Entlastung D’dorf – Köln durch zusätzliche Züge

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Beschreibung des Vorschlags

Auch wenn der Titel erstmal widersprüchlich klingt, ist er dennoch so gewollt.

Auf den Fernbahngleisen zwischen Köln und Düsseldorf sollen laut D-Takt insgesamt 11 Züge pro Stunde und Richtung verkehren, davon 4 mal der RRX mit Zwischenhalten in Benrath, Leverkusen und Mülheim. Für eine zweigleisige Strecke ist das schonmal extrem viel, zumal ja auch noch die Geschwindigkeitsunterschiede und Haltezeiten kommen.
Die Strecke soll zwar ausgebaut werden, allerdings nur die S-Bahn, sodass durchgehend vier Gleise zur Verfügung stehen. Nördlich von Benrath sollen nochmal zwei eigene Gleise für den RRX entstehen, sodass es ab dort sechsgleisig ist.

Auf den S-Bahngleisen ist es hingegen deutlich leerer als auf der Fernbahn: Nur 6 Züge pro Stunde und Richtung.

Meine Idee ist es, den RRX zwischen Düsseldorf Hauptbahnhof und Köln Messe/Deutz ohne Zwischenhalt fahren zu lassen (ok, evtl. noch Mülheim), damit der RRX den Fernverkehr weniger stark behindert.
Benrath, Leverkusen und Mülheim würden jedoch gegen diese Idee auf die Barrikaden gehen, da nur noch die S-Bahn dort halten würde und dadurch vollkommen überlastet wäre.
Als Ersatz für den RRX schlage ich diesen RB als Zwischending zwischen S-Bahn und RRX vor.
Da dieser RB nicht nur in Benrath, Leverkusen und Mülheim halten soll, sondern auch an weiteren Stationen, dürften wohl die Vorteile überwiegen.
Diese RB soll im T20 verkehren, da dieser Takt gut mit dem T10 der S-Bahn harmoniert.
Wenn der Takt auf der Fernbahn am Wochenende und in den Tagesrandlagen geringer ist, soll diese RB selbstverständlich nicht fahren, stattdessen soll der RRX häufiger halten.

Zwischen Düsseldorf und Benrath soll dieser RB ebenfalls die RRX-Gleise befahren, zwischen Benrath und Mülheim die S-Bahngleise und ab Mülheim muss man mal schauen, ob diese Linie noch über die Hohenzollernbrücke passt, oder ob ein Ende im Deutzer Tiefbahnhof sinnvoller wäre.
Eventuell müssen noch Überwerfungsbauwerke gebaut werden.

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10 Kommentare zu “Entlastung D’dorf – Köln durch zusätzliche Züge

  1. Die Idee finde ich tatsächlich nicht schlecht! Allerdings gibt´s da leider immer noch ein paar Dinge die problematisch sind:
    – das eine hast du schon angesprochen, nämlich das „beenden“ der Linie in Köln. Da wäre es schwierig sie einerseits über die überlastete Brücke fahren zu lassen oder über den Tiefbahnhof, welcher aber leider über keine Abstellmöglichkeit verfügt (Bahnsteigwende wäre machbar, aber auch verspätungsanfälliger)
    – das andere wäre die S68 ab Langenfeld. Da noch die RB rein zu quetschen wird fahrplantechnisch schwierig.
    – ebenfalls mit der durchgehenden Viergleisigkeit verbunden, kommen die neuen Gz-Trassen hinzu.

    Was ich für sinnvoller und auch deutlich einfacher halten würde wären einzelne Taktverstärker auf der S6, die kurz vor der „Regelfahrt“ am Hansaring beginnen und dann als „Expressfahrt“ fahren würden, welche dann ab Langenfeld die Zeiten der S68 „übernehmen“. So kommt man nicht in die Konflikte zwischen Nah, Regional- und Fernverkehr. Falls sich keine freies im Hansaring findet. könnte die Fahrt auch erst am Kölner Hbf anfangen.

    1. Die S68 hab ich schon bedacht, daher ja auch der durchgehende T10.
      Es ist derzeit geplant, dass weiterhin die S6 durchgehend verkehrt, auf dem südlichen Abschnitt kommt noch eine weitere S16 hinzu.
      Ich gehe stark davon aus, dass der T10 früher oder später auch auf dem nördlichen Teil eingeführt wird, so wie hier auf Seite 14 dargestellt ist.

      Güterverkehr hat man aber auch nach dem Ausbau nicht zu erwarten, da der GV über die parallele Güterstrecke geleitet wird.

      In Deutz habe ich mir vorgestellt, dass man evtl. ein neues Abstellgleis errichten kann kurz bevor die Gleise vom Tiefbahnhof die Hauptgleise erreichen. Platz wäre da.
      Eine zusätzliche Leistung über die Hohenzollernbrücke ließe sich höchstens außerhalb der HVZ realisieren, da auch nach dem Ausbau lediglich 24 Züge pro Stunde und Richtung über die Brücke passen. Diese 24 Züge sind in der HVZ schon verplant.

  2. Für Leverkusen und Benrath wäre das eine deutliche Verschlechterung, da die Verbindung nach Düsseldorf bzw. Köln deutlich langsamer wird und für Ziele wie Duisburg, Essen, D-Flughafen, Bonn oder Aachen umgestiegen werden muss.

    Insbesondere frage ich mich, warum Du den RRX Halt in D-Benrath ausfallen lassen willst. Da hat der RRX doch einen eigenen Bahnsteig. Zukünftig teilt er sich erst südlich von Benrath die Strecke mit dem FV.

    Und wenn der RRX unvermindert über die Strecke fährt wird auch die Entlastung für die FV-Gleise sehr gering ausfallen. Denn zwischen D-Garath und Köln Berliner Straße müssen sich der FV und der langsamere RRX weiter die Strecke teilen. Lediglich der Halt in LEV-Mitte entfällt. Aber dort ist ein Überholgleis vorgesehen. Sollen die RRX dann zukünftig in LEV-Mitte halten ohne die Türen zu öffnen?

    Ich befürchte, dass Dein Vorschlag sogar deutlich verspätungsanfälliger wird, als die offizielle Planung, weil dann S-Bahn und FV nicht mehr entkoppelt sind.
    Zwischen D-Benrath und D-Hbf sollen sich Dein Zug und der RRX die Gleise teilen, einer mit 10-min, der andere mit 15-min Takt. Zwischen D-Benrath und K-Mülheim muss der RRX sich dagegen in den FV einfädeln, während Dein Zug nach Fahrplan kurz vor der S-Bahn losfahren muss, um nicht am anderen Ende der Strecke auf die vorhergehenden S-Bahn aufzulaufen. Wenn da ein Zug Verspätung hat, überträgt sich das Ruckzuck auf S-Bahn und FV.

    1. Hast du zufällig Quellen dafür?
      Ich habe noch nichts von einem eigenen Bahnsteig in Benrath und einem Überholgleis in Leverkusen gehört.
      Meines Wissens nach wird erst hinter Benrath sechsgleisig ausgebaut.

  3. Neben dem möchte ich noch hinzufügen:

    -Gleiskreuzungen

    -Bei Düsseldorf-Benrath und Düsseldorf Hbf funktioniert die Sache nicht bzw. wird schwer umzusetzen zu sein, da du mindestens zwei Gleise kreuzt. Das könnte halt gerade bei T15 zwischen Köln und Dortmund zum Problem werden

    -PK-Halte & Wirtschaftlichkeit

    Zum einen überspringst du hier zwei PK 3 Halte nämlich Benrath und Mülheim, diese sind soweit ich weiß Regionalknoten und sehr wichtig für Pendler. Bei der Wirtschaftlichkeit könnte das ebenfalls problematisch werden, denn für K-Mülheim liegt nämlich ein Gutachten vor, das ihm für einen RRX-Halt Wirtschaftlichkeit bescheinigt und zum anderen beginnt in Benrath die Wehrhahn-Linie

    1. Bezüglich der Kreuzungen möchte ich ja mit Überwerfungsbauwerken arbeiten.

      Das mit Mülheim weiß ich, deshalb hab ich in der Beschreibung geschrieben, dass ich mir da auch nicht sicher bin.
      Nichtsdestotrotz ist der RRX dem FV auch dort im Weg.

  4. Das mit den Überwerfungsbauwerken müsstest du nochmal genauer spezifizieren. Geht das nur mit diesen? Wenn ja, wo und wie viel braucht es davon? Das sind ja nicht zu unterschätzende Bauprojekte und eben doch ein ganz anderes Kaliber als „nur“ einfach eine neue Linie einzuführen.

  5. Eines habt Ihr bei der Diskussion nicht bedacht. Mal ganz abgesehen von den Kreuzungsbauwerken, damit ist es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht getan. Eigentlich müsste die ganze Strecke – wenn schon nicht auch zwischen K-Mülheim und D-Benrath 6-gleisig erweitert – dann zumindest auf Richtungsbetrieb umgebaut werden. Denn was die Infrastruktur anbelangt, diese ist auf Kante genäht und nur für die geplante Anzahl von Zügen ausgelegt, zusätzliche passen nicht mehr drauf. Das würde bedeuten, dass zwischen Düsseldorf und Köln alle (S-)Bahnhöfe abgerissen und an den Außengleisen – oder alternativ den innenliegenden Gleisen – neu gebaut werden müssten. Dann bräuchte es nur zwei Überwerfungsbauwerke, dafür aber diverse neue Bahnhöfe, was bestimmt nicht billig wird.

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