Berlin: Amphibienbus zwischen Hakenfelde und Heiligensee

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Beschreibung des Vorschlags

Zwischen Hakenfelde und Tegelort befindet sich eine Bedienungslücke wegen fehlender Straßen- oder Schienenverbindung. Einer Brücke würden die Anwohner indes nie zustimmen, sie würde MIV-Ströme ungünstig in die überlastete Neuendorfer Str. sowie ins beschauliche nordwestliche Reinickendorf umleiten. Die dortige Autofähre ist privat betrieben und nicht Mitglied des VBB, man muss also extra Tickets lösen. Die Fährstation auf Spandauer Seite liegt zudem weit entfernt von Bushaltestellen.

Zur Abhilfe soll man die Buslinie 324 mit Amphibienfahrzeugen (z.B. Amphicoach GTS-1) ausrüsten, und vom bisherigen Endpunkt Konradshöhe über Tegelort und Aalemannufer zur gleichnamigen Haltestelle des 136 verlängern. Dank der doppelten Antriebstechnik, können die Fahrgäste bequem im Bus sitzenbleiben, während das Fahrzeug das Medium wechselt. Für Touristen und Ausflugsgäste sicherlich interessant. Die Betriebszeiten sollten beibehalten werden. Eine Verlängerung nach Schulzendorf oder Hennigsdorf ist bei Erfolg möglich.

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32 Kommentare zu “Berlin: Amphibienbus zwischen Hakenfelde und Heiligensee

        1. Naja es stimmt schon dass man nicht als Verbotstante/-onkel kommen sollte aber wenn man hier tatsächlich die anwohnende Bevölkerung dermassen stören würde ist es tatsächlich wohl unter diesem Aspekt besser, die Fähre einzusparen, damit die Strassen zu entlasten und hier eine Brücke zu errichten. Der MIV kann ja auf alternativer Trassee durch die Gegend geführt werden.

  1. Bloß keine Brücke. Man würde dann wohl nicht den 324 verlängern, sondern entweder den 222 oder die 136-Verstärker, die derzeit am Aalemannufer enden. Sie müsste also große Busse aushalten, der 222 fährt mit Dreiachs-Doppeldeckern, der 136 mit Gelenkbussen. Eine solche Brücke wäre teuer, und würde das Landschaftsbild negativ beeinträchtigen. Die Autolobby würde gegen das MIV-Verbot wettern, die Politik irgendwann nachgeben.

  2. Warum nicht einfach die Busse des 324ers über die Fähre fahren lassen? Dass sie privat betrieben wird, spielt doch keine Rolle. Man könnte sicherlich einen Vertrag mit der Reederei abschließen, über den Transport der Busse. Entscheidend wäre nur, wie viel der Senat zu zahlen bereit ist.

    1. Das würde die Fahrzeiten des Busses erhöhen, und auf dem Schiff wäre kaum noch Platz für Autos. Das müsste dann schon ein großzügiger Vertrag sein, denn viele Autofahrer werden ausweichen, wenn sie regelmäßig eine zweite Fähre abwarten müssten.
      Mal anders gefragt: Was spricht gegen eine Amphibienbuslinie? In Budapest gibt es so eine schon zum Sightseeing.

  3. Was ich daran nicht verstehe, ist warum diese Linie wie ein Stummel wirkt. Warum bleibst du bei einem Umstiegszwang? Warum machst du nicht eine komplette Linie draus? Beispielsweise U Alt-Tegel/S Heiligensee – S+U Spandau. Warum sollte ich solch eine Linie nutzen wollen, wenn ich mehrfach umsteigen muss? Da kann ich auch überlegen, ob ich die Fähre nicht näher an die Buslinien bekomme und die Fähre dann in den VBB-Tarif aufnehmen kann. Hat den selben Effekt.

    Ich wäre aber auch eher für eine Brücke, der ausschließlich dem ÖPNV, Fußgängern und Radfahrern dient (Polizei und Feuerwehr natürlich auch). Die Brücke muss ja nicht zwingend an der Stelle sein, wo die Autofähre ist oder die Autofähre wird verlegt. Man könnte aber auch eine Brücke für alle Verkehrsteilnehmer machen, die dann aber früher wäre, damit eben keine Überflutung der Straße in Tegelort erfolgt. So könnte man bei der Buntspechtstraße eine Brücke bauen.

    1. Ganz einfach: Eine längere Linie würde mehr Busse benötigen, und diese Amphibienbusse sind natürlich etwas teurer, als Busse mit Standardantrieb. Außerdem gibt es bisher nur 12-Meter-Fahrzeuge. Der Abschnitt Hakenfelde-Spandau benötigt Gelenkbusse, auf 124, 133 und 222 sind auch oft Doppeldecker unterwegs. Deswegen muss es eine kurze Linie sein.

      Die Fähre an eine Bushaltestelle verlängern, aber wohin genau? Der Aalemannkanal ist zu schmal und im westlichen Teil verlandet, und eine neue Anlegestelle kostet auch wieder Geld. Der Weg und die Fahrzeit an eine andere Anlegestelle verlängerten sich deutlich. Schiffsverkehr ist außerdem emissionsreich, langsam, teuer und ineffektiv gegenüber dem Bus.

      Die 136-Kurzläufer kann man auch nicht an die Anlegestelle verlängern, denn für eine Gelenkbus-Wendeschleife an der Fährstation reicht der Platz nicht.

      Wie wollt Ihr eigentlich den MIV von eurer ÖPNV-only-Brücke fernhalten? Technische Lösungen (wie z.B. versenkbare Poller) sind störanfällig. Und dem typischen Berliner Autofahrer fällt bei einem Verbotsschild vor Lachen das Handy aus der Hand.

      Die Reinickendorfer Politik wird vermutlich keine Brücke wollen, u.a. weil man dann aus den westlichen Ortsteilen nach Spandau zum Einkaufen fährt, und das Tegel-Center weiter verödet.

      1. Das Argument hilft dir nicht weiter. Wenn ich weniger Busse habe, bekomme ich ein Problem bei Wartungen und Ausfällen. Da haste dann ein großes Problem, weil du den Takt ausdünnen musst oder die Linie stark verkürzen musst. Aber man könnte das als Verstärker auch mit 12m Bussen einsetzen.

        Nein den Bus an eine Fähre legen. So könnte die Busse die an der Werderstraße oder am Alemannufer entweder zu heutigen Fähre verlängern oder zu einer umverlegten Fähre (etwas nördlicher). Dann hättest du eine direkte Verbindung.

        Warum baulich? Verbot ist Verbot und muss dann auch kontrolliert werden. Das könnte man z.B. durch einen stationären Blitzer machen, der Busse erkennt oder eben durch das Ordnungsamt/die Polizei.

        Die Umweltpolitik sollte dann aber eher im Fokus stehen, weil die Leute eben weniger weit fahren oder den ÖPNV nehmen 😉

        1. „Nein den Bus an eine Fähre legen. So könnte die Busse die an der Werderstraße oder am Alemannufer entweder zu heutigen Fähre verlängern oder zu einer umverlegten Fähre (etwas nördlicher).“
          Da müsste man das Ausflugslokal abreissen, um eine Wendeschleife bauen zu können. Und eine verlegte Fähre bräuchte zwei neue Anlegestellen. Beides zu teuer.

          „Warum baulich? Verbot ist Verbot und muss dann auch kontrolliert werden. „
          Sieht man ja an den zugeparkten Busspuren, dass das nicht funktioniert.

          1. Ob ich nun teure Amphibienbusse kaufe oder 2 neue Anlegestellen baue …

            Wie gesagt, stell dort einen Blitzer hin. Der löst dann nur aus, wenn es kein Bus ist und damit ist es dauerhauft überwacht.

    1. Darauf wollte ich doch hinaus. Man könnte die dann bis ans Wasser führen und von der gegenüberliegenden Seite mit einer Fähre verbinden. Dann müsste nur der 222er eine „Beule“ bekommen, damit er dort auch ans Wasser kommt.

            1. Er plant das auch nicht, sondern das ist mein Vorschlag um die Idee weiterzuentwickeln. Du lehnst sie ja einfach nur ab und willst dort nichts verbessern. Als BVG Insider sollte man doch gerade die Gebiete die schwierig mit dem ÖPNV zu erreichen sind, oben auf der Prioritätenliste haben. Daher wüsste ich zu gerne, wie du die Situation für Heiligensee und Tegelort verbessern würdest, damit die eine gute Anbindung an Spandau bekommen.

                1. Okay dir sind die Menschen dort egal. Wieder was dazu gelernt. Aber nur zur Erinnerung. Dort leben 24.000 Menschen, die sehr wohl auch Spandau erreichen wollen. Wenn selbst ein privater Fährbetreiber diese Marktlücke erkannt hat und er offensichtlich keine Verluste macht, dann frage ich mich, warum du dort kein Bedarf siehst.

                  1. Die Autofähre wird aber nicht nur von Anwohnern benutzt. Buslinien haben dagegen ein begrenztes Einzugsgebiet. Von den 24.000 Einwohnern wollen mit Sicherheit nicht alle nach Spandau. Die Brücke würde sich nie lohnen.

  4. Ein Dieselbus aus der letzten Bestellung kostet 200k€, ein Batteriebus satte 600k€, da ist ein Amphibienbus mit 320k€ in kleiner Stückzahl ja wohl noch erträglich. Bei 4 Stück bleibt man bei einer halben Million (gegenüber den eingesparten Dieselbussen). Und man tut etwas für die Umwelt, wenn dafür das hochemittierende Schiff seltener fährt, und keine Brücke gebaut werden muss.

    1. Wie viele Fährfahrten soll denn der Bus nach deiner Meinung einsparen? Die Fähre hat übrigens keinen Taktfahrplan, wenn nichts los ist, bleibt die liegen. Der Bus fährt dagegen auch leere Luft und schon sieht die Umweltbilanz wieder anders aus.

      1. Als ob Taktverkehr ein Nachteil wäre (kopfschüttel).
        Die Amphibienbusse würden mit größerem Mehrzweckabteil ausgerüstet, damit Fahrräder mitgenommen werden können. Somit blieben für die Fähre nur die Autos.
        Vielleicht könnte man die Linie doch zum U Alt-Tegel verlegen, wenn man sie mit der 222 abstimmt. Die Fahrzeit Hakenfelde – Tegel würde verkürzt von ca. 50 auf ca. 17 Minuten.

        1. In der Betrachtung ist er dies. Du wirfst der Fähre Umweltverschmutzungen vor, die nicht existieren, sprichst deinen Bus aber heilig. Fahrräder haben in Berliner Bussen glücklicherweise nichts zu suchen (Ausnahme ist der wochentägliche Nacht-U-Bahn-SEV namens N1-N9). aber ich erwarte noch eine Antwort. Wie viele Fährfahrten soll dein Bus einsparen?

          1. Wie soll ich das abschätzen, wenn die Fähre unregelmäßig verkehrt, wie man das sonst nur aus Afrika kennt? So etwas kann man in der Provinz anbieten. Die Fahrgäste verdienen eine vernünftige Verbindung im Taktverkehr.

              1. Ich schrieb und es heißt „emittierend“, nicht „emmitierend“. Wie viele Fährfahrten eingespart werden, kann ich nicht wissen, wenn sie heute ungeregelt geschehen. Richtet sich der Fährmann heute nur nach den Autos, oder nach allen Fahrgästen, bevor er losfährt? Einsparungen sind aber wahrscheinlicher, wenn es ein attraktives ÖPNV-Angebot gibt, das den einen oder anderen Autofahrer umstimmt.

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