eu/bild-ac65e7-1565477780.jpg.html.

Legende:

gelb = neuer Haltestellenbereich (theoretisch 70 m möglich)

rot = ungefähre Gleislage

weiß = Außenumrandung für die 2 Fahrspuren

schwarz = Erweiterung der Brückenflächen

grün = Fahrradparkhaus, damit diese nicht mehr am Geländer vor dem S-Bahnhof angebunden werden müssen.

Sowohl vorne, als auch hinten an der Haltestelle muss eine Querung geschaffen werden. Hier muss man überlegen, ob das mit einer Drückerampel oder einem Zebrastreifen besser gelöst wäre. Evtl. werden die Bahnsteige auch so breit, dass hier eine Treppe runter gebaut werden könnte, damit man leichter zur Arena kommt. Ziel ist jedoch, dass die Gleise komplett vom Verkehr entkoppelt werden und die anderen Verkehrsteilnehmer möglichst wenig Einschränkungen haben. Ich kann mir hier vorstellen, dass das Tempo auf 30 reduziert wird, aufgrund der engeren Kurvenradien im Bereich der Haltestelle. Ansonsten wird sogar mehr Fläche für Fußgänger geschaffen und evtl. auch für Fahrradfahrer (jedenfalls auf der Brücke). Auch werden so mehr Abstellflächsen geschaffen. Die gesamte neue Fläche auf der Ostseite kann auch mit Fahrradbügeln ausgestattet werden. Die Treppte runter entsteht auf der Außenseite und das mit einem Fahrstuhl (für Veranstaltungsbesucher).

Google Maps Link zum selber gucken: https://www.google.de/maps/@52.5063628,13.4505036,335m/data=!3m1!1e3?hl=de

Ergänzung: Man kann dann im übrigen die Haltestelle S Warschauer Straße streichen, da der Bahnhof dann über S+U Warschauer Straße angebunden ist. Ich würde aber die Haltestelle nicht komplett aufgeben, sondern nur auf die andere Richtung bei der Haltestelle Revaler Straße verschieben, damit es nach wie vor einen schnellen Umstieg zwischen M10 und der dort fahrenden Linien gibt (könnte ja theoretisch sein, dass eine andere Linie dort in die Schleife fährt, sei es auch nur in Ausnahmefällen).

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

8 Kommentare zu “B: Umbau, bzw. Erweiterung Warschauer Brücke

  1. Die Entmischung von MIV und Tram ist sinnvoll, fände aber eine östliche Seitenlage bis zu Revaler Str. besser, da man so von der Tram ohne Fahrbahnüberquerung zur UBahn und SBahn umsteigen könnte. Auf der Oberbaumbrücke bietet sich diese Seitenlage ebenso an, da eine Verlängerung in die Falckensteinstraße ja ebenso auf der östlichen Fahrbahnseite erfolgt.

    1. Das ginge nur bei Spurreduktion auf der Oberbaumbrücke und genau das möchte ich eben nicht. Daher ist eine Seitenlage keine gute Idee. Die Mittellage ist hier die beste Option.

      Im übrigen ist eine 2 gleisige Führung durch die Falckensteinstraße derzeit kein Thema. Daher würde ich nicht so viel drauf wetten, dass dort überhaupt die Straßenbahn entlang fahren wird. Eine der anderen Varianten ist auch eine sehr realistische Option.

      Und ich habe ja geschrieben, dass ich an den jeweiligen Enden der Bahnsteige entweder Zebrastreifen oder LSA vorsehe. Damit ist hier kein beschwerliches umsteigen notwendig, sondern der normale klassische Fall (siehe z.B. HBF).

      1. „Das ginge nur bei Spurreduktion auf der Oberbaumbrücke und genau das möchte ich eben nicht.“

        Dann hat man aber das Problem, was aktuell auf der Warschauer Str. durch den Mischverkehr existiert, dort zwar beseitigt, aber auf der Oberbaumbrücke neu geschaffen. Prinzipiell könnte man ja die Oberbaumbrücke zumindest auf der westlichen Seite noch erweitern, falls es notwendig ist.

        „Im übrigen ist eine 2 gleisige Führung durch die Falckensteinstraße derzeit kein Thema.“

        Ja das stimmt, es gibt keine Vorzugsvariante. Aber letztendlich wird die Straßenbahntrasse irgendwo in südöstlicher Richtung von der Oberbaum- bzw. Skalitzer Str. abzweigen, weswegen eine Führung in Seitenlage auf dieser Seite schon prinzipiell nicht falsch ist.

        „Und ich habe ja geschrieben, dass ich an den jeweiligen Enden der Bahnsteige entweder Zebrastreifen oder LSA vorsehe. Damit ist hier kein beschwerliches umsteigen notwendig, sondern der normale klassische Fall“

        Jap das würde gehen, aber andererseits fände ich eine Umsteigesituation wie z.B. an der neuen Ostkreuz-Strecke bei den potentiellen Umsteigerzahlen auch nicht schlecht, so lange es möglich ist. Von der Qualität für den Fahrgast ist es auf jeden Fall besser ohne MIV-Querung.

        1. Leider nicht möglich, da sie unter Denkmalschutz steht. Auch sehe ich das Problem auf der Oberbaumbrücke nicht als so gravierend an. Wieso komme ich zu der Einschätzung? Ganz einfach. Die Führung nach Kreuzberg ist erstmal nicht so stauanfällig wie der Weg zurück. Wenn die Straßenbahn in der Mittellage bleibt, kann bei ZR-Fahrzeugen auch zur Mitte hin ausgestiegen werden und die Abbiegespur kann für Straßenbahnen nutzbar gemacht werden (so ähnlich wie am Naturkundemuseum mit dem rechtsabbiegen oder Schönhauser für die M1). Vorrangschaltungen machen es möglich. Umgedreht wird es schwieriger. Allerdings kann man hier die Straßenbahn als Pulk-Führer ausgestalten ab dem schlesischen Tor, weshalb sie dann schneller durchrutscht. Zudem ist die Strecke weniger staubelastet als die Warschauer Brücke. Eine Reduktion der Spuren würde nur dann den Kollaps bringen.

          Du kriegst aber nicht beide Gleise gleichzeitig unter der U-Bahn durch, damit du sie in Südlage kriegst. Auch würde das den Verkehr massiv einschränken und an dem Punkt sind wir noch nicht. Ich finde die Mittellage hier nicht verkehrt, weil du eh ZR-Fahrzeuge hast und zur Mitte aussteigen kannst.

          Vom Prinzip her richtig. Ich sehe es hier allerdings als nicht nötig an.

          1. „Leider nicht möglich, da sie unter Denkmalschutz steht.“

            Naja, Denkmalschutz heißt aber auch nicht, dass man gar nichts mehr machen darf. Wenn man beispielsweise die westliche Front originalgetreu versetzt und so zusätzlichen Platz für eine straßenunabhängige Tram schafft, sollte es im Kompromiss zwischen vekehrlichen und denkmalgerechten Belangen eine Lösung geben.

            „Allerdings kann man hier die Straßenbahn als Pulk-Führer ausgestalten ab dem schlesischen Tor, weshalb sie dann schneller durchrutscht.“

            Als Pulkführer im MIV mitschwimmen funktioniert nur solange es keinen Stau gibt, denn im Zweifel steht dann die Tram einfach als Pulkführer trotzdem in der Warteschlange vor der nächsten LSA und kann dann z.B. nur in der kurzen Linksabbiegerphase fahren. Ist ein Kompromiss, aber kein schöner – solange eine unabhängige Führung nicht völlig unmöglich ist.

            „Du kriegst aber nicht beide Gleise gleichzeitig unter der U-Bahn durch, damit du sie in Südlage kriegst.“

            Beide Fahrspuren Süd-Nord unterqueren die Hochbahn zwischen unterschiedlichen Stützen, hier könnte die Tram auch problemlos in Südlage ausfädeln.

            „Auch würde das den Verkehr massiv einschränken und an dem Punkt sind wir noch nicht.“

            Naja, das eine schränkt den MIV ein, das andere die Straßenbahn. Dann würde ich lieber den MIV einschränken 😉

            1. Nein denkmalschutz heißt, es muss originalgetreu bleiben. Das wäre es dann nicht. Es wäre zu schön, wenn das ginge. Aber das wird es nicht geben.

              Wie gesagt, dort ist weniger und seltner Stau, als auf der Warschauer Brücke. Daher sehe ich das da nicht ganz so kritisch.

              Nein die Radien reichen nicht.

              Die Straßenbahn wird geringfügig eingeschränkt und geringfügig auch dier MIV. Das ist mir lieber.

              1. „Nein denkmalschutz heißt, es muss originalgetreu bleiben.“

                Denkmalschutz heißt: (Link)

                „(1) Ein Denkmal darf nur mit Genehmigung der zuständigen Denkmalbehörde
                1. in seinem Erscheinungsbild verändert,
                2. ganz oder teilweise beseitigt,
                3. von seinem Standort oder Aufbewahrungsort entfernt oder
                4. instand gesetzt und wiederhergestellt werden.“

                Also bei weitem nicht: „Denkmal = hier darf nichts verändert werden“. In anderen Fallbeispielen dürfen ja auch z.B. Denkmäler umgebaut, verschoben oder sogar abgebaut werden.

                „Nein die Radien reichen nicht.“

                Bei dieser Perspektive sehe ich da überhaupt keine Probleme, die beiden linken Durchfahrten auch für Straßenbahnen befahrbar zu machen – also vom Radius her.

                1. Ja das ist mir schon klar. Bloß das wird nicht geschehen. Natürlich wäre aber das der Optimalfall, wenn man einfach 2 Spuren dran hängt und die Straßenbahn eigne Gleise bekommt. Aber nicht mal der verrückte Senat kam bisher auf so eine Idee.

                  Die Perspektive ist auch falsch. In die Falckensteinstraße würde das klappen. Aber eben nicht um dann weiter entlang der U-Bahn zu fahren. Da passt nur ein Radius 😉

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