Dresden: Beschleunigte 2

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Beschreibung des Vorschlags

Die Stärken des Dresdner ÖPNV-Netzes sind die hohe Taktdichte und die gute Flächenerschließung. Verbesserungswürdig sind hingegen die Geschwindigkeit und die Kapazität. Das soll durch diesen Vorschlag verbessert werden. Einerseits erhöht sich die Geschwindigkeit durch zwei Neu- bzw. Ausbauabschnitte und andererseits erhöht sich die Kapazität durch eine zusätzliche Erschließerlinie. Diese soll allerdings in einem separaten Vorschlag behandelt werden.

Notwendige Infrastrukturausbauten
Zwischen der Schlehenstraße und der Braunsdorfer Straße soll die Coventrystraße um eine Spur pro Richtung schmaler werden. Dadurch entsteht rechts von der Seite ausreichend Platz für eine Straßenbahntrasse.

Danach soll die südliche Röhre des bestehenden Straßentunnels zum Bahntunnel umfunktioniert werden. Aufgrund der geringeren Kapazität für den MIV sollte gleichzeitig auch die P+R-Anlage in Pennrich erweitert werden.

Nach dem Ostportal des Tunnels wird dann über eine Überwerfung auf die bestehende Trasse der 2 gewechselt. Dabei soll zwischen der Braunsdorfer und der Semmelweisstraße mit bis zu 100 km/h gefahren werden.

Nach dem Pirnaischen Platz folgt dann ein Ausbauabschnitt. Dabei soll die Straßenbahntrasse bis zum Straßburger Platz um ein Gleis erweitert werden. Außerdem würde ein Bahnsteig beim Hygienemuseum weiter nach außen verlegt, so dass das mittlere Gleis für Überholmanöver genutzt werden könnte. Dementsprechend wären dann vor und nach der Haltestelle Überleitstellen zu platzieren.

Zwischen dem Straßburger Platz und der Karcherallee würde die Strecke viergleisig ausgebaut. Dabei würden die neuen Gleise zwischen den bestehenden verlegt und der Abschnitt für 100 km/h zugelassen. Danach soll über die bestehende Strecke bis Kleinzschachwitz gefahren werden.

Außer der 2 könnten noch die Linien 1 und 4 den ausgebauten Abschnitt bzw. Teile davon nutzen. Die Haltestellen, die von diesen Linien dann nicht mehr bedient werden, würden dann von einer neuen Erschließerlinie und der 12 weiterhin angefahren.

Taktdichte und Haltemuster
Zur HVZ soll auf der ganzen Strecke im Zehnminutentakt gefahren werden. Ansonsten soll nur jede zweite Bahn bis Pennrich durchgebunden werden, während die restlichen bereits am Btf Gorbitz enden.

Grundsätzlich soll nur an jenen Stationen gehalten werden, die entweder mindestens an einer Sechzigerlinie liegen oder von keiner anderen Straßenbahnlinie bedient werden. Die einzigen Ausnahmen sind Pennrich wegen der P+R-Anlage und die Gompitzer Höhe wegen der Lage unmittelbar vor der Endstation.

Ebenfalls an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass nur an jenen Haltestellen gehalten werden soll, bei denen in der Karte der Name dabei steht. Allerdings fällt mir gerade auf, dass ich die Coventrystraße noch einzeichnen sowie den Straßburger und den Abzweig nach Reick noch richtig platzieren sollte.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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5 Kommentare zu “Dresden: Beschleunigte 2

  1. Nach dem Ostportal des Tunnels wird dann über eine Überwerfung auf die bestehende Trasse der 2 gewechselt. Dabei soll dann zwischen der Coventrystraße und der Semmelweisstraße nach EBO gefahren werden. Dadurch wären zwischen der Braunsdorfer Straße und der Semmelweisstraße bis zu 100 km/h möglich.

    Zunächst einmal würde der Neubau von Infrastruktur mehr Nachteile als Vorteile mit sich bringen. So müssten zum einen die Fahrzeuge entsprechend angepasst werden, dass diese auch Eisenbahnstrecken benutzen dürfen, zum anderen gibt es das schöne „Eisenbahnkreuzungsgesetz“, welches in §2 Abs. 2 bei Neubauten höhengleiche Kreuzungen nur zulässt, wenn bspw. ein „schwacher Verkehr“ vorliegt. Gemäß §2 Abs. 3 wäre dieser Streckenabschnitt ein Neubau, da „einer der beiden Verkehrswege oder beide Verkehrswege neu angelegt [wurden].“ (vgl. hier)

    Dadurch wären zwischen der Braunsdorfer Straße und der Semmelweisstraße bis zu 100 km/h möglich.

    Wieso sollte mit BOStrab keine Geschwindigkeit von 100 km/h erlaubt sein. Gemäß §50 Abs. 1 BOStrab wird die zulässige Streckenhöchstgeschwindigkeit durch die Technische Aufsichtsbehörde (TAB) festgelegt. Gemäß §49 Abs. 2 Satz 2 Buchstabe b BOStrab darf die Strecke bei einer Streckenhöchstgeschwindigkeit von 70 km/h nicht auf Sicht befahren werden, sondern nur auf Signal. Da bereits im Buchstaben a dieses Paragraphen festgelegt wird, dass Bahnen im Tunnel ebenfalls auf Signal zu fahren sind, sollte dies kein großes Hindernis darstellen.

     

    Gleiches gilt auch für den Abschnitt Straßburger Platz – Karcherallee

     

    Was mich allerdings noch interessieren würde, ist die Tatsache, dass du ziemlich viele Haltestellenpunkte gesetzt hast. Das schränkt die Übersichtlichkeit ein wenig ein, zumal so die tatsächlichen Haltestellen kaum zu erkennen sind.

  2. „Grundsätzlich soll nur an jenen Stationen gehalten werden, die entweder mindestens an einer Sechzigerlinie liegen oder von keiner anderen Straßenbahnlinie bedient werden.“

    Dies würde in dem Vorschlag zudem die Haltestellen Schweriner Straße (ab 2020/2021 mit Linie 68) und Karcherallee (Linie 63) betreffen

    1. Zur 68 kann man genauso gut am Postplatz oder am Bahnhof Mitte umsteigen und die 63 verläuft für meinen Geschmack zu parallel zur 61. Deshalb halte ich es in beiden Fällen für verschmerzbar, wenn eine Umsteigemöglichkeit entfällt.

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