[N] Optimierung Bft Hersbruck-Ost plus zusätzliche S-Bahnhaltestellen

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Beschreibung des Vorschlags

Betrifft:

  • Elektrifizierung Franken-Sachsen-Magistrale (5903)
  • S-Bahn-Planung „rechte Pegnitzstrecke“ (5903)
  • Elektrifzierung Hersbruck (rechts Pegnitz) – Pommelsbrunn (5926)

Was erreicht werden soll

Derzeit beginnt die Planung zur Elektrifizierung der Strecke Nürnberg Hbf – Marktredwitz (5903) verbunden mit der Realisierung einer S-Bahnlinie im S-Bahn-Netz Nürnberg auf der „rechten Pegnitzstrecke“ in dieser Planung sollte auch der Betriebsbahnhof Hersbruck (rechts Pegnitz Ost) beim Bahnübergang km 30 optimiert werden. Züge von der Strecke 5926 aus Richtung Pommelsbrunn kommend kreuzen hier in der Regel das Richtungsgleis der Strecke 5903 Richtung Marktredwitz und sperren hier somit alle weiteren Fahrstraßen. Weiterhin erschließen die bestehenden Bahnhöfe / Haltestellen nicht ausreichend die Gemeindegebiete von Hersbruck und Pommelsbrunn (Ortsteile Hohenstadt und Eschenbach).

Wie es realisiert werden könnte

1. Schaffung neuer Haltestellen (Hohenstadt, Eschenbach, Hohenstadt-Klinik, Hersbruck Therme)

2. Auflassung der bestehenden Haltestelle Hohenstadt

3. Elektrifizierung der Strecke 5926 (Hersbruck rechts Pegnitz – Pommelsbrunn)

4. Verlängerung der in Hersbruck rechts Pegnitz als endend geplanten S-Bahnen über die Strecke 5926 nach Hartmannshof (bisher Endbahnhof der S1)

5. Überwerfungsbauwerk am Bft. Hersbruck (rechts Pegnitz) Ost

6. S-Bahn-gerechter Ausbau der Bahnsteige Gleise 1 (Bestand) und 5 (Neubau) in Hersbruck.

Details

Zu 1:
Der besthende Bahnhof Hohenstadt soll sowohl das Ortsgebiet von Hohenstadt wie auch Eschenbach erschließen und liegt somit zwischen beiden Siedlungsgebieten. Es besteht eine unzureichende Erschliessung beider Ortsteile der Gemeinde Pommelsbrunn. Durch je eine neue Haltestelle Hohenstadt direkt im Ortskern und eine Haltestelle Eschenbach mit kürzest möglichem Fußweg zum Ortsgebiet, kann eine bessere Erschließung beider Ortsteile erfolgen. Die jeweilige Querung der Bahngleise kann über die bestehenden Bahnübergänge erfolgen.
Der Bahnhof Hersbruck (rechts Pegnitz) befindet sich im Stadtwesten auf Gebiet des Ortsteils „Altensittenbach“. Der bevölkerungsreiche Stadtosten wird somit unzureichend erschlossen. Weiterhin besteht hier durch die „Fackelmann-Therme“ ein touristischer Anziehungspunkt, der nicht bahntechnisch erschlossen ist. Durch je einen Außenbahnsteig (Strecke 5926  bzw. Strecke 5903 Streckengleis Richtung Nürnberg Hbf) kann kostengünstig ein Haltepunkt eingerichtet werden. Eine Querungsmöglichkeit für Fußgänger besteht durch den „eisernen Steg“.
Die Strecke 5903 führt entlang des Gewerbegebiets Hohenstadt nach Pommelsbrunn. Hier könnte an der eingleisigen Strecke ein Haltepunkt „Hohenstadt-Klinik“ zur Erschließung des Gewerbegebiets sowie der ansässigen Kliniken geschaffen werden. Der erhebliche Höhenunterschied zwischen Streckengleis und Straßenniveau könnte mittels Treppen und Rampen im Zick-Zack-Verlauf überwunden werden.

Zu 2:
Durch die Schaffung der Haltestellen „Hohenstadt“ (neu) und „Eschenbach“ kann der bestehende Haltepunkt Hohenstadt aufgelassen werden, um attraktive Fahrzeiten weiter zu realisieren.

Zu 3:
In den Ausbauplänen für die Strecke 5903 ist derzeit keine Elektrifizierung der Strecke 5926 zwischen Bft Hersbruck (rechts Pegnitz) Ost und Pommelsbrunn vorgesehen. Es würde somit eine ca. 1200m (!!!) lange eingleisige nicht-elektrifizierte Insel entstehen. Durch Elektrifizierung der Strecke 5926 ergeben sich sowohl für Personen- wie auch Güterzüge attraktive Regel-/Umleitungs-/Ausweichstrecken (in Verbindung mit der Elektrifizierung der Strecke 5904 (im Bereich Hartmannshof – Schwandorf) und 5060 (Neukirchen b. S-R – Weiden)).

Zu 4:
Für die rechte Pegnitzstrecke ist vorgesehen, dass nicht alle S-Bahnen bis Neuhaus geführt werden sondern in Hersbruck (rechts Pegnitz) bereits vorzeitig wenden werden. Diese S-Bahnen sollen über „Hersbruck-Therme“ – Bft. Hersbruck (rechts Pegnitz) Ost – „Hohenstadt-Kliniken“ – „Pommelsbrunn“ bis nach „Hartmannshof“ verlängert werden. So ergeben sich neue Umsteigemöglichkeiten aus Richtung Amberg und Weiden bzw. Übereck-Verbindungen zwischen S1 (Bamberg – Nürnberg – Lauf (l P) – Hersbruck (l  P) – Hartmannshof) und S4 (???) (Ansbach – Nürnberg – Lauf (r P) – Hersbruck (r P) – Hartmannshof). Weiterhin haben so Züge aus Richtung Amberg / Weiden bei Führung über die „Ostbahn“/“linke Pegnitzstrecke“ Anschluss in Richtung der rechten Pegnitzstrecke.

Zu 5:
Die Strecke 5926 führt aus Richtung Pommelsbrunn kommend auf einem Damm  in Richtung Bft. Hersbruck (rechts Pegnitz) Ost deutlich oberhalb der Strecke 5903 und steigt dann mit einer Rampe ab. Hier wäre westlich von Hohenstadt ein Überwerfungsbauwerk (eingleisige Brücke und Rampe) möglich, um den Verkehr zu entflechten. Züge aus Richtung Pommelsbrunn können in das Gleis der Fahrtrichtung Nürnberg der Strecke 5903 so einfahren ohne den Verkehr der Strecke 5903 in Richtung Marktredwitz zu behindern. Durch diese Überwerfungslösung und die bestehende Weichenverbindungen in Bft Hersbruck (rechts Pegnitz) Ost wird eine flexiblere Gleisbelegung im Bereich Hersbruck (rechts Pegnitz) und Hersbruck (rechts Pegnitz) Ost möglich.

Zu 6:
Durch einen S-Bahn-gerechten Ausbau der Gleise 1 (Bestand) und 5 (Bahnsteig-Neubau) in Hersbruck (rechts Pegnitz) ist eine fliegende Überholung von S-Bahnen im Bereich Hersbruck (rechts Pegnitz) bis Hersbruck (rechts Pegnitz) Ost möglich ohne den jeweiligen Gegenverkehr einzuschränken. Signaltechnische Anpassungen in diesem Bereich werden allerdings notwendig. Außerdem wird ggf. eine  weitere Weichenverbindung im Bereich des Bahnhofs Hersbruck (von Bahnsteiggleis 2 auf Bahnsteiggleis 3 nach Ausfädelung des Gleis 5) nötig.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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5 Kommentare zu “[N] Optimierung Bft Hersbruck-Ost plus zusätzliche S-Bahnhaltestellen

  1. Grundsätzlich sind das gute Ideen. Ob sich eine Verlängerung der in Hersbruck endenden Züge nach Hartmannshof wirklich rentiert, kann ich nicht beurteilen, eine Schließung der Elektrifizierungslücke ist aber nichtsdestotrotz sinnvoll.

    Die beiden neuen Haltepunkte Hohenstadt und Eschenbach gefallen mir besonders, allerdings würde ich Hohendorf noch ein wenig weiter gen Westen setzen, eine Lage an der Happurger Straße würde nämlich eine fast ebenso gute Anbindung des Gewerbegebiets/Klinikum ermöglichen, sodass man dort die Kosten sparen könnte.

    1. Zumal an dem Bahnübergang die Gleise stark überhöht sind. Da dürfte ein Haltepunkt sehr aufwendig sein.

      Eschenbach ist im Moment durch eine Buslinie eschlossen. Ob das Potential für einen eigenen Haltpunkt ausreicht bezweifle ich.

      Den neuen Haltepunkt für die Therme würde ich etwas nach Westen an die Bahnunterführung verlagern. Die Therme ist nicht viel weiter weg aber der Rest des Stadtgebiets ist dann besser erschlossen.

      1. Danke auch für Deine Hinweise.
        Die Überhöhung wurde mit dem Umbau der Bahnübergänge wieder reduziert (zumindest habe ich den visuellen Eindruck)

        Die „Buslinie“ in Eschenbach bezieht sich auf 6 Fahrten pro Tag mit teilweise 3 Stunden-Lücke und bietet nur eine Anbindung nach Hersbruck wo wiederum ein Umsteigen zur Bahn nötig ist. Durch eine eigene Bahnstation wird die Attraktivität deutlich gesteigert, da besser Fahrzeiten, kein Umsteigen, höhere Geschwindigkeit etc.

        Ich hatte überlegt den Haltepunkt „Therme“ weiter westlich zu platzieren. Aus Ortsbekanntheit sehe ich aber dort keine Möglichkeit einen Bahnsteig unterzubekommen. Bzw. nur so weit nach Westen verschoben, dass der Halt nur ca. 1,2km von Hersbruck (re Pegnitz) entfernt wäre und sich somit das Einzugsgebiet groß überschneidet.

        1. Wenn der neue Haltepunkt ganz im Osten ist, deckt er nur in einer Hälfte Wohnbebauung ab, in der östlichen allenfalls ein paar Wochenendhäuser. Vielleicht ist ja bei der Unterführung Buchstraße doch irgendwo Platz für Bahnsteige, dann wäre die ganze Umgebung bebaut. Und 1,2 km bis Hersbruck r.P. ist jetzt nicht soo nah, das gibts woanders durchaus auch.

          Der Bus nach Eschenbach fährt zwar nur ein paar Mal am Tag, aber der Ort hat gerade mal 570 Einwohner. Und die sind alle eher autoaffin, denn gleich hinter Hersbruck beginnt das flache Land, was auch die dürftige Auslastung der Rb nach Neuhaus zeigt.

    2. Danke für die Anregungen.

      Ich habe extra die zwei Haltepunkte in Hohenstadt angedacht, da bisher nur eine S-Bahn über Hersbruck (nach Neuhaus Pegnitz) verlängert werden soll. Durch den zweiten Halt würde Hohenstadt so (zwar an zwei Haltepunkten), aber immerhin besser erschlossen werden.

      Wegen der Rentabilität der Verlängerung von Hersbruck nach Hartmannshof:
      Bisher Fahrten von der „rechten Pegnitzstrecke“ zur „linken“ Pegnitzstrecke nur mit Umsteigen zum RE in Hersbruck (rechts der Pegnitz) möglich und erfordern lange Umsteigezeiten (ca. 30 Minuten) in Hersbruck. Daher könnte man die S-Bahnzüge, die sowieso in Hersbruck enden auch gleich noch verlängern.
      Rentabilität kann man erst nach einer Angebotsverbesserung feststellen.

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