HB: Regiotram Linie 1 Ritterhude – Kirchweyhe

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Beschreibung des Vorschlags

Basierend auf meiner Grundidee für einen Regiotrambetrieb in Bremen möchte ich hier eine mögliche Linie von Ritterhude nach Kirchweyhe vorstellen.

 

Für den südlichen Ast von Huchting nach Kirchweyhe gibt es ja schon viele Pläne, nach denen die alte Strecke reaktiviert werden soll. Z.B. gab es erst kürzlich diesen Vorschlag hier, bei dem ein S-Bahn-Betrieb auf der alten Strecke vorgesehen wird. In der öffentlichen Diskussion ist aber auch eine Verlängerung der in Huchting endenden Straßenbahn auf dieser Strecke.

Wie auch in dem verlinkten Vorschlag hier schon viel diskutiert wurde, gibt es aber sowohl bei einer S-Bahn, als auch bei einer Straßenbahn gravierende Nachteile: Die S-Bahn erreicht nicht die Innenstadt – die Straßenbahn braucht zu lange und bietet keinen Anschluss nach Delmenhorst (und weiter nach Oldenburg), welches aber fast genauso weit von Huchting, Stuhr etc. entfernt ist.

Eine Regiotram würde einen sehr guten Kompromiss bieten, da sie etwas schneller als die Straßenbahn wäre, Anschluss am zu reaktivierenden Bahnhof Huchting nach Delmenhorst bietet und man trotzdem umsteigefrei in die Bremer Innenstadt kommt.

 

Der nördliche Ast bekommt auf der Bestandsstrecke nach Bremen-Burg zwei neue Halte, der Halt in Ohlenhof bei Gröpelingen könnte gut mit einer Verlängerung der Straßenbahn verknüpft werden. der Halt in Grambke bindet über 6.000 Menschen schnell zum Hbf und in die City an.

Ab Bremen Burg geht es auf einer neu zu errichtenden Strecke nach BoStrab quer durch Bremen-Nord, unter anderem werden Ihlpohl und Bremen-Marßel erreicht. Weiter geht es im Straßenraum durch Ritterhude, der Großteil des Ortes kann somit angebunden werden. Am Endpunkt bietet sich ein P+R-Platz für Busse Richtung Osterholz-Scharmbeck und Pendler an.

Die Linie soll im 10-Minuten-Takt verkehren, in bedarfsschwachen Zeiten (sehr früh morgens, sehr früh abends und sonntags) soll sie alle 20 Minuten verkehren.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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4 Kommentare zu “HB: Regiotram Linie 1 Ritterhude – Kirchweyhe

  1. Die Ideen zu Bremen gefallen mir sehr gut. Diese Linie vor allem, da so ein Kompromiss mit der geplanten Straßenbahnverlängerung auf der BTE gemacht werden kann. Allerdings sieht es zwischen Bremen und Delmenhorst schon sehr voll auf der Hauptbahn aus. Ich bin mir nicht sicher, ob da noch eine Straßenbahn alle 10 Minuten reinpasst. Vielleicht sollte man ganz auf der Strecke der Linie 8 bleiben. Außerdem könnte ich mir vorstellen der Linie noch einen Ast nach Thedinghausen zu spendieren, der im Wechsel mit Weyhe bedient wird.

    Auf dem Nordast finde ich auch, dass die Strecke nach Burg, da ja alle Linien dort fahren sollen, ein viergleisiger Ausbau gerechtfertigt ist. Außerdem könnte ich mir eine Weiterführung nach Osterholz-Scharmbeck gut vorstellen.

    1. Danke für dein Feedback.

      Ich würde die Strecke allerdings keines falls (wie es offiziell vorgeschlagen ist) als reine Straßenbahn über den jetzigen Endpunkt am Roland-Center führen. So geht der große Mehrwert, den diese Idee bietet – nämlich eine Umsteigemöglichkeit nach Delmenhorst – komplett verloren.

      Für das kurze Stücke auf der Bahnstrecke sehe ich da keine großen Probleme, die RegioTram würde die Strecke ja wirklich nur für wenige Minuten nutzen.

      Einen viergleisigen Ausbau nach Bremen Nord bräuchte man allerdings auf jeden Fall, wenn man auch nur zwei meiner drei Linien zwischen Burg und Hbf realisieren will. Mit 6 anstatt 4 Zügen (wie bisher die RS2 zur HVZ) sollte es gerade noch so hinhauen, aber darüber hinaus wäre in meinen Augen kaum mehr Verkehr möglich, insbesondere, wenn man sich die höhengleiche Kreuzung südlich von Burg anschaut.

      Das Hauptproblem wären gar nicht mal die zwei Personenzüge die Stunde nach Bremerhaven, sonder die knapp 80 Güterzüge am Tag zwischen Bremerhaven und Bremen. In Anbetracht dieser hohen Zahl, würde sich sogar eine Güterumgehungsstrecke anbieten – insbesondere wenn man bedenkt, dass die Güterzüge ja fast alle mitten durch Bremen fahren.

      Eine Verlängerung nach Thedinghausen würde ich auch befürworten, sehe es dort allerdings kritischer auf Grund der Einwohnerzahlen. Abgesehen vom nördlichen Kirchweyhe erreicht man auf der gut 12 km langen Strecke mit Sudweyhe, Riede und Thedinghausen nur gut 13.000 Einwohner – also eigentlich zu wenig für eine Straßenbahn.

      Wenn man die Strecke allerdings nur eingleisig baut und alle 30 Minuten bedient, könnte es schon realistischer sein.

      1. Okay, die Umsteigemöglichkeit nach Delmenhorst ist natürlich interessant.

        Du musst halt bedenken, dass die Regiotram eine geringere Beschleunigung und eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit hat. Dadurch gehen schon einige Trassen verloren bei dem dichten Takt.

        Die Strecke nach Thedinghausen ist ja bereits eingleisig, was ich so lassen würde und in Riede hast du eine zweigleisige Begegnungsstelle.  Mit einem 30 Minuten Takt ergäbe sich nach Weyhe halt ein komisches Taktmuster. Eine Alternative wäre es jeden dritten Zug in Leeste zu flügeln.

         

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