ICE/EC Erfurt – Chemnitz – Dresden – Warschau

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Beschreibung des Vorschlags

Diese Strecke ist als ICE oder EuroCity-Strecke geplant. Sie soll die Mitte Deutschlands (im jetzigem Beispiel Erfurt mit Osteuropa anbinden. Die m.M.n einfachste Strecke wäre hierbei die Verbindung von Erfurt nach Warschau unter Nutzung der Sachsen-Franken-Magistrale.

Diese Strecke wäre auf deutscher Seite durchgehend mit 160kmh befahrbar. Oder könnte mit „kleineren“ Umbauten auf diesen Stand gebracht werden. Da der Südwesten Sachsens besser an das Fernverkehrsnetz angeschlossen werden muss (Kein IC oder ICE nach Chemnitz -> damit größte Stadt Deutschlands ohne Fernverkehrsanschluss) wäre das eine Gute Option. Der Knackpunkt liegt meines Erachtens nach zwischen Glauchau und Gera wo die Strecke nicht elektrifiziert ist. Das will man im Zuge einer Westanbindung von Chemnitz Richtung NRW sowieso erledigen deswegen sehe ich dies nicht als sonderlich kompliziert an.

Bei Löbau sollte die Möglichkeit einer Ortsumfahrung geprüft werden, dadurch könnte die Fahrtzeit um 5-10 Minuten wahrscheinlich verkürzt werden. Zudem würde die Möglichkeit einer Verbindung zwischen Glauchau und Rohneburg entlang der A4 bestehen welche die Fahrtzeit durch Auslassung von Schmöln, Meerane und Gößnitz um bis zu 20 Minuten verkürzen könnte.

In Jena bin ich mir persönlich unsicher welcher der beiden Bahnhöfe angefahren werden soll deswegen sind beide eingetragen (Jena-West erachte ich jedoch als geeigneter).

 

Auf polnischer Seite habe ich mich mit dem vorhandenen Gleissystem gehalten außer einer Kurve bei Luban welche ich für machbar halte. Einige Streckenabschnitte könnten hier jedoch begradigt und ausgebaut werden um die mögliche Fahrtzeit und Geschwindigkeit zu optimieren. Auch bin ich mir nicht sicher in wie fern die Gleise alle 2 Spurig oder Elektrifiziert sind. Durch diese Verbindung könnte die Deutsch-Polnische Freundschaft profitieren, die Kosten auf Polnischer Seite könnten sich die DB und das Polnische Pardon dazu teilen, da die neue Infrastruktur auch von den Polen benutzt werden kann.

Im Allgemeinen denke ich jedoch das die Strecke das Potential hätte Erfurt und Warschau innerhalb von 4 – 5 Stunden zu Verbinden. Diese Verbindung würde ich jede Stunde bis Görlitz und aller 3 Stunden bis Warschau anbieten. Durch die Großstädte Erfurt (500k EW), Chemnitz (250k EW), Dresden (650k EW) auf Deutscher Seite und der deutlich schnelleren Verbindung zwischen Erfurt und Dresden könnte alleine diese Verbindung diese Strecke attraktiv machen. Besonders für Reisende aus Ostdeutschland/Sachsen welche weiter Richtung Frankfurt/Südwestdeutschland wollen. Durch die Verbindung nach Polen ist die Strecke zudem für Reisende welche Geschäfte in diesen Ländern oder Urlaub machen wollen attraktiv und lohnenswert.

Streichkandidaten im Falle einer zu langen Fahrtzeit wären m.E.n Gera, und Freiberg sowie Bautzen.

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10 Kommentare zu “ICE/EC Erfurt – Chemnitz – Dresden – Warschau

  1. Das Problem an einer solchen Linie ist, dass es von Erfurt über Leipzig einfach viel schneller nach Dresden geht als über Gera – Chemnitz. Daher wird kaum jemand von Erfurt nach Dresden diesen Zug nehmen. Als RE (oder IC) zur Anbindung der Unterwegshalte denkbar, aber nicht als ICE/EC, der auch noch an wichtigen Halten wie Glauchau usw. durchfährt.

  2. Hi!
    Also erstmal finde ich Deinen Vorschlag gut. Leider wird die Mitte-D-Verbindung im D-Takt ja wieder stiefmütterlich behandelt. Der urprüngliche „richtige“ IC im 1. (und oder 2. Entwurf?) von Kassel nach Dresden wurde in Chemnitz gebrochen und mutiert zum RE.
    Die alte Idee hast Du da quasi wieder aufgegriffen. Halteschema passt soweit. In Jena ist Göschwitz näher am Wohngebiet, West näher an der Innenstadt. Ich finde ein Halt sollte reichen, entscheide selbst. Persönlich finde ich Göschwitz besser, weil da alle Züge durchkommen.

    Kritikpunkte:
    -„Streichkanditaten!“: da stimme ich nicht zu. Die Städte sollten alle drin bleiben bei einem EC. Bei einem ICE/ECE können wir über Freiberg und Bautzen reden, aber Gera nicht. In Polen würde ich weiterhin gern in Bunzlau halten (etwa gleich groß wie Freiberg).
    -Ausbaumaßnahmen: alles aus D-Takt, klar. Weiterhin braucht es aber ne Elektrifizierung Dd-Zgorzelec. Deine kleinen neuen Maßnahmen find ich gut, aber das wird niemand durchsetzen, weil die Bahn (und andere) für die MDV gefühlt kein Geld in die Hand nehmen will.
    -Fahrzeit: 4-5 Std. für die komplette Strecke ist nicht drin. Schon Breslau-Warschau dauert 3h38 und das via die Schnellfahrstrecke. Insgesamt mindestens! 9 Stunden.
    @Intertrain hat außerdem recht, dass Erfurt-Dresden via Leipzig schneller geht. Ich würde die Linie in Breslau brechen.
    Bei Deinem Halteschema dauert Erfurt-Dresden ca. 3h vs. mind. 1h50 Dresden-lz-Erfurt.
    Ich würde die Linie in Breslau brechen.

    Wichtige Halte werden mMn nicht ausgelassen. Leipziger würden in Dd umsteigen, Glauchau braucht man theoretisch für die Anbindung der südlichen Franken-Sachsen-Magistrale(die zeweigt dort ab), aber Zwickau, Hof, Glauchau können auch in Chemnitz umsteigen.

  3. Warum soll bei so einem Langläufer der Startpunkt in Erfurt sein und dann so verlaufen wie eingezeichnet? Warum nicht in Frankfurt, wo das Fahrgastpotenzial vom Beginn weg deutlich höher ist? Warum das viel größere Berlin dabei völlig auslassen?

    Bei so einer langen internationalen Linie wäre doch eine Führung Frankfurt – Fulda – Erfurt – Leipzig/Halle – Berlin – Posen – Warschau aus meiner Sicht weitaus zielführender. Und das auch, damit man optional auch mal eine weitere internationale Linie aus München über Pilsen, Prag, Dresden (durch den neuen Erzgebirgstunnel) und dann ggf. weiter nach Warschau schaffen könnte. So hätte Deutschland in der Fläche deutlich mehr davon als wenn man nur und nur ab Erfurt losfahren würde, wo die weit meisten Fahrgäste erstmal umsteigen müssten.

    1. Die Antwort ist hier ganz einfach: Weil ich die Fahrzeit nicht unnötig verlängern will und weil ich Südwestsachsen anbinden will. Wer nach Polen mit dem Zug möchte kann auch den ICE nach Erfurt nehmen und da umsteigen. Mit einem Ähnlichen Argument speist man die Menschen in meiner Region (SW-Sachsen) immer wieder ab also warum den Spieß nicht mal umdrehen 🙂

       

      Achso und mit der Selben Begründung fällt auch eine Führung über Leipzig/Halle aus. Ich möchte eine Verbindung für meine Region schaffen. Welche mit den nötigen Investitionen auch lohnenswert wäre. Ich habe da wenig Interesse über noch eine Führung über Leipzig nur weil die Strecke ja ach so toll ist und ja so viel besser. 🙂

       

      Sry gegen ende wurde ich etwas ironisch

       

      LG

      1. SW-Sachsen könnte man aber auch mit was anderem als nem Langläufer-EC anbinden, der über 900 Kilometer (oder wie ich privat sagen würde: über 500 Meilen) fährt.

        Dann hätte man sogar zwei Fliegen mit einer Klappe erschlagen: Einmal die Anbindung SW-Sachsens, vielleicht sogar nicht nur nach Erfurt sondern dann noch weiter und zusätzlich ist man auch noch schneller in Polen. Quasi win-win für beide.

      2. Achso und der eigentliche Sinn der Plattform hier ist es, dass man den ÖPV ohne regionale Befindlichkeiten verbessert. Klar sollte das Ziel sein, den ÖPV in der Region zu verbessern, aber nur weil man selbst nicht eine Traumverbindung überall hinhat gleich die beleidigte Leberwurst zu spielen (jetzt drehn wir den Spiess mal um und verschlechtern die Lage für die anderen künstlich) ist jetzt auch weder für den ÖV zielführend, noch entspricht das dem Sinn von Linieplus sondern hat eher nen… nicht so feinen Beigeschmack.

  4. Naja, die Intention, Südsachsen besser anzubinden, kann ich ja nachvollziehen. Aber die Direktverbindung nach Warschau braucht es da meiner Meinung nach nicht. Ich würde die Linie in Dresden enden lassen, wo dann umgestiegen werden kann.

    Kurz zum Halteschema, zwei Halte in Jena finde ich richtig, aber warum hältst du nicht in Weimar? 65.000 Einwohner sollte man nicht so liegen lassen, zumal Weimar auch kulturell bedeutend ist. Damit ist es ja auch deutlich größer als Freiberg.

    Weiterhin würde ich die Linie dann aber nach Westen verbinden, Stichwort MDV. Der MDV FR aus dem D-Takt („RRX“ 11) nutzt ab Erfurt die Trasse des RE 1 bis nach Chemnitz. Das finde ich ungünstig, denn das Halteschema des RE 1 ist (jenseits von Jena) schon recht dicht. Daher würde ich den RRX in Erfurt etwa 10 Minuten eher starten lassen und mit deinem Halteschema und dem Zusatzhalt in Weimar nach Dresden durchbinden.

    Ach ja: Als echter FV (IC, ICE) hat diese Verbindung wohl kaum eine Chance. Und das liegt nicht an fehlendem Interesse, etc. sondern daran, dass die Verbindung betriebswirtschaftlich betrachtet unwirtschaftlich ist und bleiben wird, auch wenn sie volkswirtschaftlich Sinn macht.

    Eins noch:

    Diese Strecke ist als ICE oder EuroCity-Strecke geplant. Sie soll die Mitte Deutschlands (im jetzigem Beispiel Erfurt mit Osteuropa anbinden. Die m.M.n einfachste Strecke wäre hierbei die Verbindung von Erfurt nach Warschau unter Nutzung der Sachsen-Franken-Magistrale.

    Nein, sie ist weder die einfachste noch die sinnvollste Strecke, vergleiche hierzu insbesondere auch tobis Kommentar. Deine Intention ist hier wohl eher eine andere, nämlich Chemnitz anzubinden. Das ist per se ja auch ein gutes Ziel, aber dann würde ich das auch so in der Beschreibung erwähnen.

    1. Ich würde dir Soweit wiedersprechen das ich keine 2 Halte in Jena machen werde einfach aus dem Grund dass das nicht zielführend ist und die Fahrtzeit unnötig verlängert.
      In Weimar halte ich aufgrund der Fahrtzeit auch nicht, das ist jedoch auch einfach änderbar. Freiberg ist wegen der ansässigen Universität deutlich attraktiver.

      Ja Chemnitz anzubinden ist mein Ziel und auch die Region Südwestsachsen. Das wird in meiner Beschreibung m.E.n schon sehr deutlich. Ich finde dennoch das viele zu sehr die Strecke Leipzig-Dresden loben. Die ist irgendwann auch mal voll also warum muss denn immer alles über diese Verbindung laufen. Wenn die Verbindung zwischen Dresden und Zwickau besser ausgebaut werden würde, dann würde diese Strecke deutlich mehr Optionen bieten als die jetzige Verbindung. Wenn man aber kein Geld investieren will dann kann auch die Strecke nicht besser werden.

      1. Ich würde dir Soweit wiedersprechen das ich keine 2 Halte in Jena machen werde einfach aus dem Grund dass das nicht zielführend ist und die Fahrtzeit unnötig verlängert.

        Doch, denn in Jena West erreichst Jenaer und in Göschwitz die Umsteiger aus Lichtenfels, Kronach und Saalfeld. Für so eine C-Linie ist die Fahrzeitverlängerung nicht so relevant und es zählt letztendlich jeder Fahrgast.

        In Weimar halte ich aufgrund der Fahrtzeit auch nicht, das ist jedoch auch einfach änderbar. Freiberg ist wegen der ansässigen Universität deutlich attraktiver.

        Das stimmt so schlicht weg nicht. Weimar hat auch eine Universität, die Bauhaus-Universität mit 4.072 Studierenden, und zusätzlich die Franz Liszt Hochschule für Musik mit 876 Studierenden, die TU Freiberg hat 4.016 Studierende. Damit hat Weimar insgesamt sogar mehr Studierende als Freiberg.

        Ich finde dennoch das viele zu sehr die Strecke Leipzig-Dresden loben. Die ist irgendwann auch mal voll also warum muss denn immer alles über diese Verbindung laufen. 

        Das klingt jetzt irgendwie alles nicht so wirklich sachlich. Für eine internationale Fernverkehrsverbindung von Mitteldeutschland nach Polen ist es doch definitiv sinnvoll, eine so schnelle Fahrzeit wie möglich anzubieten auf der einen Seite und so viel Potential wie möglich zu erschließen auf der anderen Seite. Die Strecke über Chemnitz bietet aber in keiner dieser Kategorien Vorteile gegenüber Erfurt – Dresden. Das heißt, dass die erste Fernverkehrsverbindung auf dieser Relation (Erfurt – Polen) über Leipzig fahren sollte, sollte die Nachfrage so immens hoch sein, dass man eine zweite Verbindung Erfurt – Polen braucht so kann die von mir aus auch über Chemnitz fahren.

        Wenn die Verbindung zwischen Dresden und Zwickau besser ausgebaut werden würde, dann würde diese Strecke deutlich mehr Optionen bieten als die jetzige Verbindung. Wenn man aber kein Geld investieren will dann kann auch die Strecke nicht besser werden.

        Naja, die Verbindung über Chemnitz ist halt 16km länger als über die Altstrecke nach Leipzig, von den durch die NBS entstehenden Fahrzeitunterschieden mal ganz zu schweigen. Da kannst du Geld investieren und ausbauen so lange du willst, die schnelle und wichtige Verbindung von Erfurt nach Dresden wird immer über Leipzig gehen. Und da eben nicht Leipzig sondern nur Chemnitz an der Strecke liegt wird sich ein Ausbau wie über Leipzig niemals lohnen und damit werden auch die Fahrzeiten niemals konkurrenzfähig werden.

  5. Diese Strecke wäre auf deutscher Seite durchgehend mit 160kmh befahrbar. Oder könnte mit „kleineren“ Umbauten auf diesen Stand gebracht werden

     

    Hast Du Dir mal die Streckenkarte auf Streda X angesehen? Zwischen Chemnitz und Dresden gibt es kurze Abschnitte mit 120, der Rest 100. Da ist auch nix mit kleineren Umbauten. Um dort die Geschwindigkeit merklich zu steigern, müsste man komplett neu bauen, aufgrund der Topografie mit mehreren Tunneln.

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