Expresslinie Potsdam – Strausberg

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Beschreibung des Vorschlags

Durch die Verlängerung der U5 wird Marzahn-Hellersdorf bereits etwas besser ans Zentrum und die westlichen Stadtteile angebunden. Denn so kommt man bereits umsteigefrei bis zum Hauptbahnhof. Allerdings liegt die Fahrzeit alleine schon bis dort hin bei mehr als einer halben Stunde, was für eine U-Bahn relativ viel ist. Die neuen Fahrzeuge sind nämlich für so ziemlich alles Andere als längere Fahrzeiten ausgelegt. Denn die Sitzplätze sind seitwärts ausgerichtet und die Sitze sind relativ schlecht gepolstert.

Ein ähnliches Problem gibt es bei der Verbindung nach Potsdam. Denn auch hier wären zusätzliche beschleunigte Verbindungen nicht ganz unsinnig. Denn auch die S-Bahn lässt auf einer Strecke von dieser Länge sowohl bezüglich Fahrzeit als auch Komfort zu wünschen übrig.

Die genannten Probleme sich am besten beheben, indem man eine Expressverbindung mit RE-Rollmaterial und hoher Taktdichte von Potsdam in die östlichen Stadtteile Berlins führt.

Infrastruktur
Vor allem am Südring sind einige Anpassungen notwendig. Dabei müsste die Ausfädelung beim Westkreuz neu gebaut werden und bei sämtlichen Halten wären Regionalbahnsteige erforderlich. Außerdem müssten sämtliche Lücken (z.B. südlich des Treptower Parks) geschlossen werden. Weiter östlich beschränken sich die Infrastrukturmaßnahmen dann auf eine Oberleitung, Regionalbahnsteige und ein zweites Gleis im Bahnhof Strausberg.

Anpassungen im BVG-Netz

Damit die Expressverbindung ihren vollen Nutzen entfalten kann, sind Straßenbahnstrecken von Hellersdorf nach Mahlsdorf und von Marzahn nach Biesdorf erforderlich. Im Westen müsste die U1 bis Halensee verlängert werden, damit der Halteabstand optimiert werden kann und sich über den Südring ähnliche Fahrzeiten von Potsdam ins Berliner Stadtzentrum ergeben wie über die Stadtbahn.

Takt und Fahrzeit
Grundsätzlich sollen Viertelstundentakte zwischen Mahlsdorf und Halensee sowie zwischen Potsdam und Berlin allgemein angeboten werden. Dadurch bleibt der RE 1 unangetastet und fährt viertelstündlich versetzt zur neuen Linie.

Jene Züge, die nicht bis Potsdam geführt werden, folgen ab Halensee dem Verlauf des Rings. Diese biegen dann weiter nördlich auf die Lehrter Bahn ab und enden in Berlin-Spandau. Optional könnten für diese noch Regionalbahnsteige bei der S-Bahn-Station Messe Nord errichtet werden.

Die Fahrzeiten sollen folgendermaßen aussehen:

  • Strausberg – Mahlsdorf (T30): 8 Minuten
  • Mahlsdorf – Ostkreuz (ab hier T15): 9 Minuten
  • Ostkreuz – Südkreuz: 8 Minuten
  • Südkreuz – Halensee: 7 Minuten
  • Halensee – Potsdam (T30): 14 Minuten

Metadaten zu diesem Vorschlag

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6 Kommentare zu “Expresslinie Potsdam – Strausberg

  1. Die RE sind eigentlich nicht für innerstädtische Fahrten gedacht. Der Tausch RE1 – RE2 wäre ungünstig, denn die jeweiligen Äste sollten nachfragetechnisch ungefähr übereinstimmen. Beide RE1-Äste sind deutlich nachfragestärker.

    Ich finde den ÖPNV im Marzahn-Hellersdorf nicht so schlecht. 2x S-Bahn, 1x U-Bahn, 2x stadtbahnähnliche Straßenbahntrasse, 2x Regionalbahnhof. Wem die U5 zu langsam oder unkomfortabel ist, der kann in Wuhletal bahnsteiggleich und mit Anschluss in die S5 wechseln. Die radialen Angebote sind gut, die tangentialen (nach Köpenick und Hohenschönhausen) sind da eher schlecht zu nennen. Die vielleicht lang wirkenden Fahrzeiten sind der Ausdehnung der Stadt geschuldet. Die sind in Rudow, Staaken oder Lichtenrade nicht besser.

  2. „Östlich des Hauptbahnhofs fällt der Halt in der Friedrichstraße weg, weil durch die S21 und die U5 bereits eine Anbindung an eine Nord-Süd-S-Bahn und den Bezirk Mitte gegeben ist. Dadurch kann die Fahrzeit vom Hauptbahnhof zum Ostkreuz auf 12 Minuten reduziert werden.“

    Dafür ist die Stadtbahn auch im Regionalverkehr zu dicht belegt, als dass man da einen Zug mit weniger Halten im Regionalverkehr im dichten Takt einführen könnte.

  3. Da finde ich die Idee ab Ostkreuz (Ringebene) weiter nach Südkreuz und dann auf die Potsdamer Stammbahn zu fahren eine deutlich bessere Idee. Gibt neue Direktverbindungen und raubt keine hochwertigen Trassen auf der Stadtbahn für kleine Dieseltriebwagen.

  4. @ alle
    Danke für das Feedback.

    Grundsätzlich halte ich beschleunigte Verbindungen in Berlin schon für sinnvoll. Denn wenn man fast eine Stunde von Ost nach West braucht, hätte man die Mauer auch gleich stehen lassen können. Gerade von Menschen aus den Außenbezirken wird die jeweils andere Seite nämlich heute noch als Ausland empfunden. Das lässt sich mMn. am besten ändern, indem man Berlin verkehrstechnisch stärker zusammenwachsen lässt.

    An der Ausführung werde ich allerdings noch ein bisschen was ändern. Eine Linienführung über den Südring dürfte wohl wirklich vernünftiger sein als über die Stadtbahn. Im Gegensatz zu diesem Vorschlag würde ich allerdings nicht über die Stammbahn fahren, um bessere Anschlüsse zur U-Bahn zu ermöglichen.

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