Bauliche Maßnahmen zur Entlastung des Kreuzes Fürth

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Beschreibung des Vorschlags

Ausgangslage

Das Kreuz Fürth ist eines der Größten Nadelöhre im Eisenbahnverkehr in Bayern. Derzeit kreuzen sich im Kreuz Fürth Nah-, Regional-, Fern- und Güterverkehr überwerfungslos aus zwei der befahrensten Strecken Deutschlands und fädeln sich in die Personen- und Güterverkersstrecken nach Nürnberg ein. Deswegen sind der Knoten überlastet und Züge in diesem Knoten sehr verspätungsanfällig.

Maßnahmen

1. Durch einen viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke nach Würzburg mindestentens bis Fü-Burgfarrnbach (evtl. mit dieser Strecke) und dem schon im Bau befindlichen Ausbau bis Bamberg wird ein relativ enger S-Bahn-Takt auf beiden Ästen möglich.

2. Durch die zusätzlichen S-Bahnen erweitert sich die Nutzung des S-Bahn-Verkehrs von einem auf zwei Gleise zwischen Nürnberg und Fürth. Der Wegfall eines Gleises für den restlichen Personenverkehr wird durch den Wegfall der RB-Linien kompensiert.

3. Die Rangaubahn und Die Gräfenbergbahn werden durchgebunden, elektrifiziert und in das S-Bahn-Netz eingebunden. Um einen bahnsteiggleichen und schnellen Umstieg zur Stammstrecke zu ermöglichen wird die Bahnstrecke im Bereich des Knotens unabhängig zwischen den Gleisen der Stammstrecke geführt.

4. Um die kreuzungsfreie Einfädelung der Züge im Westen des Knotens zu garantieren müssen mehrere komplizierte, aber notwendige Überwerfungsbauwerke gebaut werden.

5. Fürth Hbf wird entsprechend umgebaut. Für 2 Bahnsteigkanten werden 2 zusätzliche Gleise eingebaut. (siehe Betrieb)

6. Auch im Osten des Knotens werden Überwerfungsbauwerke gebaut. Dadurch können sich Züge des Regional-, Fern- und Güterverkehrs komplett kreuzungsfrei in die Strecken im Osten einreihen. In Folge dessen wird der geplante Gütertunnel Fürth nicht mehr notwendig.

Betrieb

S-Bahn:

Stammstrecke:

S-Bahn (Bamberg-) (Forchheim-) Erlangen – Fürth Hbf – Nürnberg Hbf (und weiter) im 15-Minuten-Takt

S-Bahn Herzogenaurach Mitte – Fürth Hbf – Nürnberg Hbf (und weiter) immer im 30-Minuten-Takt, Mo-Fr mit einzelnen HVZ-Verstärkern

S-Bahn Neustadt (Aisch) – Siegelsdorf – Fürth Hbf – Nürnberg Hbf (und weiter) immer im 30-Minuten-Takt, Mo-Fr mit einzelnen HVZ-Verstärkern

S-Bahn Markt Erlbach – Siegelsdorf – Fürth Hbf – Nürnberg Hbf (und weiter) im 30-Minuten-Takt (Sa, So und Mo-Fr einige Ausnahmen nur bis Siegelsdorf mit Anschluss nach Nürnberg)

Restliche Strecke:

S-Bahn Cadolzburg – Fürth Hbf – Nürnberg Nordost – Gräfenberg im 30-Minuten-Takt, Sa und So 60-Minuten-Takt ab Eschenau (Anschluss in Fürth Hbf nach Nürnberg)

Regionalverkehr (Abfahrt zu 2 Symetrieminuten pro Stunde in Nürnberg Hbf):

RE Diverse Ziele – Bamberg – Hirschaid – Fochheim – Erlangen – Fürth Hbf – Nürnberg Hbf immer im 30-Minuten-Takt, Mo-Fr mit einzelnen HVZ-Verstärkern

RE Würzburg – Neustadt (Aisch) – Herzogenaurach Bahnhof – Fürth Hbf – Nürnberg Hbf immer im 60-Minuten-Takt, Mo-Fr mit einzelnen HVZ-Verstärkern

Fernverkehr (Abfahrt zu 2 Symetrieminuten pro Stunde in Nürnberg Hbf):

ICE auf Strecke Nürnberg – Bamberg im 30-Minuten-Takt teilweise noch ein zusätzlicher Zug pro Stunde

ICE auf Strecke Nürnberg – Würzburg 3-4 Züge pro Stunde – 30-Minuten-Takt

Nutzung der Gleise in Fürth Hbf:

Gleis 1 fahren Züge der S-Bahn-Stammstrecke in Richtung Westen an

Gleis 2 fahren Züge der S-Bahn in Richtung Cadolzburg und Gräfenberg an (bahnsteiggleich mit Gleis 1 und 3)

Gleis 3 fahren Züge der S-Bahn-Stammstrecke in Richtung Nürnberg an

Gleis 4 ist ein Durchfahrtsgleis in Richtung Würzburg

Gleis 5 fahren Regionalzüge in Richtung Würzburg an

Gleis 6 fahren Regionalzüge in Richtung Bamberg an

Gleis 7 ist ein Durchfahrtsgleis in Richtung Bamberg

Gleis 8 ist ein Durchfahrtsgleis aus Bamberg in Richtung Nürnberg

Gleis 9 fahren Regionalzüge aus Bamberg in Richtung Nürnberg an

Gleis 10 fahren Regionalzüge aus Würzburg in Richtung Nürberg an

Gleis 11 ist ein Durchfahrtsgleis aus Würzburg in Richtung Nürnberg

Fazit Betrieb

Von den aktuellen 2 S-Bahn-, 7 Regional- und 3-4 Fernzügen pro normaler Stunde und Richtung entwickelt sich die Leistung des Knotens zu 12 S-Bahn-, 3 Regional- und 5-6 Fernzügen pro normaler Stunde und Richtung.

Leistungssteigerung:

zwischen Nürnberg und Fürth von 7 auf 13 Zügen pro normaler Stunde und Richtung um 57%

zwischen Erlangen und Nürnberg von 4 auf 6 Zügen pro normaler Stunde und Richtung um 50%

zwischen Siegelsdorf und Nürnberg von 3 bzw. 2 haltenden auf 4 pro normaler Stunde und Richtung um 33% bzw. 50%

usw…

Neue Verbindungen:

Von Erlangen, Herzogenaurach, Neustadt, Markt Erlbach und Cadolzburg (mit Umstieg) deutlich schneller in den Westen und die Innenstadt Nürnbergs über die S-Bahnhöfe Stadtgrenze (U1), Südwesttangente (Bus auf Ring), Rothenburger Straße (U2, U3) und Steinbühl (Tram 4 und 6)

Über Fürth Hbf deutlich schneller in den Nürnberger Norden und in den Kreis Erlangen – Höchstadt durch Durchbindung der Gräfenbergbahn mit der Rangaubahn (ca. 6 min Fürth – Thon (Tram 4), ca. 9 min Fürth – Nordostbahnhof (U2), ca. 27 min. Fürth – Eschenau…)

Schnell und häufig von Burgfarrnbach in die Innenstadt in Fürth (ca. 5 min) und Nürnberg (ca. 15 min) mit 4 S-Bahnen pro Stunde

Schneller von Cadolzburg, Zirndorf und Dambach nach Nürnberg durch elektrifizierung und kürzerer Umsteigezeit in Fürth Hbf (ca. 30 min ab Cadolzburg, 20 min. ab Zirndorf, 15 min. ab Dambach)

Metadaten zu diesem Vorschlag

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3 Kommentare zu “Bauliche Maßnahmen zur Entlastung des Kreuzes Fürth

  1. Die Überwerfungen an der Siebenbogenbrücke sind komplett unrealistisch, das ginge (so wie dargestellt) nur mit Steigungen a la Höllentalbahn (Die Überwerfungen sind viel zu kurz!!) und Ebenerdiger Durchquerung der Flutmulde durch die bei den Überwerfungen unten liegenden Gleisen. Beides wäre unzumutbar.

  2. Worin unterscheidet sich denn dein Vorschlag genau zu dem von Ulrich (dem hier) und Thorben (dem hier)? Wenn du einen Vorschlag erstellst, den es in ähnlicher Form schon gibt, wäre es immer gut, diesen zu erwähnen und auf die Unterschiede und Vor-/Nachteile einzugehen.

  3. Diese Steigungsverhältnisse sind in der Tat nicht machbar. Im Gegensatz zu meinem Vorschlag für den ich schon heftog gescholten wurde, hast du sogar noch mehr Ebenen übereinander. Warum legst du das Gleis in Richtung Cadolzburg nicht so, dass es das S-Bahngleis in Richtung Würzburg nicht kreuzt? Dann könntest du schonmal eine Ebene einsparen. Würdest du dann noch die Ferngleise nach Bamberg weiter ausholen lassen, könntest du weiteren Platz für die Rampen erhalten, wie in meiner Version. Wesentliche Unterschiede erkenne ich dann allerdings im Moment nicht mehr.

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