IC/EC 62 nach Kassel verlängern

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Beschreibung des Vorschlags

Auf der Main – Weser Bahn liegen die wichtigen Städte Gießen und Marburg die Momentan mit der ICE – Linie 26 2-stündlich nach Hamburg (und weiter) und Karlsruhe angeschlossen sind. Meiner Meinung nach ist das für diese pendlerstarke Region zu wenig, mit der Umstellung von IC auf ICE hat sich ihre Situation sogar verschlechtert.

Ich möchte deswegen vorschlagen, die auf dem Abschnitt Frankfurt – Heidelberg stündlich versetzte IC/EC Linie 62 bis nach Kassel zu verlängern. Profitieren würden vor allem Marburg und Gießen, vor allem da man wieder IC/EC – Garnituren für seine Reise wählen kann.

Gerade letztgenannte Stadt hat einen herben Rückschlag erlitten, da man die zukünftig geplante IC Linie Frankfurt – Münster nicht über Gießen plant, da man zu viele Pendler befürchtet. Auch der ICE 26 wurde augenscheinlich (auch!) eingeführt um nicht zu viele Pendler anzulocken. Diese Denkweise halte ich aber für nicht förderlich, man sollte stattdessen diese Ströme ausnutzen! In Kassel als zukünftiger Endpunkt werden dann attraktive Umsteigeverbindungen in alle Himmelsrichtungen geboten.

Ich denke der Bedarf entlang der Strecke ist da, die angebotenen Fahrten sind meistens gut besetzt, jetzt muss nur noch das Angebot entsprechend ausgebaut werden.

Begleitende Maßnahmen:

Bis auf Gießen und Marburg werden die anderen Halte zwischen Frankfurt und Kassel nur von einer Linie bedient. (Ic 62 eignet sich mMn. eher)

Der Einsatz von FV auf der Main – Weser – Bahn sollte mittelfristig durch Ausbau endlich dafür sorgen, dass man auch Zeitvorteile rausfährt.

 

Edit: Titel ein wenig spezifiziert
~Intertrain

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13 Kommentare zu “IC/EC 62 nach Kassel verlängern

  1. Die Nachfrage wäre wohl durchaus da, auch auf der Main-Weser-Bahn könnte man stündlich fahren.

    Problem: der EC62 kommt aus Klagenfurt bzw. Graz, hat schon jetzt einen ziemlich üppigen Laufweg samt Fahrzeit. Zudem würde das Zugpaar nach Saarbrücken entfallen.Wäre da eine neue Zuggruppe nicht besser, die dann evtl. ab Stuttgart über Remsbahn, Riesbahn und Augsburg nach München fahren? Dies würde gleichzeitig die ersatzlose Verlegung der Linie 61 auf die Murrbahn erlauben, und Aalen samt Riesbahn hätten eh sehr gerne eine schnelle Verbindung nach München.

    1. Das Problem war mir auch schon bewusst, die Linie bietet sich nur eben wegen der perfekten Taktlage an.

      Liege ich falsch, oder wäre dein Linienverlauf nach Abschluss von S21 gar nicht mehr möglich? Ansonsten ist sowas immer vorstellbar, da es sich ja mehr um eine B-Netz Linie handelt. Wichtig ist mir nur, dass es eben nicht reicht einen weiteren schnellen RE (kommen ja noch 1.5 pro Stunde dazu in einigen Jahren) alla Hessen-Express zwischen Kassel und Frankfurt als gleichwertig zu verkaufen.

      Ich denke für Saarbrücken wäre FV im Takt als generelle Lösung wieder mehr angebracht.

      1. Dachte eigentlich schon. Wenn ich das richtig verstehe, gibt es vom Tunnel Obertürkheim eine Gegenkurve zum Abstellbahnhof Untertürkheim und von dort eine Gleisverbindung auf die Remsbahn. Nicht sonderlich elegant, natürlich.

        Die Taktlage hat natürlich was. Wäre dann etwas, wenn – was mich über kurz oder lang nicht wundern würde – der EC auf München – Österreich (bis auf das Urlauberpaar zum Linken Rheim) eingekürzt wird und die Taktlag frei wird.

        1. Ah Danke für den Link, scheint so als würde es dann gehen, auch wenn es sicherlich attraktiveres gibt als durch den Abstellbahnhof zu fahren. Viel langsamer als heutzutage sollte das jedenfalls trotzdem nicht sein.

          Ob die Linienführung trotzdem was wäre, müsste man dann noch mal prüfen, kenne mich da in der Gegend nicht so aus. Aber Aalen, Nördlingen als neuer Knotenpunkt und Donauwörth freuen sich aber bestimmt. Die Direktverbindung Kassel – Ulm, die mit der Linie 11 weggefallen ist, soll ja auf anderen Wegen wieder hergestellt werden. Könnte mir sowas definitiv vorstellen.

          Denke nicht unbedingt, dass das eingekürzt wird. Nichtmal im ominösen Deutschlandtakt, wo alle Linien rationalisiert wurden ist die draußen. Aber wenn dann wär das tatsächlich was.

  2. Die Idee finde ich sehr gut. Für Gießen, Marburg, Friedberg gibt es nach Stuttgart-München sehr viel Potential.
    Mmn entstünde durch die Verlängerung des EC62 über Gießen eine deutlich sinnvollere Linie als die 26. Das liegt vor allem daran, dass Karlsruhe-Kassel über Weinheim und Gießen peripher zu den großen HGV-Strecken über Mannheim und Fulda liegt. Zwischen Frankfurt, Heidelberg und Stuttgart kommt das dagegen weniger zur Wirkung. Frankfurt-Stuttgart ist über Weinheim aus Fahrzeitsicht noch vertretbar, sodass hiermit die Relationen von Gießen und Marburg nach Stuttgart und München auch wirklich brauchbar bedient würden.
    Darum würde ich den EC62 verlängern und im Gegenzug den ICE26 ggf. über Hanau und Fulda schicken, so wie vorgeschlagen https://extern.linieplus.de/proposal/ice-linie-26-ueber-hanau-fulda/.

    Damit käme man dann von Heidelberg und Darmstadt besser nach Kassel, Hannover und Hamburg.
    Ich würde den EC62 allerdings nicht so wie hier eingezeichnet in Kassel enden lassen, sondern ihn über Hildesheim, Braunschweig, Wolfsburg und Stendal nach Berlin verlängern, damit dieser Ast nach der erfolgten VDE8-Inbetriebnahme wieder stärker bedient wird. Allgemein denke ich aber trotzdem, dass Frankfurt-Gießen beschleunigt werden müsste, um hier langfristig den FV auf der Main-Weser-Bahn erhalten zu können.
    Bei Frankfurt-Gießen bietet sich ein Ausbau auch wegen der stärken Auslastung an, gerade auch in Hinblick auf den Ausbau des Mittelrhein-Korridors und wegen der angetrebten Angebotsverbesserungen zwischen Dortmund, Siegen, Wetzlar und Frankfurt. Pendlerpotentiale hat es nach Frankfurt sowieso immer genug.

    Von Gießen, Marburg, Hildesheim usw. hat es auch viel Pendlerpotential nach Berlin. Die Fahrzeugkapazitäten sollten da auch gut mit dem südlichen Abschnitt zusammenpassen.

    1. „Ich würde den EC62 allerdings nicht so wie hier eingezeichnet in Kassel enden lassen, sondern ihn über Hildesheim, Braunschweig, Wolfsburg und Stendal nach Berlin verlängern“

      Also ich bin auch von einer Führung nach Berlin überzeugt, ich denke da gibt es mehr Nachfrage als nach Hamburg. Aber das bitte nicht dem EC62 aufbürden. Das gäbe einen gigantisch langen Zuglauf, der gleichzeitig auch noch recht umwegig ist (Graz – Berlin über Frankfurt).
      Grundsätzlich finde ich für die MWB eine schnelle Anbindung nach Süden die im Norden in Kassel endet (also wie in diesem Vorschlag) und eine schnelle Anbindung nach Nordosten (also wie im D-Takt) am sinnvollsten. Für die Main-Neckar-Bahn habe ich ja schon mal ein Bedienkonzept vorgestellt.

      1. Also ich bin auch von einer Führung nach Berlin überzeugt, ich denke da gibt es mehr Nachfrage als nach Hamburg. Aber das bitte nicht dem EC62 aufbürden. Das gäbe einen gigantisch langen Zuglauf, der gleichzeitig auch noch recht umwegig ist (Graz – Berlin über Frankfurt).
        Umwegiger Lauf…
        Schau mal in den Zielfahrplan. Da fährt von München kommend in NRW nach Hamburg oder Berlin durch. Ist jetzt also nix neues, so einen langen Bogen zu fahren. Gibt es derzeit auch für München-Berlin über Mannheim. Es geht ja darum, dass auch dort (Augsburg, Ulm, Stuttgart) Bedarf existiert, nach Berlin zu kommen.

        Und genauso bilde ich das auf die Bergstraße und Main-Weser-Bahn ab. München und Berlin dürften wohl die nachfragestärksten Ziele sein.
        Hamburg-Wien geht ja auch erstmal über Osnabrück und dann ab Köln über Bonn. Dieser lange Bogen ergibt jedoch deshalb Sinn, weil er eben ganz andere Relationen bedient (Bonn-Osnabrück, Münster-Wien). Hier gibt es auch Bedarf, der sich nicht abdecken lässt, wenn hier außerschließlich über Fulda gefahren wird. Für eine Fahrt Hamburg-Nürnberg ist so eine Verbindung ja gar nicht gedacht und wird dazu auch nicht genutzt. Ähnlich würde so ein Lauf für den EC62 nicht dazu gedacht sein, die ganze Strecke von Berlin nach Graz zu fahren. Es gibt aber Relationen Frankfurt-Graz Zagreb, Gießen-München, Marburg-Stuttgart, sowie Heidelberg/Darmstadt-Berlin oder Frankfurt-Braunschweig, für die es einen Bedarf gibt und das bedient ein solcher Linienverkehr ziemlich ordentlich.

        Aber generell was „Bogenfahrten“ angeht, schau Dir den Zielfahrplan mal an und analysiere mal, was bei den einzelnen Linien die Zielbahnhöfe sind.

        FV1 Stralsund-München über Hamburg, Osnabrück, Mannheim, ist auch nix für Durchfahrer München-Stralsund. 😉 Ist die Linie deshalb sinnlos. Ich sage nein, weil Du aus den Regionen um das Ruhrgebiet herum eben auch irgendwo hinwillst und dazu braucht es durchfahrende Linien durch Dortmund-Köln (ohne Brechungen) und NRW-Stralsund für touristischen Verkehr maximal nachfragestark gestaltet ist.

  3. Meiner Meinung nach ist das für diese pendlerstarke Region zu wenig, mit der Umstellung von IC auf ICE hat sich ihre Situation sogar verschlechtert.

    Was bringt einer pendlerstarken Region denn dieser Fernverkehr? Ich denke nicht, dass es hier viele Pendler nach Stuttgart oder München gibt (von Salzburg oder Graz ganz zu schweigen). Die wollen doch eher nach Frankfurt. Von dem her wäre doch eher ein zusätzlicher, sehr schneller Regionalverkehr Kassel-Gießen-Frankfurt, mit den selben Halten wie der Fernverkehr, interessant, was nebenbei den gegenteiligen Effekt wie die Umstellung von IC auf ICE mit sich bringen würde.

    1. Ich glaube um genau die sollte es auch gehen und diese EC/IC-Linie sollte wieder einen Ursprungszustand herstellen, wie er vor Umstellung der Linie 26 auf ICEs war.
      Allgemein fände ich hier jedoch auch einen schnellen IR… ups, ich wollte natürlich IR.. Ach schon wieder, RE natürlich, deutlich besser, erst recht wenn es vom Komfort her passt (Reservierungsmöglichkeit, angenehme Sessel oder zumindest Sitze, etc, ähnlich wie der Süwex).

      1. Allgemein fände ich hier jedoch auch einen schnellen IR… ups, ich wollte natürlich IR.. Ach schon wieder, RE natürlich, deutlich besser, erst recht wenn es vom Komfort her passt (Reservierungsmöglichkeit, angenehme Sessel oder zumindest Sitze, etc, ähnlich wie der Süwex).
        Warten wir mal aufs Jahr 2024, da wird die MWB neu ausgeschrieben und der RE 30 zum Stundentakt verdichtet und der Hessen-Express soll ja auch kommen. Müssen halt warten bis der Herr Al-Wazir das Konzept vorstellt.
        Das er kommt weiß man ja, alles andere noch nicht. Und der Hex oder wie auch immer er dann heißt, fährt ja in der Gegentrasse zum IC/ICE in dern anderen Stunde.

        Von dem her wäre doch eher ein zusätzlicher, sehr schneller Regionalverkehr Kassel-Gießen-Frankfurt, mit den selben Halten wie der Fernverkehr, interessant, was nebenbei den gegenteiligen Effekt wie die Umstellung von IC auf ICE mit sich bringen würde.
        Super Maßnahme, ist aber in keinem Fall ein Ersatz für den FV, die Halte sind nicht das Problem. RE und ICE sind auf ganzer Länger zwischen Kassel und Frankfurt fast gleich schnell. Die Direktverbindungen sind ein schlagfertigeres Argument. Und da kann Berlin genauso attraktiv sein wie Hamburg oder im Süden z.B Stuttgart. Nur mit RE wird man der Region nicht gerecht.

        1. Ich finde/fand es nur etwas verwunderlich, dass du den Fernverkehr explizit mit der Pendlerstärke der durchfahrenen Region begründest, denn diese wollen i.d.R. nicht nach Hamburg, Berlin oder Stuttgart.


          Nur mit RE wird man der Region nicht gerecht.

          Deswegen habe ich ja geschrieben: „Von dem her wäre doch eher ein zusätzlicher, sehr schneller Regionalverkehr Kassel-Gießen-Frankfurt, mit den selben Halten wie der Fernverkehr, interessant

          Aber im wirklichen Fernverkehr, der Direktverbindungen zu weit entfernten Zielen bietet, sehe ich nicht, warum hier ein 2-Stunden-Takt nicht reichen sollte. Wenn Stuttgart wirklich so interessant ist, kann die Linie 26 südlich von Heidelberg ja auch da hin fahren.

        2. @Siggi Malz

          Dem stimme ich auch so zu. Gießen und MArburg werden ziemlich unterschätzt. Hier sind aber auch die Unis von international großer Bedeutung, für was es auch Bedürfnisse gibt.

          Mir wäre statt dem alternierend zum ICE verkehrenden RE ein Kombimodell lieber, für den eben DB FV einen Zuschuss für den Abschnitt Frankfurt-Kassel bekommt. Eine Verbinundg Frankfurt-Gießen-Berlin würde eine wichtige Lücke schließen. Besonders Kassel, Göttingen, Hildesheim und Braunschweig könnten eine höhere Taktdichte nach Berlin gebrauchen. Das passt in meinen Augen eigentlich gut zusammen, v.a. weil mit VDE8 Frankfurt-Berlin nahezu ausschließlich (weil schneller) über Erfurt gefahren wird. Das wird sich auch für die Zukunft nicht ändern.

          @Stauske:
          Ja, man kann darüber reden, ob nicht wirklich ein 2h-Takt reicht.
          Ich finde allerdings Karlsruhe als Ziel der L26 nutzlos. Da fehlt einfach die große Nachfrage wie sie nach Stuttgart und München einfach viel mehr gegeben ist. Anstelle der L26 über Main-Weser würde ich eher den EC62 ab Frankfurt über Main-Weser nach Kassel oder Berlin verlängern, weil die entstehenden Relationen von der Main-Weser-Bahn einfach bedeutender sind. Klar ist der lange Lauf dann etwas nachteilig. Das jetzige Konzept auf Main-Neckar- und Main-Weser-Bahn bietet aber leider kaum Alternativen. Ganz generell wäre die L62 ja auch gefragter (besonders mit dem touristischen Background) wenn sie nach NRW käme… Aber ich will mich über die tollen Direktverbindungen nach Salzburg natürlich nicht beschweren. Da wär ich ja blöd… 😀

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