Berlin: U9 nach Teltow Stadt verlängern

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Beschreibung des Vorschlags

Streckenverlauf:

Zunächst entsprechend der Trassenvorhaltung, dann aber nicht unter der Leonorenstr., sondern unter der Albrechtstr. weiter bis zu ihrem Ende. Dann folgt eine Rampe zur Oberfläche, ein Bogen nach Süden, eine Brücke über den Teltowkanal, und weiter geht es auf der S-Bahn-Trasse. Bis Teltow Stadt wird die S-Bahntrasse zur U-Bahntrasse umgebaut. Im Bereich des Bahnhofs Lichterfelde Ost entstehen Abstellgleise.

Die S2-Trasse wird auf den östlichen Bahnsteig vom Bahnhof Priesterweg geschwenkt. Der westliche Bahnsteig und die S25-Trasse bis zum Teltowkanal können rückgebaut, und die freiwerdenden Flächen anderweitig genutzt werden.

Taktschema: 3/3/4 ab Osloer Str., 6/4 ab Lichterfelde Ost, 10 ab Lichterfelde Süd

Vorteile:

Eine Schnellbahnverbindung von Steglitz nach Lankwitz/Lichterfelde ist dringend notwendig, wie man an den Buskolonnen sehen kann: Auf der westlichen Albrechtstr. fahren zu Spitzenzeiten 33 Busse je Richtung und Stunde, auf der Leonorenstr. sogar 39! Die massiven Einsparungen von Busleistungen machen den teuren Bau einigermaßen rentabel, müssen dann aber auch konsequent durchgesetzt werden.

Fahrgäste können dann von der Anhalter Bahn am Bahnhof Lichterfelde Ost zur U9 umsteigen. Sie erreichen so besser u.a. die Kommerzmeile Schloßstr., die City West, sowie die Universitäten FU und TU. Das ist für Leute aus Teltow-Fläming interessant, die dann auch etwas Geld in die STadt bringen. Auch der Umsteigeweg von U9 zu S1 verkürzt sich.

Die vorgeschlagene Trasse ist preiswerter und einfacher zu errichten, als die anderen Pläne (1, 2, 3).

Anpassungen im S-Bahnverkehr:

Die Linien von der Kremmener Bahn (also aus Tegel) werden auf den Ostring geführt, und am S Bornholmer Str. mit der S2 verknüpft.

Anpassungen im Busverkehr:

Die Busse zum Walther-Schreiber-Platz werden über die Lauenburger Str. fahren, zum besseren Umstieg am U-Bahnhof Stadtpark, und weil dies näher an der Bebauung ist, als die Bismarckstr. (Die Lauenburger Str. muss dazu umgebaut werden.)

283, 187, 186, M85 bleiben, teilweise mit weniger Fahrten.

M82, 284, 181 enden am U Lankwitz.

X83 wird zur normalen Linie 183 U Lankwitz – Nahariyastr.

184 wird in Lankwitz, Kirche geteilt. Beide Äste enden am U Lankwitz. Nordast heißt neu 143.

282 verkehrt vom Steglitzer Damm bis U Stadtpark und dann nach Norden über Lauenburger Str. – Bergstr. – Bismarckstr. – zum U Walther-Schreiber Platz.

101 übernimmt 282-Abschnitt U Breitenbachplatz – US Steglitz.

248 übernimmt 101-Abschnitt U Breitenbachplatz – S Lichterfelde West. 118 wird zur Sachtlebenstr. verlängert. Beide Linien werden wegen Überlänge geteilt.

285 übernimmt Westabschnitt des X83 und verkehrt als Ringlinie, Gegenrichtung als 185.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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18 Kommentare zu “Berlin: U9 nach Teltow Stadt verlängern

  1. Das erinnert sehr an den Senatsbeschluss vom 21. Februar 1989, nach dem die U9 nicht mehr, wie bisher geplant, zur Lankwitzer Kirche, sondern entlang des Steglitzer Damms zum Bahnhof Südende und auf der S-Bahntrasse bis Lichterfelde Süd geführt werden sollte. (Teltow schien damals wegen der Mauer noch unerreichbar.) Damals war die S-Bahn ohnehin seit 1984 stillgelegt, was bei einer Inbetriebnahme dieser Strecke in jedem Fall hohe Kosten verursacht hätte.

    Eine vom Senat zur Begründung der U9-Verlängerung veröffentlichte Darstellung zeigte dann jedoch, dass nur acht Prozent der Fahrgäste aus Lichterfelde Süd das Steglitzer Zentrum zum Ziel hatten. Die meisten Fahrgäste stiegen dort nur um und strebten andere Ziele an. Daran dürfte sich bis heute nur wenig geändert haben. Die Leute fuhren zwar über Steglitz, aber dann noch weiter. Zum Erreichen der anderen Ziele war es aber nicht zwingend notwendig über Steglitz zu fahren, so konnte der Wiederaufbau der S-Bahn bis Priesterweg ebenfalls einen großen Teil dieser Verkehre abdecken. Anschlüsse zur Ringbahn, zur Stadtbahn und zu diversen anderen U-Bahnlinien sind sowohl über die U9, als auch über die heutige S25 möglich, über die S25 werden sie aber schneller erreicht. So ergeben sich kaum Vorteile für deinen Vorschlag. Hinzu kommt, dass die S-Bahn sich heute in einem modernen Zustand befindet, während sie damals ruiniert stillgelegt war. Dennoch empfand man es als vernünftiger auf diese U9-Verlängerung zu verzichten. Heute muss das umso mehr gelten.

    Schon damals empfand man auch den Verlust des Anschluses zur S2 als nicht hinnehmbar, obwohl diese damals in der Berliner Innenstadt noch durch Geisterbahnhöfe unter Ost-Berlin fuhr. Heute ist der Anschluss zur S2 wesentlich wichtiger, sodass man auf ihn nicht verzichten darf.

    Als Literatur zu dem Thema empfehle ich: „S-Bahn nach Teltow“, GVE Verlag, 1995, ISBN 3-89218-029-6

    🙂

    1. Auf über 30 Jahre alte Daten würde ich mich jetzt nicht verlassen. Und nicht nur die S-Bahn, auch das Busangebot war unattraktiver als heute.
      Meiner Beobachtung nach wechseln am S Lankwitz nur wenige vom Bus in die S-Bahn. Mindestens so viele bleiben an der Haltestelle stehen, davon nehmen die meisten den X83, wollen also nach Steglitz. Es ist Bezirkszentrum und darüber hinaus regionales Zentrum für Kommerz, Kultur, Bildung. Die City West ist mit der Nord-Süd-Bahn auch nicht gut erreichbar, da man zu U1/U3 nicht umsteigen kann.
      Nochmal der Zahlenvergleich: Alle 90 Sekunden ein Bus auf dem Korridor Lankwitz – Steglitz. Alle 10 Minuten ein S-Bahnzug, abwechselnd Halbzug und Dreiviertelzug. Die Nachfrage geht ganz klar nach Steglitz.

      1. Ob der Bus dort alle 90 Sekunden fährt, habe ich jetzt nicht überprüft, aber ich glaube dir das mal. Aus der Gegenüberstellung mit dem 10-min-Takt der S-Bahn zu schließen, dass weit mehr Menschen mit dem Bus nach Steglitz fahren, ist aber falsch, denn dabei ignorierst du die weitaus größere Kapazität eines S-Bahnzuges. In einen Bus passen vielleicht so viele Menschen hinein, wie in einen einzelnen S-Bahnwagen. Das würde ungefähr die gleiche Kapazität auf beiden Verbindungen bedeuten. Bisher ist es dabei Fahrgästen, die nach Steglitz wollen möglich, aus der S-Bahn dorthin umzusteigen. Wer in Richtung Mitte will, kann direkt fahren. Nach deiner Version könnte man zwar nach Steglitz direkt fahren, nach Mitte käme man aber noch nichtmal mit einmaligem Umsteigen in Lankwitz. Man müsste erst mit reichlich Umweg bis Rathaus Steglitz fahren, um dort in die S1 umzusteigen, die bereits recht gut ausgelastet ist. Aus meiner Sicht bleibt das unter dem Strich daher eine Verschlechterung.

        Wenn es denn unbedingt eine U-Bahnverbindung sein sollte, dann würde ich das so empfehlen.

  2. Ich sehe keien Vorteil für die Fahrgäste aus Teltow, wenn sie dann die langsamere U-Bahn bekommen. Das dürfte für die Fahrgäste an der S-Bahn Trasse größtenteils eine erhebliche Verschlechterung darstellen. Vielleicht mag der Abschnitt preiswerter sein, aber dafür lohnt es sich nichtmal irgendein Geld auszugeben.

    Deine Begründung ist auch etwas kurz. Die Verbindung nach Lankwitz lässt sich auch mit der aktuellen Planung realisieren. Das ganze ist auch nicht die Dresdner Bahn, sondern nur die Anhalter Bahn. Die Dresdner Bahn ist 2km weiter östlich.

    Das einzige Argument, das ich sehe, ist die Verknüpfung des Regionalverkehrs mit der U9. Diese lässt sich aber auch senkrecht zur Bahntrasse realisieren.

     

  3. Die 90° Kurve südlich Rathaus Steglitz ist wohl so nicht möglich aufgrund der anschließenden Wendeanlage.

    Und die Gebiete entlang der S-Bahn sind doch schon gut erschlossen, würde es nicht mehr Sinn machen neue Gebiete anzuschließen? Außerdem wird die S1 wohl in Zukunft auf einen 5 Minutentakt verdichtet zwischen Zehlendorf und Potsdamer Platz

  4. Die S25/26 bilden den schwächsten, mittleren Ast der Nord-Süd-Bahn. Trotz attraktivem 10-Minuten-Takt sind die Züge (Dreiviertel- und Halbzüge) deutlich leerer, als die auf S1 und S2. Sie bieten lediglich ein Parallelangebot zur schnelleren Regionalbahn. Wenn auf der S2 der Haltepunkt Kamenzer Damm fertiggestellt sein wird, und die S1 alle 5 Minuten fahren wird, wird die S25 weitere Fahrgäste verlieren.
    Um diesen kleinen mittleren Ast zu stärken, lege ich ihn auf eine andere Strecke um. Die U9 bietet mindestens so interessante Ziele, wie die S25. Sie ist eine effektive, nachfragestarke Linie mit großem Potential bei Erweiterung nach Norden und Süden. Sie ist mWn die schnellste U-Bahnlinie Berlins, und beschert Nutzern aus Steglitz-Süd gewiss keinen Zeitverlust.
    Wer bisher mit S25  in die Innenstadt fuhr, hat viele Alternativen: Die Regionalbahnhöfe Teltow, Lichterfelde Ost, Buckower Chaussee (demnächst), Zehlendorf und Steglitz (vielleicht demnächst). Aus Lankwitz und Marienfelde die S2, aus Lichterfelde West die S1.

    1. Sorry aber eine Einkürzung der S-Bahn ist völlig der falsch Weg. So nimmst du die Direktverbindung in Richtung City und entschleunigst den Verkehr. Eine U-Bahn darf keine 100 km/h fahren und ist auch von den Haltestellenabständen deutlich kürzer als eine S-Bahn. Daher ist die bestehende Infrastruktur beizubehalten und nicht durch einen teuren Neubau zu ersetzen.

      Außerdem ist es nicht sinnvoll einen 10 min Takt durch so einen dichten Takt wie bei der U9 geplant ist zu ersetzen. Woher sollen auf einmal die Fahrgäste kommen?

      Im übrigen ist die S25/S26 aus 2 Gründen so schlecht was das Thema Fahgastzahlen angeht. Zum einen ist es der fehlende 10 min Takt nach Tegel. Zum anderen hat diese Strecke deutlich weniger „Anwohner“ als die S2 oder S1. Überlege dir mal, wie viele Haltestellen zwischen Teltow und Südkreuz liegen und vergleiche das mal mit der S1 oder S2. Dann guckst du dir zusätzlich noch die Google Earthansicht an und siehst, dass die Dichte hier geringer ist, als an vielen anderen Strecken. Selbiges gilt auch für die Strecke nach Tegel. Hier wird es aber in naher Zukunft mehr Auslastung geben. Das liegt alleine schon daran, dass in Lichterfelde Süd einige Tausend Wohnungen entstehen sollen.

      Die U9 gehört nach Lankwitz Kirche um den Busverkehr zu reduzieren. Eine Verlängerung von dort aus ist durchaus denkbar, aber sicherlich nicht als Ersatz für die S-Bahn!

      1. „Eine U-Bahn darf keine 100 km/h fahren und ist auch von den Haltestellenabständen deutlich kürzer als eine S-Bahn. „
        Dafür beschleunigt die U-Bahn besser, und die Fahrgastabfertigung geht schneller vonstatten. Bei kurzen Bahnhofsabständen ist die Höchstgeschwindigkeit kein Faktor. Wie oft erreicht die S25/26 denn 100km/h? Und wegen der Eingleisigkeit in Lankwitz müssen die Züge oft warten.
        „Außerdem ist es nicht sinnvoll einen 10 min Takt durch so einen dichten Takt wie bei der U9 geplant ist zu ersetzen. Woher sollen auf einmal die Fahrgäste kommen?“
        Von den Bussen. Zeitgewinn und Schienenbonus sorgen dafür.
        „Im übrigen ist die S25/S26 aus 2 Gründen so schlecht was das Thema Fahgastzahlen angeht. Zum einen ist es der fehlende 10 min Takt nach Tegel. Zum anderen hat diese Strecke deutlich weniger „Anwohner“ als die S2 oder S1. „
        Das sind nicht die Gründe. Nur wenige fahren von Lichterfelde durch bis Reinickendorf. Und Anwohner gibt es durchaus genug für eine Schnellbahn, u.a. in der Thermometersiedlung oder im wachsenden Teltow. Da ist die S1 nicht besser gelegen. Nur wird die S25/26 durch S1, S2 und Regio konkurriert. Und einige Buslinien (M85, 188, 285, teilweise 184 und 186) fahren sie nicht an. Und zum Hauptziel Steglitz muss man in den Bus umsteigen. Das zudem in Lankwitz, statt im näheren Südende. Unattraktiv.

        1. Dann machen wir doch mal ein Zahlenspiel:

          Fahrzeit U9 von Steglitz:

          Zoo: 12 min (U9); HBF: 23 min (U9+RB); Friedrichstraße: 19 min (S1); Alex: 29 min (S1+U2); Südring: 5 min; Nordring: 18 min (U9)

          Fahrzeit S25 von Lankwitz:

          Zoo: 25 min (Bus+U9); HBF 25 min (S25+S9); Friedrichstraße: 19 min (S25); Alex: 27 min (S25+S3); Sürdring: 7 min (S25); Nordring: 27 min (S25)

          Fahrzeit Lankwitz bis Steglitz mit der U9 sind ca. 5 min. Damit verlängerst du alle anderen Wege außer in die City West. Was ist daran schneller? Die Beschleunigungswerte sind auch sehr ähnlich. Bei der U-Bahn ca. 1,1-1,2 m/s² und bei der neuen S-Bahn ca. 1,0 m/s². Das macht keinen großen Unterschied. Auch ist die gesamte Strecke von Priesterweg bis Teltow für Tempo 100 freigegeben. Der Unterschied ist alleine auf der Strecke Teltow-Lichterfelde Süd eine halbe Minute. Du verlangsamst die Strecke also ganz aktiv. Dafür musst du alles neu bauen. Für welchen Nutzen? Dafür das du eine S25 dann auf die S2 umklappst? Dort ist derzeit noch kein 5 min Takt nötig. Südende wird dann auch abgehängt, weil die Schnellbahnverbindung dann wieder entfällt.

          Die Eingleisigkeit in Lankwitz ist ein Ärgernis. Das muss beseitigt werden. Das ist aber günstiger, als ein kompletter Neubau der U-Bahnstrecke.

          Sorry der Schienenbonus wirkt schon bei der S25. Damit brauchst du nicht kommen auf der Strecke.

          Das habe ich auch nicht behauptet. Ich wollte dir nur erklären, warum dort weniger Fahrgäste sind, als auf der S1 oder S2.Die S1 beeinflusst die S25 auch kaum, weil der Versatz 2 km ist. Keine Ahnung wie du darauf kommst. Auch mit dem Regio wird nicht konkurriert. Ohne den Regio würden die Fahrgastzahlen auch nicht so wesentlich größer sein. Im übrigen ist geplant, dass die S25 bald auf Vollzug aufgestockt wird und die S26 dann auf 6-Wagen-Züge. Gerade wenn sie nach Tegel umverlegt werden.

          Warum soll Steglitz das Hauptziel sein? Wie viele Arbeitsplätze sind denn dort, dass ich da täglich hin muss? Ein Umstieg in Lankwitz reicht vollkommen. Du streichst im übrigen so auch die Verbindung Lankwitz Kirche nach Steglitz. Lankwitz Kirche ist dort aber das Unterzentrum, worüber viel läuft im Stadtteil.

  5. Also, über eine Verlängerung der U9 nach Lankwitz könnte man ja reden. Wenn man will auch auf deiner Trasse, mit einem oberirdischen Endpunkt parallel zur S-Bahn, der ein bahnsteiggleiches Umsteigen, ähnlich wie in Wuhletal, ermöglichen würde. dazu müsste der Bahnhof Lankwitz auf die andere Seite der Leonorenstraße verlegt und eine Reihe von Kleingärten geopfert werden.

    Deine Variante hat aber den ganz entscheidenden Nachteil, dass du nur an die Verbindung nach Steglitz denkst, nicht aber an die Verbindung in die City. Wie käme man denn dann z. B. von Lichterfelde Süd zur Friedrichstraße oder zum Potsdamer Platz? Mit U9 und Umsteigen am Zoo? Wie viel länger wäre man dann unterwegs? Das wäre eine enorme Verschlechterung für ganz viele Verbindungen, die man auch noch teuer bezahlen müsste.

    Wenn du schon viel Geld für U-Bahnbau ausgeben willst, dann doch besser dort, wo noch keine Schnellbahnen fahren.

  6. Die S1 soll ja bald alle 5 Minuten verkehren, da schaden zusätzliche Fahrgäste nicht.

    Hingegen schaden die Kurz- und Dreiviertelzüge der S25/26 auf der touristisch genutzten Nordsüdbahn. Bei jeder Einfahrt das Gerenne über den Bahnsteig inkl. Verzögerung. So wie auf der Stadtbahn, sollten auch auf der Nordsüdbahn nur Vollzüge fahren. Dann wäre man aber aus wirtschaftlichen Gründen bei einem 20-Minuten-Takt in der NVZ und am Wochenende. Nur aus politischen Gründen fährt man alle 10 Minuten bis Teltow Stadt.

    Die Grafik auf Seite 38 zeigt eine hohe Fahrgastzahl zwischen Steglitz und Lankwitz/Lichterfelde/Marienfelde. Sie liegt zwischen Steglitz und Lankwitz im schnellbahnwürdigen Bereich. Noch lukrativer wird sie, wenn sie nach Süden verlängert wird, und Fahrgäste von M85, 186, 188, 285 aufnimmt. Eine Schnellbahn in die Peripherie lohnt nur, wenn sie sowohl Bezirkszentrum als auch Stadtzentrum bedient.

    Interessanterweise ist die S25/26 Süd kaum stärker nachgefragt, als der Buskorridor, und das trotz des Schienenbonus!

    Dass die S25/26 unattraktiv ist, sieht man auch an den Linienverläufen: 188 endet kurz vor S Osdorfer Str., 285 fährt auch nach Steglitz, statt zum nächsten Schnellbahnhof. Warum ist das so, wenn doch angeblich alle in das Stadtzentrum wollen? Und warum habt Ihr noch keinen Vorschlag eingebracht, der die Buslinien aus Lichterfelde West zur S25/26 umlegt?

    Die S-Bahn Berlin nutzt nicht die technisch maximale Beschleunigung. Jeder ÖPNV-Nutzer weiss, dass die U-Bahn höher be- und entschleunigt. Wer Auto fährt und über Verkehrswende nur redet, weiss das aber nicht.

    Sorry der Schienenbonus wirkt schon bei der S25. Damit brauchst du nicht kommen auf der Strecke.“

    Aber nur bis Lankwitz, dann muss man in den Bus, der im Berufsverkehr auch gerne mal im Stau steht. Und der X83 fährt nicht mal über die Schlossstr. Nochmal umsteigen, yippie. Aber dafür kommt man direkt nach Schulzendorf.

    Dafür das du eine S25 dann auf die S2 umklappst? “

    Und damit beweist du, dass du schon wieder meinen Vorschlag nicht vollständig gelesen hast, denn ich schrieb ja, dass die S25 Nord auf den Ostring umgelegt werden soll.

    Ein weiterer Vorteil ist übrigens der verkürzte Umsteigeweg zwischen U9 und S1.

    1. Nochmal. Der Versatz der S1 zur S25 ist 2km. Damit beeinflusst die S1 nur sehr geringfügig die S25. Damit ist der 5 min Takt dort egal. Ich fahre nicht erst mit dem Bus dort rüber, nur um in die Innenstadt zu kommen. Ich steige gleich in die S25 ein und fahre los.

      Hast du meine Antwort nicht gelesen? Sowohl die S26, als auch die S25 sollen aufgestockt werden. Spätestens nach beim Ausbau der Kremmener Bahn werden die Bahnsteiglängen im Norden angepasst. Es gibt sowieso nur 2 Gründe, warum die S25 nicht als Vollzug fährt. Einmal der Mangel an Zügen und zum anderen die fehlende Infrastruktur. Das wird aber jetzt beides behoben. Dann entfällt dein Argument schlagartig!

      Und das ist schlicht nicht wahr, dass es politische Gründe sind. Die Fahrgastzahlen sind mehr als ausreichend für einen 10 min Takt und die sind sogar ordentlich gestiegen, als man den einführte. Zum Anfang fuhr man nämlich im 20 min Takt. Daher gibt es Vergleichswerte.

      Das die Grafik schon 6 Jahre alt ist, ist die bewusst ja? Das in der Zeit die Fahrgastzahlen der BVG von 2013 bis 2018 um 154,5 Mio, bzw. 16,3% gestiegen sind (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/28162/umfrage/anzahl-der-fahrgaeste-der-bvg/) und die bei der S-Bahn 76,1 Mio, bzw. 18,9% gestiegen sind (https://www.cnb-online.de/hintergruende/zahlen-und-fakten-zum-oepnv/ und https://sbahn.berlin/das-unternehmen/unternehmensprofil/s-bahn-berlin-auf-einen-blick/). Gerade Teltow und die gesamte Region wächst überdeurchnittlich stark. Die Verlängerung nach Stahnsdorf wird kommen und somit nochmal deutlich mehr Fahrgäste in die S25 bringen. Auch solltest du vlt. die Strecke mal entlang fahren. Ich habe immer bis Lankwitz (weiter bin ich nicht gefahren) volle Züge erlebt. Egal zu welcher Tageszeit. Das ist aber auch schon über 7 Jahre her. Die Auslastung ist nicht das Problem.

      Der Buskorridor ist kein Vergleich. Der führt nicht zu den selben Zielen. Du willst damit dann ein Ziel komplett streichen und das ist dann nicht mehr fahrgastfreundlich. Die U9 gehört verlängert. Mindestens bis Lankwitz Kirche. Dann wird der Buskorridor ersetzt. Aber die Verbindung in die City zu streichen und durch die U9 zu ersetzen hilft dort Niemanden und ist gegen die Verkehrsströme. Die U9 hätte keine Mehrauslastung dadurch auf dem Abschnitt. Im Gegenteil. Die Fahrgäste rennen weg, weil sie eben nicht mehr schnell in die City kommen.

      Ich habe sehr wohl Straßenbahnvorschläge für den Abschnitt erstellt. Genauso eine U9 Verlängerung und sogar eine Verdichtung der S25 mit Verlängerung nach Ludwigsfelde. Also komm mir nicht so 😉

      Weil es Quatsch wäre den 188er zur S-Bahn zu führen. Der kommt doch von der S1. Du würdest dir in der City immer die Frage stellen, fahre ich S1 oder S25 um zum Bus zu kommen. Da reicht die S1 vollkommen aus. Auch ist die Einwohnerdichte nicht gerade hoch westlich der Osdorfer. Daher reicht der 112er hier aus.

      Ähm der 285er erreicht 2 S-Bahnhöfe und verbindet das Gebiet mit Steglitz. Die Querverbindung machen andere Linien. Daher muss der nicht rüber.

      Das machen die bei der U-Bahn genauso. Außerdem kommen die Neubauzüge erst noch, die schneller beschleunigen. Es ist nicht so, dass die schneller beschleunigen. Wer beides nutzt, sollte das merken.

      Deswegen ja die U9 bis Lankwitz Kirche verlängern. Dann entfällt der Umstieg in den Bus. Es ist aber quatsch die S25 zur U9 zu machen. Es geht hier auch nicht um die Direktverbindung Schulzendorf nach Teltow, sondern um die Direktverbindung Teltow-Innenstadt. Du siehst das die Verkehrsströme 2013 etwa gleich waren. Also warum kappen? Das ergibt keinen Sinn!

      Und auch das ist keine gute Idee. Was soll die auf dem Ostring? Dort ist eine S8 und S85 sowieso gesetzt. Damit die S25 dann auf den Ostring kann, wo man dann im ürbigen jede Anbindung an Fernbahnhöfe kappt, müsste man die S6 aus Buch wieder verwerfen. Damit schwächst du aber Pankow massiv. Dort wird der 3. Zug gebraucht. Wo soll der hin? Auch hast du nichts zu Südende gesagt. Die Menschen hängst du vollkommen ab.

      Was ist daran ein Vorteil? Schon heute steige ich nicht in die S25 und dann in einen Bus um in die S1 zu kommen. Ich fahre gleich Bus zur S1.

      Du denkst auch 0 an die Kosten die deine idee verursacht. Du musst quasi alles einmal neu bauen. Wozu? Das ist mit nichts zu rechtfertigen. Auch wirst du niemals eine Auslastung nach Steglitz im 5 min Takt bekommen. Du entschleunigst nur die Anbindung Teltows und der Region in Richtung City. Wem soll das nutzen?

      1. Im übrigen: Wo kommen eigentlich die Busfahrgäste her? Guck dir doch mal deine Grafik an. Die kommen vor allem von den Strecken wo der Bus fährt. Nicht umsonst fahren M82 und X83 in so dichten Takten. Das kommt nicht von ungefähr. Auch die anderen 4 Linien werden so nicht ersetzt. Alle werden zum Umstieg gezwungen und haben keine Fahrzeitverküzung in die Innenstadt.

        1. „Das in der Zeit die Fahrgastzahlen der BVG von 2013 bis 2018 um 154,5 Mio, bzw. 16,3% gestiegen sind „

          …spielt keine Rolle, denn es geht nicht um absolute Zahlen, sondern um den Vergleich von S25/26 und Bus. Es nutzen mehr Leute den Bus zwischen Steglitz Nord und Süd, als die S25 Süd. Und das trotz Schienenbonus! Nehmen wir also hypothetisch an, U9 und S25 führen parallel bis Teltow Stadt, dann würden mehr Leute die U-Bahn nehmen, also gehört auch die U-Bahn verlängert.

          „Wo kommen eigentlich die Busfahrgäste her? Guck dir doch mal deine Grafik an. Die kommen vor allem von den Strecken wo der Bus fährt. Nicht umsonst fahren M82 und X83 in so dichten Takten. „

          Nein, denn aus dem M82/X83-Korridor in die Innenstadt, nimmt man M77 oder 283 nach Marienfelde, oder M11/X11 nach Buckower Chaussee. Hättest Du recht, würden mehr Busse aus dem Süden am S Lankwitz enden. Warum fahren sie denn bis Steglitz, wenn doch angeblich alle nach Mitte wollen?

          „Du denkst auch 0 an die Kosten die deine idee verursacht. „

          Du willst die U-Bahn unter der Malteserstr. bis Buckower Chaussee verlängern, denk doch da mal an die Kosten! Wenn man sparen will, kann man bis zur nächsten Instandsetzung der S-Bahn-Trasse warten.

          „Dort wird der 3. Zug gebraucht. Wo soll der hin? „

          Nach Zehlendorf.

          1. Natürlich geht es um absolute Zahlen. Es macht einen Unterschied, ob 5000 Fahrgäste täglich habe oder eben 6000. Dementsprechend muss das verkehrsangebot ausfallen. Es gibt im übrigen weit mehr als 8000 Fahrgäste von und nach Teltow (http://mobil.s-bahn-berlin.de/unternehmen/firmenprofil/pdf/Express-S-Bahn_Berlin-Nauen_170425.pdf Seite 5 und das bei veralteten Zahlen). Das rechtfertigt den 10 min Takt mehr als deutlich! Auch hinkt der Vergleich zwischen Bus und S-Bahn. Die Busse die von Lankwitz nach Steglitz fahren, kommen aus 3 verschiedenen Richtungen und sammeln dort die Leute ein. 181, M82 und X83. Zusammen sind das 33 Busse die Stunde. Die beeinflussen maßgeblich den Verkehrsstrom. Das sieht man auch in deiner alten Grafik, dass der dicke Ast beim Busverkehr aus Richtung Malteserstraße gespeist wird. Damit widerlegst du deine eigene These.

            Du vergleichst ständig Äpfel mit Birnen! Die S1 hat ganz andere Voraussetzungen als die S25. Die S1 nimmt schon jede Menge in Wannsee mit die aus Richtung Potsdam kommen. Dann kommen aus Zehlendorf selber noch jede Menge Fahrgäste hinzu. Der Laufweg ist einfach auch viel länger und kommt an viel mehr Einwohnern vorbei. Auch ist das die 2. Verbindung zur Uni etc. Das ist nicht mit der S25 vergleichbar. Der Versatz ist viel zu groß.

            Nein das ist einfach nicht wahr was du schreibst! Die Verkehrsströme sind selbst auf deiner alten Grafik ungefähr gleich groß, wenn nicht sogar bei der S25 größer als beim Bus (bei 430% sieht man eine Zunahme des S-Bahnastes sogar sehr deutlich). Es ist keine Abnahme zu erkennen. Ist auch ganz logisch. Einige Nutzer der S25 steigen in den Bus um, damit sie nach Steglitz kommen und wiederum steigen viele aus dem Bus in die S-Bahn um. Der Bahnhof Lankwitz ist durchaus sehr voll. Stell dich doch da mal hin. Dann wirst du selber sehen, wie voll die Bahnen sind in Richtung Südende und wie groß der Fahrgastwechsel in Lankwitz selber ist.

            Das ist schlicht falsch! Guck dir deine eigene Grafik an! Das trifft schlicht nicht zu! Das gilt nur für die Randbereiche, aber nur dort und nicht auf halben Weg. Die Grafik zeigt sehr deutlich, dass der Verkehrsstrom der S25 bis Lankwitz ungefähr gleich groß ist, wie der Verkehrsstrom von Lankwitz Kirche bis Lankwitz. Lankwitz bis Südende ist dann der Verkehrsstrom der S-Bahn angewachsen und der vom Bus konstant. Was sagt mir das? Viele von den Busfahrgästen steigen um. Woanders kommen die nicht her.

            Außerdem rede ich nicht von alle wollen nach Mitte. Du redest nur davon, dass alle nach Steglitz wollen. Das ist schlicht falsch. Außerdem stelle ich mich nicht gegen eine U9 Verlängerung. Im Gegenteil. Eine U9 bis mindestens Lankwitz Kirche wäre sehr zu begrüßen. Ich gehe sogar noch deutlich weiter und würde die bis Buckower Chaussee führen. Ich bin nur gegen die Streichung der S25 in die Innenstadt. Das bringt rein gar nichts. Du reduzierst somit den Nutzen der Schnellbahn.

            Jop. Das ist richtig. Auch das kostet. Du willst aber eine Schnellbahn streichen, nur damit eine andere Schnellbahn dort fahren kann. Damit verursachst du Kosten auf einer bestehenden Strecke. Das ist grotesk! Ich will einen neuen verkehrlichen Nutzen erzeugen. Du willst einen Umstiegszwang beseitigen und killst dafür die Direktverbindung in die Innenstadt. Das ist der Unterschied!

            Und dann machst du wie den 5 min Takt von Zehlendorf in die Innenstadt? Spätestens ab dem 2. BA von der S21 wird der 5 min Takt auf die Nordbahn geführt, weil dann ein enden am Potsdamer Platz nicht mehr möglich ist. Eine S85 als große Hafenrundfahrt wäre eine Katastrophe, weil das jede Verspätung überall hin übertragen würde.

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