[MH] U18 Verlängerung über die Speldorfer Bahn

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Beschreibung des Vorschlags

Die Verlämgerung der U18 über die vorhandene Güterbahn in Speldorf baut auf dem Vorschlag von Tramfreund94 auf, und ist bis zur Hochschule Ruhr-West identisch. Auch hier wird auf einen Halt der U18 an der Haltestelle Königstrasse vezichtet, um die Kosten für einen Hochflurbahnsteig zu sparen und die U18 als schnelle Linie auszubauen.

Wie von Tramfreund94 schon bemerkt, müssen die drei U-Bahnhöfe umgebaut werden. Da Hochbahnsteige zum Teil schon vorhanden sind, sind die Kosten überschaubar. Der Umbau des U-Bahnhofes MH-Hauptbahnhof ist allerdings umfassender, da die gesamte Gleis- und Signalanlage neu gebaut werden muss. Dies ist notwendig wegen der unterschiedlichen Radreifenprofile, Spurweiten und Spurbelegung für die Linien U18 und 901. Hier muss auch ein Bahnsteig komplett von Niederflur auf Hochflur umgebaut werden.

An der Hochschule Ruhr-West muss eine zusätzliche Hochbahnsteiganalge gebaut werden. Die Verlängerung der Niederflurbahnsteige mit einem Hochflurabschnitt in Seitenlage bietet sich an. Ein paar Parkplätse entfallen. Ab Hochschul ist der Streckenneubau unkompliziert. Hundert Meter zweigleisig geradeaus und dann eingleisig auf die Eisenbahntrasse in Richtung südwest abbiegen. Da die ehemalige Eisenbahntrasse zweigleisig war, aber heute nur noch von vereinzelten Güterzügen benutzt wird, bietet es sich an, keinen Mischverkehr einzurichten. Für die U18 dürfte eine eingleisige Strecke erst einmal ausreichend sein. Dort wo möglich, sollten die Hochflurbahnsteige aber schon für einen zweigleisigen Betrieb vorgesehen werden, und als Ausweichen dienen. Drei Haltepunkte bieten sich an, weil hier schon Brücken vorhanden sind. Zwei Brücken sind Strassenbrücken, die dritte eine Fussgängerbrücke. Bei dem Bau der Haltestelle an der Saarner Strasse sind Zugänge von beiden Bahnsteigenden angebracht. Die Haltestelle wird dadurch weit mehr Fahrgäste ansprechen wird. An der Saarner Strasse wird auch ein Umsteigen zum Bus eingericht.

Was spricht gegen die Verlängerung der U18 entlang der 901:

Die Kosten für umfassenden Umbau ohne zusätzliche Verbesserung/Erschliessung neuer Gebiete. Ein Erhalt der 901 als Strassenbahn wird die Realisierung einer Stichstrecke bis direkt an der Uni in Duiburg erleichtern.

Vorteile:

Der Umsteigezwang am Hauptbahnhof hört auf. Die U18 wird zu einer Duchmesserlinie in Mühlheim entwickelt. Die Hochschule gut aus dem Osten der Stadt und auch aus Essen erreichbar. Speldorf-Süd/Broich werden mit einer schnellen Linie erschlossen. Die vorhandene Trasse neu genutzt. Der gesamte Busverkehr in Speldorf/Broich wird auf myBUS (DVG) reorganisiert, einzige eine radiale Buslinie zwischen Saarn und Stryrum bleibt erhalten. Mit myBUS geht es dann von der Haustüre bis zu einer der Stadtbahnhaltestellen der U18, 102 oder 901. Das spart erhebliche Kosten im Vergleich zu Linienbussen mit Haltestellen, und verbessert das Angebot wesentlich. Die letzten beiden Haltestellen der 102 können dann auch entfallen, und der Bereich wird von myBUS bedient. Die 102 wird bis Saarn verlängert werden, so wie hier von Tramfreund94 vorgeschlagen.

Zukünftige Vorteile:

Die U18 kann relativ kostengünstig bis nach Duisburg verlängert. Dabei bieten sich meherer Möglichkeiten an. Naheliegend die Anbindung an die U79 in Grunewald, und dann in die Duisburger Innenstadt. Alternativ einfach nur bis zum Bahnhof Hochfeld, um so eine gute Umsteigemöglichkeit auf der Ost-West-Achse zu ermöglichen. Mit dem Ausbau des U-Bahnhofes am Düsseldorfer Flughafen, wäre auch eine Verlängerung der U18 bis zum Flughafen Düsseldorf denkbar. Dabei würde die U18 eine Anbindung für den Duisburger Süden und den Düsseldorfer Norden an den Flughafen herstellen. Für die Mülheimer im Osten der Stadt wäre dies weniger von Interesse, aber die U18 würde polyzentrisch entwickelt. Letztendlich wäre auch eine Verlängerung über Lintorf und Ratingen bis zum Düsseldorfer Flughafen denkbar, abhängig wie sich die Lage um die RB37 und der Stadtbahnausbau zwischen Düsseldorf und Ratingen mal entwickelt.

Nachteile:

Mit der 901 und der U18 ist der Abschnitt zwischen Hochschule und Hbf sicher mehr als gut bedient. Daher beietet es sich an die U18 erstmal nur alle 20 Minuten bis Speldorf/Broich zu verlängern. Die übrigen Fahrten der U18 enden am Hbf. Umgesetzt wird in der dafür vorgesehenen Anlage im Tunnel. Für die 901 muss eine neu Umsetzmöglichkeit gefunden werden, weil die 901 an die Niederflurbahnsteige der 102 verlegt werden muss. Da die 102 zeitweise heute schon an der Aktienstrasse umsetzt, wäre dies eine Lösung. Entsprechend muss das Vierschienengleis verlängert werden. Da es aber an der Aktienstrasse kein ekstra Gleis für das Umsetzten gibt, wird es in der HVZ  schon ziemlich knapp. Es bleibt also nur die Verlängerung der 901 bis zur Haltestelle Buchenberg, wo sich oberirdisch Platz für eine Umsetzanlage für die 901 finden lässt. Dies bedeutet dann allerdings mindestens einen weiteren Kurs auf der 901. Das kann sich lohnen, wenn man die Stadtteilbusse und myBUS auf Buchenberg konzentriert. Immerhin gibt es dort auch ein Teil Arbeitsplätze. 901 und 102 müssen dann vertaktet werden, so dass zwischen Schloss Broich und Buchenberg alle 7,5′ eine Bahn fährt.

Mit Sicherheit wird die Stadt Mühlheim hier nicht hurra rufen. Ein Projekt „Verlängerung U18“ mit allen Folgekosten für die 901 müssen von Bund, Land/VRR finanziert werden.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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3 Kommentare zu “[MH] U18 Verlängerung über die Speldorfer Bahn

  1. Interessante Idee. Allerdings dürfte das im Bereich Speldorf Trassenkonflikte mit dem Radschnellweg Ruhr geben, der ebenfalls auf dieser Strecke entstehen soll.

    Außerdem würde ich noch vorschlagen im Bereich der Heerstraße einen Haltepunkt einzurichten.

  2. Den Halt an der Heerstrasse habe ich zugefügt. Ist sicher berechtigt für die, die südöstlich der Trasse wohnen/arbeiten.

    Der Radweg ist an einigen Stellen vielleicht ein Problem, allerdings dürfte sich dies unter Einbeziehung der Steinbruchstrasse in den Radweg lösen lassen. Wo ein Wille ist, …

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