Berlin U1 nach Lichtenberg – Marzahn

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Beschreibung des Vorschlags

Mal ganz ehrlich, die U1 ist eine südliche Ost-West-Achse, die U5 eine Ost-West-Achse in der Mitte Berlins und es ist schon ein wenig doof, wenn man aus den östlicheren Stadtteilen wie Hönow oder Hellersdorf nach Kreuzberg zweimal umsteigen muss, weil sich U1 und U5 nicht gegenseitig erreichen.

Hier möchte ich vorschlagen, die U1 an die U5 zu bekommen. Allerdings folge ich dabei nicht dem direkten Weg entlang der Warschauer Straße, sondern fahre übers Ostkreuz nach Lichtenberg. Zum einen vermeide ich so Parallelverkehre zwischen der M10 und der U1 in Friedrichshain, aber zum anderen kann ich so, wenn ich die U1 über den Bahnhof Ostkreuz führe, die U1-Achse sehr gut mit dem gesamten Regionalverkehr im Osten Berlins verknüpfen. Durch die Weiterführung bis Lichtenberg werden zudem nicht nur die U5, sondern auch der Stadtteil Lichtenberg, sowie die Fernzüge im Bahnhof Lichtenberg erreicht. Die U1 nimmt dabei den Korridor, wo noch keine S-Bahnen zwischen Ostkreuz und Lichtenberg fahren.

Der U-Bahnhof Lichtenberg wird als Turmbahnhof gekreuzt. Das ermöglicht eine Weiterplanung der U1 nach Norden, z. B. nach Marzahn. Marzahn hat über 100000 Einwohner aber keinen U-Bahn-Anschluss. Ich denke dahin könnte man die U1 gut noch weiter entwickeln. In Marzahn nutzt sie im Norden die auf Rasengleis angelegte Straßenbahnstrecke, welche aber für die U1 ein wenig umgebaut werden müsste, sprich längere Bahnsteige für die auch Haltestellen zusammengelegt werden, sowie Beseitigung von höhengleichen Kreuzungen durch Über- und Unterführungen. Über einen kurzen Tunnel wird der Bahnhof Ahrensfelde als Ziel und somit der Umstieg zur RB25 nach draußen ermöglicht.

Für die Straßenbahnlinie M8 müsste zudem am S+U Springfuhl eine Wendemöglichkeit entstehen, da sie doch sonst auf einer sehr weiten Strecke parallel zur U1 fahren würde.

Bis Lichtenberg wären es gut 4,48 km, bis Marzahn sind es 15,6 km.

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8 Kommentare zu “Berlin U1 nach Lichtenberg – Marzahn

  1. Wenn es nur um die Verbindung geht, könnte man genauso gut die U1 – wie ursprünglich geplant – über „Frankfurter Tor“ zur S-Bahn „Landsberger Allee“ verlängern und die M8 beibehalten. Kostet nur einen Bruchteil, und in den Außenbezirken ist eine beschleunigte Straßenbahn fast genauso schnell wie eine U-Bahn.

  2. Also mir ist ein Anschluss des Bahnhofs Ostkreuz schon wichtig. Es hat damit zu tun, dass der Bahnhof Ostkreuz ein wichtiger Regionalbahnhof und großer Umsteigebahnhof im Osten Berlins ist, weil sich dort eben Ost-West-S-Bahn und Ringbahn kreuzen. Viele Regionalbahnen beginnen am Ostkreuz und keine Regionalbahn hält Warschauer Straße. Wenn die U1 nicht den Bahnhof Ostkreuz erreicht, müssten Fahrgäste aus Richtung Werneuchen oder Fürstenwalde oder Frankfurt (unabhängig davon an welchem Fluss Frankfurt liegt) mindestens zweimal umsteigen, um nach Berlin-Kreuzberg kommen. Stimmt von Frankfurt aus müsste man immer zweimal umsteigen, wobei wenn es sich bei Frankfurt um das Hessische handelt, wäre der Umsteigebahnhof zur S-Bahn nicht Ostkreuz, sondern Berlin Ostbahnhof 😉

  3. Bis Ostkreuz ist die Verlängerung noch sinnvoll, aber mit dem Rest kann ich mich nicht so wirklich anfreunden. Lichtenberg hat nämlich längst nicht mehr die gleiche Bedeutung wie früher und Marzahn ist durch die S7 sowie die M8 bereits ziemlich optimal angebunden. Wenn man nun die M8 durch die U1 ersetzen würde, schafft man nur eine zweite Umsteigeverbindung ins Zentrum, nimmt dafür aber die Direktverbindung weg.

    Eine östliche Tangente darf es von mir aus zwar ruhig geben, aber die sollte möglichst als S- oder Straßenbahn ausgeführt werden. Dafür würde sich entweder der Außenring oder eine Zusammenlegung der Linien 18 und 62 anbieten.

  4. Um zum Ostkreuz zu kommen, hatte ich bereits diesen Vorschlag gemacht. Eine weitere Fortsetzung würde mir, wenn überhaupt, nur in Richtung Sewanstraße – Tierpark sinnvoll erscheinen. Eine Straßenbahn durch U-Bahn zu ersetzen, lehne ich aber prinzipiell ab. Wenn man schon viel Geld für Schienenstrecken ausgeben will, sollte man es dort machen, wo noch keine sind.

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