Barnim: RB25 nach Werneuchen-Ost

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Beschreibung des Vorschlags

Aktuell endet RB25 in Werneuchen. Die Trasse der Wriezener Bahn bis Wriezen oder Tiefensee zu reaktivieren, ist angesichts der geringen Besiedlung so unrealistisch, dass das noch nicht einmal hier auf LiniePlus vorgeschlagen wurde.

Stattdessen möchte ich RB25 auf das Geländes des Flugplatzes verlängern. Jener kann mMn stillgelegt, und in ein Wohngebiet für Pendler nach Berlin umgestaltet werden. Der ohnehin geringe Privatflugverkehr kann ins 8 Kilometer nahe Strausberg verlagert werden. Der dortige Flugplatz ist besser ausgestattet und erst seit wenigen Jahren für den zivilen Verkehr offen, so dass der Flugplatz Werneuchen eigentlich nicht gebraucht wird.

Die Trasse entsteht in der Mitte der ehemaligen Startbahn. Der Takt von RB25 soll in der HVZ auf 30 Minuten verbessert werden.

Dieser Entwicklungsplan (lang, pdf) spricht von hohem Wohnungsbaupotential in Werneuchen. Vor allem kleine, günstige Wohnungen werden gebraucht. Dabei ist der Ort bereits ziemlich zersiedelt. Da am Flugplatz bereits etwas Infrastruktur vorhanden ist, kann hier günstig gebaut werden.

 

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10 Kommentare zu “Barnim: RB25 nach Werneuchen-Ost

  1. Also abgesehen davon, dass neue Wohngebiete eigentlich nicht Gegenstand von den Planungen auf LiniePlus sein sollen, sondern nur vorhandene oder absehbar geplante Verkehrsbedürfnisse befriedigt werden sollen, halte ich nicht viel von dem Vorschlag. Warum so eine aufwendige Verlängerung der Bahnstrecke, wenn rund um den bestehenden Bahnhof Werneuchen noch ausreichend Freiflächen vorhanden sind? Auch in Seefeld oder Blumberg (b. Berlin) gibt es noch freie Flächen mit optimaler Verkehrsanbindung. Und soll auf dem Flugplatz wirklich fünf Mal innerhalb von 2 km gehalten werden oder ist das ein Bug?

    1. Der verlinkte Entwicklungsplan sieht nur kleinere Flächen in Bahnhofsnähe vor (Seite 49/50). Auf dem Flugplatz könnte man Tausende Wohneinheiten erbauen. Und dabei wenig MIV-Zuwachs verursachen, wenn man gleich die SPNV-Infrastruktur vorausbaut (wie damals in Marzahn und Hellersdorf). Und weniger Fläche versiegeln. Die Siedlungen selbst wären autofrei, außer dem ex-Rollfeld wären nur noch Straßen nach Werneuchen, Hirschfelde und Rosenpark zu bauen.
      Die vielen Halte sind Absicht, da die RB die Feinerschließung des Neubaugebiets übernimmt. Die auf der RB25 eingesetzten Talent eignen sich hierfür dank guter Beschleunigungswerte. Dazu käme eine Buslinie nach Süden.

      1. Nochmal: Warum sollte man da tausende Wohneinheiten bauen, wenn es in Seefeld oder Blumberg (b. Berlin) noch freie Flächen direkt am Bahnhof gibt?

        „Die vielen Halte sind Absicht, da die RB die Feinerschließung des Neubaugebiets übernimmt.“

        Das macht doch keinen Sinn. Nicht mal die S-Bahn im Zentrum von Berlin hält so häufig, geschweige denn eine RB im ländlichen Raum. Hast du so etwas schon jemals irgendwo in Deutschland gesehen? Ein paar Meter Fußweg oder mit dem Fahrrad können jedem zugemutet werden.

        1. Warum sollte man da tausende Wohneinheiten bauen, wenn es in Seefeld oder Blumberg (b. Berlin) noch freie Flächen direkt am Bahnhof gibt?
          Die Politik geht von einem Bedarf von etwa 200k Wohnungen aus. Einzelne Restgrundstücke zu bebauen reicht nicht, es müssen neue Wohngebiete her.
          Nicht mal die S-Bahn im Zentrum von Berlin hält so häufig, geschweige denn eine RB im ländlichen Raum.
          Die RB25 hält in Ahrensfelde/Blumberg bereits ziemlich oft. Auch wurden in Brandenburg zuletzt immer wieder mal neue Haltepunkte in Siedlungsgebieten nahe bestehenden Bahnhöfen errichtet, z.B. Kyritz Bürgerpark oder Templin Stadt. Bei mehrstöckiger Bebauung ist ein Stationsabstand von 500-600 Metern gerechtfertigt, ein Bus würde alle 250-400 Meter halten. Wir reden selbstverständlich von Bedarfshalten.

          1. Wieso denn Restgrundstücke? Hast du dir die Situationen dort überhaupt mal angeschaut? Dort ist mehr als genug Platz, die Bereiche entlang der Bahnstrecke sind quasi nur einseitig bebaut.

            Dennoch ist ein solcher Haltestellenabstand völlig übertrieben, nicht ohne Grund wäre das ein absolutes Novum. Zwei Haltestellen in dem Bereich wären angemessen, mehr braucht es wirklich nicht.

            1. Ich habe jetzt einen Haltepunkt entfernt. Um für ÖPNV-Nutzer attraktiv zu sein, soll die Siedlung komplett im 500-Meter-Radius um die Stationen liegen. Mit nur 2 Halten hätte man Wege über 750 Meter, und damit mehr Autoverkehr im Ort und auf der staugefährdeten B158.
              Die Grundstücke in Bahnhofsnähe würde ich für Gewerbe vorhalten (Ladenzeile im Rotdornweg?). Die anderen zentralen Grundstücke sind klein, feucht (Fließe!) und von EFH umgeben, und eignen sich nicht für massenhaften günstigen Wohnungsbau, sondern eher für Eigentumsreihenhäuser.
              Die unbebauten Gebiete entlang der Bahnstrecke müssten erstmal planiert werden. Das Flughafengelände ist bereits plan, hier kann der ganze Tiefbau günstig erfolgen. Dazu kommen höhere Grundstückspreise Richtung Berlin. Da kann man nicht mehr günstige Wohnungen anbieten. Außerdem würden viele die nahe B158 nutzen, statt der Regionalbahn. Zudem verursacht der unnütze Flughafen Kosten.

              1. Naja aber ne RB ist nicht mit ner Strassenbahn vergleichbar und durch die vielen Halte würde die Reisezeit nur unnötig verlängern und damit die Attraktivität wieder verringern.

                Ich würde einmal südlich der alten Hirschfelder Strasse und einmal am Ende der Runway halten. Das müsste in Kombination mit einer neu einzurichtenden Buslinie wohl echt genug sein. Sofern es wirklich nötig ist, weitere Halte einzurichten könnte man das ja immer noch nachträglich machen.

                1. Ich hatte mal eine Buslinie Bernau – Werneuchen – Strausberg vorgeschlagen. Die könnte das Gelände in Ost-West-Richtung erschließen, aber der Umsteigezwang macht den ÖPNV nunmal unattraktiv. Direkte Schienenverbindung nach Berlin ist ein Verkaufsargument, die Investoren werden auf viele Haltepunkte bestehen.
                  Die Reisezeiten verlängerten sich ja nur für die wenigen, die im östlichen Teil starten. Da würde ich eher über Blumberg-Rehhahn oder Ahrensfelde Nord diskutieren.

    1. Die dort genannte Durchbindung verbindet dicht besiedeltes Berliner Umland mit Brandenburger Einöde. Was für ein Fahrplankonzept soll da bitte gefahren werden? Nach Werneuchen werden die Fahrgastzahlen an der Stillegung kratzen.

      Insofern wirklich ein großes Städtebauliches Projekt an dieser Stelle umgesetzt wird, halte ich den ganzen Vorschlag zumindestens für diskutabel.

      Hinter Werneuchen wird sich nicht viel entwickeln. Nicht in absehbarer Zeit. Das wäre einfach Geld was an anderer Stelle im Bund in Verbindungen investiert werden könnte, die ein viel größeres Potential haben.

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