H: Stadtbahn nach Gehrden

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Gehrden war früher schon mit der Straßenbahn von Empelde und Sieben Trappen an die Landeshauptstadt angeschlossen.

Es dies die größte Gemeinde der Region Hannover ohne SPNV ist, ist eine Verlängerung der 9 empfehlenswert.

Die derzeitige Gleisschleife in Empelde wird aufgegeben, sie ist eh nur 60 m lang und damit zu kurz für 3-Wagen Züge aus TW2000er und 3000er. Es geht zum Empelder Bahnhof mit Übergang zur S1 und S2. Ab hier folgt die Strecke (evtl Eingleisig) der Bahnstrecke, ist aber getrennt von der S-Bahn Infrastruktur, ich plane also keine Regio-S-Bahn wie in Kassel. Die Akazien- und Weimarer Straße wird entfernt, damit die Stadtbahn einen eigenen Gleiskörper besitzt.

Am Ronnenberger Bahnhof besteht nochmal die Möglichkeit auf die S-Bahn umzugsteigen, ehe die Stadtbahn übers freie Feld (und somit kostengünstig) nach Gehrden fährt. Über die Kleingartenanlagen geht es ins Ortszentrum. Kurz vor der Ronnenberger Straße schwenkt die Bahn in den Straßenraum ein. Aufgrund der Enge muss die Bahn hier leider auf einen straßenbündigen Bahnkörper setzen.

Ab „Am Castrum“ wird die Straße aufgeweitet und die Bahn fährt auf Rasengleis. Auf Höhe Parkstraße endet die Neubaustrecke. Vom Endpunkt kommt man in circa 35 min zum Kröpcke. Durch die Umsteigemöglichkeit in Ronnenberg kann man die Umlandgemeinden schnell erreichen ohne erst nach Hannover zu fahren.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

4 Kommentare zu “H: Stadtbahn nach Gehrden

  1. Der Vorschlag, Gehrden an das Stadtbahnnetz anzubinden, ist prinzipiell gut.

    Einige Details dieses Vorschlags finde ich aber noch nicht optimal:

    Mit Ronnenberg lässt du ca. 6000 Einwohner links liegen. Die beiden Haltestellen am nördlichen Ortsrand werden nur einen geringen Einzugsbereich haben, weil sie eigentlich nur für Reisende Richtung Empelde und Badenstedt attraktiv sind. Linden, Hannover und Gehrden erreicht man aus Ronnenberg besser mit dem 500er-Bus. Besser wäre vielleicht eine Streckenführung durch die Benther und Gehrdener Straße mit einer Haltestelle „Ronnenberg/Mitte“ an der Kreuzung der beiden. Das ist immer noch ein ganzes Stück vom Ortszentrum an der Langen Reihe entfernt, aber wenigstens nicht so weit draußen. Die Haltestellen „Ronnenberg/Bahnhof“, „Ronnenberg/Normannische Straße“ und „Ronnenberg/Friedrich-Ebert-Straße“ würden natürlich auch bedient werden. In diesem Zusammenhang würde ich auch anregen, die Stadtbahnstrecke schon in Empelde südlich der S-Bahn-Gleise zu legen, um das Einkaufszentrum an der Ronnenberger Straße enger mit der Haltestelle „Empelde/Süd“ zu verknüpfen.

    Wenn ich mir Ziele in Gehrden überlege, die für ÖPNV-Nutzer relevant sein könnten, fallen mir die Innenstadt, das Matthias-Claudius-Gymnasium, die Oberschule, das Delfi-Bad und das Krankenhaus ein. Nur zwei davon werden von der geplanten Linie erreicht und hier zeigt sich ein fundamentales Problem der Stadt Gehrden: sie ist nicht linear entlang von Achsen ausgerichtet. Ein Blick auf den Linienweg der 500, die diese Ziele mitzunehmen versucht, macht das deutlich: von Ronnenberg übers Nordfeld zum Steintor (Fußgängerzone) zur Lange-Feld-Straße (OBS und Delfi-Bad) zum Dammtor (Stadtmuseum) zum Beethovenring (Wohngebiet) zum Schwesternhaus (Krankenhaus) kurvt und schnörkelt die Linie durch das Stadtgebiet, während die Stadtbahn das meiste davon links liegen ließe. Während sich bei der Stadtbahnverlängerung nach Hemmingen die Geschäftsleute am Hemminger Rathausplatz Hoffnung auf neue Kunden aus Oberricklingen machen dürfen, würde die Stadtbahn wahrscheinlich nur mehr Gehrdener nach Hannover locken – unschön für die Gehrdener Wirtschaft.

    Den Punkt „Durch die Umsteigemöglichkeit in Ronnenberg kann man die Umlandgemeinden schnell erreichen ohne erst nach Hannover zu fahren.“ kann ich nicht ganz nachvollziehen – welche Umlandgemeinden wären denn mit einem Umstieg in Ronnenberg besser zu erreichen als über die bestehenden Busverbindungen?

    (Die einzigen Gemeinden der Region Hannover ohne SPNV-Anschluss sind übrigens Hemmingen und Pattensen. Ersteres ist außerdem größer als Gehrden.)

    1. Mir ist aufgefallen, dass du die Idee schon mal hattest, nur jetzt neu in Langform mit mehr Haltestellen. Darüber hinaus habe ich eben vorgeschlagen, in Ronnenberg den Bahnhof zur Gehrder Straße hinzuverlegen, was aus Erschließungsgründen von Ronnenberg durchaus sinnig erscheint. Wenn du eine Umsteigemöglichkeit zwischen Stadtbahn und S-Bahn in Ronnenberg weiterhin haben möchtest, müsstest du dann sowieso ein Stück durch Ronnenberg fahren und könntest so auch das Marktzentrum Ronnenbergs erreichen.

    2. Der 500er soll mit der Neubaustrecke und einer Verlängerung der Stadtbahn von Wettbergen zur Ostseite des Ronnenberger Bahnhofes abgeschafft werden. Der 523 und 510 nimmt die Fahrgäste aus Ronnenberg auf. Auch die Linien 560, 532 und 561 sollen an der Haltestelle „Gehrden Zentrum“ enden und nicht mehr nach Empelde dümpeln.

      Eine Verlegung der Stadtbahn auf die andere S-Bahn-Seite scheint ausgeschlossen, da dafür ein Tunnel gegraben werden muss, was die Region und vorallem die Grünen strikt ablehnen (D-Tunnel, A-West-Tunnel, Limmerstraßen-Tunnel).

      Mit dem Argument, dass die lokale Wirtschaft abnimmt sollte man ÖPNV nicht verhindern. Die Fahrzeit ist immernoch zu lang um mal eben für jeden Einkauf ins Zentrum von Hannover zu pendeln.

      Die besser erreichbaren Umlandgemeinden liegen alle entlang der S5. Aber auch die westlichen Ziele der S1/S2 sind durch einen 20 min-Takt der Stadtbahn (bis Empelde 10 min) leichter erreichbar.

      1. Verstehe ich das richtig, dass du gleich zwei Stadtbahnlinien nach Ronnenberg verlängern möchtest? Das ist schon ein bisschen mit Kanonen auf Spatzen geschossen.

        Wenn die 532 und 56[01] verkürzt werden, soll dann im Gegenzug der Takt auf der 510 zwischen Benthe und Empelde erhöht werden? Alles andere würde erhebliche Angebotsverschlechterungen bedeuten. Und die Verbindung von Benthe nach Gehrden würde auch gekappt werden.

        Der zu grabende „Tunnel“ wäre ein Überwerfungsbauwerk von wenigen hundert Metern Länge, kein Vergleich mit dem D-Tunnel.

        Niemand spricht davon, ÖPNV zu verhindern. Ich gebe lediglich zu bedenken, dass Gehrden durch eine einzige gerade Linie nicht gut erschlossen wird. Und selbst wenn man einen Stadtbus in Gehrden einrichten würde, der alle Schlaufen durchfährt, die jetzt der 500er nimmt, wären viele Gehrdener*innen sicherlich nicht begeistert von der Aussicht, immer umsteigen zu müssen, wenn sie nach Hannover wollen.

        Wo soll denn der Umstieg zur S5 stattfinden? In Ronnenberg, wo dieS5 nicht hält, oder in Empelde, wo die S5 nicht hält?

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen