K Neuordnung der SL „Ringe“ / Anpassungen nach Nord-Süd-U-Bahn / Taktverdichtung Barbarossaplatz – Chlodwigplatz

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Beschreibung des Vorschlags

Bereits im folgenden Vorschlag schrieb ich zu den Anpassungen, die im Zuge der Fertigstellung der neuen Kölner Nord-Süd-U-Bahn vermutlich notwendig sind.

Neumarkt-Chlodwigp DIREKTVERBINDUNG? (Direkte Verbindung zwischen Chlodwigplatz und Neumarkt nach Fertigstellung Köln Nord-Süd-U-Bahn KVB)

Nach Fertigstellung der Kölner Nord-Süd-U-Bahn wird die SL 16 aus Bonn/Rodenkirchen kommend über die neue Nord-Süd-Strecke umgeleitet und verkehrt zwischen Chlodwigplatz und Breslauer Platz/Hbf direkt über Heumarkt, anstatt den Umweg über Barbarossaplatz und Neumarkt zu nehmen. Die SL 5 soll von Ossendorf (vielleicht auch von Longerich?)und Friesenplatz kommend ab Hbf den neuen Nord-Süd-Tunnel weiter über Heumarkt, Chlodwigplatz nach Raderthal und weiter nach Rondorf, Meschenich und hoffentlich auch nach Fischenich verkehren.

Durch die geänderte Linienführung der Linie 16 werden zwei Nachteile entstehen:

  1. fehlende Direktverbindung Chlodwigplatz bzw. Südstadt – Neumarkt
  2. Ausdünnung des Taktes auf dem südlichen Ringabschnitt zwischen Barbarossaplatz und Chlodwigplatz; dort verkehrt dann nämlich nur noch die SL 15 (alle 10 Minuten zzgl. Verstärkerfahrten zur HVZ, abends und am Wochenende alle 15 Minuten); durch den Wegfall der Linie 16 auf diesem Abschnitt halbiert sich folglich das Fahrtenangebot

Hier möchte ich zu Punkt 2. Stellung nehmen.

Der südliche Abschnitt der Ringe gehört zu den wichtigen Achsen der Kölner Innenstadt und sollte daher nicht nur mit 6 Fahrten pro Stunde von der Stadtbahn bedient werden, die nur zur HVZ auf einen 5-Minuten-Takt verstärkt werden. Ein genereller 5-Minuten-Takt montags-freitags durchwird gehend wäre hier angebracht. Samstags sollte ein 7-8 Minuten-Takt gefahren werden und idealerweise auch sonntags und täglich abends. In den Nächten am Wochenende empfiehlt sich mindestens ein durchgehender 15-Minuten-Takt.

Gewiss werden viele Fahrgäste aus dem Süden die Nord-Süd-U-Bahn nutzen. Eine darüber hinaus gehende Taktverdichtung von 12 auf 18 Fahrten pro Stunde zwischen Barbarossaplatz und Chlodwigplatz halte ich deshalb für nicht notwendig.

Als wichtige Umsteigerverbindung am Chlodwigplatz sollte die Linie 15,  oder/und andere Linien, insgesamt zwischen Ubierring und Barbarossaplatz alle 5 Minuten, durchgehend montags-freitags tagsüber, verkehren.

 

JörgM2706 hat einen hervorragenden Vorschlag erbracht zur Stadtbahnbindung des Stadtteils Bilderstöckchen (ca. 16.000 Einwohner)

Würde dieser Vorschlag umgesetzt werden, wäre eine neue Niederflurlinie auf den Ringen die Schlussfolgerung.

Diese neue Linie könnte genutzt werden, um der Ausdünnung des Fahrtenangebots zwischen Barbarossaplatz und Chlodwigplatz entgegen zu wirken.

Zwischen Lohsestr. und Eifelstr. würden dann montags-freitags 18 Fahrten pro Stunde u. pro Richtung fahren, in der HVZ 24 Fahrten.

Problem wäre nur, dass an der Kehranlage am Ubierring 18 Fahrten pro Stunde wenden müssten, statt wie aktuell 12 Fahrten.

JörgM2706 schrieb in der Beschreibung seines Vorschlags, dass die Verstärkerzüge der Linie 15 aus Longerich dann am Ebertplatz enden sollten, so dass zwischen Eifelstr. und Ubierring maximal 12, nicht 18 Fahrten verkehren.

 

Ich schlage dagegen folgendes Linienkonzept vor, mit dem nicht nur der Angebotsausdünnung zwischen Barbarossaplatz und Chlodwigplatz entgegen gewirkt wird, sondern auch die Linie 12 zwischen Innenstadt und Zollstock zur HVZ verstärkt wird und desweiteren die Verstärkerzüge der Linie 15 aus Longerich kommend nicht am Ebertplatz enden müssten.

 

Diese Neuordnung der Ringe-Linien sieht folgendermaßen aus.

Angaben zur Taktfrequenz: (mo-fr / sa,so,fe und abends / Nachtverkehr Wochenende)

 

Linie 11   Bilderstöckchen – Lohsestr – Ebertplatz – Rudolfplatz – Barbarossaplatz – Eifelstr – Chlodwigplatz – Ubierring

Takt: (10 / 15 / 30)

 

Linie 12   Merkenich – Niehl – Lohsestr – Ebertplatz – Rudolfplatz – Barbarossaplatz – Eifelstr – Chlodwigplatz – Ubierring

Takt: (10 / 15 / 30); zw. Niehl und Merkenich z.T. reduziertes Fahrtenangebot

 

Linie 15a    Chorweiler – Longerich – Lohsestr – Ebertplatz – Rudolfplatz – Barbarossaplatz – Eifelstr – Zollstock

Takt: (10 / 15 / 30)

 

Linie 15b   Longerich – Lohsestr – Ebertplatz – Rudolfplatz – Barbarossaplatz – Eifelstr – Zollstock

Takt: (in der HVZ montags-freitags alle 10 Minuten)

 

 

 

 

Metadaten zu diesem Vorschlag

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6 Kommentare zu “K Neuordnung der SL „Ringe“ / Anpassungen nach Nord-Süd-U-Bahn / Taktverdichtung Barbarossaplatz – Chlodwigplatz

  1. Ich hatte allerdings noch einen zweiten Vorschlag eingestellt, der dann ohnehin zu einer Neuordnung des Verkehrs auf den Ringen führen würde. Demnach würde die Line 15 (Nord) zur Linie 9 (Chorweiler – Königsforst) und dann eine durchgehende Verbindung der zwei Vorortstrecken mit dem größten Verkehrsaufkommen (Tunnel Köln Nippes und Köln-Kalk) über Dom/HBf. ermöglichen. Allerdings verkehrt diese Linie dann nicht mehr über die Ringe. Ersatz würde dann die Anbindung von Köln-Bilderstöckchen schaffen. Schließlich hängen beide Vorschläge auch mit dem  Neubau der Ost-West-Achse (durch einen Rheintunnel als Voraussetzung) zusammen. Ich finde: Wenn man schon plant, dann richtig! Politiker denken nur in 4-Jahres-Zeiträumen. Ich finde, wir können das besser.

    1. Wenn man schon plant, dann richtig! Politiker denken nur in 4-Jahres-Zeiträumen.

      Mit solchen pauschalen Unterstellungen sollte man sehr vorsichtig sein. Da steckt oft viel mehr dahinter, als man von außen beurteilt meinen könnte. Langfristge Lösungen kosten oft viel Geld, und das ist oft knapp, sodass man eben mit wenig Geld den Status quo nur kurzfristig etwas aufpeppelt. Das ist die viel häufigere Ursache für vermeintliche Fehlplanungen, als deine Unterstellung.

  2. Wenn Du schon die Kosten ansprichst, ich behaupte einfach einmal, dass ein Rheintunnel mit Verbindung Ebertplatz – Köln-Deutz (der die Ost-West-Achse entlasten würde) plus eine oberirdische Ost-West-Achse auch nicht mehr kosten würde als eine unterirdische Ost-West-Achse. Wobei für letztere ja wohl durchaus das Geld vorhanden zu sein scheint.

    Es dürfte doch wohl Einigkeit darüber bestehen, dass bereits mit dem jetzigen Verkehrsaufkommen zwei Gleise auf der Ost-West-Achse nicht reichen werden, weder ober- noch unterirdisch. Das Problem dürfte eher darin zu sehen sein dass denjenigen, die über die Verwendung der begrenzten Mittel entscheiden, entweder jegliches sachliches Verständnis für die größeren Zusammenhänge oder schlichtweg das Interesse fehlt. Letzteres begründet darin, dass der ÖPNV von diesem Personenkreis auch nicht in Anspruch genommen wird.

  3. Mir ist hier nicht klar geworden, warum du die 12 zum Ubierring und die 15 nach Zollstock führen willst, statt umgekehrt, wie bisher. Die Führung der neuen Linie 11 zum Ubierring würde das Problem doch schon allein lösen. Die Verstärkerfahrten der 15 könnten dann entfallen, und dennoch wäre ein ganztägiger dichter Takt auf den südlichen Ringen gegeben.

    Falls die Kapazität der Wendeanlage am Ubierring nicht ausreichen sollte, was ich mir kaum vorstellen kann, da dort ja nochimmer eine Schleife zu sein scheint, durch die die Straßenbahn in dichter Folge drehen könnten, dann könnte man aber auch an eine Verlängerung der Niederflurstrecke nach Rodenkirchen und Weiß denken. Ebenso wäre aber auch eine Verlängerung der 15 über den Rhein hinweg denkbar.

  4. Bezüglich der Verlängerung der Niederflurzüge über den Ubierring hinaus, das dürfte kaum möglich sein. Die Bahnsteige sind bereits alle mit 90 cm hohen Bahnsteigen ausgestattet. Ein Ausstieg aus den Niederflurzügen ist dort nicht möglich. Um zusätzlich einen niederflurigen Bahnsteig anzubauen – die Bahnsteige würden dann mindestens 120 m lang – fehlt an etlichen Haltestellen, z.B. Bayenthalgürtel und Rodenkirchen, einfach der Platz. Und was den Stadtteil Weiß anbelangt – dessen Anschluss hat die Stadt inzwischen anscheinend aufgegeben. Anders ist es nicht zu erklären, dass die Verstärkerzüge der Linie 16 irgendwann einmal an einer geplanten Rheinquerung zwischen Langel und Godorf – dort aus Naturschutzgründen wohl nur als Tunnel möglich – weiter nach Niederkassel und Bonn Beuel geführt werden sollen. Ursprünglich waren diese zur Anbindung von Weiss geplant.

    Die Kapazität der Wendeschleife am Ubierring reicht für zwei Linien aus, da diese zudem mit einem separaten Ausstiegsbahnsteig ausgestattet ist.

  5. Noch etwas: Eine Angebotsverstärkung zur HVZ auf der Linie 12 ist mit dem momentanen Ausbauzustand der Endhaltestelle am Höninger Platz in Zollstock gar nicht möglich. Die Haltestelle ist zweigleisig ohne dahinterliegende Abstellanlage, die Linie 12 macht dort eine überschlagende Wende. In der Regel sind auch beim momentanen 10-Minuten-Takt beide Gleise gleichzeitig belegt.

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