BI: Umverlegung Linien 1+2 oberirdisch

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Beschreibung des Vorschlags

Ein ähnlicher Vorschlag ist der von Cookie 3, auch mein alter Vorschlag die 1 über die Joseph-Masolle-Straße zu lenken, geht in die gleiche Richtung.

Verlagerung der Bielefelder Stadtbahn-Linien 1 und 2 an die Oberfläche

Um neue Kapazitäten im Jahnplatz-Tunnel zu schaffen, wird der Tunnel der Linien 1 und 2 von Beckhausstraße und Sudbrackstraße aus kommend auf Höhe der Arbeitsagentur verschwenkt und an die Oberfläche auf den dortigen Parkplatz geführt. Von hier geht es über die Bahnhofstraße direkt auf den Bahnhofsvorplatz, wo eine Kombi-Haltestelle für Bus und Stadtbahn entsteht. Die neue Haltestelle ist somit deutlich näher am Eingang des Hauptbahnhofes, als die alte Haltestelle unter der Tüte. Die Bahnhofstraße wird für den MIV abgebunden, sodass hier nur noch der ÖPNV fährt.

Weiter führt die Strecke durch Bahnhof- und Feilenstraße zum Willy-Brandt-Platz, wo eine neue Haltestelle zur Erschließung des Neumarktes entsteht. (Die genaue Lage ist für mich nicht festgelegt, sie könnte auch in der Herforder Straße sein.) Von hier führt die Strecke entlang der Herforder Straße bis zum Jahnplatz, wo auch eine weitere Strecke aus Richtung Heepen/Kesselbrink einmünden kann. (Linie 5) Die Haltestelle liegt auf dem freigehaltenen Mittelstreifen westlich der Fußgängerfurt. Der Jahnplatz wird durch die Ankunft der oberirdischen Stadtbahn MIV-frei, hier ist kein Platz mehr für eine Autospur.

Die weitere Planung entspricht den Ideen für eine Linie 5 über den Oberntorwall und die Artur-Ladebeck-Straße mit Haltestellen in Mittellage an der Klosterstraße sowie am Adenauerplatz. Die alte Haltestelle der Linie 1 wird aufgegeben zugunsten einer Kehranlage. Die Linie 1 setzt vom Adenauerplatz ihren Weg in Richtung Brackwede fort; die Linie 2 biegt auf die Kreuzstraße ab, wo auf Höhe der Marienkirche eine neue Haltestelle entsteht. Die Strecke auf dem Niederwall mit der Station Landgericht wird als Betriebsstrecke beibehalten, die die neue Strecke mit der Stammstrecke verbindet.

Auswirkungen auf den Betrieb

Dadurch, dass nur noch zwei Linien regulär im Jahnplatztunnel verkehren, können diese vom Takt her deutlich aufgestockt werden. Zu denken ist dabei insbesondere an einen regelmäßigen 5-Minuten-Takt zwischen Innenstadt und Universität (Linie 4), aber auch an Verstärker auf der Linie 3 zwischen Sieker Mitte und Babenhausen Süd. Die Entkopellung der verschiedenen Linien sorgt auch dafür, dass eine Störung im Innenstadtbereich sich nicht mehr zwangsläufig auf alle Linien auswirkt.

Desweiteren kann die neue Streckenkonfiguration dafür genutzt werden regelmäßige Direktfahrten zwischen verschiedenen Stadtteilen anzubieten ohne sich den Taktfahrplan zu zerschießen. So wird insbesondere an die Direktverbindung Brackwede – Universität (über Landgericht) gedacht. Das Angebot kann somit auf allen Streckenästen je nach Bedarf verdichtet werden.

 

Weitere Überlegungen:

Eine Führung der Linien 1 und 2 direkt über die Herforder Straße mit Haltestellen an der Nahariyastraße oder dem Willy-Brandt-Platz wurde erwogen, ist aber ausgeschlossen worden, weil der Bahnhof als wichtigstes Ziel der ÖPNV-Gäste dann sehr weit weg von der Haltestelle liegen würde (ca. 500 m). Eine Führung vom Bahnhofsvorplatz über die Herbert-Hinnendahl-Straße zum Willy-Brandt-Platz wurde nicht weiterverfolgt, weil hier sehr wenig Platz für zwei Gleise herrscht. Außerdem würde ide geplante Lage der Kombi-Haltestelle nicht erreicht.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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Ein Kommentar zu “BI: Umverlegung Linien 1+2 oberirdisch

  1. Ah, sehr schön! Wenn dann Kapazität im Tunnel frei ist, könnte man ggf. noch Abzweige von bestehenden Linienästen der 3 oder 4 errichten, also neue Linien. Die Idee, den Tunnel zu verschwenken ist super, da wäre ich nie drauf gekommen.

    Und ich hoffe stark, dass man noch in einigermaßen greifbarer Zukunft eine Stadtbahn nach Heepen realisieren lassen. Durch deinen Vorschlag könnte die neue 5 dann durch das Zentrum durch einen weiteren Linienast nach Norden erschließen.

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