BB: S3 Verlängerung zum geplanten Tesla-Werk

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Beschreibung des Vorschlags

Nach der völlig überraschenden Ankündigung, dass Tesla seine 4. Gigafactory hier im Berliner Speckgürtel bauen will, braucht es ein Verkehrskonzept für die Arbeitnehmer. Es gibt zwar bereits in Fangschleuse einen Regionalbahnhof, allerdings halte ich den RE 1 nicht gerade für geeignet, da er schon heute Pünktlichkeitsprobleme durch die hohe Nachfrage und durch die fehlende Kapazität auf der Stadtbahn hat. Man könnte zwar auch andere Regionalbahnlinien hierfür vorsehen, was ich aber aus einem anderen Grund für überflüssig halte. Mit meiner S-Bahn Verlängerung kann man einen weiteren Vorteil nutzen. Das wäre nämlich der Anschluss an die A10. So könnte man hier ein sehr großen Park&Ride Parkplatz oder gar Parkhaus bauen um das pendeln in die Stadt überflüssig machen zu können. Zudem läge die Station deutlich zentraler für das Tesla Gebiet, als der Regionalbahnhof. Somit kann man beispielsweise mit autonomen Bussen die Verteilung über das Fabrikgelände viel effektiver organisieren. Durch das Park&Ride Konzept können auch gleich Fabrikmitarbeiter einen zentralen Parkplatz bekommen und von der Verteilung profitieren. Nun zur Umsetzung.

Am Bahnhof Erkner sind schon die Gegebenheiten vorhanden um die S-Bahn zu verlängern. Man müsste nur für den S-Bahnsteig stadtauswärts sich etwas neues einfallen lassen in Sachen Zugängen. Platz genug ist aber da. Das Bahnhofsgebäude müsste leider weichen. Man kann zwar auch mit einem Gleis weiterbauen, allerdings ist eine 2 gleisige Bahnhofseinfahrt deutlich besser, weshalb ich das so gezeichnet habe. Damit die Kosten sich in Grenzen halten, wird die Strecke vor dem Wasser schon eingleisig, weshalb man mit einer etwas kleineren Brücke auskommen würde. Nun erfolgen die größten Eingriffe. Jetzt werden alle Bahnübergänge durch Unterführungen für den Straßenverkehr abgeschafft. Das beschleunigt nicht nur die S3, sondern eben auch den RE 1, der so schneller nach Erkner einfahren kann. Für das eine Gleis sollte genug Platz sein, wobei aber bei 3 Grundstücken evtl. etwas eingekürzt werden muss, was aber eine überschaubare Anzahl an Betroffenen ausmacht. Daher halte ich es hier für verschmerzbar. Damit der Kostenrahmen nicht übermässig groß wird, wird die Überführung über die Fernbahngleise auch nur eingleisig gebaut. Direkt dahinter wird es dann aber 2 Gleise geben. Der dort eingezeichnete S-Bahnhof wäre auch nur optional, wobei hier viel Platz für ein weiteres Wachstum von Erkner wäre. Daher sollte die Fläche wenigstens frei gehalten werden. Der Endbahnhof liegt dann über der Autobahn, die hier entweder eine eigene Abfahrt für Tesla erhält oder man 2 Straßen direket von der südlichen Abfahrt dorthin führt. Dann kann man dort einen großen Park&Ride Platz bauen, der alle umliegenden Gemeinden bedient und so das pendeln in die Stadt mit dem Auto überflüssig machen würde.

Ich bin gespannt, was ihr von meiner Idee haltet. Sie ist nur eine spontane Eingebung und nicht komplett durchdacht worden. Daher bitte sachlich kritisieren.

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34 Kommentare zu “BB: S3 Verlängerung zum geplanten Tesla-Werk

  1. „Es gibt zwar bereits in Fangschleuse einen Regionalbahnhof, allerdings halte ich den RE 1 nicht gerade für geeignet, da er schon heute Pünktlichkeitsprobleme durch die hohe Nachfrage und durch die fehlende Kapazität auf der Stadtbahn hat.“

    Es wird sicher zu einem bestimmten Anteil auch Schichtarbeit sein, aber ein Großteil sicher morgens in die Fabrik und abends zurück … und da das entgegen der RE1-Hauptlastrichtung zumindest aus Richtung Berlin stattfindet, denke ich nicht, dass es da kapazitive Probleme gibt, insbesondere, da es ja auch auf 3 RE1-Züge pro Stunde hinausläuft. Denke, da kann man ganz gut ein Shuttle aus Fangschleuse tlw. über die bestehende Industriebahn führen. Die S-Bahn-Fahrzeit ist halt ggü. dem RE nicht besonders optimal.

    Und warum schlägst du kein Halt zentral im Güterverkehrszentrum vor? Dann würden auch noch andere Unternehmen profitieren, die mit Sicherheit aus Synergieeffekte hinwandern werden.

    1. Da muss ich dir leider widersprechen. Das Kapazitätsproblem wird ab Ostkreuz nicht mehr herrschen. Die Menschen werden aber schon vorher einsteigen, wo die Züge eben schon heute voll sind. Zudem ist nicht geplant, dass alle Züge dort halten, sondern eben nur jeder 3.

      Die Industriebahn wird für den Lieferverkehr benötigt. Das Werk wird sicherlich darauf ausgelegt werden, dass möglichst wenig mit LKWs geliefert wird. Andernfalls wäre das etwas grotesk.

      Deswegen ja über die Autobahn gebaut, damit auf der anderen Seite sich andere Unternehmen ansiedeln können.

      1. „Die Menschen werden aber schon vorher einsteigen, wo die Züge eben schon heute voll sind. Zudem ist nicht geplant, dass alle Züge dort halten, sondern eben nur jeder 3.“

        Ja, aber das würde dann so aussehen, dass sich z.B. Züge Brandenburg – Frankfurt (Oder) auf der Stadtbahn von West nach Ost im Frühberufsverkehr gleichmäßig mit Berufspendlern nach Berlin leeren, und gleichmäßig mit Auspendler zum Tesla-Werk (und Frankfurt (Oder)) füllen würden. Entgegen der Lastrichtung fände ich es auch vertretbar, jeden Zug des RE1 zu Schichtwechsel- bzw. HVZ-Zeiten am Tesla-Werk (ggf. Fangschleuse) halten zu lassen. Ggf. könnten auch einzelne Züge ab Ostkreuz dorthin verlängert werden, sodass 3-4 Züge pro Stunde in Lastrichtung, und 1-2 Züge entgegen der Lastrichtung kein Problem darstellen sollten.

        „Deswegen ja über die Autobahn gebaut, damit auf der anderen Seite sich andere Unternehmen ansiedeln können.“

        Die Stadtteilgrenze von Grünheide verläuft genau auf der Autobahn. Westlich der Autobahn wird dementsprechend eher nichts passieren. Insofern verstehe ich überhaupt nicht, warum der Vorschlag nicht weiter gen Osten ins eigentlich geplante Gelände führt. Denn so wie es jetzt aussieht, wäre es eine S-Bahn rein auf Erkner Stadtgebiet, welche nur Grünheide einen Nutzen beschert – dass sowas schwer umzusetzen ist, sollte verständlich sein. Deswegen würde ich auch eine S-Bahn wenn parallel zur bestehenden Strecke führen und in die Anschlussbahn einfädeln.

        „Die Industriebahn wird für den Lieferverkehr benötigt. Das Werk wird sicherlich darauf ausgelegt werden, dass möglichst wenig mit LKWs geliefert wird. Andernfalls wäre das etwas grotesk.“

        Ich denke, der Bahnanschluss für das Werk wird sogar separiert von der bestehenden Industriebahn kommen, da das geplante Gelände ja bis an die Bahnstrecke ranreicht. Außerdem sehe ich nicht das Problem, dass zwischen S-Bahnen im 10-20-Minuten-Takt nicht auch nicht Güterzüge dieselbe Strecke nutzen könnten …

        1. Du beschreibst gerade wudnerbar das Problem das entsteht. Der RE 1 hält auf der Stadtbahn im Westen in Charlottenburg und Zoo. Da ist der Zug noch komplett gefüllt. Wenn hier dann also alle West-Berliner einsteigen, die im Werk arbeiten, dauert der Fahrgastwechsel schon mal deutlich länger. Dann sind aber noch Menschen im Zug, die dann später raus wollen und wieder an den neuzugesteigenen vorbei müssen. Es dauert also auch noch länger. Das bringt aber Probleme für die Stadtbahn mit sich. Daher will ich das eben nicht.

          Und deswegen soll sich die Stadt Erkner dann zurückhalten und nichts zu lassen? Die nehmen schließlich die Gewerbesteuer dann ein. Zudem möchte ich einen großen Park&Ride Parkplatz dort bauen, damit die Anwohner aus den umliegenden Gemeinden eher die S-Bahn nutzen, als rein zu pendeln. Außerdem wäre ein S-Bahnhof auf dem Fabrikgelände quatsch, da dieser dann nicht öffentlich zugänglich ist.

          Aber warum solte ein Güterzug zwischen den S-Bahnen fahren. Das verstehe ich nicht!

          1. „Du beschreibst gerade wudnerbar das Problem das entsteht.[…] Das bringt aber Probleme für die Stadtbahn mit sich. Daher will ich das eben nicht.“

            Das Phänomen ist aber eine gewünschte Folge der Durchbindungen im Regionalverkehr. Vielleicht zur Größenordnung: Aus Potsdam pendeln ca. 17.300 Personen nach Berlin ein, in Richtung Frankfurt (Oder) bzw LK Oder-Spree rund 4.000 Personen aus. Selbst wenn man unterstellt, das alle 7.000 Arbeiternehmer aus Berlin pendeln, sind das insgesamt nur 11.000 Pendler in Richtung Osten, bei 4 Fahrten Regio + 6 Fahrten S-Bahn pro Stunde nach Potsdam und 3 Fahrten Regio +  6 Fahrten S-Bahn pro Stunde ncah Erkner. Da sollten die vorhandenen RE1-Kapazitäten also problemlos ausreichen.

            (Außerdem werden sicher nicht alle Arbeitnehmer in West-Berlin wohnen, sondern auch v.a. in Ostkreuz den RE1 besteigen (wegen der guten Anschlüsse vom Ring), aber hier ist der RE1 bereits wieder leerer …)

            „Zudem möchte ich einen großen Park&Ride Parkplatz dort bauen, damit die Anwohner aus den umliegenden Gemeinden eher die S-Bahn nutzen, als rein zu pendeln. Außerdem wäre ein S-Bahnhof auf dem Fabrikgelände quatsch, da dieser dann nicht öffentlich zugänglich ist.“

            Ja, dieser P+R macht Sinn, kann aber auch problemlos an der Brücke der A10 über die Bahnstrecke entstehen, da bis hierhin auch das Gelände reicht. Das wäre viel viel einfacher zu errichten, da kein Wald neu zerschnitten wird, und man sich ggf. auch die Querung der Fernbahn sparen kann.

            „Und deswegen soll sich die Stadt Erkner dann zurückhalten und nichts zu lassen? Die nehmen schließlich die Gewerbesteuer dann ein.“

            Ja OK, aber der Gewerbepark ist halt in Grünheide und dort gibt es bereits Flächen, die problemlos erweitert werden können und auch abseits des Tesla-Werks ohne großflächige Rodungen geschaffen werden können.

            „Aber warum solte ein Güterzug zwischen den S-Bahnen fahren. Das verstehe ich nicht!“

            Weil es vielleicht günstiger ist, die S-Bahn auf einer bestehenden Güterbahn, wo eine überschaubare Anzahl an Zügen pro Tag verkehren, im Mischverkehr abschnittsweise fahren zu lassen?

            An sich ist der Vorschlag erstmal unbedeutend, da überhaupt nicht klar ist, wie die Fabrik ausgerichtet wird, wo die Tore liegen und wo man die Verknüpfungspunkte legt. Nur 1 ist klar: Die Nordseite grenzt an die Bahnstrecke Berlin – Frankfurt, insofern wird die günstigste Variante sein, dort einen Bahnhof einzurichten. Die hier vorgeschlagenen Neubaustrecke hingegen mit einer neuen Brücke über die Autobahn, ein Werkstor an der Autobahn, etc. hingegen wohl die aufwendigste und verkehrlich eher suboptimalste.

            1. Warum nicht einen Bogen über das neue Fabrikgelände bauen, ähnlich wie aktuell in Frankfurt-Gateway-Gardens? Dann könnten sowohl S-Bahn als auch RE direkt am Werksgelände halten.
              Also 8.000 Arbeitsplätze könnten diesen vergleichsweise einfachen Neubau schon rechtfertigen.
              Somit wäre Tesla gut für die Stadtpendler mit der S-Bahn, als auch für die Pendler aus dem Umland mit dem RE zu erreichen.

              Und dass ein RE durch einen Halt zu voll wird halte ich für kein Argument. Dann muss man zur HVZ halt Verstärker einsetzen.
              Auch die antizyklische Verkehrsrichtung welche Amadeo anspricht wäre effizient und würde bei gleicher Verkehrsleistung viel mehr Nutzen bringen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die S3/S4 in Frankfurt, welche zu den Stoßzeiten nicht nur tausende Pendler aus dem Umland in die Stadt hinein bringt, sondern in Gegenrichtung auch zahlreiche Arbeitsplätze in Eschborn Süd und Langen Flugsicherung erreicht.

              1. Weil die Kosten dann ähnlich hoch sein werden, wie wenn man die S3 verlängern würde. Bedenke was da nötig sein wird. Du brauchst nicht nur eine 2 gleisige Strecke für die Fernbahn zum Werk, sondern eben auch nochmal durch das Gebiet hindurch, welches dann ein Viaduckt erfordert, damit das Werk nicht beeinträchtig wird. Zudem musst du neue Infrastruktur schaffen, sollte das das Werk mit Gütern über die Schiene beliefert werden. Eine Kombination aus S-Bahn und regio sind abzulehnen, aufgrund der Stromsysteme. Das macht es nur noch teurer und komplizierter. Man entflechtet ja endlich die noch vorhandenen Punkte (soweit ich weiß gibt es nur noch Birkenwerder).

                Das ist auch in Fangschleuse gegeben, wenn man die aus dem Umland dazu animieren möchte den Zug zu nehmen. Da reicht dann aber eine stündliche Anbindung.

                Wird doch jetzt gemacht. Der RE 1 fährt dann im „20“ min Takt anstatt wie jetzt alle 30 min. Trotzdem reicht das nicht, weil man im Gegenzug einen anderen Regio aus der Innenstadt abzieht. Der RE 1 kann zwar noch verlängert werden, aber dazu brauch es auch Infrastrukturmaßnahmen, da viele Bahnsteige nicht die benötigte Länge haben. Ist alles nicht so einfach.

                siehe unten

            2. amadeo du hast es nicht verstanden, was ich geschrieben habe. Ja es sind jetzt 4000 die auspendeln. Gehen wir auch mal der Vernünftigkeit nach von einer Verdopplung aus. Das heißt im Umkehrschluss aber, dass der Zug im Stadtgebiet länger stehen muss für den Fahrgastwechseln, weil doppelt so viele Menschen rein wollen. Das hat einmal den Hintergrund, weil die Durchflussmenge der Tür nicht gesteigert werden kann und zum anderen kennen wir alle das Phänomän, dass je größer die Traube vor der Tür ist, desto länger braucht man aus dem Zug auf den Bahnsteig. Dann hast du aber auch im Zug ein Problem. Aufeinmal stehen doppelt so viele Menschen den später aussteigenden Menschen im Weg, weshalb das aussteigen länger dauern wird. Dadurch erhöht sich nochmal die Standzeit. Genau dieses erhöhen, sei es pro Station auch nur 10 Sekunden, führt zu Problemen auf der Stadtbahn. Zusätzlich ist der zusätzliche Halt in Fangschluse für die 2 anderen RE1 Takte eine Fahrzeit Verlängerung, was gerade bei den schnellen Umläufen zu Lasten der anderen Hälfte im Zug geht. Das ist auch nicht optimal. Umgedreht gilt das genauso. Klar machen 2-3 min den Kohl aus Frankfurt (Oder) nicht mehr fett, aber sie sorgen für andere Fahrplanlagen, denn ab der Wuhlheide gibt es nur diese festen Fenster und die müssen getroffen werden, weil es ansonsten diverse andere Linien trifft. Genau deswegen halte ich den RE 1 nicht für optimal. Allerding solltest du mir mal erklären, warum du aufeinmal auf 4 Fahrten mit dem Regio kommst. Eine S-Bahn die Systemrein fährt ist mir im glatten 20 min Takt da deutlich lieber und lässt das System deutlich stabiler laufen. Zudem ist Fangschleuse als Bahnhof auch alles andere als günstig gelegen, weshalb der Aufwand dann noch viel höher ist um die Menschen zum Werk zu bringen und es keine Synergie mehr mit Park&Ride geben würde und das Wachstum als Gewerbestandort auch sehr eingeschränkt bleibt.

              Ob das wirklich günstiger ist, wenn man eine weitere Abfahrt baut und/oder eine weitere Station. Fangschleuse hat ja schon Park&Ride und das in kleiner Ausführung. Damit sieht man doch, dass die Lage eigentlich schon zu schlecht ist. Es muss direkt neben der Autobahn sein, so wie in Pankow-Heinersdorf. Wald muss auch in deiner Variante weichen, da die neuzubauende Abfahrt oder Straße auch durch den Wald gehen muss. Das nimmt sich nichts. Bei mir würde für Park&Ride eine Straße entlang der Autobahn entstehen und da dann das Parkhaus, was sowohl Tesla, als auch die Anwohner prima nutzen können.

              Genau deswegen ja die S-Bahn dorthin. So wird das mit angeschlossen und das Gewerbegebiet kann wachsen. Fangschleuse ist zu weit weg für das Gewerbegebiet. Zudem hat die S-Bahn den Vorteil, dass man so auch in Erkner ein Wachstum hinbekommen kann, insbesondere was Wohnbebauung angeht.

              Ich habe Ulrich doch schon zugestimmt, dass die Station nicht über die Autobahn gebaut werden muss. Es ginge auch eine Fußgängerbrücke und die ist nun wirklich für den schmalen Taler zu haben. Auch die Werkstore sind für mich nicht relevant, da das Gelände so riesig ist, dass du ein Verteilersystem brauchst. Daher die Idee mit den autonomen Kleinbussen, die dann verteilen. Zudem ist es nicht unüblich, dass man einen Personaleingang verkehrsgünstig legt. Auch ist es nicht unüblich das solch große Gelände mehr als 1 PE haben. Selbst meine Firma hat 2 bei einem Gebäude das gerade mal 250 m lang ist.

              Die S-Bahn bietet halt einige Vorteile die der Regio nicht hat. Beim Regio gäbe es nur auf der Kostenseite einen Vorteil und etwas bei der Fahrzeit, wobei es für andere wiederum ein Nachteil geben würde.

  2. Siehst du hinter dem Endpunkt keine Kehranlage vor? In diesem Fall wäre es doch deutlich günstiger, wenn man die Strecke unmittelbar vor der Autobahn enden ließe. Auf die paar Meter Fußweg käme es nicht an, aber die Brücke könnte man sich sparen.

    1. Nein eine Kehranlage braucht man nicht, denn ich denke über einen 20 min Takt kommt man hier nicht hinaus. Da reichen 2 Gleise. Ich will auch über der Brücke halten, damit auf beiden Seiten etwas entstehen kann. Prinzipiell wäre aber auch eine bloße Fußgängerbrücke über die Autobahn denkbar, was den Investitionsbedarf noch weiter senken würde. Ich bin jedenfalls kein Gegner dieser Idee.

    1. https://www.tagesspiegel.de/berlin/baubeginn-schon-im-fruehjahr-2020-das-ist-ueber-die-gigafactory-von-tesla-bekannt/25220770.html

      Da gibt es eine Karte, wo das Gebiet zwischen Anschlussbahn und Autobahn als Fläche markiert ist. Würde das tatsächlich alles bebaut werden, macht das diesen Vorschlag nur subotimaler, da die nördliche Grenze des Gelände die bestehende Bahnstrecke darstellt, und selbst dann könnte man die S-Bahn einfacher entlang der Strecke ohne Überwerfungen weiter bauen könnte.

        1. Das muss man abwarten. Im Endeffekt wird sich zu allererst die Frage stellen ob sich eine S-Bahn lohnt oder nicht. Und bei über 8000 Arbeitsplätzen, sofern sie den Schichtplan nicht streng nach 3 Schichten einteilen, sondern die Logistik optimieren, wäre eine S-Bahn nicht fehl am Platz.

          1. Deswegen will ich ja billig bauen, weshalb ich nicht durchgängig 2 Gleise haben will. Wenn es „nur“ bei den 8000 Arbeitsplätzen bleibt, wäre eine S-Bahn vlt. zu viel des guten. Ich gehe aber davon aus, dass ein großer Park&Ride Parkplatz direkt an der A10 durchaus weitere 2-3.000 Fahrgäste anziehen kann und das dort weiteres Gewerbe sich ansiedelt, sodass dann dort vlt. weitere 2-3.000 Menschen arbeiten. Dann reden wird über 12-14.000 potentielle Fahrgäste, wovon es dann so 8.000 sein werden (gibt ja dann doch ein paar Autofahrer). Das reicht für eine S-Bahn. Nur 4.000 wären zu wenig, das gebe ich gerne zu.

  3. Ich halte die Idee auch für nicht schlecht. Ob sich eine S-Bahn-Verlängerung jetzt wirklich rentiert und gegenüber Alternativen die beste Wahl ist, vermag ich nicht zu beurteilen, allerdings würde ich im Falle einer S-Bahn-Verlängerung den Haltepunkt, den du in der Nähe der Karutzhöhe vorsiehst, lieber im Bereich Jägerstraße/Friedhof vorsehen, da hier die Besiedlung deutlich dichter ist und auch Busanschlüsse gegeben werden können. Und auch dort findet sich noch ausreichend Raum für zukünftige Ansiedlungen. Sogar eine Verschiebung bis zur Fürstenwalder Straße wäre denkbar, wobei da der Abstand zum Bahnhof schon eher gering ist.

      1. Ich kenne mich in Erkner aus und kann nur zustimmen, dass von einem Haltepunkt in Höhe Friedhof/Jägerstraße deutlich mehr Menschen profitieren würden.
        Karutzhöhe ist ein recht isoliertes Viertel mit Einfamilienhäusern mit nur einer Zufahrtsstraße. In Höhe Friedhof/Jägerstraße besteht die Bebauung aus Wohnblöcken, die einen großen Teil der Bevölkerung Erkners ausmachen. Zudem wären dort auch andere Stadtteile Erkners deutlich besser angebunden.
        Dazu muss ich noch sagen, dass Erkner ein ernsthaftes Verkehrsproblem hat. Ein ÖPNV-Ausbau wär also wirklich sinnvoll.

  4. Karutzhöhe ist in der Tat zu klein für einen S-bahnhof. Das Werksgelände wiederum wird wahrscheinlich so großflächig ausfallen, dass eine einzelne Haltestelle zu wenig sein dürfte – und wenn, sollte sie ungefähr mittig liegen. Daher sehe ich einen stinknormalen Bus im Vorteil. Wenn die RE1 zu voll sein sollte, muss der Bus eben bis Erkner fahren.

    1. Ich habe sie ja ungefähr mittig eingezeichnet. Fangschleuse wäre an einer Ecke. Mitten auf dem Werksgelände wäre aber quatsch, weil dann ist das für Anreiner nicht zugänglich und somit weder als Park&Ride geeignet, noch für das Gewerbegebiet südlich des Werkes. Auch die andere Seite der Autobahn kann als Gewerbestandort attraktiv werden, wenn dort eine S-Bahn halten würde.

      1. Du weisst doch noch gar nicht, wie das Werk aussehen soll. Vielleicht verläuft eine öffentliche Straße mittendurch, wie bei Ford in Köln. Dann wäre ein Bahnhof (oder Bushaltestellen) möglich. Der ganze Vorschlag ist reine Spekulation, man kann nur die weiteren Möglichkeiten aufzählen.

        1. Warum sollte da noch eine öffentliche Straße direkt durchlaufen? Dort sind schon A10, L23 und L38 als durchlaufende Straßen. Zudem grenzt dann noch die Bahn dran. Daher würde ich mich aus dem Fenster lehnen und dir sagen, dass da keine öffentliche Straße sein wird. Zudem hilft der Bahnhof mitten im Werk nur dem Werkpersonal. Damit ist Park&Ride schlicht unmöglich und weiteren Nutzern aus dem südlichen Gewerbegebiet ist auch ein Hindernis vor der Nase. So wird es nicht viele Nutzer geben.

          Klar ist das reine Spekulation. Aber den Bahnhof aufs Werksgelände zu verschieben halte ich für falsch, aus den genannten Gründen.

      1. Meine paarmal gehört zu haben dass zb bei VW jeder Mitarbeiter einen Dienstwagen hat. Daher bin ich irgendwie auch davon ausgegangen dass das bei Tesla auch so ist. Käme mir auch komisch vor wenn ich bei nem Autohersteller arbeiten würde und nichtmal ein Dienstauto bekommen würde.🤔

        1. Nein die kriegen nur Mitarbeiterkonditionen für den Kauf oder fürs Leasing. Einen richtigen Dienstwagen kriegen Arbeiter nicht.

          Aber Elon Musk wird eher kostenlose Tickets verteilen, so wie er immer spricht.

  5. Ich halte es nicht für besonders sinnvoll die S-Bahn quer durch den Wald direkt zum Tesla-Gelände zu führen. Man würde dadurch ein Teil des Waldes komplett isolieren, da es dann zwischen den Bahnstrecken und der Autobahn eingekesselt ist.
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das zu Erkner gehörende Waldstück westlich der Autobahn zum Gewerbegebiet umgewidmet wird. Somit wäre die Station nur für Tesla-Mitarbeiter. Einen Bahnhof direkt über der Autobahn zu bauen dürfte auch nicht besonders kostengünstig sein.
    Wenn man die Bahnstrecke einfach weiter entlang der Fernbahngleise führt könnte man sich die Überführung über die Fernbahn sparen und trotzdem einen Haltepunkt nördlich in der Mitte des Tesla-Geländes einrichten.
    Zudem könnte man die Strecke bis Fangschleuse weiterführen und dort einen großen P+R-Parkplatz für S-Bahn und Regionalbahn errichten. Das würde auch den völlig überlasteten P+R-Parkplatz in Erkner entlasten.

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