Straßenbahn Aschaffenburg: Hösbach – Goldbach – AB – Schweinheim

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Beschreibung des Vorschlags

Die Straßenbahn Aschaffenburg soll ein innerstädtisches Verkehrsmittel für Aschaffenburg werden. Aschaffenburg hat etwa 70000 Einwohner und fünf Nachbarorte (Mainaschaff, Goldbach, Kleinostheim, Haibach und Stockstadt) die die 8000-Einwohnergrenze knacken und von der Bebauung fließend in Aschaffenburg übergehen, sodass man hier von einem verstädterten Raum mit fast 100000 Einwohnern sprechen kann. Goldbach hat fast 10000 Einwohner und Hösbach über 13000 Einwohner, von denen allerdings nur etwa 6500 sich auf Hösbach-Hösbach konzentrieren. Goldbach und Hösbach liegen zwar entlang einer Eisenbahnstrecke, jedoch verläuft die auf der falschen Flussufersseite und auf der falschen Seite der Autobahn A3, um die Orte vernünftig zu erreichen und die Züge halten nur Hösbach, aber nicht in Goldbach.

Die Straßenbahn Aschaffenburg soll normalspurig und niederflurig sein. Außerdem verläuft sie meist oberirdisch und straßengebunden.

Die hier vorgestellte Linie 2 bedient Hösbach (13176 Einwohner), Goldbach (9976 Einwohner), das Zentrum Aschaffenburgs und Schweinenheim (10848 Einwohner). Zwischen dem Hauptbahnhof und der Innenstadt teilt sie sich den Linienweg mit der Linie 1 nach Mainaschaff (8959 Einwohner), die Hochschule Aschaffenburgs sowie Haibach (8486 Einwohner). Der Hauptbahnhof kann auch mittels Tunnel erschlossen werden, wobei das natürlich gegenüber der Brückenlösung teurer wäre.

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6 Kommentare zu “Straßenbahn Aschaffenburg: Hösbach – Goldbach – AB – Schweinheim

  1. Das wäre keine Metro, sondern eine Straßenbahn, und das ist auch gut so, denn eine Metro, also eine U-Bahn wäre sicherlich wieder ein Löschkandidat. Warum verwendest du einen falschen Begriff?

    Eine Straßenbahn für Aschaffenburg empfinde ich aber als gute Idee. In der Tat werden in diesem Gebiet an die 100.000 Einwohner erreicht. Das lohnt sich.

    Zu den Haken: Die Ecke Gutwerk- / Molkenbornstraße ist zu eng. Führ die Linie besser über Marien- und Schweinheimer Straße, eventuell mit kurzem eingleisigen Abschnitt am Versatz zwischen Marien- und Schweinheimer Straße.

    Die Brücke über den Bahnhof hat viel zu kurze Rampen. Alternative wäre eine Führung über die Müllerstraße möglich. Ein eigener Tunnel unter dem Bahnhof scheint mir zu teuer, aber wenn er nur unter dem Bahnhof läge und diesen Umweg vermeiden würde, ließe ich eventuell mit mir reden, aber auch da müssten die Rampen lang genug sein, was dann aber auch wieder eine preiswertere Brücke ermöglichen würde. Schließlich braucht eine Rampe nach unten genausoviel Platz, wie eine Rampe nach oben.

    Hösbach hat übrigens nur 6558 Einwohner, statt den 13.000 zu denen auch jene von deiner Strecke nicht erreichte Bewohner der eingemeindeten Dörfer gehören. Diese mitzuzählen finde ich schon sehr bedenklich. Dennoch könnte sich der Anschluss Hösbachs lohnen, aber die Strecke müsste kürzer sein. Das letzte Stück führt durch viel zu dünn besiedeltes Siedlungsgebiet. Ein Endpunkt am Marktplatz fände ich sinnvoll.

     

  2. Ich sehe die Verlängerung zum Schulzentrum im Gegensatz zu Ulrich Conrad als durchaus sinnvoll an. Ich kenne mich dort zwar nicht aus, aber das Im-Raum-Stehen einer Verlängerung ist auf jeden Fall gut

    1. Das Schulzentrum bringt Fahrgäste, wie ein Gewerbepark, zweimal am Tag. Dazwischen fahren dei züge dann leer. Das erscheint mir nicht lohnend, zumal Schüler auch nur wenig zahlen. Außerdem ist es gesunden jungen Leuten wohl durchaus zuzumuten die 500 m zum Markt zu Fuß zu gehen. Etwas anderes wäre es, wenn dort ein Seniorenheim wäre.

      1. > zumal Schüler auch nur wenig zahlen

        Das halt ich für ein sehr schwaches Argument. ÖPNV muss auch Aufgaben erfüllen dürfen, die sich nicht 1:1 in barer Münze auszahlen. Bezüglich der zumutbaren 500m Fußweg bin ich zwar grundsätzlich bei dir – liegt ein Teil der Strecke aber z.B. an einer vielbefahrenen Hauptstraße (ob das vor Ort so ist, weiß ich nicht), sieht die Sache aber schon wieder anders aus.

        Gewerbeparks sind auch so eine Einzelbetrachtungssache, kommt halt drauf an wieviele Arbeitsplätze dort konzentriert sind. Da wird man richtigerweise nicht über den ganzen Tag hinweg irgendwelche 60-Meter-Züge im 10-Minutentakt vollkriegen – wenn man als Stadt aber will, dass die Belegschaft nicht Tag für Tag mit dem eigenen Auto anreist, lohnt es sich durchaus, über eine nur zu bestimmten Tageszeiten ausgelastete ÖV-Linie nachzudenken.

        1. Wenn es um die Wirtschaftlichkeit eines Projektes geht, kommt es sehr wohl darauf an, ob die zu erwartenden fahrgäste voll zahlen oder nicht. Natürlich hast du Recht, dass sich nicht alles in barer Münze auszahlen muss, aber all zu hoch dürfen die Verluste eben auch nicht sein.

          Ich habe auch nichts gegen die Anbindung eines Gewerbeparks oder eines Schulzentrums, wenn diese ohne viel Aufwand erreicht werden können. Man muss sich aber darüber im klaren sein, dass dort nur zu ganz bestimmten Zeiten Fahrgastaufkommen ist, und ansonsten kaum. Das senkt ebenfalls die Wirtschaftlichkeit, und da Kosten und Nutzen in vernünftigem Verhältnis stehen müssen, auch die Wahrscheinlichkeit einer Umsetzung.

          1. Mal so grundsätzlich: Ohne es jetzt belegen zu können, wäre meine Einschätzung, dass Anbindung von Schulen  lohnenswerter als Gewerbeparks sind, wobei es für letztere ja (wie Richard schon richtig sagt) große Unterschiede geben kann. Grundsätzlich sind diese jedoch eher durch Weitläufigkeit geprägt, während Schulen konzentrierteres Potential bieten. Auch ist es zwar abhängig von Schulferien, aber sonst saisonunabhängig konstant, Schulen schließen auch eher seltener als das Firmen pleite gehen oder umziehen. Zudem wäre die Alternative oftmals, dass die Eltern die Kinder zur Schule bringen, was zwei Hin- und Rückfahrten täglich bedeuten würde. Auch ist es wichtig, dass Kinder frühzeitig den Umgang mit öffentlichen Verkehrsmitteln lernen, so nutzen sie später auch häufiger diese. Auch können Schüler ja nicht grundsätzlich kostenlos fahren, i.d.R. übernimmt nur die Stadt die Kosten und überweist diese an das/die Verkehrsunternehmen. Daher sind sie durchaus auch eine Einnahmequelle, die die Züge/Busse füllen.

            Ob es in diesem Fall auf die 500 m ankommt, weiß ich nicht zu beurteilen. Einerseits können die Kinder auch meist die Strecke laufen, andererseits gibt es genug besorgte Eltern, die ihre Kinder aus Sicherheitsgründen oder bei schlechtem Wetter dann doch lieber mit dem Auto bringen. Man könnte auch überlegen, die Schule mit Bussen zu bedienen, der „Schienenbonus“ wirkt sich auch Schüler kaum aus und es könnte auf die Nachfragespitzen besser reagiert werden, allerdings sind Direktverbindungen zwingend erforderlich, da vielen Kindern ein Umstieg nicht zugemutet wird, was die Straßenbahnverbindung ad absurdum führen würde.

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