LUDWIGSHAFEN | NEUBAU | Oggersheim-Flomersheim

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Beschreibung des Vorschlags

Hallo,

Hier geht es um die Verlängerung/Erweiterung der Stadtbahn Ludwigshafen. Da die Flomersheimer Kurve von Frankenthaler Seite nicht gewollt ist, könnte dieser Vorschlag einen Kompromiss darstellen. Man kann so immerhin Flomersheim und Eppstein im 10-Minuten-Takt an MA/LU anbinden. Wahrscheinlich ist das eher ein zweitrangiger Vorschlag, da zuerst Stadtbahnverlängerungen nach Edigheim/Rheingönheim/Mutterstadt gebaut werden könnten, hier ist eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben.

Trotzdem bindet diese Bahnlinie viele Einwohner ans ÖPNV Netz an und bietet eine Umsteigemöglichkeit zur Bahn in Flomersheim.

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7 Kommentare zu “LUDWIGSHAFEN | NEUBAU | Oggersheim-Flomersheim

  1. Flomersheim und Eppstein gehören zu Frankenthal. Warum sollten sie an die Ludwigshafener Straßenbahn angebuden werden? Warum sollte Frankenthal etwas finanzieren, was die Leute von dort vom eigenen Stadtzentrum wegleitet? Wirtschaftlich wäre das absurd.

    Es würde sich auch kaum lohnen eine Straßenbahn so weit über dei Felder zu so kleinen Orten fahren zu lassen. Der Anschluss an die Bahn rechtfertigt auch keinesfalls einen 10-min-Takt, denn so oft wird sie wohl nicht fahren. Außerdem ist die Bahnstrecke bereits über Frankenthal erreichbar.

    1. Darum:

      Einwohner Eppstein: 2.579, Einwohner Flomersheim: 2.784

      Einwohner Ruchheim: 6.072

      Es gibt und gab schon Überlegungen, in Ruchheim eine Wendeschleife zu bauen, um bis hierhin einen 10-Minutentakt anbieten zu können. Warum sollte es sich nicht lohnen, die Menschen in den beiden Stadtteilen, deren Arbeitsplatz mit großer Wahrscheinlichkeit in MA/LU liegt, auch dahin ohne Umstieg eine Verbindung anzubieten. Mit der Bahn dürfte die Fahrt deutlich kürzer dauern als bisher. Ob Frankenthal dafür zahlt, dass seine Bürger auch mit der Bahn umsteigefrei und mit mehr Verbindungen als stündlich an ihren Arbeitsplatz kommen, weiß ich nicht. Aber in jedem Fall halte ich diese Linie für überlegenswert. Wenn Ruchheim, welches ja auch über drei Felder angebunden ist, einen Bahnanschluss hat und auch nur 700 Einwohner mehr, dann dürfte die Anbindung von Flomersheim und Eppstein ja auch sinnvoll sein. Außerdem wird ja auch der Oggersheimer Norden angebunden, Menschen, die auch bisher mit dem Bus zum Hans-Warsch-Platz fahren und dann umsteigen mussten.

       

      1. „Warum sollte es sich nicht lohnen, die Menschen in den beiden Stadtteilen, deren Arbeitsplatz mit großer Wahrscheinlichkeit in MA/LU liegt, auch dahin ohne Umstieg eine Verbindung anzubieten.“

        Du lieferst ja die Daten schon: Beide Orte haben zusammen 5.200 EW. Mit Hilfe der offiziellen Daten lässt sich das gut runterrechnen: Frankenthal (kreisfreie Stadt, zu der Flomersheim & Eppstein gehört) haben insgesamt 48.000 EW, von denen laut Pendleratlas 4.000 EW nach Ludwigshafen pendeln (also 8,3%). Da dies die einzige Relation ist, die von der Tram neu bedient wird, kann darüber das Potential berechnen: 5.200EW x 8,3% = 430 Pendler. Dafür braucht man keine Tram 😉 Ist ja auch bezeichnend, dass es aktuell nicht einmal den Bedarf für eine Buslinie auf der Relation gibt. Anderseits auch verständlich, bei dem guten SPNV-Angebot mit den angepassten Umstieg in Frankenthal.

        „Wenn Ruchheim, welches ja auch über drei Felder angebunden ist, einen Bahnanschluss hat und auch nur 700 Einwohner mehr, dann dürfte die Anbindung von Flomersheim und Eppstein ja auch sinnvoll sein.“

        Der Unterschied „Halt an einer bestehenden Strecke (mit übergeordneten Verbindungen)“ und „Neubau einer Stichstrecke“ ist dir hoffentlich bekannt.

        Und vielleicht nochwas zu der Finanzierung: Für Ludwigshafen wäre maximal die Erschließung des Oggersheimer Norden interessant, für den Rest besteht kein berechtigtes Interesse. Für den Abschnitt nach Flomersheim wäre wiederum die kreisfreie Stadt Frankenthal verantwortlich, und da hier nur 10% der Bevölkerung des gesamten Gebietes (5000EW zu 48000EW) profitieren, ist es auch für diese höchst unattraktiv. Insofern ist der Vorschlag ziemlich unrealistisch.

        1. Schön, dass Mannheim als Einpendelort vergessen wird. Das macht dann,bei gleicher Formel, (12,5% der EW) 630 Pendler. Nicht beachtet sind: Schüler, Rentner. Ganze Bevölkerungsgruppen. Klar, die Grundschüler werden potenziell in Frankenthal zur Schule gehen, der Rest tendenziell in LU. Dazu kommen noch die Einwohner in Oggersheim Nord. Ich denke, man kommt recht leicht auf ca. 1000 Pendler. Ganz zu schweigen davon, dass das Gebiet durch die Bahn deutlich attraktiver zur Bebauung wird.

          Aber klar, ich sehe den Punkt. Deshalb ist der Vorschlag nur eine Alternative zur Flomersheimer Kurve, die eine Einbindung der S-Bahn in die Pfalz ermöglichen würde und so für deutlich schnellere Verbindungen sorgen könnte. Leider Verhindert vom Frankenthaler Bürgermeister, der fürchtete, seine Stadt würde dadurch an Bedeutung verlieren. Klar ist, dass die Finanzierbarkeit keine einfache Sache ist.

          Übrigens. In Ruchheim halten momentan die Züge der RNV-Linie 4 nur im Halbstunden-Takt, zusätzlich die RNV- Expresslinie 9 alle Stunde. Geplant ist der 10-Minuten-Takt auf der 4 bis Ruchheim. Wenn das „rentabel“ sein soll, dann ist ein 10-Minuten Takt ohne Expresslinien-Anbindung an einer Stichstrecke gar nicht so ungerechtfertig. Das hat nichts mit Halt an einer bestehenden Bahnstrecke zu tun. Genauso gut kann man argumentieren, dass Pendler aus Lambsheim etc. in Flomersheim auch auf die Straßenbahn umsteigen können und somit an bestehende Bahnstrecken angeschlossen werden. Und dass das Angebot – nicht wie bei der Bahn – auch nach 22 Uhr besteht. Ein häufiger Kritikpunkt, den viele zum Anlass nehmen, das Auto zu nutzen. Wo kein Angebot, da keine Nachfrage.

          1. „Schön, dass Mannheim als Einpendelort vergessen wird. Das macht dann,bei gleicher Formel, (12,5% der EW) 630 Pendler.“

            Hab ich bewusst rausgelassen, weil die Fahrzeit durch so eine Straßenbahn konkurrenzlos langsam wäre gegenüber der S-Bahn.

            „Nicht beachtet sind: Schüler, Rentner. Ganze Bevölkerungsgruppen. Klar, die Grundschüler werden potenziell in Frankenthal zur Schule gehen, der Rest tendenziell in LU. Dazu kommen noch die Einwohner in Oggersheim Nord.“

            Frankenthal hat sowohl Grundschule als auch Oberschulen und Berufsschulen – der Anteil der Schüler wird also ziemlich gering sein nach LU, der Bärenanteil nach Frankenthal (sieht man ja auch gut, dass es keine Schulbuslinien zu Ludwigshafener Schulen gibt). Außerdem sind diese Nutzer keine klassischen Neukunden im ÖV, wodurch der zusätzliche Nutzen nur gering steigt (also von monetärer Seite).

            „Aber klar, ich sehe den Punkt. Deshalb ist der Vorschlag nur eine Alternative zur Flomersheimer Kurve, die eine Einbindung der S-Bahn in die Pfalz ermöglichen würde und so für deutlich schnellere Verbindungen sorgen könnte.“

            Das schlechte an dieser Alternative ist halt wiederum, dass sie gar keine ist, denn nur Flomersheim hätte einen Vorteil, die anderen Orte in Richtung Freinsheim so gut wie gar keinen Vorteil.

            „In Ruchheim halten momentan die Züge der RNV-Linie 4 nur im Halbstunden-Takt, zusätzlich die RNV- Expresslinie 9 alle Stunde. Geplant ist der 10-Minuten-Takt auf der 4 bis Ruchheim.“

            Geplant ist da nichts, hab da auch mal den aktuellen NVP überflogen. Da steht nur ein Verweis, dass es im alten NVP von 2004 mal angedacht war, aber nicht realisiert wurde – aber unter den neuen vorgeschlagenen Maßnahmen ist es nicht mehr aufgeführt. Ruchheim ist übrigens auch ein Stadtteil von LU und fällt daher unter die Aufgaben bzw. Standards des NVP Ludwigshafens – während die vorgeschlagene Strecke nicht darunter fallen würde.

            „Und dass das Angebot – nicht wie bei der Bahn – auch nach 22 Uhr besteht. Ein häufiger Kritikpunkt, den viele zum Anlass nehmen, das Auto zu nutzen. Wo kein Angebot, da keine Nachfrage.“

            Das Angebot ist doch überhaupt nicht schlecht, tagsüber gibt es alle 30-60 Minuten ein Bus nach Frankenthal, in den Abendstunden stündlich eine RB – alles mit Anschluss von Mannheim und LU. Für die Bedienung in der Nacht könnte man für einen Bruchteil der Kosten auch ein Linientaxi bzw. flexible Bedienform von Frankenthal anbieten.

  2. Ich persönlich halte diesen Vorschlag auch eher nicht für sinnvoll.

    Wenn man davon ausgeht, dass eine Straßenbahn mindestens 2.000 Einw. pro Kilometer benötigt, kann man sich ja selbst ausrechnen, dass das hier wahrscheinlich nicht erreicht wird. Zumal wäre man sehr viel langsamer in Ludwigshafen / Mannheim, als wenn man einfach den Bus zum nächsten Bahnhof nehmen würde.

    Hier halte ich die „Flomersheimer Kurve“ schon für realistischer.

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