München – Holzkirchen – Wien / Verona

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Beschreibung des Vorschlags

Diese Strecke soll den aus Norden und Westen nach München führenden Schnellverkehr nach Süden und Osten weiter führen. Aus Richtung Stuttgart soll es nach Salzburg, Wien und Budapest, aus Richtung Nürnberg / Würzburg in Richtung Innsbruck, Verona und Rom gehen. Auf diesen Relationen wäre ein Schnellverkehr von größter Bedeutung.

In Richtung Süden würde die Strecke bei Holzkrichen an meinen Vorschlag einer Verbindung nach Innsbruck anschließen, weiter ginge es durch den Brennerbasistunnel nach Italien. Alternativ wäre auch hinter Rosenheim eine Neubaustrecke durchs Inntal nach Wörgl denkbar, wo an die neu errichtete Zulaufstrecke zum Brennerbasistunnel angeschlossen werden könnte.

In Richtung Osten wäre ein Abzweig nach Rosenheim mit relativ wenig Aufwand machbar, einige Brücken wären nötig und ein paar kurze Tunnels. In Rosenheim könnte eine weitere Neubaustrecke in Richtung Salzburg anschließen.

In München müsste ein neuer Tunnel unter der Stadt hindurch geführt werden. Das würde einer abgespeckten Version von München 21 entsprechen, die wohl von vornherein nicht mit Stuttgart 21 vergleichbar war, da der HBF nicht aufgegeben werden sollte. Das würde nicht nur das Kopfmachen ersparen, sondern vor allem das Durchfahren großer Umwege, wieder nach Westen aus dem HBF hinaus und kurvenreich um die Stadt herum.

Dabei möchte ich nur einen Bahnsteig in der Haupthalle des HBFs eine Etage tiefer legen. Von ihm aus würden dann zwei Gleise unter dem Bahnhofplatz hindurch, auf Höhe der parallel verlaufenden S-Bahn, über dem Tunnel der U1 und U2 hinweg führen. Es ginge weiter unter der Schützenstraße bis genug Tiefe erreicht ist, um unabhängig von Straßenverläufen, in einem großzügigen Bogen den Bahnhof Giesing zu erreichen. Sicher wäre ein Halt in München Ost vorteilhafter, doch wegen der Lage und Ausrichtung dieses Bahnhofs wäre dort eine Bedienung nur durch eine Abzweigung möglich, die wiederum die Zufahrten der von Osten einmündenden Strecken zum HBF deutlich verkürzen könnte.

Der Bahnhof Giesing müsste komplett umgebaut werden. Die Gleise des Güterverkehrs scheinen dort nicht mehr genutzt zu werden, weshalb es möglich wäre den S-Bahnhof um zwei Gleise nach Osten zu verschieben. Dadurch entstünde auf der westlichen Seite Platz für zwei Fernbahngleise mit einem Mittelbahnsteig, der bis an die Chiemgaustraße heran reichen könnte. (Länge für ICEs) Auf einen Planhalt für den Münchner Osten sollte nicht verzichtet werden, und hier wäre mit Anschlüssen zu S- und U-Bahn ein geeigneter Standort dafür.

Von der Chiemgaustraße an würden die S-Bahngleise nur noch ein Gleis weiter östlich liegen, als bisher, westlich davon wäre Platz für zwei Fernbahngleise. Hinter Dallmayr kommt die S-Bahn wieder auf ihre jetzige Trasse und die Fernbahn bleibt westlich daneben. Hinter der Ständlerstraße zeigen die beiden unbenutzten Gütergleise an, wo die Fernbahngleise liegen sollen.

Auf Höhe des Überwerfungsbauwerks der S-Bahn beginnt eine Rampe zu dem Tunnel Fasangarten, hinter dem sich die Strecke allmählich an die Autobahn anschließt, um die Natur nicht zusätzlich zu zerschneiden.

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4 Kommentare zu “München – Holzkirchen – Wien / Verona

  1. Super Idee um die Strecke München – Rosenheim zu entlasten. Die Streckenführung gefällt mir auch sehr gut.
    Wie du allerdings schreibst, dass du 2 Gleise nur eine Etage tiefer legen möchtest wird glaube ich nicht gehen. Über dem Bahnhof der U1/U2, der übrigens höher ist als der reine Tunnel, ist ein großes Verteilergeschoß, des verhindert das dort eine weiterer Tunnel gebaut werden kann. Aus diesem Grund wird die 2 Stammstrecke auch in 40 Metern tiefe gebaut. Des wird man bei dem neuem Fernverkehrstunnel auch müssen.
    Der Fernbahnhof in Giesing scheint mir ein bisschen zu übertrieben. Der Münchner Osten wird minimal besser erschlossen. Es gibt eigentlich nur Verbesserungen für Giesing und die Leute die dort direkt wohnen, des aber halt nicht genug sind für eine Fernverkehrshalt. Alle U-Bahn und S-Bahnanschlüsse in Giesing kann man auch am Hauptbahnhof erreichen. Wenn dort möglicherweise die Regionalzüge aus Holzkirchen langfahren würden, wo allerdings noch eine Verbindungskurve bei Otterfing zur NBS gebaut werden müsste, die sollten dann schon in Giesing halten.

    1. Es freut mich, dass dir mein Vorschlag soweit gefällt. Am HBF müsste natürlich das Verteilergeschoss umgebaut werden, das würde nicht ganz einfach sein, könnte aber bei laufendem Betrieb der U-Bahn erfolgen. In der Tat wäre das vermutlich eines der schwierigsten Vorhaben in diesem Projekt, aber es ist lösbar. Schau dir mal Stuttgart 21 an, wo sogar ganze U-Bahnlinien umgelegt werden, um Platz für die Bahntrasse zu schaffen. Einen solchen Aufwand müsste man in München bei weitem nicht treiben.

      Ob man in Giesing einen Bahnhof braucht, darüber könnte man reden, er wäre aber mit relativ wenig Aufwand herzustellen und würde einen guten Anschluss zur U-Bahn bieten.

  2. Gute Idee, Hut ab. Ich würde jedoch trotzdem eine Verbindung auf den Südring herstellen, um so die Schnellstrecke unabhängig vom Tiefbf. betreiben zu können. Gerade für in München endende Züge würde ein Halt in der Haupthalle wahrscheinlich trotzdem sinnvoller sein, können so die Kapazitäten im Untergrund doch besser genutzt werden. Aber nur meine Meinung dazu.

    1. Vielen Dank, für dein Lob. Ich hätte ja nicht gedacht, dass nach zwei Jahren noch solch positive Reaktionen kommen. 🙂

      Eine Strecke zum Südring würde einen zusätzlichen Tunnel erfordern, nur um auf dem weiteren Weg, dem althergebrachten, den HBF an der Haupthalle zu erreichen. Dort müsste dann wieder Kopf gemacht werden, um den Betriebsbahnhof zu erreichen. Da scheint es mir wesentlich sinnvoller, auch für endende Züge durch den vorgeschlagenen Tunnel zum HBF zu fahren, wo ohne Richtunsgwechsel weiter zum Betriebsbahnhof gefahren werden könnte.

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