Dortmund: U42 als Überlandstraßenbahn nach BO-Dahlhausen über die Ruhrtalbahn

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Beschreibung des Vorschlags

Viele Vorschläge wurden bereits eingereicht ob der Ruhrtalbahn, dies wäre meine Idee. Eine Anbindung mit einer Überlandstraßenbahn würde die touristischen Attraktionen an der Strecke (Zeche Nachtigall, Ruine Hardenstein, Kemnader See, Henrichshütte, Eisenbahnmuseum Dahlhausen) ebenso an den Schienenverkehr anbinden wie Welper, Herbede und Bommern, gleichzeitig wären die Baumaßnahmen vergleichsweise gering, da die Dortmunder Stadtbahn bereits auf Normalspur fährt, jedoch wäre eine Elektrifizierung der Ruhrtalbahn notwendig.

Streckenverlauf

Die Strecke verläuft anschließend an die U42 in Hombruch nach Kruckel, wo der Anschluss an die S5 hergestellt wird. Ob dieser Teil der Strecke parallel zur S5 verläuft oder die Schienen mitbenutzt werden können, hängt in erster Linie von den verwendeten Oberleitungsspannungen und der Zugsicherungstechnik der Fahrzeuge ab.

In Kruckel wechselt die Strecke auf den Rheinischen Esel. Da dieser aber mittlerweile eine wichtige Rad- und Fußgängerachse in Witten darstellt, ist dies nur möglich, wenn aufgrund der Breite Radweg und Schiene parallel geführt werden können.

Aus diesem Grund wechselt die Trasse auch in Annen auf die Straße, nachdem der Stauknoten Annenstraße/Stockumer Straße umgangen wurde. Hier führt der Bahnübergang regelmäßig zu Verstopfungen. Durch das Abweichen vom Rheinischen Esel rückt aber auch der S-Bahn-Haltepunkt näher an die Straßenbahn heran und das Ortszentrum von Annen wird besser eingebunden.

An der Schleiermacherstr. wechselt die Trasse wieder auf den Rheinischen Esel, der ab hier wieder breit genug ist, um zumindest eingleisig von der Stadtbahn befahren zu werden. Gleichzeitig wird hiermit die Kreuzung Dortmunder Straße / Ardeystraße gemieden, die ein weiterer Staupunkt ist.

Die Strecke führt über Dreifachgleise (unterschiedliche Spurweiten BO/DO) weiter über die Straßenbahnstrecke im Wittener Zentrum bis zur Bergerstraße, wo sie Richtung Hbf abbiegt. Am Wittener Hbf würde eine Straßenbahnhaltestelle auf dem Vorplatz entstehen.

Anschließend wird über die Ruhrstraße Richtung Bommern ausgefahren. Hinter der Ruhrbrücke wechselt die Stadtbahn auf die Ruhrtalbahn. Hier sollte ein neuer Haltepunkt eingefügt werden, um Bommern zumindest ansatzweise ins Konzept einzubinden. Anschließend folgt die Strecke der Ruhrtalbahn bis Dahlhausen, wobei zusätzliche Stationen eingebunden werden, um Herbede und Welper besser zu versorgen. Der Ortskern von Hattingen wird wegen der erforderlichen Baumaßnahmen umfahren, hier sollte der Takt mit der S3 und den Bussen abgestimmt werden. Für den Endpunkt in Dahlhausen muss eine Elektrifizierung der Strecke geprüft werden, sonst verschiebt sich die Endhaltestelle ein paar hundert Meter östlich.

Aufgrund der Anzahl der Stationen sind nur die wichtigsten in der Karte benannt.

Fahrzeuge

Zum Einsatz kämen wahlweise Hochflurfahrzeuge der DSW21, Alternativ könnten auch Niederflurfahrzeuge eingesetzt werden, was aber ein Ende in Hombruch (oder besser Kruckel) mit Umstieg zur U42 bedingen würde. Dafür wären weniger kostspielige Neubauten in Witten nötig, allerdings müssten ggf. die Bahnsteige an der Ruhrtalbahn abgetragen werden.

Taktung

Aufgrund der größtenteils eingleisigen Ruhrtalbahn und weiteren Engpässen in Witten wäre ein 30-Minuten-Takt wohl die angemessenste Taktung. Innerhalb Wittens könnte diese Taktung mit einer zweiten Linie ab Annen (Wendeschleife Am Hang) verdichtet werden, die ab Ruhrbrücke weiter in den Ortskern von Bommern verlaufen würde und bis Bommeraner Heide die Verstärkertakte der 379 ersetzt.

positive Nebeneffekte

  • Es würde auf dem Ruhrtalradweg eine Alternative zur Fähre entstehen, die insbesondere in den Wintermonaten die Strecke schließt.
  • Die Verstärkertakte der 320 in Witten (Hbf – Am Hang) könnten entfallen, die Linie würde auf 30-Min zurückgestuft.
  • Die Gesamtschule Welper bekäme einen Stadtbahnanschluss
  • Die Strecke der Ruhrtalbahn wird erhalten.

Optimierungsmöglichkeiten

  • Eine alternative Trassenführung über Hans-Böckler-Straße und die Nachtigallbrücke könnte geprüft werden.
  • Der Verkehrsknoten Marienhospital und die Hauptstraße könnte über die Johannisstraße umfahren werden. Was die Anwohner davon halten, ist jedoch fraglich.
  • Es wären vergleichsweise viele eingleisige Streckenabschnitte nötig.
  • Die Ruhrstraße ist ein Verkehrsschwerpunkt. Auf der Ruhrbrücke wäre eine dedizierte Straßenbahntrasse in Fahrbahnmitte möglich (bei Verlegung der Busspur), nördlich des Ruhrdeichs ist dies jedoch schwierig. Durch die bessere Anbindung von Herbede und Bommern könnte jedoch ein großer Teil des Verkehrs reduziert werden.
  • Für zusätzlich sinnvolle Halte in Hattingen fehlt mir die Ortskenntnis.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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9 Kommentare zu “Dortmund: U42 als Überlandstraßenbahn nach BO-Dahlhausen über die Ruhrtalbahn

      1. Zum Zeitpunkt der Verfassung meiner Antwort, war kein Text da 🙂
        Eine Idee hätte ich noch. Und zwar könnte man diese Linie als NF_Linie betreiben. An der Grotenbachstraße wäre ein Umbau nötig. Man könnte einfach noch ein Bahnsteig neben dem linken Gleis bauen. Wäre einfach durchzusetzen. Dafür würde aber ein kleiner Teil des Parkplatzes draufgehen. Dazu wäre ein Ausbau der Strecke zu einer NF-Stadtbahn einfacher, als ein HF-System. Ich tendiere zu einer Art Tram-Train.

        1. Auch das habe ich bereits im Text stehen :D. Ich persönlich würde hier zu einer Verlängerung der U42 bis Kruckel tendieren, um auch gleich eine Anbindung an die S5 zu setzen, und dort dann auch den Endpunkt der Wittener Linie ansetzen. Hierbei könnte man insbesondere die vorhandenen Stationen nutzen und müsste nicht einen dicken Bahnsteig daneben bauen.

  1. Die Idee gefällt mir, auch wenn das wohl ein Riesenprojekt wäre.

    Problematisch wäre, dass ab Hattingen bereits eine Oberleitung hängt und man dann entweder ein weiteres Gleis bauen muss oder statt einer rein rechtlichen Zweisystembahn unter Stadtbahnstrom wie zwischen Köln und Bonn echte Zweisystemwagen braucht.

    Die Schleife durch die Wittener Fußgängerzone würde ich allerdings weglassen, diese Streckenteil darf nur langsam befahren werden und verdoppelt die auf Dreischienengleis umzubauende Strecke.

    Stattdessen würde ich anstreben auch die U35 bis zu dieser Stecke durchzubauen und von Saalbau aus einen Abzweig zum Wittener Hauptbahnhof zu bauen.

    Die U35 und die U42 könnten dann jeweils im 10 Minuten Takt am Wittener Hauptbahnhof enden und sie die Anbindung zu den Universitäten in Dortmund und Bochum verbessern.

    Die Linie in deiner Idee bakäme eine komplett neue Liniennummer bekommen und in Dortmund in der Wendeanlage Brügmannplatz starten, vielleicht wäre sogar ein Flügelkonzept möglich, bei dem ein Wagen von Hattingen kommend nach Bochum Deutsches Bergbaumuseum fährt und einer nach Dortmund.

    1. Problematisch wäre, dass ab Hattingen bereits eine Oberleitung hängt und man dann entweder ein weiteres Gleis bauen muss oder statt einer rein rechtlichen Zweisystembahn unter Stadtbahnstrom wie zwischen Köln und Bonn echte Zweisystemwagen braucht.

      Da hab ich mich von der OSM verwirren lassen, die dort tatsächlich eine 3-gleisige Strecke anzeigt. Statt der Zweisystemlok könnte ich mir an der Stelle aber auch einen Akkubetrieb vorstellen. Die Strecke von Hattingen BF nach Dahlhausen ist ja schließlich nicht so lang und man könnte sich die Elektrifizierung des Eisenbahnmuseumssparen. Gleichzeitig kann auf die Weise auch die Elektrifzierung der Ruhrtalbahn vereinfacht werden (mit Ladepunkten an Teilstrecken). Fragt sich, was am Ende günstiger ist.

      Ihr lasst mich nicht an euren Strom? Ich mach meinen eigenen Strom – mit Blackjack und…

      Verdammt, zu viel Futurama 😀

      Die U35 und die U42 könnten dann jeweils im 10 Minuten Takt am Wittener Hauptbahnhof enden und sie die Anbindung zu den Universitäten in Dortmund und Bochum verbessern.

      T10 halte ich für schwierig. Die Strecke wird massive eingleisige Abschnitte haben und zwar auf der ganzen Linie. Ich wäre eher für eine zweite Linie Bommern – Annen zur Verdichtung zum T15. Die Strecke Bommern – Hbf könnte dabei die 379 Sprockhövel – Ruhrpark ebenfalls zu T15 verstärken.

      … von Saalbau aus einen Abzweig zum Wittener Hauptbahnhof zu bauen.

      An Witten Hbf ist kein Platz für eine Straßenbahnwendeanlage, ergo würde das kopfmachen erfordern. Ohne Anbindung des Wittener Hbfs wird die Strecke leider massiv uninteressanter. Außerdem macht die Ruhrstr. (nördl. Husemannstraße) keinen ansatzweise zuverlässigen Straßenbahnbetrieb mit.

      1. Der T10 würde ausschließlich zwischen Bommern und Herbede gefahren, was durch Ausbau dieses Teilstücks möglich sein sollte.

        Kopfmachen ist bei Stadtbahnwagen kein Problem, auf B-Wagen betriebenen Strecken fällt mir eigentlich überhaupt keine Wendeschleife ein mit Ausnahme von Dortmund Station, welche aber nur an Großveranstaltungen betrieben wird.

        Um den kritischen Abschnitt der Ruhrstraße komplett zu umgehen müsstest du die Linie durch die Gasstraße führen oder zumindest über die Parkplätze des Saalbaus.

        Man könnte natürlich auch bei dem Originalvorschlag eine Einbindung der U35 erreichen, indem man die Strecke nach Heven umspurt, das würde die 309 und die 310 aber ihres Endpunktes berauben.

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