Frankfurt-Mainz viergleisig

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Die Strecke von Frankfurt nach Mainz ist am Limit. Die Linien S8 und S9 ebenso. Sie sind rund um die Uhr gut gefüllt und auch die verspätungsanfälligsten S-Bahnen im RMV. Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, schlage ich vor zwischen Frankfurt Flughafen und Mainz-Gustavsburg auf einer Strecke von 22 Kilometern zwei S-Bahn Gleise zu errichten. Auf den sechs Kilometern davor verläuft die Strecke im Tunnel, wo ein Umbau mit sehr großem Aufwand verbunden ist und daher nicht Teil dieses Vorschlages ist. Die Gleise liegen bis auf die beschriebenen Ausnahmen nördlich und südlich der Fernbahn. Stellenweise müssen bestehende Straßen etwas verlegt werden oder ersetzt werden (alle möglich!).

Der eigene Gleisabschnitt beginnt unmittelbar hinter dem Flughafentunnel. In Kelsterbach kommt dann die Umgehungsbahn des Flughafens dazu. In späteren Bertriebskonzepten ließen sich hier auch Personenzüge als Express zum Hauptbahnhof schicken. Der Bahnhof selbst wird auch komplett umgebaut und die S-Bahn kriegt neue Außenbahnsteige. Die Einfädelung auf die Schnellfahrstrecke Köln-Rhein Main wird niveaufrei ausgebaut um die Streckenkapazität zu erhöhen. In Raunheim wird der Bahnhof so umgebaut, dass es zwei Bahnsteiglose Ferngleise und zwei S-Bahngleise mit Außenbahnsteig gibt. So können die durchfahrenden Züge hier mit hoher Geschwindigkeit durchfahren.

In Rüsselsheim müssen die westwärts fahrenden Bahnen zum Halt aus Platzgründen auf das Ferngleis einschwenken. Hier würden ja aber auch alle Regionalzüge halten. Zudem wird Gleis 2 wird von beiden Seiten befahrbar gemacht und dann können haltende Züge überholt werden. Den Zügen auf Gleis 2 wiederum kann über Gleis 3 ausgewichen werden. Der Bahnhof Opelwerk wird auch umgebaut. Die größte Maßnahme stellt der Bahnhof Bischofsheim dar. Auf dem südlichsten Bahnsteig hält die S9, die darauf nach Kastel abzweigt. Der mittlere Bahnsteig ist für die Züge Richtung Frankfurt/Darmstadt vorgesehen und der nördliche für Züge Richtung Mainz. Die Ausbaustrecke endet kurz vor dem Bahnhof Mainz-Gustavsburg, da dahinter die Platzverhältnisse wieder schwieriger sind und die Strecke hier durch die fehlenden Güterzüge und die S9 nicht mehr so stark belastet ist. Durch die neuen Gleise sind Angebotsausweitungen, wie ein Viertelstundentakt auf S8 und S9 oder mehr beschleunigter Verkehr zwischen Mainz und Frankfurt möglich.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

7 Kommentare zu “Frankfurt-Mainz viergleisig

  1. Also grundsätzlich ist die Idee zu befürworten, da die Strecke häufig überlastet ist und gerade die S8 als sehr verspätungsanfällig gilt. Allerdings sehe ich ein paar Probleme, die das Ganze schwierig gestalten können:

    1. „In Raunheim müssen die westwärts fahrenden Bahnen zum Halt aus Platzgründen auf das Ferngleis einschwenken. Das Gleiche gilt in Rüsselsheim.“ Das führt die Viergleisigkeit ad absurdum, denn gerade die Halte der S-Bahn, fressen ja am meisten Kapazität. In der Praxis würde das dazu führen, dass die S-Bahn häufig auf der freien Strecke stehen bliebe und eine Überholung abwarten müsste. Ich sehe allerdings auch keine einfach Lösung, wenn man nicht die Empfangsgebäude abreißen will. Einzige Überlegung wäre noch, die S-Bahn-Gleise nicht außen zu führen, sondern auf der Nord- bzw. Südseite, dann ginge auch eine teilweise Eingleisigkeit der S-Bahn, ähnlich wie auf dem Abschnitt Offenbach Ost – Hanau.

    2. Als Engpass verbleibt auch die Flughafenschleife. Hier fällt zwar der Güterverkehr raus (ist tagsüber auf der Strecke aber eh kaum vorhanden) und der Fernverkehr ist ab Mönchhof weg, allerdings kommt künftig hier noch die RTW in den Tunnel.

    3. Mainz-Bischofsheim: Bei vielen Gütergleise ist der Entfall bzw. die Umwandlung in S-Bahn-Streckengleise kein Problem, hier jedoch schon. Wie sollen denn die umfangreichen und rege genutzten Gleisanlagen noch erreicht werden? Auf der Zeichnung wird das nicht deutlich. Am besten bei den höhenfreien Ausfädelungen/Überwerfungen auch mal Brückenbauwerke einzeichnen, sonst weiß man nicht ob es sich um eine Kreuzung handelt.

    4. Braucht es die eigenen Gleise nur für die S8 zwischen Mz-Bischofsheim und Mz-Römisches Theater unbedingt? Falls ja, wäre ich hier in jedem Fall dafür diese nur auf der Nord- oder Südseite zu errichten oder eingleisig auszuführen, da sonst gleich zwei neue Mainbrücken errichtet werden müssten.

    5. Die S9 soll vsl. mit der Inbetriebnahme des Hessen-Express über die Wallauer Spange entfallen. Willst du das berücksichtigen?

    P.S. Meiner Meinung nach wäre dies hier eher ein Infrastrukturvorschlag, als ein S-Bahn(-Linien)-Vorschlag.

    1. 1.  Also ich habe in Raunheim jetzt doch noch eine Lösung gefunden. Dort gibt es jetzt den südlichen Bahnsteig und die Ferngleise werden zu bahnsteiglosen Durchfahrgleisen. In Rüsselsheim muss es so bleiben. Hier würden ja aber auch alle Regionalzüge halten. Eine Kompromisslösung hätte ich noch: Gleis 2 wird v0n beiden Seiten befahrbar gemacht und dann können haltende Züge überholt werden. Den Zügen auf Gleis 2 wiederum kann über Gleis 3 ausgewichen werden. Eine Führung der S-Bahngleise jeweils auf einer Seite hätte den Nachteil, dass man wegen dem mangelnden Platz auch die durchgehenden Hauptgleise abreißen müsste.

      2. Die Flughafenschleife ist halt nicht mal eben zu erweitern, daher habe ich sie wegelassen.

      3. In Bischofsheim ist die Zeichnung überarbeitet. Die Ausfahrt aus dem Güterbahnhof würde über den Bahnsteig der S9 geschehen. Über die Weiche dahinter kommt man auch nach Mainz.

      4. Du hast Recht. So nötig ist es nicht. Der ABS endet nun kurz vor dem Haltepunkt Gustavsburg.

      5. Einen Entfall der S9 halte ich persönlich für falsch, daher ist sie weiterhin Bestandteil dieses Konzeptes.

  2. Ich habe den Vorschlag nochmal gründlich überarbeitet, nachdem mir aufgefallen war, dass die Zusatzgleise nicht erst in Kelsterbach beginnen müssen, sondern direkt an der Tunnelausfahrt beginnen können. Auch der Bahnhof in Bischofsheim ist überarbeitet.

    1. Warum eigentlich schon an der Tunnelausfahrt beginnen? Der Rest von der Flughafenschleife ist ja nur zweigleisig.
      Ansonsten würde ich noch sagen, dass mir das Ganze nur in Kombination mit irgendwelchen größeren Maßnahmen in Mainz wirklich sinnvoll erscheint. Klar verliert man bis dahin die S9 und paar Güterzüge, bekommt dafür aber die RB75 und paar andere Güterzüge (wahrscheinlich nicht so viele, aber gut) dazu. Besonders mit den von dir vorgeschlagenen Taktverdichtungen muss dort mehr oder weniger alles von 4 nicht gerade leeren Gleisen aufeinmal auf 2 runter, was ich wirklich etwas fraglich finde.

      1. Damit der maximal mögliche Effekt der Ausbaustrecke herausgeholt wird. Wenn man erst in Kelsterbach beginnen würde, hätte man für weitere 2,5 Kilometer eine mögliche Engstelle.

        Ich gehe davon aus, dass in diesem Szenario keine Güterzüge durch den Mainzer Hbf geleitet werden, geschweige denn am römischen Theater Kopf machen. Somit hättest du dann 4x S8, 1x RE2, 1x RE3, 1x RB33, 2x RB75 und 1-2 FV-Systemtrassen in der Stunde, die dieser Abschnitt bewältigen muss. Ohne Güterzüge sollte das machbar sein. Für den restlichen Abschnitt sehe ich halt einen sehr großen Aufwand. Der Gustavsburger Bahnhof muss entweder aufwendig umgebaut werden oder es muss eine Lösung, wie in Rüsselsheim geschaffen werden. Dann muss man eine neue Rheinbrücke schaffen. Kurz dahinter würden die neuen Gleise in die Strecke aus Mannheim einmünden. Daher meiner Meinung nach für 2km ein sehr großer Aufwand.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen