F: U1/U4 Hochtrasse Ginnheim (Rosa-Luxemburg-Straße)

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Frankfurt-Ginnheim ist im U-Bahn-Netz eigentlich total blöd angebunden. Es gibt eine komplett kreuzungsfrei ausgebaute U-Bahn-Strecke (Teil der D-Strecke) ins Nordwestzentrum, die nördlich davon auf Zweigstrecken der A-Strecke stößt. Über Linien der A-Strecke ist Ginnheim auch angebunden. Da gibt es die U1 Ginnheim – Nordwestzentrum – Eschersheim – Dornbusch – Miquel-/Adickesallee – Hauptwache (S) – Willy-Brand-Platz – Südbahnhof (S) und die U9 Ginnheim – Nordwestzentrum – Wiesenau – Uni-Campus Riedberg. Die U-Bahn-Linie 1 ist übrigens nicht die einzige Direktverbindung zwischen den Haltestellen „Ginnheim“ und „Dornbusch“. Auch die Buslinie 64 verbindet die beiden Haltestellen direkt. Allerdings ist die Buslinie 64 deutlich schneller als die U1. Woran liegt das? Nun ja es liegt daran, dass die Luftlinienentfernung zwischen Ginnheim und Dornbusch 1,7 km beträgt die U1 jedoch einen 7,7-km-langen Weg zwischen Ginnheim und Dornbusch zurücklegt.

Ebenso liegt der Endpunkt der B-Strecke (U4) an der Bockenheimer Warte auch nur einige Kilometer südlich von Ginnheim und ist durch die Straßenbahnlinie 16 mit Ginnheim verbunden.

Es ist schon seit längerem geplant, die U4 mittels der sogenannten „Ginnheimer Kurve“ von der Bockenheimer Warte zu verlängern, jedoch bin ich mir jetzt nicht sicher, wie man diese neben die Bundesbank quetschen soll. Es gibt eine Alternative und das ist die Variante Europaturm. Diese habe ich hier auch eingezeichnet. Die U4 wird dabei unterirdisch von der Bockenheimer Warte bis zum Miquelknoten verlängert (A66 AS Miquelallee) und folgt dann oberirdisch der Rosa-Luxemburg-Straße. Diese soll dafür abgerissen werden. Ich wäre dafür, eine Seite der Rosa-Luxemburg-Hochstraße stehen zu lassen und auf diesem die U4 in Hochlage zu führen. So bleibt sie kreuzungsfrei. Darunter soll dann ebenerdig die Rosa-Luxemberg-Straße verlaufen. Da für das Absenken der Rosa-Luxemburgstraße am Miquelknoten, die derzeitige Auffahrt von der B8Süd auf die A66 nach Wiesbaden geopfert werden müsste, soll eine neue Verbindungskurve gebaut werden. Die Rosa-Luxemburg-Straße würde etwa 1 km ebenerdig durch Ginnheim verlaufen. Da sie jedoch ein bedeutender Zubringer für den Individualverkehr aus dem Nordwesten Frankfurts zur A66 Richtung Wiesbaden ist, sollte sie vielleicht im Zuge dieser U-Bahn-Planungen zwischen dem U-Bahnhof Niddapark und dem Miquelknoten in einen Straßentunnel verlegt werden. Dieser hätte nur noch 2 Halbanschlussstellen, eine an der U-Bahn-Haltestelle Ginnheim mit Auffahrt nur nach/Abfahrt nur von Richtung Nordweststadt Frankfurt und die andere an der Wilhelm-Epstein-Straße, wo eine Auffahrt nur in Richtung Miquelknoten möglich ist, bzw. nur aus Richtung Miquelknoten die Rosa-Luxemburg-Straße verlassen werden kann. Beide Straßenzüge werden mit der U-Bahn-Trasse und einer zweispurigen Ortsstraße jedoch verbunden.

Einen Nachteil, den die Variante Europaturm  gegenüber der Ginnheimer Kurve hat, ist die fehlende Anbindung an den Uni-Campus Westend/Grüneburgpark, aber auch da kann ich Abhilfe schaffen. Die A-Strecke mit der wirklich umwegig nach Ginnheim fahrenden U1 verläuft nämlich nur 1 km östlich der U4-Verlängerung und deswegen soll zwischen dem U-Bahnhöfen Europaturm/Bundesbank und dem Miquel-/Aedickesallee eine Gleisverbindung für die U1 zur A-Strecke hergestellt werden. Diese verläuft bis zur einzigen Zwischenstation Grüneburgpark im Tunnel und fährt dann oberirdisch auf die Rosa-Luxemburg-Straße, wobei sie die Verbindungsrampe Miquelallee-Ost -> Rosa-Luxemburg-Straße mit einer Brücke überquert. Da der U-Bahn-Abzweig eine Richtungsfahrbahn der Rosa-Luxemburg-Straße mindestens dort verbraucht, diese jedoch an der Wilhelm-Epstein-Straße sowieso ihre Hochlage beenden soll, werden die Autos einfach um den U-Bahn-Abzweig vorbei eine Etage tiefer geleitet. Durch diese Verbindungskurve werden Ginnheim und das Nordwestzentrum schneller an die A-Strecke angebunden und gleichzeitig der Uni-Campus Westend an Ginnheim und das Nordwestzentrum. Die U1 würde dann zukünftig genauso wie heute sowohl vom Südbahnhof zur Miquel-/Adickesallee als auch von Ginnheim ins Nordwestzentrum fahren, jedoch würde sie zwischen Ginnheim und Miquel-/Adickesallee den direkten Weg über den Europaturm statt den Umweg über Eschersheim, Heddernheim und das Nordwestzentrum nehmen.

Gerne kann übrigens die Stadt Frankfurt aus Kostengründen nur eine U1 nach Ginnheim statt einer U4 nach Ginnheim realisieren. Für die U1 spricht, dass ihre Strecke deutlich näher bei Ginnheim liegt, als die Strecke der U4 und die U1 auch direkter ins Stadtzentrum fährt. Außerdem benötigt die U1 einen kürzeren Tunnel als die U4 und die U1 benötigt alleine einen weniger komplizierten Umbau des Miquelknotens.

Nach Realisierung des Lückenschlusses durch Ginnheim wird die U9 in die neue U-Bahn-Verbindung aus Süden übergehen.

Betriebskonzept nur mit U1:

  • U1 Uni-Campus-Riedberg – Nordwestzentrum – Wiesenau – Ginnheim – Miquel-/Adickesallee – Hauptwache (S) – Willy-Brand-Platz – Südbahnhof (S)

Betriebskonzept nur mit U4:

  • U4 Uni-Campus-Riedberg – Nordwestzentrum – Wiesenau – Ginnheim – Bockenheimer Warte – Hauptbahnhof (S) – Willy-Brand-Platz – Konstablerwache (S) – Bornheim – Seckback – Bergen-Enkheim

Betriebskonzept mit U1 und U4:

  • U1: Heddernheim – Nordwestzentrum – Wiesenau – Ginnheim – Miquel-/Adickesallee – Hauptwache (S) – Willy-Brand-Platz – Südbahnhof (S)
  • U4 Uni-Campus-Riedberg – Nordwestzentrum – Wiesenau – Ginnheim – Bockenheimer Warte – Hauptbahnhof (S) – Willy-Brand-Platz – Konstablerwache (S) – Bornheim – Seckback – Bergen-Enkheim

 

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen