Merseburger Überlandbahnen – Geisetalbahn + Wiederaufbau der Strecke nach Spergau

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Heute mal ein etwas utopischer Vorschlag, welcher aber…bei entsprechender Entwicklung der Gebiete gar nicht so abwegig erscheint.
Dieser Vorschlag beinhaltet die Einführung einer Überlandstraßenbahn (Linie 15) zwischen Bad Dürrenberg, Leuna und Mücheln.
Die Linie sollte stündlich betrieben werden. Im Bereich des Geisetalsees könnte man auch über historische Verstärkerahrten nachdenken.
Ein Großteil der Strecke kann eingleisig errichtet werden.
Durch die Trasse entstünden neue Direktverbindungen. Leuna wäre an Braunsbedra und Mücheln besser angebunden, und auch eine Erreichbarkeit der Bahnstrecke nach Leipzig von Braunsbedra und Mücheln aus wird erleichtert.

Von Bad Dürrenberg bis Kirchfährendorf folgt die Strecke dem bisherigen Verlauf der Linie 5. Meine Maßnahme zur Beschleunigung der Linie 5 – Verlegung der Brücke Kirchfährendorf könnte parallel ganz gut realisiert werden.
Im Bereich Spergau wird anders als bis 1974 der Ort direkt erschlossen. Daher habe ich eine Streckenführung parallel zur Landstraße gewählt, und nicht über den nördlich liegenden Feldweg.
Nach der durchquerung der Leuna-Werke geht es weiter durch Braunsbedra in Richtung Mücheln. Dort endet die Strecke am Rand der dichten Besiedlung.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

9 Kommentare zu “Merseburger Überlandbahnen – Geisetalbahn + Wiederaufbau der Strecke nach Spergau

  1. Die Idee gefällt mir, aber warum schließt du nicht in Merseburg-Süd an die vorhandene Strecke an? Dann ließen sich Kötzschen, Beuna, Reipisch und Frankleben auch noch bedienen, Großkayna allerdings nicht. Ob Großkayna aber so wichtig ist?

    Die nächste Frage wäre allerdings, welche Auswirkungen diese Straßenbahn auf das Überleben der Eisenbahn nach Querfurt hätte. Ob sie dann noch zu rechtfertigen wäre? Umgekehrt könnte man fragen, ob nicht eine Verdichtung der Eisenbahn zwischen Merseburg und Mücheln genügen könnte.

    1. Ich versuche mal, meine Sicht verständlich darzulegen:
      Wenn man eine durchgehende Tramlinie in der annähernd alten Linienführung aufbaut, könnte die Eisenbahn nach Querfurt großen Schaden davontragen, ergo wäre das nicht wirtschaftlich.
      In meiner Variante würde ich versuchen den Parallelverkehr zur RB möglichst gering zu halten und in Braunsbedra Ost versuchen Bahn und Tram miteinander zu verknüpfen. Da ich die Relation nach Merseburg mit der Tram hier nicht bediene, sondern nur die Relation nach Leuna und Bad Dürrenberg, wird die RB nicht bedroht. Im Bereich Braunsbedra Mücheln übernimmt die Tram die (touristische) Feinerschließung, welche durch den Zug momentan verfehlt wird.

      Vorstellbar wäre ein Wiederaufbau der Tramstrecke Merseburg-Süd Frankleben dennoch. Für die Weiterführung gäbe es hier mehrere Varianten:
      Ein Lückenschluss zwischen Abzweig Großkayna und Frankleben, allerdings mit Bedienung einer Linie Merseburg Frankleben Großkayna ( weiter Richtung Leuna). Sollte die Tram hier nämlich weiter nach Braunsbedra verkehren, hätten wir den angesprochenen Parallelverkehr wieder…
      Eine andere Idee, welche ich zurzeit mit mir herumschleppe, ist eine Ringführung ab Frankleben über Blösien und Geusa zurück nach Merseburg, sodass dort die westlichen Stadtteile bedient werden. Dort suche ich aber noch nach einer passenden Linienführung und werde mal auf der Seite nach Ideen suchen, hab da glaub ich auch schon ein paar gesehen.
      Wiederum eine andere Variante wäre eine Führung der Tram von Frankleben bis Braunsbedra Ost und weiter über Schortau, Leiha, Roßbach, Lunstedt, Lunstedt, Reichardswerben, Tagewerben, und Burgwerben nach Weißenfels. Ähnlich wurde eine Trasse auch mal geplant. Diese Relation würde den Parallelverkehr begrenzt halten, allerdings sollte man dann über den Entfall der Verstärkerfahrten bei der RB nachdenken dürfen.
      Ich hoffe das war einigermaßen verständlich…^^

      1. Ich kann verstehen, dass du einen Parallelverkehr zur RB nach Querfurt meiden möchtest, denke aber doch, dass gerade die Verbindung nach Merseburg (und Halle) die wichtigste Fahrtrichtung für die Menschen im Einzugsgebiet ein dürfte. Wenn du dich mit der Straßenbahn auf Leune und Bad Dürrenberg beschränkst, dürfte das Fahrgastpotenzial kaum ausreichen, fürchte ich. Solche Überlandstraßenbahnen haben ohnehin meist das Problem nur schwer eine ausreichende Menge an Fahrgästen erreichen zu können, um eine Rechtfertigung zu ermöglichen. Wenn du dann aber noch auf den Radialverehr zur Kreisstadt verzichtest und dich auf einen Tangentialverkehr beschränkst, wird das vermutlich nicht ausreichen.

        Wie wäre es aber, wenn man auf die Eisenbahn verzichtet, diese auf Meterspur umbaut und die Straßenbahn auf deren Trasse bis Querfurt führt? Dort könnte sie dann noch die Stadt selbst bedienen, etwa über Döcklitzer Tor – Roßplatz – Klippe – Markt – Nebraer Straße – Nemsdorfer Weg, bis zur Grünfläche vor dem Buchenweg. Falls das zu viel wäre, könnte man natürlich auch an einen Endpunkt im Stadtzentrum denken.

        1. Suboptimal wäre das. Zumindest aus meiner Sicht. Aufgrund der Tatsache, dass der Geisetalsee mit der Bahn wirklich suboptimal erschlossen ist.
          Um noch einmal das Konzept zu verdeutlichen: Zwischen Braunsbedra Ost und Mücheln erfüllt die Bahn die Zwecke der nähren Erschließung. An benanntem Bahnhof sollte es dann einen Anschluss zur RB geben. Wenn man es geschickt macht, könnte man auch in Mücheln (Stadt), sofern man einen Zugang von Norden aus schafft, einen Anschluss ermöglichen. So könnten Reisende aus Querfurt, die nach Bad Dürrenberg/Leuna/Spergau/weiter nach Leipzig wollen, in Mücheln in die Tram umsteigen. Fahrgäste aus Mücheln/Geisetalsee (nähere Erschließung), welche nach Merseburg wollen, steigen währenddessen in Braunsbedra Ost in den Regio um. Aufgrund der kürzeren Fahrtzeit der RB zwischen Mücheln und Braunsbedra sollte dieses System gut funktionieren. Auch andersherum sollte es möglich sein. In Braunsbedra Ost erfolgt der Umstieg Merseburg -> Geisetalsee/Mücheln, in Mücheln Stadt der Umstieg Bad Dürrenberg/Leuna/Spergau -> Richtung Querfurt.
          Durch die dadurch entstehenden zusätzlichen Spitzen auf der Überlandstraßenbahn zwischen Mücheln und Braunsbedra Ost sowie der städtischen Naherschließung von Mücheln sollte sich auf diesem Tram-Abschnitt der eben angesprochene 30-Minuten-Takt rechnen, auch wenn hier jede 2. Fahrt keinen Anschluss an die RB hätte. Diese Fahrten ließen sich dann gut mit historischen Fahrzeugen für Touristen vermarkten. Soweit die Theorie…
          Wie es in der Praxis aussähe, wie genau die Umsteigewege optimiert werden können und wie sich das auf die Position der Ausweichen auswirken würde, kann ich nicht beantworten, da ich (noch) kein Verkehrsplaner bin. Aber möglich sollte es dennoch sein.

        2. Interessanter Gedanke, mit so einer Tram in Querfurt. Würde mich sehr auf einen Vorschlag freuen. Vielleicht könnte man auch die Verbindung nach Röblingen reaktivieren…?! 🙂

        3. Ich ziehe meinen Vorschlag zurück, eine Umspurung der Strecke für die Straßenbahn wäre wegen des Güterverkehrs nicht möglich. Ich hatte übersehen, dass es dort noch welchen gibt und bitte dafür um Entschuldigung.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen