IC Chemnitz-Leipzig-Dessau-Magdeburg-Schwerin-Wismar/Rostock

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Meine angedachte IC-Linie folgt größtenteils dem Verlauf (eines Einzelzugpaares) des IC 55 mit Umweg über Dessau und Verlängerungen nach Wismar und Chemnitz – die Strecke Chemnitz-Leipzig ist bekannterweise nicht mal elektrifiziert, daher könnte meine Linie erst etwa 2025 möglich sein.

Viele der Städte/Regionen haben einen sehr dürftigen Anschluss an den Fernverkehr; Wismar, Dessau und Chemnitz sind gar keine Fernverkehrshalte, Stendal und Magdeburg haben definitiv Nachholebedarf, denn Stendal hat quasi auch nur einen 2Std-Takt mit dem IC77, obwohl es direkt an der SFS Berlin-Hannover liegt und Magdeburg hat sehr zeitintensive Verbindungen gen Norden, Brandenburg und Dessau/Wittenberg. Momentan müsste man von Chemnitz nach Wismar über Berlin zweimal Umsteigen mit etwas über 7 Stunden Fahrzeit, über Magdeburg fährt man „nur“ 6 Stunden mit dreimal Umsteigen. Dies erinnert sehr an DDR-Verhältnisse. Im Vergleich: Die Strecke Magdeburg – Freiburg im Breisgau schafft man per Bahn in etwas mehr als 6 Stunden! Meine Linie müsste es in etwa 5 Stunden schaffen, jedoch ohne Umstieg. Sie wäre eine der wenigen Nord-Süd-Verbindungen im Osten, vorschlagen würde ich einen 2Std-Takt, wenn zwischen Bitterfeld und Wismar keine andere Fernverkehrslinie fährt. Rostock kann auch anstelle Wismars angefahren werden (oder im 4Std-Takt).

Die Linie ist auch im Hinblick auf den A14-Lückenschluss Magdeburg-Schwerin zu sehen, sofern er irgendwann fertiggestellt wird. Die Strecke könnte daher eine Alternative auch für Autofahrer auf dieser Route werden, Dessau(-Roßlau) (80 000 EW) ist auch von mir gesetzt worden, weil der RE13 zwischen Dessau und Magdeburg eher eine S-Bahn ist und Anschlüsse von Dessau in den Harz und in die Altmarkt/Norden ebenfalls sehr zeitintensiv sind. Einen IC zur Ostsee lässt sich jedoch gut vermarkten, gerade in Sachsen-Anhalt (Auto- und Bahnverbindungen sehr zeitintensiv) und wohl auch im Erzgebirge.

Viele der Regionen gelten als generell abgehängt oder Wendeverlierer, allen voran die Altmark, Chemnitz und Anhalt/Bitterfeld/Dessau. Man würde dort wohl auch wirtschaftlich oder imagetechnisch etwas optimistischer in die Zukunft blicken.

Ich weiß, dass die DB einen IC Leipzig-Magdeburg-Schwerin plant (allerdings über Köthen), ob der jedoch kommt, bezweifle ich jedoch, da man ja bei der DB eher auf den ICE und Süd(west)-deutschland setzt und den Rest gern mal vor sich herschiebt.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

13 Kommentare zu “IC Chemnitz-Leipzig-Dessau-Magdeburg-Schwerin-Wismar/Rostock

    1. Das stimmt zwar, aber Wismar ist selbst ebenfalls ein überregional bedeutender Ort, Kreisstadt und wichtiger Hafen für die Ostseeschifffahrt inkl. Fährverbindungen nach Dänemark und Schweden. Insofern macht ein Halt des IC schon Sinn, zumal die A14 ja auch nicht ohne Grund bis dorthin gezogen wurde.

      @stadtfeldIMD: Besteht nicht die Möglickeit, die Linie zu beschleunigen, indem man die Elbbrücke bei Barby reaktiviert und ertüchtigt, wodurch das Kopfmachen in Magdeburg vermieden werden kann?

      1. IC-Halt und IC-Endpunkt sind aber schon nochmal zwei verschiedene paar Schuhe. Und die A14 dient vor allem der Achse Berlin-Schwerin-Lübeck – Kiel/Fehmarnbelt. Die endet halt in Wismar, weil sich das durch die Topographie (Schweriner See) und die möglichst lange Mitnutzung der A20 nahezu zwangsläufig so ergeben hat, Wismar selbst spielt dabei eine kleinere Rolle. Eine Autobahn ist halt Multidimensional, eine Zugverbindung hingegen immer nur eindimensional.

      2. Ja, ich bin eher für Wismar als Rostock.

        Wenn die Elbbrücke wieder reaktiviert wird ja, aber ich glaube in naher Zukunft nicht daran, deswegen habe ich den Verlauf drin.

  1. Ein paar Gedanken von mir dazu:

    1. Für Wismar sehe ich ehrlich gesagt auch nicht das nötige Potential. Das ist ja auf dieser tangential zu Berlin und Hamburg verlaufenden Linie eh schon schwierig, dann sollte man aber schon einen halbwegs starken Endpunkt (Rostock, Lübeck oder Hamburg) haben.

    2. Warum über Dessau? Das würde zu der absurden Situation führen, dass man in Magdeburg zwei Linien aus unterschiedlichen Richtungen hat, die beide Kopf machen. Ich würde daher diese Linie über Halle führen und dann entweder die 55 oder 56 über Dessau.

    3. Es gibt schon mindestens eine ähnliche Idee.

    4. Nach Chemnitz kommt man elektrisch auch über Altenburg und Glauchau. Ist zwar nicht das schnellste, aber dafür kann man noch ein paar abgehängte Städte mehr mitnehmen und vsl. immer noch schneller als ein Umstieg.

    1. Zu 1. Volle Zustimmung.

      Zu 2.

      und dann entweder die 55 oder 56 über Dessau

      Aber bitte nur, wenn das (zufälligerweise) vom Takt her passt und man zwischen Magdeburg und Halle auch weiterhin einen schönen 60-Minuten-Takt hat, und nicht plötzlich einen 30/90-Takt oder ähnliches. Ansonsten halt alles über Köthen (Vorzugsvariante), oder halt doch so wie hier dargestellt. Sehe auch das nicht als großes Problem an.

      absurden Situation, dass man in Magdeburg zwei Linien aus unterschiedlichen Richtungen hat, die beide Kopf machen

      In den 70ern, wo Richtungswechsel gleichbedeutend mit Umsetzen der Lok ist, in der Tat eine absurde Situation. Heutzutage bedeutet Richtungswechsel aber „5 statt 2 Minuten Halt„. Da sehe ich das nicht so dramatisch. Meingottna …

      1. Na, ein bisschen mehr als 5 statt 3 min Hält gehört aber schon dazu. 5 min ja auch nur mit Lokpersonalwechsel. Klar, kann man machen, ist allerdings schon ein gewisser Aufwand das in allen Schichtplänen und Arbeitszeiten so zu berücksichtigen.

        Ansonsten: Klar kann man auch alles über Halle fahren, aber insgesamt fände ich eine Anbindung Dessaus an den FV (und Bitterfeld nach Nordwesten) schon etwas, was man bei drei Linien je zwei Stunden zwischen Leipzig und Magdeburg schon mal mitnehmen sollte.

        Gebe dir jedenfalls Recht, dass man das Taktsystem nicht durcheinander schmeißen sollte.

        1. Dessau hat gar keinen Anschluss an Fernverkehr, wieso sollte man über Köthen fahren? Genau sowas führt dazu, dass sich auch Städte abgehängt fühlen. Ihr wisst schon, dass die ICs 55 und 56 seit jeher in Magdeburg Kopf machen, absolut nicht Besonderes.
          Wismar ist auch nicht gerade klein und touristisches Ziel (ähnlich Wittenberg), alle 4h kann da schon mal ein IC verkehren.
          Das mit Chemnitz habe ich schon mal erläutert – von Magdeburg nach Chemnitz braucht man momentan 3 Std 12 min (mit Bummelzügen) und Richtung Norden gibt es quasi keinen FV von Magdeburg aus

          1. Ich weiß nicht, ob du ganz verstanden hast, was ich meine. Ich habe nie gesagt, dass man Dessau auslassen sollte. Ich habe nur vorgeschlagen, dass man lieber eine der bestehenden Linien (55 oder 56) über Dessau fahren sollte und dafür diese Linie über Halle, weil man sich damit gleich zweimal das Kopfmachen ersparen würde. Und ich habe auch nie gesagt, dass man nicht nach Chemnitz fahren sollte, sondern lediglich darauf hingewiesen, dass es eine mögliche Option wäre über Altenburg und Glauchau nach Chemnitz zu fahren, wenn der direkte Weg bis dahin noch nicht elektrifiziert ist.

            1. Ja gut, wenn der IC 55 oder 56 über Dessau fährt, kann man meinen über Köthen legen.
              Über Altenburg und Glauchau plane ich nicht, da die Elektrifizierung nicht absehbar ist (genauso die Elbbrücke Barby). Generell bin ich in Bahndingen sehr pessimistisch.

              1. Ich weiß nicht, was du meinst. Aktuell ist die Strecke über Altenburg und Glauchau elektrifiziert, der direkte Weg von Leipzig nach Chemnitz aber bisher noch nicht. Also wäre das doch das pessimistischere Szenario?

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen