[E/BOT/OB/GE] Erweiterung des Straßenbahnen-Netzes

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Beschreibung des Vorschlags

Folgende Linien sehe ich hier vor:

201: Bottrop ZOB – Essen Hbf

  • Die Linie führt über den Bottroper Hbf, zwingend nötig um Hbf und ZOB vernünftig zu verbinden
  • Die etwas „seltsame“ Streckenführung durch die Welheimer Mark und Vogelheim, ist gegeben durch die neusten Städtebaulichen Entwicklungen der Städte Bottrop & Essen. Das sogenannte Projekt „Freiheit Emscher“ sieht eine Umwelttrasse durch das neue Wohn- & Gewerbegebiet vor. Beide Städte sehen hier großes Potential für eine Straßenbahnverbindung
  • Ab der Haltestelle Bocholder Str. führt die Trasse über das Essener Projektgebiet „Essen 51“. Eine Straßenbahnverbindung hier ist fest vorgesehen. Deshalb ist es sinnvoll diese Trasse zu nutzen
  • Anschließend geht es weiter über den Berthold-Beitz-Boulevard und die bald realisierte Bahnhofstangente. Diese ist auch für diese Linie zwingend zu nutzen, um den Straßenbahntunnel nicht weiter zu überlasten
  • Die Linie endet am Vorplatz des Essener Hbf

202: Bottrop ZOB – Gelsenkirchen Hbf

  • Dieser Linienverlauf sollte relativ trivial erscheinen
  • An den Haltestellen Schloß Horst & Essener Str. besteht Anschluss an die U11 & 301
  • Am S-Bahnhof Bottrop-Boy besteht Anschluss an die S9
  • Direkte Verbindung von GE-Horst Richtung Zentrum, ohne den Bogen der 301 via Buer Rathaus
  • Direkte Verbindung zwischen den Stadtzentren von Bottrop und Gelsenkirchen

203: Bottrop ZOB – Oberhausen Hbf

  • Zwischen Bottrop ZOB und Osterfeld Süd Bf, folge ich nicht dem Linienverlauf des SB91, um durch die dichter bewohnten Gebiete fahren zu können.
  • Ab Osterfeld Süd Bf nutzt die Linie die ÖPNV-Trasse bis zum Oberhausener Hbf

Kommentar zu den Bottroper Linien:

Aktuell hat die Stadt Bottrop ein Gutachten in Auftrag gegeben, zur Wiedereinführung der Straßenbahn. Untersucht werden sollen dabei Linienverläufe von Bottrop nach Essen, Gelsenkirchen und Oberhausen, also solche, wie ich sie hier vorschlage. Dass die Stadt Bottrop, Interesse an dem Aufbau eines Straßenbahnnetzes hat, lässt schon mal hoffen.

 

Verlängerung 105: Essen Unterstraße – OB Hbf:

  • Linienverlauf sollte trivial erscheinen
  • Direkte Verbindung Essen – Oberhausen-Neue Mitte

Kommentar zur verlängerten 105:

Vor einigen Jahren scheiterte die Verlängerung an einer Bürgerbefragung. Damals war allerdings eine vergleichsweise teure aufgeständerte Trasse im Gespräch. Inzwischen wird eine Verlängerung von der Stadt Oberhausen wieder angestrebt. Diesmal allerdings plangleich mit der Straße, was die Kosten erheblich reduzieren sollte. Auch hier gibt es realistische Chancen für eine Realisierung.

 

110: E-Vogelheim Zentrum – E-Imhoffweg Schleife

  • Essen-Vogelheim würde einen Straßenbahn-Anschluss erhalten
  • Seitens der Stadt Essen gibt es Bestrebungen das Stadion Essen ans Straßenbahnnetz anzuschließen (Unabhängig der Planungen der Linie Essen – Bottrop) im Zusammenhang mit der Realisierung von „Essen 51“
  • Auch hier würde die neue Bahnhofstangente genutzt werden, um den Tunnel nicht weiter zu überlasten
  • Der Linienverlauf Essen Hbf – Kray/Imhoffweg entspringt folgendem Gedanken: Die Spurbusstrecke in der Mitte der A40 soll bzw. muss nach den Gesetzesvorgaben her, barrierefrei ausgebaut werden. Dazu sind Aufzüge unumgänglich. Allerdings ist die Strecke nicht breit genug und die A40 kann auch nicht weiter nach außen gelegt werden. Deshalb ist laut Ruhrbahn und Stadt Essen ein Ausbau zur Straßenbahn unumgänglich, da diese Schmaler ist als der Spurbus, wodurch genügend Platz wäre für die Aufzüge.

Kommentar zur Linie 110:

Eine Straßenbahn zwischen Hbf und Kray wird kommen, definitiv. Wie es vom Hbf weiter läuft, wird man sehen müssen. Allerdings halte ich hier die Kombinierung zwischen Kray – Hbf – Essen 51 – Vogelheim für sinnvoll, da auch die Strecke Stadion – Essen 51 – Hbf/Bahnhofstangente gesetzt ist. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Außerdem würde ich einen neuen RB-Haltepunkt als sinnvoll erachten: OB-Neue Mitte, wo Anschluss an die verlängerte 105 besteht. Dort würden die Linien RB 32 & 35 halten, ggf. auch der RE 3.

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2 Kommentare zu “[E/BOT/OB/GE] Erweiterung des Straßenbahnen-Netzes

  1. Puh, da hast du dir aber einiges vorgenommen. Allerdings gefällt mir deine Zukunftsvision auch, zumal ich ein echter Tramfreund aus Oberhausen bin.

    Allerdings gäbe es da noch den ein oder anderen Haken. Die Linie 105 komplett über die B231 ist da so eine Sache, denn die eine große Fläche da am Centro neben Bilfinger ist trotz bester Lage für einen Wirtschaftsstandort eine Brachfläche, weil sie einfach aufgrund der Nähe von Air Liquide nicht bebaut werden kann. Funkensprunggefahr. Deswegen ist es auch schwierig so die Linie 105 entlang der B231 und Brüsseler Straße dort entlang zu führen. Was aber noch ginge, wäre die CDU-Trassen-Version ab Eisenbahnbrücke B231 rüber in den Brammenring und vorbei am LIDL über die Europaallee und dann auf die Centroallee. Sie würde dann nämlich in ausreichendem Sicherheitsabstand zu Air Liquide verlaufen. Das kannst du gerne gestrichelt einzeichnen.
    Des Weiteren macht es für Oberhausen noch mehr Sinn, wenn die Linie 105 nicht nur zum Hauptbahnhof, sondern auch nach Sterkrade käme, denn das ist nicht nur Oberhausens zweites Stadtzentrum, sondern auch mit 81000 Einwohnern nach Alt-Oberhausen (92000 Einwohner) zweitbevölkerungsreichster Stadtbezirk und er bietet am Bahnhof Sterkrade noch viele weitere Netzschlüsse, die am Hauptbahnhof fehlen. Wie man gut in beide Richtungen an der Neuen Mitte einfädeln kann, habe ich hier eingezeichnet.
    Was du übrigens gerne noch zur Verlängerung 105 Essen-Unterstraße – Neue Mitte OB ergänzen könntest, wäre eine Verlängerung der Linie 103 von Dellwig Bahnhof über Wertstraße (ich weiß den Abschnitt gibts schon, aber so kritisch eingleisig, dass er im Falle einer Verlängerung eh zweigleisig ausgebaut werden müsste) zur Linie 105 an der Unterstraße oder (H) Stadtgrenze Oberhausen auf Oberhausener Gebiet. So könnten auch weitere Teile des Stadtbezirks Essen-Borbeck von einer direkten Straßenbahn nach Oberhausen profitieren.

    Zu deiner Verbindung Oberhausen – Bottrop (Linie 203). Sicherlich ist der SB91 zwischen Oberhausen und Bottrop straßenbahnwürdig. Er fährt im 10-Minuten-Takt mit Gelenkern und ist da immer sehr gut ausgelastet. Allerdings wird er auch sehr gut angenommen weil er so schnell ist. Und genau das ist der Nachteil deiner Linie, denn diese verliert schon ordentlich Fahrzeit mit ihrem Schlenker über Rothebusch. Zur Erschließung von Wohnbebauung und einer gleichzeitig schnellen geradlinigen Direktverbindung zwischen Oberhausen und Bottrop kannst du aber auch gerne der alten Eisenbahnstrecke über den Bahnhof Osterfeld Nord folgen, an der ich mich hier auch orientiert habe. Die Strecke ist inzwischen stillgelegt und die Natur erobert sie sich zurück. Damit erreichst du eine sehr zügige Straßenbahnverbindung, da du durchgehend unabhängigen Bahnkörper hast, und kannst auch fußläufig noch gut die Siedlungsgebiete erreichen. Lediglich der Weg ins Stadtteilzentrum von Osterfeld wäre etwas länger, als bei einer Strecke über die Bottroper Straße.
    Eine Straßenbahnneubaustrecke über Osterfeld zur Harkortstraße finde ich ebenfalls nicht verkehrt, ich selbst habe eine solche auch vorgeschlagen. Allerdings wäre es hier wohl auch sinnvoller Osterfeld über Harkortstraße mit Tackenberg zu verbinden, denn das Schnellbus-Duo SB92/SB93 ist auf der Achse Tackenberg – Osterfeld brechend voll und viele Fahrgänste fahren über die Harkortstraße auch weiter nach Tackenberg, sodass eine Straßenbahn Oberhausen – Osterfeld – Harkortstraße – Tackenberg eher die Fahrgastnachfrage befriedigt als eine Straßenbahn Oberhausen – Osterfeld – Harkortstraße – Bottrop, welche ebenfalls ihre Nachteile gegenüber einer geradlinigen Straßenbahn Oberhausen – Osterfeld – Bottrop für Fahrgäste aus Bottrop hat.
    Übrigens kann man gut aus deinen Linien 202 Bottrop – Gelsenkirchen und 203 Bottrop – Oberhausen auch gut eine durchgehende Linie machen. Ich selbst habe bei einem Vorschlag zur Buslinie 260, die du durch die Linie 202 ersetzen würdest geschrieben, dass sich die Linie 260 gut für eine Weiterführung nach Oberhausen eignet.

    Zur 202 in Gelsenkirchen fällt mir die schöne Geschichte ein, dass ich mal zusammen mit Bahnschalker meinen Vorschlag eines Lückenschlusses zwischen Gelsenkirchen-Horst und Gelsenkirchen-Musiktheater diskutiert habe. Wir haben uns dabei wirklich auf eine Trasse entlang der Hans-Böckler-Allee geeinigt, denn die Grothusstraße erreicht eher ausschließlich Gewerbegebiete, während die Hans-Böckler-Allee die Wohnbevölkerung Gelsenkirchen-Feldmarks optimal erreicht. Und die etwas längere Route über die Hans-Böckler-Allee dürfte nicht viel langsamer sein als die Straßenbahn über die Grothusstraße. Übrigens, wenn du möchtest könntest du die Linie noch über den Gelsenkirchener Hauptbahnhof weiter z. B. bis zum Marienhospital führen. Nichts für ungut, aber ich weiß nicht wie gut die Straßenbahnkehranlage im Gelsenkirchener Hauptbahnhof drunter leidet, wenn nahezu alle Linien, die von Norden kommen in ihr wenden müssen. Dieses Ungleichgewicht brachte mich ja auch auf die Idee südlich des Hauptbahnhofs zu verzweigen.

    Zur 201 Essen – Bottrop: Also von Bottrop nach Essen über den Essener Hafen. Ich weiß nicht, ob das nicht bezüglich der Fahrzeiten ein dickes K.O-Kriterium ist. Na gut so gesehen ist das nicht schlecht. Ich würde aber trotzdem versuchen eine zweite Möglichkeit einer Straßenbahn von Essen nach Bottrop zu finden, welche von Bottrop Hbf in den Stadtbezirk Essen-Borbeck fährt und dort an eine der bestehenden Strecken anschließt. Benötigt weniger sicherlich weniger Strecke und Fahrzeit.

    Zur 110: Vogelheim-Zentrum: Die Linie endet ja noch ein paar 100 m westlich des U-Bahnhofs Altenessen Mitte. Ich glaube, der fehlende Netzschluss mit der U11 dürfte da doch eine Achillessehne sein. Ich würde sie besser bis Altenessen Mitte U verlängern und evtl. auch noch parallel zur U-Bahn bis Altenessen Bf, wo sie die Endstelle der Linie 108 mitbenutzen oder auf diese umschildern könnte. Zusätzlich wäre sie dann auch noch an den RE3 Düsseldorf – Hamm angebunden.
    Zur 110 Imhoffweg Schleife. Ich habe im Imhoffweg Verwandte wohnen, daher kenne ich auch die Örtlichkeiten und ich meine, da wo du deine Wendeschleife unterbringen willst, ist ein grünbewachsener Hang. Also ich glaube das wird so nichts. Aber du könntest, was ohnehin sinniger wäre noch eine Haltestelle weiter bis zur Achternbergstraße fahren und dort stumpf neben der Buswendeschleife wenden. Denn am Imhoffweg kannst du nur in die Linie 194 umsteigen, während du an der Achternbergstraße auch die Buslinien 155 und 340 nach Gelsenkirchen erreichst.

    Was in Sachen Straßenbahnausbau für Oberhausen sicherlich eine weitere Vision wäre, wäre eine Straßenbahnverlängerung nach Alsfeld und Schmachtendorf, sowie wenn die Linie nach Osterfeld oder Stadtgrenze Essen realisiert würde, auch ein Straßenbahnanschluss von Oberhausen-Alstaden, aber ich glaube, das noch unterzubringen, sprengt hier den Rahmen.

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