ICE-NBS Erfurt-Chemnitz-Dresden

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Trotz der Tatsache, dass es eine der größten Städte Deutschlands ist, hat Chemnitz zur Zeit keinen Fernverkehrsanschluss. Die Strecken nach Dresden und Leipzig sind kurvenreich, der RE ab Kassel endet in Glauchau. Wer von Erfurt nach Dresden fahren möchte, fährt über Leipzig.

Eine Neubaustrecke, die mit vMax=300 befahrbar wäre, könnte nicht nur die Reisezeit zwischen Thüringen und Dresden erheblich verkürzen, sondern auch Chemnitz seinen langersehnten und verdienten ICE-Anschluss verschaffen.

Die Strecke würde östlich von Erfurt beginnen und zunächst südlich an Weimar vorbeifahren. Ein Tunnel, der zu einer südlichen Umfahrung von Jena und einer weitestgehend geraden Durchquerung des Zeitzgrundes führen würde, würde Jena-Göschwitz zum ICE-Bahnhof machen. Alternativ könnte die Strecke bei Großschwabhausen in die Alte münden und erst nach Jena wieder beginnen. Gera soll entweder eine nördliche Talbrücke (dann aber leider ohne Bahnhof) oder eine Behandlung ähnlich wie Jena (Unterbrechung der SFS) erhalten. Begradigungen zwischen Meerane, Glauchau und Chemnitz würden Westsachsen ICE-gerecht machen. Nach einer nördlichen Umfahrung von Freiberg würde die Strecke bei Tharandt in die Bestandsstrecke münden; schließlich wäre Dresden erreicht. Die SFS könnte theoretisch Richtung Lausitz und Schlesien weitergeführt, oder aber um eine Verbindungskurve in Richtung Pirna und Prag ergänzt werden.

Langsamere ICEs und ICs könnten zwischen Erfurt und Jena die Altstrecke nutzen, um in Weimar halten zu können.

Ich stelle mir folgende Haltabfolgen vor:

 

ICE Sprinter: Erfurt – Chemnitz – Dresden

ICE (Normal): Erfurt – Jena West/Göschwitz oder Gera – (Glauchau) – Chemnitz – Dresden

IC: Erfurt – Weimar (Altstrecke) – Jena-West – Jena-Göschwitz – Gera – Glauchau – Chemnitz – Dresden

EC: wie IC, aber weiter nach Bautzen – Görlitz – Liegnitz – Breslau – Anschluss an Strecke nach Österreich über Ostrau

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

3 Kommentare zu “ICE-NBS Erfurt-Chemnitz-Dresden

  1. Das Chemnitz einen Fernverkehrsanschluss braucht, steht außer Frage. Dieser ist zwischenzeitlich auch geplant, u.a. über die ABS Leipzig-Bad Lausick-Chemnitz. Eine reine ICE-Strecke, auf der im Grunde nichts anderes fahren kann und die mit Freiberg und Weimar auch zentrale Ziele in ihrem Verlauf umfährt, wird aber nur schwer durchsetzbar sein, von den topografisch bedingt hohen Kosten dafür mal ganz abgesehen.

    Da finde ich einen bestandsnahen Aus-/Neubau, wie von Gsiberger99 vorgeschlagen, deutlich sinnvoller, zumal dieser ebenso für fernverkehrstaugliche Geschwindigkeiten konzipiert ist.

    Eine solche Linie würde de facto immer den Hauptbahnhof in Dresden ansteuern, d.h. es braucht keine Verbindungskurve nach Prag und Pirna, wenn du ab Tharandt eh auf der Bestandsstrecke bleibst. Weshalb du bereits dort auf die SFS verzichten möchtest, müsstest du bitte noch erklären, denn gerade zwischen Tharandt und DD-Hauptbahnhof ist die Strecke schon durch die S- und Regionalbahn sowie den Güterverkehr relativ dicht belegt, sodass hier der bisher eingefahrene Zeitgewinn leicht verspielt werden könnte. Dann lieber gleich in die vollen gehen und sowohl Freital als auch Tharandt umfahren und erst auf Dresdener Stadtgebiet, evt. erst auf Höhe der Zwickauer Straße, auftauchen.

    Eine Ertüchtigung der Verbindungskurve an der Freiberger Straße bräuchte es vielmehr für die Verlängerung in die Lausitz (welche ich absolut begrüßen würde), aber für den EC/IC würde auch hier vorerst ein Ausbau der Bestandsstrecke reichen. Dann würde aber der Halt in DD-Hauptbahnhof entfallen, sofern ein Fahrtrichtungswechsel unbedingt vermieden werden soll – was aber, mit Blick auf Leipzig wo das gut klappt, nicht zwingend nötig wäre.

  2. Wie auch Taubenheimer halte ich Deinen Plan für absolut überdimensioniert.

    Schon Deine Prämisse stimmt nicht. Chemnitz ist nicht eine „der größten Städte Deutschlands“. Laut Wikipedia liegt es bzgl. der Einwohnerzahl gerade mal auf Rang 30. Damit ist es nicht mal die größte deutsche Stadt ohne Fernverkehr.

    Neben der Problematik, dass Du an den interessanten Zielen entlang der Strecke – außer Chemnitz – vorbei fährst oder extrem peripher hälst , sehe ich auch kein großes Potential für (Durchgangs-)Verkehr, den man bündeln könnte. Die einzige richtige Fern-Relation, die von solch einer Strecke profitieren würde, wäre Dresden-Frankfurt. Aber wieviel Zeitersparnis bringt die Strecke gegenüber einer Führung über Leipzig?

  3. Eine NBS parallel zum durchgehend HGV-tauglich ausgebauten Korridor über VDE8, Leipzig, Riesa würde folglich nur die Einbindung Chemnitz in das FV-Netz verbessern, nicht aber die Fahrzeiten zwischen Erfurt und Dresden signifikant verbessern, d.h. hat nur regionale Effekte.
    Durch die periphere Lage Dresdens profitieren zugleich auch keine weiteren nationalen FV-Relationen. Der Nutzen wäre dadurch ausgesprochen gering bei gleichzeitig äußerst hohen Baukosten durch die schwierige Topographie. Entsprechend schlecht würde dieses Vorhaben in einer Kosten-Nutzen-Untersuchung ausfallen.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen