Louisa-Waldstadion

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Beschreibung des Vorschlags

Nur 2 bis 2,3 km lang, also kostengünstig, keine Querung von Wohngebieten, Anbindung eines stark frequentierten Zieles, realistischer Termin bis zur EM 2024, Fahrtzeit mit günstiger Einseilumlaufbahn ca. 6 Minuten.

Realistischer Termin bis zur EM 2024, aber nur bei unverzüglichem Planungsbeginn. Es sind nur noch 1.354 Tage bis zum 31.5.2024, die EM beginnt im Juni. Beim Projekt „Großer Feldberg“ hat allein die Machbarkeitsstudie bis heute mindestens 380 Tage „verbraucht“ und es wurde noch immer kein Termin für die Fertigstellung bzw. Veröffentlichung genannt.

In den 15 Jahren als „Commerzbank-Arena“ fanden im Durchschnitt 37 Großveranstaltungen pro Jahr statt. Der Besucherdurchschnitt lag dabei bei mehr als 36.000, die Zahl der Besucher pro Jahr also alleine bei Großveranstaltungen über 1,3 Millionen. Zusätzlich fanden noch zahlreiche Business-Events, Messen und Feiern dort statt.

Als Pilotprojekt also bestens geeignet, weil starke und schwache Auslastung getestet werden kann.

Ein Parkhaus auf dem Waldparkplatz am Waldstadion könnte ohne vollständige Überbauung des Parkplatzes leicht 6.000 Stellplätze bieten. Rechnerisch sind dafür bei einer Bauweise wie bei „The Squaire Parking“ nur 6 Ebenen nötig. Deshalb gibt es sicher keinen Konflikt mit der Flugsicherung.

Kostenbeteiligung bei Parkhaus durch Deutsche Bank bzw. Eintracht denkbar, sollte auch eingefordert werden.

Das Parkhaus ist von der A3 und der A5 sehr gut erreichbar.

Möglicherweise förderfähig durch Bund und Land, weil die Bahn auch von Einpendlern genutzt werden kann.

Der DTV Gesamtverkehr Kfz bei der Verkehrszählung 2015 des BaSt wurde an der relevanten Zählstelle mit 22.052 täglich ermittelt. Pendler und andere Fahrgäste können mit S3 und S4 sowie  den Straßenbahnen 17 und 18 Neu Isenburg und weite Teile Frankfurts ohne weitere Umstiege erreichen. Ein Potential an Pendlern mit Umstieg am zu bauenden Parkhaus ist also möglicherweise gegeben und sollte schnellstens durch Befragung ermittelt werden.

Beispiele für Verbindungen ab Louisa/Bahnhof:

Straßenbahn 17
Neu Isenburg +6 Minuten
Baseler Platz +7 Minuten
Hauptbahnhof + 9 Minuten
Festhalle/Messe +13 Minuten

S3/S4
Südbahnhof + 7 Minuten
Ostendstraße + 8 Minuten
Konstabler Wache + 10 Minuten

 

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12 Kommentare zu “Louisa-Waldstadion

  1. Der Vorschlag ist zwar noch nicht fertig, aber Grundsachen sind ja schon absehbar.

    Den größten Punkt gegen den Vorschlag sehe ich beim Bedarf – denn diese Seilbahnverbindung wäre ja praktisch nur dafür da, um das Stadion anzuschließen. Doch abgesehen von der EM2024 werden da höchstens mal im Schnitt alle 10 Tage ein Fußballspiel der Eintracht stattfinden und in der Sommersaison mal ein paar Großkonzerte. Aber dafür hat man ja schon den bestehenden Bahnhof Stadion für S-Bahn und REs/RBs sowie den großen Straßenbahnhalt Sachsenhausen-Stadion. Eine zusätzliche, dritte Anbindung und dies rein aus Louisa wäre da aus meiner Sicht ein großes Überangebot.

    Und hat man aus Louisa wirklich derart großes Fahrgastpotenzial, dass sich so eine Seilbahn überhaupt rentiert – zumal sie wie gesagt nur zu vergleichsweise wenigen Veranstaltungen etwa alle 10 Tage wirklich mal Aufkommen hätte? Der mit Abstand größte Personenstrom dürfte doch wohl viel eher aus Richtung Hbf kommen. Und per Straßenbahnline 21 ist das Stadtgebiet südlich des Mains zwischen Niederrad und Südbahnhof auch schon direkt ans Stadion angeschlossen.

    Es wird immer so sein, dass es Stadtgebiete gibt, die nicht direkt per ÖPNV an das Stadion oder eine große Eventhalle angeschlossen sind – egal in welcher Stadt. Aber warum sollte man alle Stadtgebiete direkt dorthin anschließen, wenn es nur max. alle 10 Tage eine Großveranstaltung dort gibt? Das würde sich nicht lohnen.

    1. Den Einwand verstehe ich, es sind tatsächlich nur 37 Großveranstaltungen pro Jahr. Alle 10 Tage eine ist also eine völlig richtige Annahme.

      Die Zahl der Spitzentage auf dem Großer Feldberg ist aber noch geringer und dort soll es, nach einer ebenso unbelegten wie sehr hoch angesetzten Schätzung maximal 14.000 Besucher an einem solchen Spitzentag sein. Die Zahl der Pendler, die dort auf eine Seilbahn umsteigen könnten ist sehr gering, wenn es 1.000 pro Tag würden, wäre das schon weit mehr als die bisherigen Daten hergeben. Mit 10 km Länge wäre diese Bahn aber als Pilotprojekt ohnehin erheblich teurer als die Variante Louisa/Waldstadion.

      Es wird schon Gründe geben, warum die Auftragnehmer der mit 54 Interessenten hochbegehrten Machbarkeitsstudie auch nach einem Jahr nicht fertig werden, obwohl sie sich für ein Projekt mit vier Monaten Bearbeitungszeit beworben haben.

      Wie schon geschrieben, habe ich nur versucht die beste unter den offiziell untersuchten Lösungen zu finden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eines dieser Projekte unter wirtschaftlichen Aspekten vertretbar sein könnte. Dann ist mir aber das preisgünstigste Projekt am liebsten, immerhin werden dafür Steuergelder ausgegeben.

      1. Eine Seilbahn dort in Frankfurt ist aber dahingehend nicht mit einer am Großen Feldberg vergleichbar, denn Zweitere hätte ja über das Jahr einen durchgehenden touristischen Nutzen und wäre damit viel gleichmäßiger ausgelastet als wie gesagt nur alle 10 Tage mal überhaupt.

        Und selbst wenn es am Feldberg nur ab und zu große Spitzenlasttage gibt, so kann die Seilbahn durch entsprechend mehr Kabinen gut daran angepasst werden. Genau diese Nachfrageanpassung ist ja bei Seilbahnen im Skigebioeten auch absolut Usus, denn im Sommerbetrieb hat man viel weniger Kabinen am Seil als im Winterbetrieb.

        Die Seilbahn in Frankfurt hätte hingegen außerhalb von Spieltagen bzw. Events im Stadion praktisch keinen Nutzen und würde wohl garnicht in Betrieb sein. Das ist also der große Unterschied.

        1. Das Parkhaus am Waldstadion soll nach den Vorstellungen der Planer regelmäßig Pendler zum frühzeitigen Umstieg in den ÖPNV motivieren. Ob das klappt ist genauso unsicher wie der touristische Nutzen der Feldbergseilbahn an Werktagen. Der 57er Bus fährt bis heute in der Woche meist leer von der Hohemark zum Feldberg. Es ist natürlich gut möglich, dass die Seilbahn zusätzliche Touristen auch an bisher schwach besuchten Tagen anzieht. Es kann aber wohl kaum Sinn der Seilbahn sein, den Verkehr zu bedienen, den sie erst selbst anzieht.

          Minister Al- Wazir hat sehr klar geäußert, dass er eine Seilbahn nur fördern wird, wenn sie nicht touristischen Zwecken dient. Pilotprojekte für Touristenseilbahnen stehen in den Alpen genügend herum.

  2. Das Parkhaus am Waldstadion soll nach den Vorstellungen der Planer regelmäßig Pendler zum frühzeitigen Umstieg in den ÖPNV motivieren.
    Aber warum willst du diese dann mit einer dort ganz neuen Seilbahn fahren lassen, die schon nach 2,3km zu Ende ist und einen Umstieg bedingt, wenn diese Pendler doch sehr gut über die bestehenden ÖPNV-Haltestellen mit S-Bahn, RB und Straßenbahn direkt in die City hin und zurück fahren können?
    Und welcher große Arbeitgeber ist denn am Haltepunkt Frankfurt-Louisa, wo diese Pendler dann vom Parkhaus des Waldstadions her per Seilbahn ankommen sollten? Dort gibt es keinen – nur Kleingärten, eine Gaststätte und große Wohnhäuser.

    Es kann aber wohl kaum Sinn der Seilbahn sein, den Verkehr zu bedienen, den sie erst selbst anzieht.
    Äh, das ist der Sinn von JEDEM Verkehrsmittel! Auch eine S-Bahnlinie oder eine ICE-Linie erzeugen erst ganz neuen Verkehr bzw. zieht ihn an. Also dürfen die dann auch nicht gebaut werden? Du merkst also, dass diese Art der Argumentation sich selbst widerspricht.

    Minister Al- Wazir hat sehr klar geäußert, dass er eine Seilbahn nur fördern wird, wenn sie nicht touristischen Zwecken dient. Pilotprojekte für Touristenseilbahnen stehen in den Alpen genügend herum.
    Dieser Vorschlag geht über eine Seilbahn zwischen Stadion und Louisa in Frankfurt. Was also hat die Aussage von Al-Wazir, über den man durchaus sehr geteilter Meinung sein kann, damit zu tun? Nichts.

  3. Also die Feldbergseilbahn halte ich für sehr sinnvoll, und frage mich eh schon länger warum es diese nicht schon längst gibt. Als Pilotprojekt für den RMV daher sicherlich auch ok, allerdings aufgrund der recht peripheren Lage und dem deutlich stärkeren Fokus auf die touristische Bedeutung für das konkrete Thema „urbane Seilbahnen“ eher weniger aussagekräftig.

    Die Seilbahn zur Louisa wäre dahingehend dann schon aussagekräftiger und auch unabhängig davon wünschenswert. Aus Sachsenhausen und allem was südlich davon liegt zum Stadion zu kommen ist derzeit einfach nur eine Katastrophe. Vor allem die S-Bahn ist vielfach überhaupt nicht zu gebrauchen, da chronisch unzuverlässig, komplett überfüllt (nicht selten muss locker die Hälfte der Fahrtwilligen am Bahnsteig zurückgelassen werden), und auch noch viel zu selten unterwegs. Schon heute wird da von sehr vielen Leuten lieber in Neu-Isenburg oder Louisa aus S-Bahn, Bussen und Straßenbahn ausgestiegen und die restlichen Kilometer durch den Wald gelaufen. Also zumindest an Veranstaltungstagen wäre dieser Seilbahnabschnitt denn auch problemlos auszulasten. Problem sind da halt die anderen Tage.
    Und da kommt dann halt P+R ins Spiel. Der Waldparkplatz ist natürlich extrem günstig an der B43 als südwestlicher Hauptzufahrt nach Ffm gelegen. Das einzige was dort fehlt ist eine attraktive Schnellbahnanbindung – wohingehend die Haltestellen in der Nähe von der B43 aus nicht sonderlich günstig zu erreichen sind. Tram 21 dorthin zu verlängern würde nur unter enormem Aufwand möglich sein, und zudem ist diese Straßenbahnlinie allein, mit ihrem dünnen Takt und den ziemlich langen Fahrzeiten allein schon bis Hbf, bei weitem nicht attraktiv genug um tatsächlich einen Anreiz zur Nutzung von P+R zu bieten. Da ist das Angebot in Louisa mit zwei Tram-Linien und zwei (aber auch zusammen nur viertelstündlichen) S-Bahnlinien schon wesentlich besser – aber richtig attraktiv dann doch immer noch nicht. Deswegen sah ja mein ähnlicher Vorschlag noch ein zweites Segment vom Waldparkplatz zum S-Bahnhof Stadion vor, wo dann ja nochmal drei S-Bahnlinien – zukünftig wohl nur noch zwei aber dafür beide jeweils alle 15 Minuten – zur Verfügung stehen. Erst das ÖPNV-Angebot von Louisa und Sportfeld zusammen ist tatsächlich so attraktiv dass man damit einen signifikanten Teil des MIV auf der B43 zum Umsteigen bewegen könnte. Mit anständiger gut zu erfassender digitaler Aufbereitung der erwarteten Fahrzeiten zu Louisa und Stadionbahnhof und den dort dann demnächst abfahrenden Zügen ließe sich das dann schon zum Laufen bringen.
    Bei einem Stetigförderer wie einer Seilbahn mit ihren unschlagbaren Taktdichten fällt der zusätzliche Umstieg kaum ins Gewicht, zumal Strecken von gerade mal 2km Länge auch mit Seilbahn recht zügig in unter 5 Minuten zurückzulegen sind. Da ist man in manchen Parkhäusern allein von seinem Auto bis zum Ausgang länger unterwegs.

  4. Guten Morgen,

    du hast recht, eine Verlängerung zur S-Bahn am Stadion könnte den Umstieg dort attraktiver machen. Ein zuverlässiges Info-System könnte einen wichtigen Beitag hierzu leisten.

    Was die Feldbergseilbahn angeht, bleibe ich allerdings sehr skeptisch. Es wird kaun ein Pendler umsteigen können, da nur sehr wenige von ihnen mit der U3 weiterfahren. Die Bahn wird aber sicher dafür sorgen, dass mehr Touristen auf den Feldberg kommen, der an Spitzentagen schon jetzt überfüllt ist. Besonders erschreckend ist, dass die zuständigen Kommunalpolitiker keine noch so kleine Einschränkung für den MIV auf und um den Feldberg planen. Das Plateau erinnert mich eher an eine Autobahnraststätte als an das Herzstück eines Naturparks. Eine Seilbahn wird daran nichts ändern, lediglich die Gastronomen würden von den zusätzlichen Besuchern profitieren.

     

  5. Frage in die Runde: Hat jemand Informationen über das Recht des Überschwebens von Immobilien? Es kommt mir etwas merkwürdig vor, dass dieses Thema von den Planern und der Politik nie so wirklich angesprochen wird. Bei einer Verlängerung der Strecke Louisa/Waldstadion zur S-Bahn würden ja z.B. die Liegenschaften von Converse, DOSB und DFB überschwebt. Verbände und Gewerbebetriebe sind sicher weniger empfindlich als die Besitzer von Wohnimmobilien, aber ihre Zustimmung in einem Planfeststellungverfahren kann mE nicht als gesichert angenommen werden.

    Zweite Frage: Weiss jemand, was genau auf dem Grundstück östlich von Converse (Otto-Fleck-Schneise 7) gebaut wird?

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