Hamburg: H-Bahnstrecke zwischen den Hauptbahnhof und Burgwedel

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Beschreibung des Vorschlags

Die Buslinie 5 ist ein Teil des Hamburger Metrobusnetzes und führt von Burgwedel zum Hamburger Hauptbahnhof. Die Linie ist die am stärksten genutzte Linie Hamburgs mit 61.000 Zustiegen pro Werktag und einen Takt von 3/3/4 Minuten in der HVZ und sonst 5 Minuten auf dem zentralen Abschnitt vom Hauptbahnhof bis Lokstedt und 10 Minuten bis Burgwedel, sodass der Ersatz durch ein schienengebundenes Verkehrsmittel sinnvoll wäre.

Da die Stadtbahn Hamburg, deren Linie 3 die Buslinie 5 zwischen den Hauptbahnhof und Niendorf Markt ersetzt hätte, in der Planfeststellungsphase wieder aufgegeben wurde und die Wiederaufnahme der Planungen unwahrscheinlich ist, würde ich als Alternative zur Straßenbahn eine H-Bahnstrecke mit der Technologie, wie sie in Dortmund und Düsseldorf verwendet wird, vorschlagen, welche die Linie 5 ersetzen würde.

Von der Station „Hauptbahnhof/ZOB“, welche viergleisig angelegt werden würde, aus würde die Strecke über die Steinstraße führen, um bis zum Rathaus einen Parallelverkehr zur U-Bahnlinie U3 zu vermeiden, wobei sich die Stationen „Steinstraße“ und „Ida-Ehre-Platz“ auf dem Streckenabschnitt liegen würden. Die Strecke würde ab der Station „Rathaus“ direkt über den von der Buslinie 5 bedienten Straßen führen, wobei die Station „Nedderfeld“ viergleisig mit zwei Kehrgleisen angelegt sein würde, auf denen Kurzläufer wenden könnten, während die Station „Niendorfer Markt“ durch eine Zweigstrecke mit Wendeschleife, welche das Wenden von durchgehenden Zügen am Bahnsteig vermeiden könnte, angebunden werden würde, wobei die Station über drei Gleise verfügen würde, damit dort endende Züge wenden könnten, ohne den Durchgangsverkehr zu behindern.

Vorteile gegenüber einer Straßenbahn wären eine höhere Reisegeschwindigkeit, da die Bahn unabhängig von der Verkehrssituation auf den überquerten Straßen fahren könnte und höhere Höchstgeschwindigkeiten möglich wären, sowie der geringere Platzbedarf im Straßenraum, da nur Stützen für die Trasse und Zugangsbauwerke zu den Stationen im Straßenraum notwendig wären, während die Baukosten gegenüber einer U-Bahnstrecke geringer wären.

Als Fahrzeuge würde ich dreiteilige durchgängig begehbare Fahrzeuge empfehlen, welche 30 Meter lang wären und die bei Bedarf zu Doppeltraktionen zusammenkuppelbar wären.

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17 Kommentare zu “Hamburg: H-Bahnstrecke zwischen den Hauptbahnhof und Burgwedel

  1. Abgesehen davon, dass der Bau der U5 auf dieser Strecke längst beschlossene Sache ist: in welcher Höhe soll die H-Bahn denn verkehren? Immerhin sind auf der Strecke drei Eisenbahnbrücken zu queren (Dammtor, Hoheluftbrücke und die Güterumgehungsbahn am Nedderfeld).

    1. Der Bau von Straßenbahnen war in Hamburg auch schon beschlossen und wurde gekippt. Das will also nichts heißen. Im Falle der U5 kann man daher noch auf eine Rückkehr zur Vernunft hoffen, die bei der Aufgabe der Straßenbahnprojekte leider auf der Strecke blieb.

      1. Wichtig wäre meine ich vor allem, dass einmal etwas gebaut wird. Das Problem ist ja vor allem dieses ewige hin und her, was zusätzlich auch noch Unsummen an Geld sinnlos und ohne Gegenwert verbrennt.

    2. Eine H-Bahn, wie ich sie aus Dortmund kenne, wie mit ihren kleinen Fahrzeugen wohl kaum in der Lage den Verkehr auf dieser Linie zu bewältigen. Sicher wäre es denkbar mit diesem System auch längere Züge zu bilden, aber dennoch erscheint mir eine Straßenbahn wesentlich sinnvoller und weniger problematisch. Insbesondere die ironische Kritik von Stauske teile ich. Man wird das nicht durchsetzen können, wobei ich mich aber auch frage, was diese Schwenk über den Rathausmarkt eigentlich soll, zumal du dort gar nicht halten willst. Aber auch diese Schleife zum U-Bahnhof Niendorf Markt gefällt mir überhaupt nicht. Nur um einen Anschluss zur U-Bahn zu gewähren, die Züge mit einem solch zeitraubenden Umweg zu belasten, halte ich für keine gute Idee.

      Aus deinen Zeilen entnehme ich jedoch, dass auch du die Aufgabe der Straßenbahnplanungen bedauerst. Das kann ich gut nachvollziehen, empfehle aber die Hoffnung nicht aufzugeben. Die Straßenbahn wäre das richtige Verkehrsmittel und irgendwann wird das der Hamburger Senat vielleicht auch einsehen. Immerhin hat er das ja schonmal. Wenn die Grünen es nicht durch den damaligen Bruch ihrer Koalition verhindert hätten, gäbe es heute vermutlich wieder Straßenbahn in Hamburg.

      1. Erstmal vielen Dank für die Rückmeldung. Aus meiner Sicht wäre eine Straßenbahn für die Strecke besser geeignet, aber ich bezweifle, dass der Senat die Planungen für die Straßenbahn wieder aufnehmen wird, obwohl die Vorteile gegenüber Bussen, U-Bahnen und H-Bahnen und die veränderte öffentliche Wahrnehmung bezüglich der Verkehrsplanung und des Umweltbewusstseins eine Wiederaufnahme der Straßenbahnplanungen rechtfertigen würden, weswegen ich eine H-Bahnstrecke vorgeschlagen habe.
        Bezüglich der Streckenführung kann ich erklären, dass der Schwenk über den Rathausmarkt so eingezeichnet wurde, damit direkte Zugänge zum Rathausmarkt bei kurzen Umsteigewegen zur U-Bahn und S-Bahn ermöglicht werden. Zur Schleife kann ich sagen, dass man die Schleife auch umfahren könnte, wobei dann allerdings kein Halt an der entsprechenden Station möglich wäre.
        Außerdem stimme ich auch zu, dass die Strecke nur schwer in das Stadtbild passen würde.

        1. obwohl die Vorteile gegenüber Bussen, U-Bahnen und H-Bahnen und die veränderte öffentliche Wahrnehmung bezüglich der Verkehrsplanung und des Umweltbewusstseins eine Wiederaufnahme der Straßenbahnplanungen rechtfertigen würden

          Mal ganz ketzerisch gefragt: Was genau sind denn die Vorteile einer Straßenbahn ggü. einer U-Bahn, außer den geringeren Kosten? Aber da man hier ja die Frage, ob sich die höheren Kosten für eine U-Bahn rechnen, gar nicht mehr stellen muss, da diese schon beschlossen ist, ist auch das nicht mehr besonders gewichtig. Die Vorteile einer U-Bahn sind auf jeden Fall eine sehr hohe Kapazität, Unabhängigkeit von Straßenkreuzungen usw. und eine deutlich höhere Geschwindigkeit.

          1. Vorteile einer Tram sind folgende:
            ->Bessere Erreichbarkeit (geringere Barrieren, Haltestellen auf Ebene 0)
            ->->dadurch: sinnvolleres Verkehrsmittel für Kurzstrecken
            ->deutlich mehr Stadtraumgestaltung möglich
            ->psychologische Effekte (der ÖV bleibt an der Oberfläche, dadurch kann bei entsprechender Netzgestaltung dem MIV besser vor Augen geführt werden, welches VM sinnvoller ist
            ->durch geringere Gefässgrössen und niedrigere Baukosten auch für weniger stark ausgelastete Strecken rentabel
            ->bei Verwendung von Rasengleis im Sommer Abkühlung der Luft
            ->Stärkung des Einzelhandels (Vergleich Hauptverkehrsachse-Fussgängerzone) durch den Effekt des rollenden Bürgersteigs bei mod. LF-Trams

            1. durch geringere Gefässgrössen und niedrigere Baukosten auch für weniger stark ausgelastete Strecken rentabel

              Zumindest dieser Punkt spielt hier definitv keine Rolle. Es wird eine so hohe Auslastung erwartet, dass die U-Bahn automatisiert und im 90-Sekunden-Takt fahren soll.


              Stärkung des Einzelhandels (Vergleich Hauptverkehrsachse-Fussgängerzone) durch den Effekt des rollenden Bürgersteigs bei mod. LF-Trams

              Der auch nicht, denn es handelt sich bei der Grindelallee um alles andere als eine Fußgängerzone.

              Alle anderen genannten Punkte finde ich sehr allgemein. Wenn die ggü den Vorteilen einer U-Bahn also wirklich berwiegen würden, dürfte es eine solche ja nirgends geben.

              1. Ich habe mich natürlich nicht auf diesen speziellen Fall bezogen, sondern auf Vorteile der Tram ggü der U-Bahn.

                Was ich aber nicht verstehe ist, was an langen Zugangswegen zur U-Bahn und damit nicht sinnvoller Feinerschliessung allgemein formuliert ist. Es wäre doch viel sinnvoller, wenn die U-Bahn nur für lange Distanzen genutzt wird (damit die Haltestellendichte auch abnimmt) und sonst ein gutes Tramsystem besteht, welches feinmaschiger ist als das U-Bahn-Netz und gleichzeitig trotzdem für gewisse Relationen von Bussen unterstützt wird.

                Zu letztem Satz möchte ich auch hinweisen, dass viele U-Bahn-Netze in der Zeit der grossen Massenmotorisierung entstanden und bestehende Tramnetze zumindest teilweise ersetzten um dem Autoverkehr mehr Platz zu bieten. Das war meiner Meinung nach auch ein Grund für die U-Bahn und gegen die Strassenbahn. Dass diese Verkehrspolitik jedoch zumindest in heutiger Zeit falsch ist sollte klar sein.

      2. Auch ich stimme da zu. Das Problem in Hamburg ist halt wirklich das mangelnde Geld. Man hat nur entweder für das Tram, oder aber für den U-Bahn-Ausbau Geld gehabt. Zur Zeit der Einstellung der Tram war allerdings der Ausbau der U-Bahn tatsächlich wichtiger. Der Abbruch der Stadtbahnplanungen war tatsächlich bedauerlich, hätte man so doch ähnlich wie in Nantes einen ersten Schritt machen können. Ich bin mir ziemlich sicher, die Stadtbahn wäre sehr gut angenommen worden…

      1. Die Forderung nach einer H-Bahn könnte zumindest dazu beitragen den U-Bahnbau erstmal zu verhindern, um nach einem Regierungswechsel einen Wandel der Verkehrspolitik hin zur Straßenbahn zu ermöglichen.

        Mit bis zu 75 m langen und 2,65 m breiten Straßenbahnen ließe sich eine Kapazität bieten, die der U-Bahn kaum nachsteht, aber zu einem Zehtel der Kosten, was wiederum weitere Straßenbahnstrecken finanzierbar machen würde.  Dank Ampelvorrangschaltungen könnte sie auch ungehindert vom Individualverkehr durch die Stadt fahren. Dadurch könnten im Endeffekt weitaus mehr Fahrgäste in Hamburg in den Genuss des Schienenverkehrs kommen, als mit einer einzigen neuen U-Bahnlinie, die durch ihre Baukosten sämtliche Finanzkräfte bündeln und andere Investitionen verhindern würde.

        1. Die Forderung nach einer H-Bahn könnte zumindest dazu beitragen den U-Bahnbau erstmal zu verhindern, um nach einem Regierungswechsel einen Wandel der Verkehrspolitik hin zur Straßenbahn zu ermöglichen.

          Wie lange sollen denn da noch Busse fahren? Wenn du das von einem möglichen Regierungswechsel abhängig machst – (Rot-Grün regiert in Hamburg, und die CDU steht in Umfragen bei 16(!)%) – das kann noch sehr lange dauern. Und wenn das so lange verhindert , und dann noch mal alles neu aufgerollt werden soll – das kann ja ewig dauern!

          1. Es ist mir eigentlich völlig egal, wie lange da noch Busse fahren. Würde man dort aber eine U-Bahn bauen, würden nur dort die Busse ersetzt werden können, aber an zahlreichen anderen Stellen nicht, weil kein geld für weiteren Schienenverkehr übrig bliebe. Würde man jedoch eine Straßenbahn errichten, müsste es nicht bei der einen bleiben. Man könnte vom gleichen Geld zehnmal so viele Strecken bauen, und damit auch noch viel mehr Busse ersetzen.

            Ich muss daher feststellen, dass Befürworter der U-Bahn vor allem den Erahlt eines möglichst umfangreichen Busbetriebes anstreben, anstatt einen leistungsfähigen Schienenverkehr!

            1. Das Problem ist, dass diese Buslinie eine der stärkstausgelasteten Buslinien Europas ist und tatsächlich dringend ersetzt gehört. Ich weiss dass das jetzt komisch klingt aber in dem Fall begrüsse sogar ich jegliche Besserung.

  2. Wahrscheinlich würd ich mir eher den komplizierten Teil zwischen Hauptbahnhof und Dammtor schenken, die Haltestellendichte ist ja schon recht hoch und wer in den Bereich will kann durchaus ein paar Meter laufen oder halt die U-Bahn oder einen anderen Bus nehmen, dazu kann man ja notfalls auch noch eine kleine Linie zwischen Dammtor und dem Hbf einrichten bzw. Eine bestehende im Bereich aufstocken. Dazu sind es auch zu viele Haltestellen. Es ist keine Straßenbahn wo man „einfach“ einen Bahnsteig baut und fertig ist das Ding. Mit Bahnhof in 8 oder 15 Metern Höhe, Aufzügen, Brandschutz etc. kostet ein Haltepunkt bei einer H-Bahn in der von dir gewünschten Länge ein Par Mark. Finde es daher etwas too much in diesem Bereich.

    So würde ich vom Dammtor aus einfach direkt neben den S-Bahn Gleisen zum Hbf und fertig. Wahrscheinlich einfacher als da um den Rathausplatz rumzujuckeln und auch verschleißärmer als diese scharfen Kurven. Ich weiß auch gar nicht wie scharfe Kurven die Dinger nehmen können, die sind im Dortmunder Fall ziemlich großzügig gestaltet.

    Hinten bei Burgwedel das gleiche. Einfach geradeaus auf dem Schleswiger Damm. Warum sollte man da die zwei scharfen Kurven einbauen? Kostet alles Zeit, ist komplizierter und nutzt die Räder ab. Da tauscht man besser den Busbahnhof mit dem nördlicheren Parkplatz als die Bahn zu komplizieren.

    Dazu sei die Streckenführung komplett über den Schleswiger Damm angeraten. Einerseits aus Platzgründen (die Pfeiler benötigen Platz, wenn ich das bei Maps richtig sehe ist in der Burgwedel Straße nicht allzu viel übrig um da einen Quadratmeter Pfosten in den Boden zu setzen, ohne den Bürgersteig stark zu verengen) und der Platzgrund geht mit dem zweiten Grund einher: Der Akzeptanz. Das H-Bahn System ist leider laut und auf einer anderen Höhe. Diese Höhe finden viele schlecht, da man ihnen ins Fenster oder den Garten schauen könnte. Dazu kommt halt der Lärm und der engere Bürgersteig – schwierig. An der Hauptstraße ist der Punkt mit dem Lärm fast egal, da geht der eher unter als in der Nebenstraße. Der Lärm rührt vor allem durch den Aufbau her: Der Antrieb mit Rädern in einem hohlen Metallkasten. Das hallt und scheppert sehr deutlich. Platzmangel ist auch weniger gegeben, da man diverse Zwischenräume zwischen Parkplätzen nutzen kann. Einzig der Punkt mit der Einsicht ins Zimmer ist noch da, aber auch da sollten Hauptstraßen-Anwohner genügsamer sein als welche in einer Nebenstraße.

    Die Frohmestraße ist ja anscheinend gewerblich geprägt und hat Raum am Straßenrand, damit macht die wohl keine Probleme. Aber bei Burgwedel werden sie Dir einen Strich durch die Nummer machen.

    Also meine Kritik zusammengefasst: Schenk Dir den südlichen Teil in der Form, so wenige Kurven wie möglich (erst recht bei dem von dir gewünschten Wagentyp in extra-lang, der Wendekreis ist größer als bei einer Straßenbahn (der Antrieb ist lang und schmal, das lässt scharfe Kurven nicht so zu)), möglichst Hauptstraßen nutzen um wenige Konfliktpunkte mit der Bevölkerung zu haben.

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