M: U6 Abzweig Ismaning

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Vorteil:

Durch diese Verbindung würde sich die Anbindung des Flughafens stark verbessern, da so endlich eine Umsteigemöglichkeit zwischen S8 und U6 geschaffen würde.

Alternative:

Dieser Vorschlag ist als Alternative zu einer Verlängerung der U6 in die Echinger Lohe oder nach Neufahrn zu sehen.
Einen entsprechenden Vorschlag gibt es hier.

Mit der hier gezeigten Variante könnte die Anbindung Neufahrns, Echings und Dietersheims via. Express-Ringbus ab Garching-Forschungszentrum erfolgen. Einen Vorschlag dafür habe ich bereits hier erstellt.

Verlauf:

Nach dem U-Bahnhof Garching wird aus der bestehenden Strecke ausgefädelt, woraufhin die Isar unterquert wird. Die Trasse biegt nach Süden ab, um die erste von zwei neuen Stationen in Ismaning zu erreichen. Daraufhin verläuft die Trasse weiter nach Süden, um die Station im Zentrum Ismanings zu erreichen. Hier besteht Umsteigemöglichkeit zur S8.

Die gesamte Strecke würde unterirdisch verlaufen.

Bei beiden Stationen habe ich mögliche Positionen für Ausgänge markiert.

Takt:

Der 5 min Takt nach Garching wird ausgeweitet, wodurch jeweils ein 10 min Takt zum Forschungszentrum und nach Ismaning geschaffen wird.
Sobald nur ein 10 min Takt nach Garching besteht, wird der entstehende 20 min Takt auf den 20 min Takt der S8 in Ismaning abgestimmt, sodass dennoch problemlos umgestiegen werden kann.
Mit der 2. Stammstrecke wird auch über eine S8X nachgedacht, welche Richtung Flughafen lediglich am Ostbahnhof und in Ismaning halten soll und zusammen mit der S8 im 10 min Takt verkehren soll. Dies würde die Problematik des Umsteigens lösen.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

8 Kommentare zu “M: U6 Abzweig Ismaning

  1. Drei Dinge fallen mir auf:

    1. Eine Umsteigemöglichkeit zwischen U6 und S8 gibt es bereits: Marienplatz

    2. Warum sollte Ismaning in eine teure U-Bahn investieren, für Münchner, die zum Flughafen oder für Reisende, die nach München wollen?

    3. Warum alles unterirdisch bauen? So zugebaut ist die Oberfläche ja nun wirklich nicht.

    1. Zusätzlich zu Ulrichs Anmerkungen muss ich noch die Takthalbierung bis Garching-Forschungszentrum kritisieren. Diese ist nicht zu rechtfertigen, weil so für den bestehenden Abschnitt der Status quo schlechter wird. Deine Begründung reicht für mich nicht aus, diese Verschlechterung zu rechtfertigen.

      Und über welches große Fahrgastpotenzial reden wir eigentlich, was eine U-Bahn von Garching nach Ismaning rechtfertigt? Dass hier noch kein höherwertiges Verkehrsmittel außer dem Bus besteht, wird seinen Grund haben.

      Zudem – wie Ulrich korrekt schrieb – gibt es am Marienplatz bereits eine Verknüpfung zwischen U6 und S8. Und da die U6 nördlich davon v.a. die verschiedenen Universitätsstandorte und Studentenwohngegenden bedient, sehe ich hier erstrecht deutlich zu wenig Bedarf für deinen Vorschlag. Denn Studenten sind nicht unbedingt die erste Zielgruppe für den Flughafen. Das restliche Gewerbe und die Wohnbebauung dürften jedenfalls keinesfalls solch einen neuen U-Bahnzweig im Außenbereich rechtfertigen.

    2. Hallo Ulrich,

      zu Punkt 1 möchte ich sagen, dass ich auch schon mal spät abends, als kein Bus mehr fuhr, von der TU (Garching Forschungszentrum) zum Flughafen gefahren bin, mit Umstieg am Marienplatz. Es ist außerordentlich deprimierend, wenn man ie leuchtende Allianz-Arena zweimal, im Abstand von knapp einer Stunde, von unterschiedlichen Seiten sieht.

      Zu Punkt 2 denke ich, dass Ismaning eine solche U-Bahn genauso wenig bezahlen würde, wie Ismaning seinen S-Bahn-Tunnel bezahlt hat, oder wie Garching seine U-Bahn bezahlt hat.

      Bei Punkt 3 gebe ich dir allerdings komplett recht.

      @jabra

      die Takthalbierung bis Garching-Forschungszentrum kritisieren

      Bisher endet ja jede zweite U-Bahn in Fröttmaning, das wäre also kein Problem, diese über einen solchen Abzweig zu verlängern.

      Dass hier noch kein höherwertiges Verkehrsmittel außer dem Bus besteht, wird seinen Grund haben.

      Hier frage ich mich, welches „höherwertige Verkehrsmittel“ außer einem Bus hier fahren könnte? Der nächeste Anschluss ans Straßenbahn-Netz ist ja fast 9 km entfernt, viel zu weit, um diese hierher zu verlängern um sie für diese Verbindung zu nutzen.

      Am Ende muss ich allerdings sagen, dass ich eine Verlängerung nach Eching oder Neufahrn, also zur S1, sinnvoller finde, da hierfür die Isar nicht gequert werden muss, und neben dem Flughafen auch weitere Ziele, insbesondere Freising, erreicht würden. In Freising hat die TUM einen weiteren Campus, der so mit dem Haupt-Campus in Garching verbunden werden würde.

      1. spät abends, als kein Bus mehr fuhr… …soll sich aber noch eine U-Bahn rentieren?
        Der Bus (230) verkehrt selbst tagsüber nur alle 20 Minuten, bei einem solchen Takt würde sich noch nichtmal eine Tram lohnen.

        Es ist außerordentlich deprimierend, wenn man die leuchtende Allianz-Arena zweimal, im Abstand von knapp einer Stunde, von unterschiedlichen Seiten sieht.
        Dann musst du dir eben ein Taxi nehmen.
        Man kann kurz nach Mitternacht eben nicht den Fahrplan der HVZ anbieten, die meisten Buss wären dann komplett leer.

        Zu Punkt 2 denke ich, dass Ismaning eine solche U-Bahn genauso wenig bezahlen würde, wie Ismaning seinen S-Bahn-Tunnel bezahlt hat,
        Bei BoStrab-Projekten (u.a. U-Bahnen) müssen die Kommunen 10% der Kosten aus eigenen Mitteln tragen, bei EBO-Projekten (u.a. S-Bahnen) nicht.

        oder wie Garching seine U-Bahn bezahlt hat.
        Ich weiß nicht, wie da letztlich die Finanzierung aussah, ich kann mir aber vorstellen, dass die Stadt München einen Teil des Garchinger Anteils übernommen hat, da ja auch München sehr davon profitiert. Dies sind aber nur Spekulationen.

        Bisher endet ja jede zweite U-Bahn in Fröttmaning, das wäre also kein Problem, diese über einen solchen Abzweig zu verlängern.
        Doch: Stichwort „Betriebskosten“
        Diese müssen die betroffenen Kommunen zu 100% selbst tragen. Da in diesem Fall die Stadt München kein großes Interesse an dieser U-Bahn hat, müssten Garching und Ismaning diese riesigen Kosten alleine stemmen.
        Da Garching wohl auch kein so großes Interesse an dem T5 hat, da er völlig überdimensioniert ist, müsste Ismaning wohl einen sehr großen Anteil davon tragen.

        dass ich eine Verlängerung nach Eching oder Neufahrn, also zur S1, sinnvoller finde
        Nicht nur du: Von offizieller Seite wurde diese Verlängerung auch tatsächlich untersucht.
        Da selbst die wirtschaftlichste Variante nur auf einen Kosten-Nutzen-Faktor von 0,11 kommt und somit meilenweit von einer Förderfähigkeit entfernt ist, wurden entsprechende Planungen verworfen.

        1. Hallo Baum,

          ich glaube, du hast den Zusammenhang nicht gesehen, in dem die ersten zwei Zitate in deinem Kommentar stehen, jedenfalls verstehe ich ansonsten nicht, dass du so zynisch darüber herziehst. Der Zusammenhang war der Einwand von Ulrich Conrad, U6 und S8 seien ja bereits am Marienplatz miteinander verbunden, woraufhin ich aus eigener Erfahrung beschrieben habe wie es ist, wenn man diese absurde Route tatsächlich fährt.

          Ich weiß nicht, wie da letztlich die Finanzierung aussah, ich kann mir aber vorstellen, dass die Stadt München einen Teil des Garchinger Anteils übernommen hat, da ja auch München sehr davon profitiert.

          Genau so war es auch und darauf wollte ich auch hinaus, dass es bei einem Vorhaben wie hier ähnlich sein könnte.

          „Bisher endet ja jede zweite U-Bahn in Fröttmaning, das wäre also kein Problem, diese über einen solchen Abzweig zu verlängern.“
          Doch: Stichwort „Betriebskosten“

          Auch hier hast du den Zusammenhang meiner Aussage wohl nicht gesehen, obwohl ich ihn sogar zitiert hatte. Jabra hatte die Takthalbierung für Garching-Forschungszentrum kritisiert, worauf ich entgegnet habe, diese sei gar nicht nötig, da es natürlich an und für sich möglich ist, die in Fröttmaning endenden Züge zu verlängern. Dass es finanziell schwierig wäre möchte ich nicht verleugnen, möglich wäre es aber durchaus.

          wurden entsprechende Planungen verworfen.

          Der Freisinger Kreistag hat das Projekt Stand jetzt zurückgestellt, nicht verworfen. Der Weg für einen neuen Anlauf ist also noch nicht zu, und mit anderen Voraussetzungen (mögliches neues Klimaschutzgesetz mit Hochstufung der Förderfähigkeit des ÖPNV) könnte es am Ende vielleicht trotzdem noch gehen.

          1. Genau so war es auch und darauf wollte ich auch hinaus, dass es bei einem Vorhaben wie hier ähnlich sein könnte.
            Welchen Vorteil hat München denn hierdurch?
            Lediglich der Münchener Norden -und natürlich Garching- würde hierdurch profitieren, dafür würde München aber mit Sicherheit nicht die Kosten tragen.
            Garching Forschungszentrum ist wie gesagt etwas anderes, da München selbst durch die U6 vom MIV entlastet wird und München als Wohnort für Mitarbeiter interessanter wird.

            Dass es finanziell schwierig wäre möchte ich nicht verleugnen, möglich wäre es aber durchaus.
            Darauf wollte ich auch hinaus: Theoretisch wäre eine Taktverdichtung möglich, praktisch aber eher nicht.

            Der Freisinger Kreistag hat das Projekt Stand jetzt zurückgestellt, nicht verworfen.
            Bei einem KNF von 0,11 müsste man entweder einen zehnfachen Nutzen zum selben Preis oder nur ein Zehntel des Preises bei selbem Nutzen nachweisen, um Chancen auf Fördermittel zu haben. Bei einem KNF >0,9 könnte man vielleicht durch zukünftige Entwicklungen und leichte Änderungen auf >1 kommen, bei 0,11 dürfte es aber keinen Unterschied zwischen „verworfen“ und „zurückgestellt“ geben.

            mit anderen Voraussetzungen (mögliches neues Klimaschutzgesetz mit Hochstufung der Förderfähigkeit des ÖPNV) könnte es am Ende vielleicht trotzdem noch gehen.
            Selbst mit veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen wird dieses Projekt wohl nicht mehr in diesem Jahrhundert fertiggestellt, viele andere Projekte haben einen deutlich besseren KNF und stehen somit deutlich weiter oben in der Priorisierung.

  2. Dieser Vorschlag übersieht ja wohl den wichtigsten Punkt: Garching hätte diese U-Bahn niemals bekommen wenn es das Forschungszentrum nicht geben würde, aber in diesem Vorschlag erreicht man es vom Flughafen wieder nur mit zweimal umsteigen, bzw. Es ist bei diesem Vorschlag sogar noch schlechter angebunden…

    Aber dann fährt die U-Bahn wiederum nicht bis zur S-Bahn Station, sondern soll in der Parallelstraße halten wodurch ein Umstieg wieder erschwert wird besonders für Menschen mit eingeschränkter Mobilität.

    Wenn dann könnte man über eine Straßenbahn zwischen Ismaning, Garching und den Schleißheims nachdenken, da in den vier Gemeinden mehr als 75000 Menschen auf kleiner Fläche wohnen und man für den Preis dieser U-Bahn Verlängerung ein ziemliche großes Tram Netz bekommen könnte.

  3. Die Fakultät Eletrotechnik zieht jetzt auch nach Garching. In der HVZ wird eh schon im Takt 5 gefahren, weil die U-bahnen bis zur ENdstation voll sind. Zusätzlich gibt es keinerlei Bauliche Vorleistungen.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen