EC95 nach Frankfurt am Main verlängern

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Beschreibung des Vorschlags

Verlängerter EC95 Frankfurt (Main) – Gießen – Kassel – Braunschweig – Berlin – Posen – Warschau

Hintergrund für die Führung über die Main-Weser-Bahn:
Erstmal sind die Fahrlagen des EC95 günstig, da man auf der Main-Weser-Bahn so genau stündlich versetzt zur Linie 26 fahren kann. Eine schnelle, direkte Führung der Linie nach Frankfurt erachte ich als nicht notwendig, da im Rhein-Main-Gebiet durch den Flughafen überhaupt kein Markt für einen Zugverkehr nach Warschau besteht. Außerdem können die EC-Züge aufgrund der geringeren Höchstgeschwindigkeit nicht die Fahrzeitvorteile von ICE-Zügen über die SFS Kassel-Fulda ausspielen. Durch den Endpunkt der Linie in Frankfurt halten sich die Fahrzeitnachteile für Durchreisende in Grenzen. Reisende aus anderen Teilen Deutschlands, sowie auch dem Rhein-Main-Gebiet können alternativ via Erfurt nach Berlin fahren und dort in den EC nach Warschau umsteigen. Der Fokus auf der MWB liegt also in der Anbindung der Regionen nach Frankfurt und Berlin, sowie auf der Einrichtung einer B-Linie (regionaler Fernverkehr) zwischen Frankfurt und Berlin.

Auf der Main-Weser-Bahn kommen damit drei neue Zugpaare hinzu, die Berlin Hbf 9.40 Uhr, 13.40 Uhr und 17.40 Uhr in Richtung Warschau erreichen.

Im D-Takt-Zielfahrplan ist bislang vorgesehen, die Linie 26 im Zweistundentakt nach Berlin zu führen. Auch hier hatte man bereits laut darüber nachgedacht, diese Linie mit dem EC95 nach Warschau zu verschmelzen. Ich würde allerdings das L26-Angebot nach Hannover und Hamburg zwingend beibehalten, weil es stark akzeptiert ist. 3 Zugpaare der Relation MWB-Berlin erachte ich als bedarfsgerecht.
Außerdem wurde andernorts bereits kritisiert, dass die Anbindung Wolfsburg, Braunschweig und Hildesheims nach Frankfurt nicht unter einer alternierenden Führung über die MWB leiden soll. Sollte man hier einen Stundentakt umsetzen, so ist der verlängerte EC95 über die MWB als zusätzlicher, ergänzender Verkehr zu verstehen.

Langfristig Verdichtung auf T120 möglich.

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11 Kommentare zu “EC95 nach Frankfurt am Main verlängern

  1. Das wäre insgesamt eine Fahrzeit von ca. 11 Stunden! Da kann man vielleicht ein einziges Zugpaar am Tag anbieten, das morgens ca. 7-8 Uhr an den beiden Startbahnhöfen abfährt und abends gegen 18-19 Uhr ankommt. Ähnlich wie der tägliche EC Hamburg-Budapest oder der ECE. Aber 3 Zugpaare? Die müssten ja ziemlich dicht hintereinander fahren, um nicht in die Nachtverkehrszeit reinzurutschen.

    1. Er geht ja vom aktuellen Fahrplan aus und die Abfahrt um 17:43 Uhr ist um 23:23 Uhr in Warschau. Abfahrt in Frankfurt wäre etwa 12:30 Uhr.Nur die erste Fahrt wäre kritisch, da diese den Frankfurter Hauptbahnhof um 04:30 Uhr verlassen müsste. Aber auch eine solche Fahrt findet sicher ihre Fahrgäste.

      Ansonsten gefällt mir diese Idee aber. Das einzige Problem wäre nur, dass die Verspätungsanfälligkeit steigen würde, weshalb die Polen wohl eher schwer von dieser Verbindung zu überzeugen wären. Wahrscheinlich müsste die DB sich auch mit eigenen Wagen beteilligen.

      1. Ansonsten gefällt mir diese Idee aber.
        Vielen Dank.
        Ich will noch anmerken, dass das etwas an der L62 orientiert ist, die ja auch überwiegend schnell (Stuttgart-München) und auf direktem Weg verkehrt und auf die letzten 100-200km vor Start/Ziel Frankfurt B-Linie ist. Hier hatte ich auch mal einen Vorschlag abgegeben, nach Zagreb eine Linie einzurichten.

        Genauso wie die Linie 62 ist dieser Vorschlag auf allen Teilrelationen (Kassel-Frankfurt (Oder), Gießen-Berlin) maximal schnell und zwischen Frankfurt und Berlin dann ein B-Angebot.

    2. Aber 3 Zugpaare? Die müssten ja ziemlich dicht hintereinander fahren, um nicht in die Nachtverkehrszeit reinzurutschen.
      Na, das passt schon. fabi hat es bereits geschrieben.

      Mir ist übrigens ein Fehler unterlaufen. Ein in Berlin um 13.42 in Richtung Warschau abfahrender EC49 käme um 10.50 Uhr in Kassel vorbei und würde in Frankfurt um 8.51 Uhr starten, d.h. die Warschau-ECs würden exakt die Trassen der L26 nutzen. Die müsste man dann ggf. um eine Stunde verschieben.

      Der letzte Zug EC249 würde Frankfurt um 12.51 Uhr verlassen.
      Der erste Zug EC45 würde in Frankfurt um 4.51 Uhr starten. Dieses Zeitfenster ist bislang ungenutzt. Hier könnte man z.B. eine neue Einzelleistung Frankfurt-Warschau anbieten, die Warschau um halb 4 erreicht, ohne an der Linie 26 schrauben zu müssen.

      In Gegenrichtung ab Warschau: 4.30, 8.30, 12.30.
      Frankfurt an: 15:09, 19:09, 23:09
      Das liegt schon alles in einer nachfragestarken Zeit.

      Diese Idee ist ja auch nicht völlig neu, denn im ersten Gutachterentwurf war vorgesehen, die L26 ab Göttingen nach Warschau zu führen – zweistündlich – und das ist dann eine noch längere Linie. 😉
      Überhaupt sollte man auf die Fahrdauer vom Start- zum Zielbf. mmn nicht allzu viel geben. Es gibt heute auch richtig lange innerdeutsche Linien, wie die L11 von Hamburg nach München. Hier kommt es offensichtlich auch nicht darauf an, möglichst viele Züge auf voller Länge anbieten zu können.

      Ich fand es wichtig, dass man für das, was man im ersten Gutachterentwurf laut gedacht hatte, hier mit diesem Vorschlag mal eine Diskussionsgrundlage hat.

  2. Ich find das etwas irritierend, weil ich bei Frankfurt in Verbindung mit Polen immer erst an etwas anderes denke. Ich mein, der Zug hält ja eh schon in Frankfurt, warum sollte man ihn dann nach Frankfurt verlängern?

    Es wäre also ziemlich gütig, wenn du ein (Main) in den Titel ergänzen könntest.

    Ansonsten würde mir das durchaus gefallen, allerdings muss ich sagen, dass ich das FV(-Ersatz)-Konzept des D-Takts für die MWB schon recht gut finde, also würde ich eher dazu tendieren, vielleicht ein anderes Ziel anzusteuern, wie z.B. Hamburg im Wechsel mit den Prager Zügen oder das Ruhrgebiet, schließlich wird die Anbindung von dort nach Berlin auch mit dem Halbstundentakt wesentlich schlechter sein als von Frankfurt (Main) nach Berlin, insbesondere im Hinblick auf B-Linien.

    1. Bei Hamburg muss man halt sehr haushalten. Mein persönlicher Wunsch für die Warschauer ist ja Hannover – Bremen, was gleichzeitig auch ne Direktverbindung Berlin – Bremen ermöglichen würde. Ob es einen weiteren IC/EC ins Ruhrgebiet braucht, weiß nicht. Und zwischen Hannover und Berlin gibts ja noch den Amsterdamer.

    2. Ich find das etwas irritierend, weil ich bei Frankfurt in Verbindung mit Polen immer erst an etwas anderes denke. Ich mein, der Zug hält ja eh schon in Frankfurt, warum sollte man ihn dann nach Frankfurt verlängern?
      Oder man sieht es so: Jetzt kommt man endlich von Frankfurt nach Frankfurt, direkt und ohne Rundfahrt. 😉
      Ich habe den Titel überarbeitet.

      allerdings muss ich sagen, dass ich das FV(-Ersatz)-Konzept des D-Takts für die MWB schon recht gut finde
      Aber der Warschau-EC ist mit dann ca. 5h Gesamtfahrzeit eher ein Kurzläufer.

      also würde ich eher dazu tendieren, vielleicht ein anderes Ziel anzusteuern, wie z.B. Hamburg im Wechsel mit den Prager Zügen oder das Ruhrgebiet, schließlich wird die Anbindung von dort nach Berlin auch mit dem Halbstundentakt wesentlich schlechter sein als von Frankfurt (Main) nach Berlin, insbesondere im Hinblick auf B-Linien.
      Das habe ich mir auch überlegt und hielte ich auch für sinnvoll. Aber wie soll das gehen? Auf die Hamburg-Berliner-Bahn bringt man nichts mehr drauf, v.a. nichts sinnvolles nach Warschau.

    3. wie z.B. Hamburg im Wechsel mit den Prager Zügen

      Die Verstündlichung des IC-Angebots Hamburg-Berlin ist ja eh schon geplant. Was mir an der Variante gefallen würde: Von Hamburg auf die Berliner Stadtbahn, mit Halten am Zoologischen Garten und Ost-Bahnhof/Kreuz, das wäre neu und sehr interessant.

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