Bessere Anbindung von Münster und Osnabrück nach Osten

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Beschreibung des Vorschlags

Karte stellt momentan nur einen Teilausschnitt des Linienverlaufs dar (s.u.)!

Hiermit möchte ich einen Vorschlag für eine bessere Anbindung von Münster und Osnabrück nach Osten vorstellen. Momentan existiert nur eine zweistündliche IC-Verbindung für Osnabrück und Münster wird nur mit einer RE-Anschluss an den ICE via Hamm angebunden. Nicht gerade ein komfortabler Zustand für insgesamt fast 500.000 Einwohner. Abhilfe soll eine IC(E)-Linie (…-) Hannover – Minden – Osnabrück – Münster – Oberhausen – Duisburg schaffen, welche zudem durch die Führung via Recklinghausen auch Städte im Ruhrgebiet neue Direktverbindungen beschert und eine kürzere Fahrzeit ermöglicht.

Für die Durchbindung der Linie sehe ich momentan mehrere Möglichkeiten, die verschiedene Vorteile haben:

Im Osten:

  1. Führung via die SFS Hannover – Berlin auf kürzestem Weg nach Berlin.
    Vorteile: Zusätzliche Direktverbindung; kein Umstieg in Hannover, um Berlin schneller zu erreichen
  2. Führung via Magdeburg nach Berlin
    Vorteile: Zusätzliche Direktverbindungen von/nach Magdeburg, Brandenburg, Potsdam; Vmax 200 oder 189 km/h ausreichend; Umgehung Engpass Spandau
  3. Führung via Stendal – Genthin, als Mix der beiden oberen Varianten
    Vorteile: Zusätzliche Direktverbindungen von/nach Potsdam, Brandenburg, sowie schnelle Verbindung derer nach Hannover/Ruhrgebiet; Umgehung Engpass Spandau; konkurrenzfähige Fahrzeiten zu ICE Hannover – Berlin

Im Westen:

  1. Führung bis Köln zusätzlich zu bestehenden Verbindungen
  2. Verknüpfung mit der im D-Takt vorgesehenen Linie nach Eindhoven via Venlo
  3. Verknüpfung mit der Linie nach Trier/Luxemburg. Alternative Verknüpfung für den Nordast nach Emden/Norddeich notwendig.

 

 

Um die Fahrzeiten zu verkürzen, wären einige Infrastrukturausbauten sinnvoll oder notwendig:

  • Neue Verbindungskurve Osnabrück oberhalb des Ringlokschuppens für eine schnellere Verbindung aus Osten nach Südwesten als die bisherige nur sehr langsam befahrbare Kurve
  • Für die Variante 2/3: Wiederaufbau Potsdamer Stammbahn
  • Für Variante 3: Reaktivierung und Ausbau Stendal – Genthin (siehe zweite Ausbaustufe)

Die Fahrzeuge sind abhängig von der Durchbindung, sollten jedoch in jedem Fall mehr als 160 km/h erreichen, um eine kurzmöglichste Fahrzeit zwischen Hannover und Minden sowie Osnabrück und Münster zu erreichen. Es könnten auch Flügelkonzepte mit der IC-Linie 55, 56, 77 oder ICE-Linie 10 (bei Taktverdichtungen mit Halbzügen) angedacht werden.

 

Also wie ihr seht, sind hier noch einige Punkte offen oder diskussionswürdig, höre also gerne eure Meinung dazu.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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2 Kommentare zu “Bessere Anbindung von Münster und Osnabrück nach Osten

  1. „Nicht gerade ein komfortabler Zustand für insgesamt fast 500.000 Einwohner. „

    Öhm verstehe ich nicht: Aktuell gibt es stündliche Umsteigeverbindungen von Münster nach Berlin über Hamm in 3:30h. Osnabrück – Berlin dauert 3:15h mit Stendal oder ca. 3:00h ohne Stendal. Sprich Münster – Osnabrück – Berlin würde dann 03:30 – 03:45 dauert, wenn man über Wolfsburg – Stendal fährt. Nun schlägst du aber bei zwei von drei Optionen vor, über Magdeburg zu fahren, was mindest eine Stunde zusätzlich dauert. Was ist denn dann konfortabler: 3:30h mit 1x 15min Umsteigen alle 1 Stunden, oder 04:30 Direktfahrt alle 2 Stunden? Selbst wenn man in Hamm den Zug verpasst, wäre man immer noch schneller bzw. nicht langsamer als die Direktfahrt.

    Umsteigen ist nichts schlechtes. Vor allem wenn man entspannte 15 Minuten Umsteigezeit hat …

    Netzseitig macht das auch überhaupt keinen Sinn, denn Osnabrück – Ruhrgebiet ist ja schon gut mit der Achse Hamburg  – Ruhrgebiet – Köln bedient, und Hannover – Berlin gibt es ja bald auch 4 Fernzüge pro 2 Stunden, da wäre eine solche Linie wie hier vorgeschlagen überhaupt nicht konkurrenzfähig und teilweise ein Überangebot.

    1. Naja, ich schrieb deshalb „nach Osten“ und nicht „nach Berlin“. Schon Hannover ist ein sehr wichtiges Ziel aufgrund der Größe und der Knotenpunktfunktion. Wenn über Magdeburg gefahren werden sollte, wäre es natürlich für die Relation Münster – Berlin schneller in Hannover in den ICE zu wechseln, sitzen bleiben würden nur die, für die eine Verbindung Richtung (dem auch nicht ganz kleinen) Magdeburg interessant ist, oder für die die Fahrzeit weniger relevant ist, als ein Umstieg. Auch ein günstigerer Preis wäre auf der dann eher als B-Verbindung klassifizierten Linie möglich.

      Gerade aber wenn es zukünftig 4 Fernzüge pro 2 Stunden gibt, wäre es ja sinnvoll einen dieser Züge über Osnabrück – Münster zu führen, die Fahrzeit ist ja ähnlich. Einen Ersatz auf der Verbindung via Bielefeld wäre dann natürlich notwendig. Und dann hätte man auch eine konkurrenzlos schnelle A-Verbindung nach Berlin, ohne Überkapazität.

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