Berlin: Tram-Verbindung Lichtenberg – Friedrichsfelde

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Beschreibung des Vorschlags

Die Straßenbahnstrecke nach Lichtenberg ist zurzeit nur ein kleines Anhängsel am Berliner Tramnetz. Sie befindet sich vollständig im Straßenraum und die Haltestellen sind ebenfalls nicht barrierefrei. Insbesondere aber endet die Strecke recht abgelegen und soweit ich das durch die Karten beurteilen kann, ist der Weg zu Bahnhof und U-Bahn weit und umständlich.

Die Idee, den Bahnhof Lichtenberg besser anzubinden, kam schon unter diesem Vorschlag von mir auf. Eine Strecke über die Straße Alt-Friedrichsfelde ließe sich leicht mit komplett eigenem Bahnkörper stadtbahnmäßig anlegen. Die Fortsetzung nach Biesdorf ist gestrichelt eingezeichnet.

Problematisch wird eine Verbindung beider Strecken, die das gesamte Areal besser erschließen würde. Mit diesem Vorschlag möchte ich die Möglichkeiten einmal ausloten. Die hier gezeigte Variante taucht, von Friedrichsfelde kommend, hinter der Rosenfelder Straße mit einer tiefen Rampe ab, sodass die Skandinavische Straße unterführt werden kann. Die Steigung hier wird zwar heftig, sollte für Straßenbahnen aber machbar sein.

Unter dem Bahnhof Lichtenberg, neben der U-Bahn-Station, entsteht ein unterirdischer Trambahnhof. Danach biegt die Strecke nach Nordosten und taucht auf dem Gelände des Bahnhofs Lichtenberg wieder auf, wofür zwei Abstellgleise partiell dran glauben müssen. In der Karte habe ich gekennzeichnet, wie die Gleisharfen geändert werden müssten; selbst an der engsten Stelle bleiben fünf Gleise übrig.

Die Strecke erreicht das Niveau des Nibelungenviertels (welches ein paar Meter höher liegt als die Eisenbahn) und biegt in die Fanningerstraße ein. Hier muss die Strecke zweigleisig ausgebaut werden, was nur im Straßenraum möglich ist. Die bestehende Blockschleife wird dafür stillgelegt.

Diese Durchbindung stärkt das Berliner Tramnetz. Insbesondere ist der Betriebshof Lichtenberg dann von zwei Seiten erreichbar. Auch der S-Bahn-, U-Bahn- und Regionalbahnhalt Lichtenberg wird besser erreicht, während in Friedrichsfelde Ost nur die S-Bahnen halten.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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9 Kommentare zu “Berlin: Tram-Verbindung Lichtenberg – Friedrichsfelde

  1. Die Rampe in der Frankfurter Allee würde wohl dazu führen, dass die Strecke die Skandinavische Straße ebenerdig kreuzt, denn diese verläuft ja auch unter der Frankfurter Allee hindurch, auf gleicher Ebene wie der Bahnhof.

    1. Nein, ich schätze, dass mit einer aushaltbaren Steigung (wiewohl doch recht heftig) man unter der Skandinavischen Straße durchkommt. Leider kenne ich den zurückzulegenden Höhenunterschied nicht, jedoch kann die Rampe 230 m lang werden.

  2. Muss es denn ein Tunnel sein? Kann man nicht parallel zur Straße die Bahn auf einer Brücke überqueren und dann in die Siegfriedstraße einbinden? Ansonsten gefällt mir diese Idee eines solchen Lückenschlusses ja, nur sehe ich die Kosten hier auch als unverhältnismäßig an.

  3. Ich sehe keine Notwendigkeit für diese Führung. Beide Linien die dort fahren, treffen bereits an anderen Stellen auf die S-Bahn oder U-Bahn. Daher ist diese Endstelle eigentlich nur noch eine Möglichkeit die Züge enden zu lassen. So richtig Nutzen hat die Strecke nicht. Die 21 fährt zudem auch das Ostkreuz an, welches wesentlich wichtiger ist, als Lichtenberg. Die 37 trifft genauso auf die U5, wie die S-Bahnlinien, die in Lichtenberg fahren. Auch deine neue Linie hat nur einen überschaubaren Nutzen und trifft auch auf S5, S7 und S75, welche alle Lichtenberg anfahren. Auch wird wiederum die U5 angefahren. Das lohnt nicht bei den zu erwartenden Kosten.

    Wenn dann wäre es eine Überlegung wert, dass die 37 über die Brücke geführt wird und dann dort endet, wo die 16 endet. Aber auch hier der der Nutzen im Vergleich zu den Kosten (kann die Brücke die Gleise überhaupt verkraften?) wahrscheinlich nicht ausreichend.

  4. Dieser „kurzmöglichste“ Lückenschluss ist auch eher der ungünstigste, da ja kaum neue Siedlungen neu an die Tram angeschlossen. Besser fände ich eine Brücke über die S-Bahn-Gleise (das sollte höhenmäßig gehen), und ein Halt auf dem Bahnhofsvorplatz und weiter durch den Weitlingkiez wie der 240 und dann entlang der Seewanstr. zum U Tierpark und dort wieder auf die Stammstrecke.

    Wäre zwar deutlich mehr Neubaustrecke, aber man hätte in diesem Teil von Lichtenberg schon mal eine „Basis“-Straßenbahninfrastruktur, die man z.B. noch zum Ostkreuz verlängern könnte.

    1. Sicherlich könnte man auch über Weitling- und Sewanstraße fahren, das Problem bleibt jedoch die Querung der Gleisanlagen, welche das Hauptthema dieses Vorschlags ist.

      Und hier ist halt das Hauptproblem, dass sich auf der Nordseite in den engen Straßen keine Rampe anlegen lässt, sodass ich kaum eine (machbare) Alternative zu meiner Variante sehe.

      1. Ja, die Querung wie hier vorgeschlagen ist halt auch leicht suboptimal, da die Gudrunstraße ja bereits einige Meter über dem Gleisniveau liegt (ca. 5 Meter). Da sollte doch eine Brücke deutlich effektiver sein, als erstmal auf das Gleisniveau herunter zu fahren und dann dieses noch zu unterqueren. Die Dammhöhe von ca. 5 Meter würde eine Rampe von maximal 1-2 Metern Höhenunterschied notwendig machen, und schon wäre man über den Oberleitungen der Fernbahn.

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