ICE-Sprinter Berlin–Brüssel

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Beschreibung des Vorschlags

Thorben hat hier angeregt, doch eine schnelle Verbindung von Berlin nach Brüssel zu schaffen. Idee ist dabei, der nördlichen Hälfte Deutschlands einen schnellen Zubringer zum Eurostar in Brüssel zu ermöglichen, da Direktzüge durch den Eurotunnel aufgrund der Sicherheitsbestimmungen nur schwer umsetzbar sind. Zudem entsteht so eine Sprint-Verbindung von der Bundeshauptstadt in die Quasi-Hauptstadt der EU, sowie eine Sprint-Verbindung von Berlin nach NRW.

Gehalten wird in:

(Berlin Gesundbrunnen -) Berlin Hbf (tief) – Berlin Spandau – Hannover Hbf – Dortmund Hbf – Düsseldorf Hbf – Köln Hbf – Aachen Hbf – Liège Guillemins – Brussel Zuid

Warum die genannten Halte?

  • Berlin Hbf tief und Berlin Spandau müssen glaube ich nicht erklärt werden.
  • Wolfsburg und Stendal brauchen die Verbindung nicht, also Durchfahrt bis Hannover
  • Hannover als Bahnknoten schlechthin für Norddeutschland, Anschluss Richtung Hamburg
  • Dortmund als östlicher Zugang ins Ruhrgebiet
  • Düsseldorf ist Landeshauptstadt, da muss gehalten werden
  • Köln ist Millionenstadt, no-brainer
  • Aachen ist für den Systemwechsel sowieso zwingend notwendig
  • Lüttich für die Wallonie
  • Brüssel Zuid der Anschluss zum Eurostar

An unsere Ruhrgebiets-Fraktion, die Halte in Duisburg oder Essen vemissen wird (nicht böse gemeint ;)): Diese Linie ist ein Sprinter, und primär auf den Schnellverkehr ausgelegt, da kommt man um Auslassungen nicht herum. Zusätzliche Halte sind dann schnell eine Pandorabüchse, die den Sinn eines Sprinters konterkarieren. Zudem hat das Ruhrgebiet mit dem Thalys schon eine Verbindung nach Brüssel.

Ankunft in Brüssel 60min vor Abfahrt des nächsten Eurostars, kürzer darf der Anschluss aufgrund des zeitraubenden check-ins nicht sein. Im Ruhrgebiet bin ich für Alternativen offen. Wäre eine Führung Gelsenkirchen – Oberhausen oder über die Nordtrasse schneller? Ein Traum wäre natürlich der Wiederaufbau der Rheinischen Bahn, um möglichst viele Trassen zu umgehen.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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44 Kommentare zu “ICE-Sprinter Berlin–Brüssel

  1. In etwa so hatte ich mir das vorgestellt!

    Allerdings ist es bereits heute so, dass die ICEs aus Berlin in Hamm geteilt werden und die schnelle Verbindung führt über Wuppertal nach Köln und weiter nach Bonn und der langsame Teil klappert das Ruhrgebiet ab und endet dann in Köln. Also wenn du das Ruhrgebiet ohnehin nicht so toll anbinden willst, könntest du, ganz im Sinne der Sprinter, direkt via Wuppertal fahren. Nach Köln kommt man aus dem Ruhrgebiet schon gut genug, mit Nah- wie Fernverkehr.

    1. Was wäre denn schneller, Fahrzeit ist hier das zentrale Element. Dortmund – Düsseldorf ohne Zwischenhalt oder via Wuppertal?

      1. Wahrscheinlich wäre über Wuppertal oder Oberhausen der schnellere Weg, da sich auf der Verbindung über Essen und Bochum kaum Gelegenheiten ergeben, wo man die übrigen Fernzüge überholen kann. Zumindest nicht dann, wenn diese Verbindung mehrmals täglich angeboten werden soll.

        1. Ich glaube der eingezeichnete Weg ist schneller. Da ist die 200 km/ Trasse Köln-Duisburg mit drin, und in Hagen und in Wuppertal kann man wohl kaum von durch“fahren“ sprechen.

      2. Berlin Gesundbrunnen 10:37
        Berlin Hbf (tief) 10:52
        Berlin-Spandau 11:03
        Hannover Hbf 12:28 12:31 12
        Bielefeld Hbf 13:20 13:22 4
        Hamm(Westf) 13:48 13:52 10D-G
        Dortmund Hbf 14:09 14:12 16
        Bochum Hbf 14:22 14:24 3
        Essen Hbf 14:34 14:36 1
        Duisburg Hbf 14:47 14:49 4
        Düsseldorf Flughafen 14:57 4
        Düsseldorf Hbf 15:08

        vs.

        Berlin Gesundbrunnen 10:37
        Berlin Hbf (tief) 10:52
        Berlin-Spandau 11:03
        Hannover Hbf 12:28 12:31 12
        Bielefeld Hbf 13:20 13:22 4
        Hamm(Westf) 13:48 13:54 10A-C
        Hagen Hbf 14:21 14:23 7
        Wuppertal Hbf 14:38 14:40 1
        Köln Hbf 15:09

        Was wohl schneller ist? Ich bin mir nicht ganz sicher, tendiere aber zu Wuppertal.

        Ein durch die Abkürzung ausgelassener Halt in Düsseldorf wäre verkraftbar, fahren doch alle fünf bis zehn Minuten ICEs, ICs oder REs von Düsseldorf nach Köln. Von Wuppertal hingegen kommt man nicht ganz so oft und schnell nach Köln, was neben der allgemeinen Fahrzeitverkürzung für eine Anbindung spricht.

        1. Ok. Mit den Taktzügen ist man über Wuppertal 20 Minuten schneller.

          Aber: Der eingezeichnete Sprinter soll ja von Dortmund nach Düsseldorf 4 Halte weglassen, welche allesamt mit annehmbarer Geschwindigkeit durchfahren werden können (2x 110 km/h, 1x 120 km/h & 1x 200 km/h). In Hagen und Wuppertal brauchen wir von Durchfahren gar nicht sprechen (1x 60 km/h, 1x 40 km/h). Also wären das wohl beides Halte. Zusätzlich muss kann bei einer Fahrt in Richtung Hagen der Bahnhof Hamm nur sehr viel langsamer durchfahren werden als bei einer Fahrt in Richtung Dortmund.

          Ich denke, der Zeitunterschied liegt unterm Strich bei etwa Einer Minute. Aber das Düsseldorf und Dortmund ein höheres Fahrgastpotenzial haben als Hagen und Wuppertal, wird wohl niemand bestreiten (Es geht ja nicht, so wie es bei dir klingt, nur um eine Fahrt nach Köln).

        2. Allein bei der Durchfahrt durch den Düsseldorfer Flughafenbahnhof kann man 6 Minuten sparen, die schnellsten fahrplanmäßigen Züge brauchen 13 Minuten zwischen Duisburg und Düsseldorf!

          Bei Duisburg und Bochum ist das Einsparpotential sicherlich kleiner, aber allein Bremsen, Aufenthalt und Wiederbeschleunigen könnten so 4 Minuten bringen. In Essen – bei aller Abneigung gegen diese Bahnhof und Sympathie für Duisburg – muss gehalten werden, da nach Düsseldorf die zweitwichtigste Stadt der Region. Da kann man lieber in Dortmund durchfahren!

          Ok, 14 Minuten werden gespart, Aufenthalt plus Fahrtzeit nach Köln sind beim ICE 24 Minuten, dann käme der Zug von Thorben B. um 15:18 in Köln Hbf an … das sind gerade mal 9 Minuten mehr als „unten rum“, schließt aber statt der zwei „Vorstädte“ Hagen und Wuppertal die beiden nach Köln größten Stadte Nordrhein-Westfalens mit an!

          1. Dortmund oder Essen, beides ist eine zuviel. Ich dachte Dortmund, da eben als Gegenstück zu Düsseldorf am „Rand“ des Ruhrblocks gelegen und mit interessanten Anschlüssen nach Westfalen.

            1. Wenn Dortmund oder Essen dann ganz klar Essen. Schon heute umfahren diverse Züge Dortmund, indem sie von Essen aus direkt Richtung Rollbahn fahren!

              1. “ Schon heute umfahren diverse Züge Dortmund, indem sie von Essen aus direkt Richtung Rollbahn fahren!“

                Aber eher weil es einfach kürzer ist Dortmund auszulassen, als wegen der Wichtigkeit. Dortmund ist meiner Meinung nach auch passender, da es eher als Knotenpunkt fungiert und die östlichen Städte besser anbindet. Aber bleibt wohl diskussionswürdig.

                Ansonsten: Mit Halt in Dortmund wäre auf jeden Fall der nördliche Ast schneller, ansonsten müsste man ja schon ab Hamm nach Wuppertal fahren.

              2. „Wenn Dortmund oder Essen dann ganz klar Essen.“

                Warum? Dann müssen die Dortmunder erst nach Essen und fahren und fahren anschließend mit sehr geringer Geschwindigkeit durch ihren eigenen Hbf durch. So wie es gezeichnet ist steigen die Essener in Dortmund aus und fahren mit einem anderen Zug gerade aus weiter nach Essen, während der Sprinter Essen Hbf mit 110 km/h passiert.

                „Schon heute umfahren diverse Züge Dortmund, indem sie von Essen aus direkt Richtung Rollbahn fahren!“

                Mit der Rollbahn hat dieser Vorschlag relativ wenig zu tun.

  2. Eine Anmerkung noch: Wenn schon „Sprinter“, dann bitte nicht über die Berliner Stadtbahn. Für die Fahrzeit die du damit ausgehend von Berlin Hbf verlierst könntest du 3 zusätzliche Unterwegshalte einbauen.

    1. Stimmt, entsprechend angepasst.

      Frage: Kann denn ein Personenzug betrieblich in Berlin Hbf tief enden? Beziehungsweise, wohin setzt er dann aus?

      1. Musst du gar nicht. Lass ihn in Berlin Hbf (tief) Kopf machen (ausreichende Gleiskapazitäten hierfür stehen ohne Frage zur Verfügung) und lass ihn in Gesundbrunnen enden, so wie die ganzen FVs aus dem Süden auch. Macht man mit der ICE-Linie 10 aus Köln in der Regel geauso (momentan nicht, weiß der Geier warum, erst ab September wieder).

        1. Kleiner Hinweis zur ICE-Linie 10:

          Im Regelfall fahren die Züge ab Spandau über Berlin Hbf (Stadbahn) zum Ostbahnhof. Von dort fahren sie ins ICE-Werk Rummelsburg.

          Der Ausnahmefall nach Gesundbrunnen ist meines Wissens nur bei Baustellen.

          Ein Sprinter ist dennoch wünschenswert, da die 10 gefühlt sehr oft hält. Konnte mir auch gestern diese Fahrt vom Ostbf nach Köln Deutz geben.

          1. Ich dachte es wäre umgekehrt, aber gut. Beides geht, und von Spandau zum Hbf ist es über die Stadtbahn ohne Frage langsamer.

          2. Auch von Gesundbrunnen können die Züge gut nach Rummelsburg gelangen. Betrieblich wegen der Kehrtwende und weil es ingesamt länger dauert einerseits nicht so schön, andererseits wäre es für die Stadtbahn auch nicht so toll, daher bevorzuge ich Gesundbrunnen als Ziel. Soll der Umlauf gleich zurückfahren, kann man auch Lichtenberg überlegen.

            1. Wenn der Umlauf nicht nach Rummelsburg ins Bw, sondern gleich wieder umkehren soll, dann wäre wohl Südkreuz das sinnvollste Ziel.

        1. Ich glaube nicht, dass das viel bringt. Ohne Zwischenhalt von Hannover (mit eigenen Flughafen) bis Berlin Spandau gäbe es in dem Zug glaube ich nicht viele, die eine Direktverbindung zum BER brauchen.

        2. Ich glaube die Dresdner Bahn ist da weniger die einschränkende Komponente als der Flughafen selber 😀

          1. Gut möglich, so tief bin ich leider nicht in der Materie.

            Warum wurde eigentlich nie ein (potentieller) Fernverkehrsanschluss für den Flughafen eingeplant?

  3. Ich kann nicht ganz nachvollziehen, warum in Bielefeld (333.000 Einwohner) gehalten werden soll, im Raum Essen/Mülheim/Duisburg mit zusammen 1.243.000 Einwohner, jedoch nicht.

    1. Bielefeld ist ein Wackelkandidat, sollte aber als Anschluss von Westfalen dienen.

      Das sind weniger Einwohner, also ich mit Duisburg – Essen – Bochum mitnehmen würde. Das hat aber auch seinen Grund: Das Ruhrgebiet hat mit dem Thalys schon eine schnelle Verbindung nach Brüssel, und Halte in besagten Städten würde dem Sprinter-Konzept widersprechen. Zudem können die meisten größeren Städte ja mit Umstiegen in Dortmund und Düsseldorf erreicht werden. Und einen Mangel an regulären ICEs im Ruhrgebiet gibts ja eigentlich auch nicht.

    2. Ich könnte mir vorstellen, dass ein solcher Sprinter vor allem auf der Relation Berlin-Köln dem Flieger die Stirn bieten würde. Daher glaube ich, dass ein Halt in Bielefeld die meisten Fahrgäste eher nerven würde als dass er neue Fahrgäste erzeugt. So ein Zwischenhalt bringt ja auch Unruhe in den Großraum, was in den Köpfen einiger Leute für den Flieger spricht. Aber Berlin-Köln mit nur 3 Zwischenhalten hört sich gut an 🙂

      1. Guter Punkt. Die Fahrzeit käme an den Flieger zwar immer noch nicht heran, aber das kann sich ja auch mal ändern, wie z.b. mit einen Bypass für die Schleife Minden. Bielefeld ist entsprechend weg.

        1. Na, Vorsicht! Die reine Flugzeit wird die konventielle Eisenbahn nie schlagen können. Aber die Reisezeit wird vielleicht sogar kürzer. Rechenbeispiel für Berlin–München:

          • etwa eine Stunde vom Zentrum Berlins zum Flughafen Schönefeld
          • eine halbe Stunde Check-in und Boarding (für Vielreisende auf Inlandsflügen)
          • eine Stunde Flugzeit
          • eine Viertelstunde Warten auf dem Rollfeld
          • eine halbe Stunde an der Gepäckausgabe
          • eine Dreiviertelstunde vom Flughafen ins Zentrum

          Macht also eine Reisezeit von vier Stunden. Ab Dezember brauchen die ICE-Verbindungen nur 4 Stunden und 20 Minuten, die Sprinter sogar nur 3 Stunden und 55 Minuten. Darüber hinaus sind sie komplett umsteigefrei und weniger ausfallanfällig. Es lohnt sich also im Grunde nur noch für Anwohner des Flughafens und bei Streckensperrungen oder Streiks, die Strecke zu fliegen.

  4. Nur mal so theoretisch: Wie viel Zeit würde man sparen (wenn überhaupt), wenn man von Düsseldorf direkt nach Aachen fährt? Ist ja von den Kilometern deutlich kürzer, aber keine SFS und mit Kopfmachen verbunden. Und Richtung Brüssel ist Köln ja schon mit Thalys und ICE sehr gut angebunden, von daher bräuchte es die schnelle Verbindung eigentlich „nur“ noch Richtung Berlin.

    1. Interessante Frage. Zwischen M’gladbach und Herzogenrath hat man ja immerhin Tempo 160, dann wirds aber deutlich langsamer. Allerdings kommt man nicht sonderlich schnell durch Neuss und Mönchengladbach durch.

      Das Kopfmachen in Aachen ist kein so großes Drama, da muss man für den Systemwechsel ja eh stehen bleiben.

      1. Das größte Nadelöhr wird die Strecke zwischen Neuss und Mönchengladbach, da fahren pro Stunde und Richtung drei S-Bahnen (inklusive vier Zwischenhalte ohne Ausweichmöglichkeit) und zwei Regionalexpresse, zzgl. Güterverkehr. Da kommt es dann verdammt schnell zu Störungen im Betriebsablauf.

        Zweites Problem:

        Die letzte Möglichkeit, von der „Hauptstrecke Duisburg-Düsseldorf“ auf das Gleis nach Neuss zu kommen ist in Duisburg-Großenbaum. Also nix mit Tempo 200 bis Düsseldorf Zoo 🙁

        Noch schlimmer, ab Wehrhahn geht’s dann mit maximal Tempo 40 bis Gleis 4 🙁

      2. Und wie wäre es schon ab Duisburg gradeaus weiterzufahren und auch noch Düsseldorf auszulassen? Nur mal so theoretisch was die Fahrzeiten angeht? *duckundweg*

        1. Mutig, mutig 😉

          Also von Duisburg über Krefeld nach Mönchengladbach ist der Personenverkehr durchaus überschaubar, im Wesentlichen nur zwei Regionalbahnen und ein Regional-Express plus Güterverkehr, dafür ist im Schnitt nur Tempo 120 möglich (ein paar Stellen haben 130, andere dagegen nur 110, 100 oder noch weniger). Und da die Mönchengladbacher und selbst die Krefelder tendenziell eher Richtung Düsseldorf orientiert sind, wird die Strecke wohl noch längere Zeit nicht ausgebaut 🙁

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