Leipzig Erweiterung des Südastes der Linie 3

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Beschreibung des Vorschlags

Die Leipziger Straßenbahn soll in den nächsten Jahren ihren Anteil am Modalsplit deutlich erhöhen. Um das zu erreichen, muss neben neuen Fahrzeugen und engeren Takten auch das Netz selbst erweitert werden.

Bisher endet die Linie 3 am Bahnhof Knauthain und ab Wasserwerk Windorf wird sie auch nur eingleisig geführt. Um u.a. das sich in Erweiterung befindliche Wohngebiet am Klucksgraben und Hartmannsdorf besser an das Stadtzentrum und die im Norden liegenden (neuen) Industriegebiete anzubinden, schlage ich daher einen Ausbau der Strecke zwischen Windorf und Knauthain auf 2 Gleise und eine geflügelte Neubaustrecke nach Hartmannsdorf bzw. in die Thomas-Müntzer-Siedlung vor.  Das erlaubt nach Abschluss des Ausbaus der nördlichen Dieskau- und der Zschocherschen Straße auch eine Taktverdichtung, da nicht mehr in Windorf auf die entgegenkommende Bahn gewartet werden muss.

Zwischen Wasserwerk Windorf und Seumestraße müsste dafür der Fuß- und Radweg in Anspruch genommen werden, was aber mit Blick auf die geplanten Renaturierungsarbeiten am Knauthainer Elstergraben und einer damit einhergehenden Aufwertung des parallel führenden Weges sogar ein Gewinn sein kann. Bis zur Haltestelle Rehbacher Straße verläuft die Strecke dann straßenbündig, die Haltestellen werden nach aktuellem Leipziger Standard mit angehobenen Kaps errichtet. Direkt südlich der Rehbacher Straße verzweigt sich die Trasse, der westliche Ast quert in einer Überführung die Bahnlinie Zeitz-Plagwitz. Um einer Elektrifizierung der Strecke Zeitz-Plagwitz nicht im Weg zu stehen, wird die Straßenführung in diesem Bereich komplett neu geordnet. Die Route führt dann weiter entlang der Knautnaundorfer Straße in Richtung Südosten, bevor am Klucksgraben in das Wohngebiet abgebogen wird. Die Endstelle Thomas-Müntzer-Siedlung wird mit einem Überholgleis und, soweit möglich, mit Rasengleis ausgestattet.

Der östliche Ast führt südlich der Rehbacher Straße weiter nach Hartmannsdorf bis zur Erikenstraße, wo perspektivisch eine Querung der Elster in Richtung Belantis und den neuen Siedlungen am Zwenkauer See mit eingeplant wird.

Um das Fahrgastpotential so gut als möglich auszuschöpfen sollen beide Äste am Tag im 10′-Takt verkehren, sodass sich diese bis/ab Rehbacher Straße zu einem 5′-Takt überlagern und so die Linie 3 v.a. in Groß- und Kleinzschocher sowie Plagwitz erheblich aufwerten. Die Linie 63 würde in weiten Teilen ersetzt werden oder eine neue Linienführung erhalten, für Rehbach käme ein ALITA oder ein Quartiersbus in Frage.

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2 Kommentare zu “Leipzig Erweiterung des Südastes der Linie 3

  1. Die Buslinie 63 fährt dort höchstens zweimal pro Stunde, wie soll dann eine Straßenbahn wirtschaftlich betrieben werden?
    Bis Knautkleeeberg kann man trotzdessen zweigleisig ausbauen, zumal die Strecke auch relativ sanierungsbedürftig ist.
    Auch wächst Leipzig nicht so stark am Stadtrand sondern in der Kernstadt.

  2. Da in der Kernstadt die Flächen für großes Wachstum nahezu komplett vergeben sind, wird sich der Blick automatisch weiter in Richtung Stadtrand bewegen. Erste Beispiele dafür gibt es bereits, u.a. eben in in der Thomas-Müntzer-Siedlung, deren Erweiterung feststeht. Und um diese neuen Wohngebiete nicht wieder vom KfZ abhängig zu machen, empfinde ich die Straßenbahn als sinnvollste Variante.

    Generell mache ich mir aktuell Gedanken über eine Erweiterung des gesamten Straßenbahnnetzes besonders an den Außenästen, wovon dies hier nur der erste, kleine Teil ist. Denn gerade von den Randsiedlungen kommen relativ viele Einpendler mit dem eigenen KfZ, da der ÖPNV hier nicht ausreichend genug ausgebaut ist.

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