Leipzig: S13 Halle – Trebsen

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Beschreibung des Vorschlags

Für die S3 Halle-Leipzig-Wurzen ist auf städtischer Ebene eine Verstärkerlinie im Gespräch (u.a. hier in meinem Vorschlag zur Engpassbeseitigung auf der S3), während die Reaktivierung der Bahnstrecke Beucha-Trebsen hier schon Bestandteil verschiedener Vorschläge war. Da sich beide Ideen sehr gut kombinieren lassen, möchte ich hier eine mögliche S13 vorschlagen (die Nummern 10, 11 & 12 sind in meinem Zielnetz bereits für andere Verläufe reserviert), welche in ihrem Verlauf der S3 größtenteils folgen soll, um diese vor allem in der Hauptverkehrszeit zu unterstützen und das Fahrgastaufkommen besser bewältigen zu können.

Eine Grundvorraussetzung ist dabei die Umsetzung der im Vorschlag zur S3 erwähnten Maßnahmen, um die Kapazität zwischen Leipzig und Halle zu erhöhen. Auf dem östlichen Ast müsste der Abschnitt Borsdorf-Trebsen wieder für den Regelverkehr ertüchtigt und, um den CTL nutzen zu können, bestenfalls elektrifiziert werden. Oder es wird auf H²-betriebene Fahrzeuge gesetzt, wobei das langfristig eher als Übergangslösung dienen sollte. Um zwischen Borsdorf und Beucha nicht direkt neue Engpässe zu produzieren, wird dieser Abschnitt ebenfalls zweigleisig ausgebaut und der Bahnhof Borsdorf erhält einen zusätzlichen S-Bahnsteig für die Züge in Richtung Grimma und Trebsen. Ab Beucha bis Trebsen verläuft die Strecke dann eingleisig, mit Kreuzungsbahnhöfen in Brandis und Seelingstädt. Letzterer wird näher an die Hauptstraße gerückt, um einen besseren Übergangspunkt mit dem Busverkehr schaffen zu können. In Trebsen folgt die Strecke den Vorschlägen, welche eine kurze Neubaustrecke zum Stadtzentrum vorsehen.

Der westliche Endpunkt soll in Halle-Trotha eingerichtet werden, wobei optional auch der Vorschlag von @Hallenserhallunke mit der Anbindung des StarParks berücksichtigt wird. In diesem Fall würde der S9 bis Peißen gefolgt, um östlich auf das Industriegleis nach Süden zu schwenken und über eine kurze Neubaustrecke im Herzen des Parks eine Endhaltestelle einzurichten.

Neue, zusätzliche Halte befinden sich in Trebsen (Zentrum), Zweenfurth, Leipzig-Althen, Leipzig-Freiladebahnhof, Leipzig-Coppiplatz (Süd) und Halle-Dieselstraße. Leipzig-Paunsdorf wird südlich versetzt und in Schkeuditz wird auf Höhe der Gartenstadt ein optionaler Halt am DHL-Hub vorgehalten. Bei der Variante zum StarPark kommen noch die Halte Halle-Steintorbrücke (Ost), Halle-Dautzsch,  Zwebendorf, Polarisstraße, Siriusstraße und Orionstraße hinzu. Als Grundtakt ist mindestens ein stündlicher Verkehr auf der vollen Länge anzustreben, zwischen Halle, Hbf und Borsdorf mindestens alle 30 Minuten.

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9 Kommentare zu “Leipzig: S13 Halle – Trebsen

    1. Da die S3 weiterhin nach Wurzen (und bei einzelnen Fahrten bis Riesa) fährt und nicht umgelegt werden soll, ist eine andere Nummerierung notwendig.
      Der CTL müsste natürlich signaltechnisch aufgerüstet werden, um eine engere Taktfolge zu ermöglichen und gleichzeitig Verspätungen besser ausgleichen zu können. Das würde ich in die generellen Maßnahmen zur Engpassbeseitigung mit einordnen und ist, meines Erachtens nach, so oder so unumgänglich, um dessen theoretische Kapazität wirklich ausschöpfen zu können.

      1. Es ist eben keine andere Nummerierung notwendig. Das S-Bahn-Netz Mitteldeutschland steht für seine einheitliche Nummerierung der S-Bahn-Linien 1 bus 6 im City-Tunnel. Neben dieser „Regel“ kann man hier eine weitere im S-Bahn-Netz Mitteldeutschland typische Nummerierungsstrategie anwenden. Man sieht es an den S-Bahn-Linien S2 und S8, welche sich im Norden aufgabeln. Das gleiche wäre mit der S3 denkbar.

        1. Desweiteren sehe ich für trebsen nicht die Notwendigkeit einer S-Bahn. Eine Regionalbahn zum Leipziger hauptbahnhof reicht hier völlig aus, lieber sollte man die S-Bahn nach Colditz und Rochlitz führen.

          1. Mag sein, man könnte diese auch S3V nennen. Die 2 und 8 werden aber geflügelt und ergeben so überlagert dennoch einen dichten Takt zwischen Bitterfeld und Dessau bzw. Lutherstadt Wittenberg – was bei einer Flügelung der 3 im Osten dann nicht mehr gegeben wäre. Deshalb soll diese Linie ja explizit als Verstärker fungieren und weitere Gebiete erschließen. Eine RB bis zum Hauptbahnhof würde stattdessen einen Umstieg erfordern, wenn man weiter in Richtung Schkeuditz oder Halle will. Das ist grundsätzlich möglich, aber wenn es sich betrieblich vermeiden lässt, sollte man das auch tun.

            Rochlitz würde ich viel eher an Chemnitz anbinden, sobald die Strecke Leipzig-Bad Lausick-Chemnitz ausgebaut ist, samt der (noch offenen) Anbindung der Muldestadt. Colditz liegt irgendwie im Niemandsland und orientiert sich am ehesten nach Grimma, wo bereits die S12 hinführen würde. Insofern wäre es da sinnvoller, die Muldentalbahn zwischen Grimma und Rochlitz wieder zu errichten, eine Linie des Chemnitzer Modells über diese Route bis nach Grimma zu schicken und dort den Übergangspunkt nach Leipzig herzustellen.

  1. Warum ist Trotha eigentlich Endpunkt der S-Bahn? Sennewitz und Gutenberg haben zusammen ca. 2500 Einwohner, was doppelt so viele sind wie Teicha. Wo liegt der nächste Bahnhof? In Teicha. Allein für die beiden Orte fände ich eine Verlängerung der S-Bahn sinnvoll.

    Die Frage ist bloß, ob man bereits in Teicha enden will, oder ob man weiter nach Norden einen geeigneten Endpunkt findet: Löbejun, Könnern, Wettin via Wallwitz, alle scheinen mir etwas ungeeignet.

    1. Zum Einen ist in Trotha genug Kapazität für wartende Züge vorhanden, zum anderen würden die von dir erwähnten Halte nördlich davon bereits von der S11 bedient und so mit in das Netz eingebunden.
      Zum Anderen ist Trotha auch nur eine von zwei Möglichkeiten, die auch zugunsten des StarParks entfallen könnte.

      1. Deine S11 würde zwar die Stadt Wettin-Löbejün bedienen, ich vermute aber, dass Meilensammler die Kernstädte von Löbejün und Wettin meinte, die von deiner S11 keineswegs bedient werden würden. Eine Fortsetzung dieser S-Bahn dorthin, also nach Löbejün (2009: 2247 Einwohner) oder nach Wettin (2009: 2355 Einwohner) über wiederaufzubauende Zweigstrecken wäre insofern durchaus denkbar, wenn man auch sehr stark daran zweifeln darf, ob diese Einwohnerzahlen einen S-Bahnendpunkt rechtfertigen können.

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