Nacht-ICE Hamburg-Leipzig-München

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Beschreibung des Vorschlags

Seit es in Deutschland als Nachtzüge nur noch erstrangig die ÖBB-Nigtjets gibt, die im Gegensatz zu den ehemaligen CNL und ÖBB-EN keinen IC-Zugteil mitführen und mit dem Preissystem der DB inkompatibel sind, erfreuen sich nachts fahrende ICs und ICEs zunehmender Beliebtheit, da sie eine günstige Alternative zum Nightjet darstellen und von sog. „Nachtaktive“, wie z.B Schichtarbeiter, ganz normal genutzt werden. Dies ist das derzeitige Streckennetz. Ein großes Problem sehe ich hierbei, das sämtliche Nord-Süd-Verbindungen über Frankfurt am Main verlaufen. Eine Verbindung im Osten fehlt. Hier soll dieser nachts fahrende ICE Abhilfe schaffen. Die Gesamtfahrzeit beträgt etwa 8 Stunden, die Abfahrt am Startbahnhof soll etwa um 23:00 Uhr, die Ankunft am Ziel demzufolge ca. um 07:00 Uhr erfolgen. Für das geeignetste Fahrzeug halte ich den ICE T, es kann allerdings auch z.B. der ICE 2 zum Einsatz kommen.

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41 Kommentare zu “Nacht-ICE Hamburg-Leipzig-München

  1. The good old one! Das hätte ja schon fast symbolischen Charakter, wenn der einzige ICE, der sich hoch in den Frankenwald verirrt, dort mitten in der Nacht aufkreuzt …

    Gibts ansonsten nicht einen NJ oder sowas München-Berlin?

    1. Nein, einen solchen Nightjet gibt es nicht. Es gibt einen von München über Würzburg und Hannover nach Hamburg, und einen von Zürich über Basel, Frankfurt und Braunschweig nach Berlin mit Zugteil nach Hamburg. Aber wie schon in der Beschreibung steht, das hier spricht eher eine andere Zielgruppe an als ein Nightjet.

  2. Für das geeignetste Fahrzeug halte ich den ICE T.“

    Besser wäre ein ICE 2-Halbzug. Die sind deutlich komfortabler, weil breiter und durch den Motor im Triebkopf auch wesentlich leiser. Meiner Meinung nach ja sowieso die komfortabelsten Züge, die die Bahn (noch) im Bestand hat.

    1. Ich dachte mir halt, der ICE T würde sich mit Komfort-NT im Frankenwald nicht schlecht machen. Aber man kann genauso gut den ICE 2 nehmen, ist halt die Frage, wie lang der noch im Einsatz ist. Was es dann genau ist, so wichtig ist mir das nicht.

      1. Stimmt, das wäre natürlich auch ein Vorteil. Bin nur mal mit so nem Nacht-ICE als ICE-T gefahren und da war das Motorengeräusch nicht gerade angenehm. Ansonsten wäre so eine Nachtverbindung ja eigentlich ein gutes Gnadenbrot für die altgedienten Fahrzeuge. Selbst wenn sie die Höchstgeschwindigkeit nicht mehr ausfahren könnten, wäre es ja noch ein passendes Einsatzgebiet.

    2. Besser wäre ein ICE 2-Halbzug.
      Generell bin ich da voll bei Dir, weil die ICE1 und ICE2 in großer Zahl Abteile aufweisen, die sich zum Liegendreisen deutlich besser eignen und weil man dort auch verdunkeln kann, was im Großraum nicht geht.
      Ein ICE2-Einsatz ist allerdings Quatsch. Nimm einen 1er, damit Du den Kunden auch genügend Platz bieten kannst. Der ist immens wichtig bei den Nachtverbindungen! Bei der Verfügbarkeit gibt es da nächtlich generell weniger Probleme und ICE1 lassen sich leichter in das Fahrzeugkonzept der Linie 11 integrieren.

      Eine Schwachstelle haben die ICE1 und ICE2 aber: Die schlechte Laufruhe (danke Eschede). Und die ist für die Nacht (zumindest für mich) eher störend als die Geräuschentwicklung durch den Antrieb.
      Prinzipiell wäre der ICE-T ein super Fahrzeug, hätte er nicht annähernd 100%-Großraumbestuhlung und wäre er nicht so schmal. Und da man in den ganzen Fahrzeugen nach 1er und 2er keine garantierten Abteilplätze bekommen kann, würde ich auch insgesamt klar zum 1er/2er tendieren.

      1. Na die ICE 2 haben doch eben – im Gegensatz zum 1er – eine hohe Laufruhe, luftgefederten Drehgestellen sei Dank! Daher meine Idee mit dem 2er. Vorrangig müsste man natürlich nach der Kapazität entscheiden. Wobei – sollte man wirklich konstruktive Änderungen an Fahrzeugen für den Nachtverkehr vornehmen – natürlich auch Vollzüge oder jede beliebige andere Länge aus ICE-2-Material gebildet werden könnte. Wäre dann halt die Frage inwiefern es sich lohnt, eine Umgestaltung extra für den Nachtverkehr vorzunehmen. Übrigens haben ICE 2 keine Abteile mehr in der 2. Klasse.

        1. Übrigens haben ICE 2 keine Anteile mehr in der 2. Klasse.
          Ach da war doch was. Sorry, dass ich das wieder durcheinander gebracht habe. Bei mir kommen 2er einfach nicht rum und ich bin bislang auch nur 2x mit einem gefahren.

          Damit sind 2er aber schon per se ungeeignet. Du kannst im Großraum nicht verdunkeln und das ist schon Argument genug, die 2er außen vor zu lassen.

          1. Ja, aber Abteile sind aber nicht das wichtigste Argument. Neben der Fahrzeugverfügbarkeit inkl. Umläufen kommt es vor allem auf die Nachfrage an. Wenn diese nun mal nur einem ICE 2 oder -T entspricht, dann wird man dort keinen ICE 1 einsetzen.
            Zudem finde ich das Argument gar nicht mal so ziehend. Denn erstens sind auch beim ICE 1 gerade mal etwa 30% der Sitzplätze in Abteilen und zweitens finde ich persönlich (und ggf. auch andere) es komfortabler in einer Zweierreihe zu sitzen, wo man die Beine ausstrecken kann, weil einem dort keiner gegenüber sitzt. Und das Licht kann man auch allgemein abdunkeln, ggf. in verschiedenen Wagen in unterschiedlichen Helligkeitsstufen je nach Bedarf.

            Sehr passend für den Einsatzzweck, wären meiner Meinung ansonsten noch die ECx-Garnituren, die aufgrund der Einzelradlagerung wohl eine nochmal höhere Laufruhe haben sollen. Habe ich sogar mal konkret in diesem Vorschlag (der sogar eine ähnlichen Laufweg hat) so vorgesehen. Wäre vor allem eine Frage des Zeithorizonts, wann eine solche Linie umgesetzt werden sollte.

            1. Ja, aber Abteile sind aber nicht das wichtigste Argument.
              Mhh… Was ist dem Kunden wichtig?
              Ist dem Kunden wichtig, dass er bei einer Verbindung, in der er ganz besonders lange sitzt, möglichst viel Platz hat?
              Gibt es bei Nachtverbindungen Kunden, die auf der Fahrt schlafen möchten? Und es ist für diese wichtig, dass sie ihren Sitzbereich abdunkeln können?

              Ja, das ist extrem wichtig!

              Neben der Fahrzeugverfügbarkeit inkl. Umläufe
              Was nachts ein ganz großes Problem ist. Da sind ja die Spitzen, in denen fast alle Fahrzeuge unterwegs sind (oder verwechsel ich da gerade etwas). 🙂

              kommt es vor allem auf die Nachfrage an. Wenn diese nun mal nur einem ICE 2 oder -T entspricht, dann wird man dort keinen ICE 1 einsetzen.
              Nein, das ist schlicht und ergreifend nicht wahr.
              1. Findest Du für die Nacht leichter ein Fahrzeug als tagsüber.
              2. Ist man bei DB FV sehr wohl daran bedacht, im Nachtverkehr möglichst große Platzkapazitäten anzubieten.

              Was Du schreibst ist ziemlich weltfremd. Du kannst eine Nachtverbindung nicht mit 80% Sitzplatzauslastung fahren. München-Berlin dauert 10h. Stell Dir vor, irgendwelche fremden Leute sitzen neben Dir, fallen in den Schlaf und hängen dann, weil sie auf den Gangplätzen sitzen auf Deiner Schulter herum.
              Das passiert dem Kunden ein Mal und dann war es das für immer. Es genügt, wenn auf den letzten Metern zwischen Augsburg und München alle Plätze belegt sind.

              Übrigens:
              DB FV stellt den 208/209 auf ICE1 um. Damit hat es künftig fast doppelt so große Sitzplatzkapazitäten, die es generell gar nicht zwingend bräuchte. Der Zug fährt bislang mit 7 IC-Wagen und auch da hat es besonders zwischen Basel und Frankfurt viel Platz.

              es komfortabler in einer Zweierreihe zu sitzen, wo man die Beine ausstrecken kann, weil einem dort keiner gegenüber sitzt.
              Was nicht gerade ein gutes Argument für den deutlich kleineren 2er ggü. dem 1er ist.

              Und das Licht kann man auch allgemein abdunkeln, ggf. in verschiedenen Wagen in unterschiedlichen Helligkeitsstufen je nach Bedarf.
              Bist Du überhaupt schon mal mit einer der Nachtverbindungen gefahren oder sind das jetzt Ferndiagnosen von Dir? Sorry, nimm’s bitte nicht persönlich, aber sowas kann man anders einfach nicht raushauen.

              Es ist übrigens sehr befremdlich, wenn man im ICE993 werktags sitzt, die Abteile weitgehend verdunkelt sind, die 3er-Sitzreihe mit einer schlafenden Person belegt ist und dann in Augsburg sich die Pendler gegenüber setzen und einen anstarren. Berufspendler meets Nachtfernreisender im ICE von Hamburg nach München. 😀

              1. Gut letzte Antwort hierzu, weil das doch recht OT ist.

                Ich sag ja auch nicht, dass ein ICE 1 vollkommen falsch ist, aber eben nur weil sich ~30% der Sitzplätze in Abteilen befinden, sind nicht alle anderen Argumente nichtig. Wenn die Verbindung nun mal nur mäßig nachgefragt ist – wovon der Vorschlagsersteller wohl ausgeht, sonst hätte er ja keinen T oder 2 vorgeschlagen – dann wird man dort nicht das doppelte der Sitzplätze anbieten, weil es einfach unwirtschaftlich ist. Aber wenn die ausreichende Nachfrage da ist, sodass etwa 40-50% der Sitzplätze auf dem Hauptteil der Strecke belegt sind, dann gerne auch ein ICE 1.
                Du solltest dabei aber auch bedenken, dass etwa vier Zweierreihen mit je einer Person etwa einem Abteil entsprechen. Und dann hast du dort auch wieder die komfortmindernden Kriterien wie geringere Beinfreiheit und/oder Sitznachbarn, die auf deiner Schulter schlafen könnten.
                Ich gebe ja auch zu, dass ein Abteil alleine oder zu zweit mit zugezogenen Gardinen komplett abgedunkelt das komfortabelste wäre. Aber das lässt sich nun mal nicht für alle Fahrgäste ermöglichen bzw. nicht wirtschaftlich darstellen.

                Mit der Verfügbarkeit meinte ich auch eher, wo wann welche Züge abends ankommen bzw. am nächsten Morgen sein müssen, sodass keine zusätzlichen Leerfahrten entstehen, sondern im Optimalfall sogar eingespart werden. Gleichzeitig ist die Nachtzeit ja auch die, wo die Züge gewartet + gereinigt werden müssen, sodass die Züge nicht einfach so ungenutzt rumstehen.

                „Bist Du überhaupt schon mal mit einer der Nachtverbindungen gefahren“

                Zugegebenermaßen erst wenige Male, häufig allerdings schon spät nachts angekommen. Wüsste aber nicht, was jetzt falsch sein sollte. Die Beleuchtung lässt sich auch schon im ICE 1 mindestens zwischen Tag- und Nachtbeleuchtung hin und herschalten, würde mich wundern, wenn man dies nicht auch für die Wagen einzeln regeln könnte. Und bei neueren Zugtypen wie dem ICE 4 und vsl. auch beim ECx gibt es ja eine ganze Bandbreite an Beleuchtungsmöglichkeiten.

                Und abschließend möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich mir ungern vorwerfen lasse, dass meine Aussagen „unwahr“ oder „weltfremd“ sind, egal wie die Meinung dazu ist. Bitte ein wenig mehr auf deine Wortwahl achten.

                1. Die Beleuchtung lässt sich auch schon im ICE 1 mindestens zwischen Tag- und Nachtbeleuchtung hin und herschalten, würde mich wundern, wenn man dies nicht auch für die Wagen einzeln regeln könnte. Und bei neueren Zugtypen wie dem ICE 4 und vsl. auch beim ECx gibt es ja eine ganze Bandbreite an Beleuchtungsmöglichkeiten.
                  Der Großraum ist immer beleuchtet und da darf auch nicht abgedunkelt werden. Das heißt konkret: In einem Zug mit 100% Großraum muss jeder zwangsläufig im Hellen sitzen. Und „Hell“ ist in den ICE leider OP-Saal-Niveau.

                  Und ich leg Dir das jetzt einfach nahe, setz Dich mal Samstag morgens in den ICE993 nach München. Lauf mal durch den Zug und Du stellst fest, der Zug ist äußerst leer und die Leute schlafen überwiegend in den Abteilen (alle Abteile sind abgedunkelt). In Gegenrichtung ICE992 nach Berlin ähnlich.
                  Werktags etwas voller, allerdings ist es auch da so:
                  Die Langstreckenreisenden, die auch schlafen, die liegen in den verdunkelten Abteilen, während sich die vielen Berufspendler dann in Ulm und Augsburg, bzw. Erfurt und Leipzig eher in den Großraum setzen und dort vor sich hin arbeiten. Im Kernabschnitt sind die Züge nie voller als 10%, Samstags dann auch bis zum Ende.

                  Die höchste Auslastung in einem Nacht-ICE, die ich selbst je erlebt habe, war mit geschätzt 40% im ICE619 und das ist ein Solo-403.

                  Und abschließend möchte ich nochmal darauf hinweisen, dass ich mir ungern vorwerfen lasse, dass meine Aussagen „unwahr“ oder „weltfremd“ sind, egal wie die Meinung dazu ist.
                  Du hast doch selbst zugegeben, wie ich nun auch richtig erkannt habe, dass Du keine der Verbindungen zumindest regelmäßig nutzt und entsprechend schlecht die Kundenbedürfnisse einschätzen kannst.
                  Worin liege ich da also falsch?

                2. In diesem Video bekommt man einen guten Eindruck, wie das ablaufen kann.

                  Jetzt kann sich jeder seinen Teil für den Großraumwagen dazudenken, dann verstehst Du vielleicht auch, was ich meine, wenn ich von „weltfremd“ spreche.

                  1. Kann ja alles richtig sein, was du sagst. Aber lieber ein ICE 2 oder -T Halbzug, als gar kein Zug, weil sich der nicht lohnt oder gewartet werden muss oder am nächsten Morgen halt an der falschen Stelle steht. Davon hängt es halt maßgeblich ab.

  3. Ein großes Problem sehe ich hierbei, das sämtliche Nord-Süd-Verbindungen über Frankfurt am Main verlaufen.

    Hmm… Die Sache ist die, das solche Nacht-ICEs ja oftmals (wenn nicht gerade Sommerferien sind oder von Wochenendpendlern genutzt) nur mäßig ausgelastet sind. Und da verspricht die Führung über Frankfurt halt ein deutlich höheres Potential bei gar nicht mal so viel längerer Fahrzeit. Und auf Fahrzeitrekorde kommt es ja bei Nacht-ICEs bekanntlich eh nicht an. Daher: Müsste man mal näher prüfen und ggf. sogar ausprobieren, ob die Auslastung ausreichend ist, ich bezweifle das jedoch ein wenig. Zumal man ja auch bei Abfahrt in Berlin um 4:30 Uhr auch nur 1:30 h später ankommt als mit dieser Verbindung.

    1. bei gar nicht mal so viel längerer Fahrzeit

      Die Fahrzeit ist erheblich länger. Du musst bedenken, dass die Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart, Hannover-Würzburg und Ebensfeld – Halle/Leipzig nachts nicht zur Verfügung stehen.

      Wie die Auslastung von Nacht-ICEs insgesamt ist, weiß ich nicht 100%, nur dass es stetig ansteigend ist. Den 618/619 habe ich schon häufig rappelvoll erlebt.

      Dass eine Verbindung, welche die 3 größten Städte Deutschlands sowie Nürnberg und Leipzig miteinander verbindet, im Vergleich zu anderen Nacht-Verbindungen unterdurschnittlich schlecht ausgelastet sein soll, halte ich für eine etwas merkwürdige Prognose. Nicht böse gemeint, ist mein Eindruck.

       

      Zumal man ja auch bei Abfahrt in Berlin um 4:30 Uhr auch nur 1:30 h später ankommt als mit dieser Verbindung.

      Der kommt um 09:21 in München an, dass ist 2:20 Stunden nach 07:00 Uhr. Für alle, die morgens einen Termin haben, deutlich zu spät.

    2. Den 618/619 habe ich schon häufig rappelvoll erlebt.
      Der ist ärgerlicherweise auch nur einteilig.

      Zumal man ja auch bei Abfahrt in Berlin um 4:30 Uhr auch nur 1:30 h später ankommt als mit dieser Verbindung.
      Was beim 993 ab Frankfurt/Mannheim aber auch nicht anders ist.

      So sollte man auch nicht denken bei den Nachtverbindungen.

  4. Gefällt mir ausgesprochen, kann von mir aus morgen gleich der erste losfahren. Auch wenn’s mir als klassischer Nachtzug irgendwie lieber wäre. Als Nacht-IC ohne E würd mir das aber auch reichen: Am besten mit so ner Verstärkergarnitur aus deklassierten alten Ersteklassewagen – die haben richtig viel Platz und sind abbezahlt, sodass man sogar halbwegs vertretbare Produktionskosten hat.

    OT: Ich hab mir zu seligen Oldenburger Zeiten ja immer gewünscht, dass ein IC standardmäßig, also auch am Tage, einen Schlafwagen mitführt: Nachtschicht fertig, in Delmenhorst einsteigen, Halle wieder raus und ausgeschlafen mit der RB auf die letzte Meile. Paar Leute finden sich immer, die sowas machen, und… wie schön wäre das gewesen: Reihung WL-Av-ARk-Bp-Bp-Bc-Bc-Bdf; die Zweiteklasseliegewagen tagsüber normal als Sitzwagen eingesetzt, den Schlafwagen jederzeit als solchen genutzt.

    Darf ich noch um einen groben Fahrplan bitten? Speziell die Zeiten in Naumburg, Jena und Saalfeld (beide Richtungen) würden mich interessieren.

    1. Ich lass das „E“ erst einmal. Zurzeit ist ja sehr ungewiss, wie es mit 200 km/h IC-Wagen weiter geht, und das dürfte auch nicht das allerletzte „Jelumpe“ sein, um den Abschnitt Ingolstadt-Nürnberg zu fahren.

      Fahrplan: Mach ich! Demnächst hier zu sehen 🙂

      1. Stimmt, die SFS Nürnberg – Ingolstadt habe ich ganz vergessen. Nur sind die 300er-Bolzer da nachts nicht zu finden, und da mit dem MüNüX selbt tagsüber eine 200er-Taktverbindung (im Regionalverkehr!) auf der Strecke fährt (übrigens eine Zeit lang mit alten, rot angemalten IC-Garnituren) kann da auch ein Nacht-IC mit dem Tempo fahren. Wie viel Güterverkehr da nachts unterwegs ist, keine Ahnung. Nur druckertüchtigt müsste das Material sein, da wirds am Altmühltal schon ziemlich tunnelig.

        Zu dem 200er-Wagen: die alten ICmod-Garnituren werden da ja nicht das Ende sein. Zumindest für die ECs nach Österreich möchte die DB ja neue Reisezugwagen mit Vmax 200 anschaffen.

        1. Güterverkehr gibts da gar nicht, aber gerade morgens kommen da dann schon die ersten ICEs mit ordentlich Tempo entgegen. Ich hab mal grob Ankunft 07:00 Uhr gesagt, wenns ein bisschen später wird (was auch so mal passieren kann 😉 ), kommt einem da z.B. der morgentliche Sprinter nach Berlin entgegen.

          die alten ICmod-Garnituren werden da ja nicht das Ende sein. Zumindest für die ECs nach Österreich möchte die DB ja neue Reisezugwagen mit Vmax 200 anschaffen.

          „Möchte“ ,  aber davon ist noch wenig bis gar nichts zu sehen. Deswegen lass ich das „E“ erstmal, hat ja immerhin 2 Strecken mit minimum 230 km/h 😉

          1. Der erste Berliner Sprinter trudelt erst gegen 09:00 im Nürnberger Bahnhof ein, der erste normale ICE um kurz nach 8. Wobei man da immer im Kopf behalten muss, dass die VDE8-Sprinter in ein paar Jahren stündlich verkehren sollen und sicher noch Potenzial für eine Frühverbindung da ist, die vor neun Uhr im München eintrifft – wie du schon schreibst, für geschäftliche Vormittagstermine ist das eigentlich schon zu spät.

            Wie schauts sonst aus?

            03:42 NJ aus HH/Düdorf nach München – Innsbruck, M an 07:08 (fährt über Augsburg)

            05:10 der erste MüNüX, M an 06:46

            05:57 Pendler-ICE nach München, M an 07:04

            06:28 nochn Pendler-ICE (mit grandiosem Laufweg), M an 07:40

            07:02 der erste KRM-Renner, M an 08:07

            07:28 Pendler Speziale aus Lichtenfels (!), M an 08:40

            07:32 MüNüX, M an 09:01

             

            Fahrzeit Nürnberg – München dürfte so Richtung 1:15-1:20 gehen. Ankunft 07:00 wird schwierig werden, da du dich dann an den 05:57 ranschmiegen musst. Wie wäre es mit ab 06:10, in München dann Richtung halb 8? Dann ist Ruhe, und es ist egal ob IC mit oder ohne E.

            (Wobei ich jetzt nicht nachgeschaut, wie gut der Zug auf die rappelvolle Strecke Ingolstadt – München passt).

             

             

              1. Und warum sind die in München startenden Züge relevant? Ein- und Ausfahrt im Nürnberger Ostkopf bedingen sich ja nicht gegenseitig, gleiches gilt für Ingolstadt. Und Platz ist im Münchner Hbf eigentlich immer, zur Not müssen Regios auf die Flügel geschaufelt werden.

                 

                Die DB hat um München herum so einige lustige Einfälle, um Pendler in Züge zu bekommen. Da wäre noch der ICE, der in Donauwörth (!) seinen Arbeitstag beginnt und im Münchner Hbf endet. Oder die zwei RE-Paare auf der Allgäustrecke, die warum auch immer nach Krumbach (Schwab) geführt werden. Oder die Tagesrand-Schnell-REs auf der Werdenfelsbahn, die nur in Garmisch, Murnau und Weilheim halten. Blöderweise sind die aber nicht gesondert ausgewiesen, sodass sich da immer wieder arglose Fahrgäste finden, die auf einmal verwirrt ihrem Heimatbahnhof hinterwinken müssen…

                1. Und warum sind die in München startenden Züge relevant?

                  Weil die auf der SFS im Tunnel entgegenkommen, das ist fürs eingesetzte Wagenmaterial von großer Bedeutung.

                   

                  Ein bisschen OT, aber sehr interessant:

                  Da wäre noch der ICE, der in Donauwörth (!) seinen Arbeitstag beginnt und im Münchner Hbf endet.

                  Gibts dazu irgendeine Vorleistung oder kommt der ernsthaft nachts als Leerfahrt aus München? Das müssen ja sensationell viele Pendler sein in Donauwörth, wenn man bedenkt, dass eine 3/4 Stunde später der nächste (aus Nürnberg kommende) Fernzug von Donauwörth nach München fährt, und eine halbe Stunde nach diesem gleich schon wieder einer.

                  1. Ah, verstehe. Aber macht es effektiv nen Unterschied? ICE-T oder ICmod schaffen das beide.

                    Gute Frage, hab auf die Schnelle in der Fahrplanauskunft keine entsprechende Gegenleistung gefunden. Gut möglich, dass da untertags (zum Beispiel beim oben verlinkten Rundkurs) was abgekoppelt wird.

                    Ich bin zwar selber kein Pendler aus der Richtung, kenne aber Leute die diese Möglichkeit nutzen. Du hast im Großraum München einfach einen unfassbaren Siedlungsdruck mit bekanntlich grauenhaften Wohnungsmarkt, da ist es für immer mehr Menschen (grade, wenn man Familie hat und z.b. ein Eigenheim nett wäre) es finanziell immer interessanter, aus Nürnberg oder Donauwörth (teilweise Würzburg) fernzupendeln, mit den dortigen Preisen und ner BC100 kommt man dann oft immer noch besser weg als in München selbst.

                  2. ICE-T oder ICmod schaffen das beide.

                    Ich glaub nicht alle IC mod oder? Dachte ich zumindest.

                    Gut möglich, dass da untertags (zum Beispiel beim oben verlinkten Rundkurs) was abgekoppelt wird.

                    Also laut Sitzplatzauswahl ist das volle Kanone, ein ICE 1.

                     

                    Ja, da kennst du dich wohl besser aus als ich.

            1. Mal mein Senf dazu (ich find die Idee super!)

              05:57 Pendler-ICE nach München, M an 07:04“ den würde ich Nordverlängern: dann wäre die Abfahrt in Leipzig ca. um 02:00 und  in Berlin so 00:45. Hamburg-Berlin könnte man die Trasse von ICE 1523 anpeilen und durchbinden.

              In Gegenrichtung kann man auch die Gegenleistung von diesem Pendler-ICE nehmen: ICE 920 München ab 23:00 Nürnberg an 00:17, wäre dann so 04:15 in Leipzig. Und direkt dann auch 05:30 in Berlin … ist zwar nicht die beste Schlafenszeit, aber man das prima auch in Pendlerverbindungen einbauen: man erreicht die Trasse des ICE908 und wäre um 07:30 in Hamburg.

              Als Fahrzeugmaterial könnte man dann irgendwas nehmen, was sowohl in Hamburg als auch München eine Nacht rumsteht, und somit fahrzeugneutral die Verbindung anbieten. zum Beispiel auch Mo-Fr als ICE2 und am Wochenende bei viel Nachfrage auch einen ICE4 fahren lassen.

              Nur einen klassischen Wagen-IC sehe ich da nicht so, da man das hier nicht mehr so fahrzeugneutral lösen kann.

              1. Der Umweg über Augsburg kostet halt doch nochmal gute 30 Minuten. Klar, bei sowas kommts nicht auf Tempo an, aber wo Ingolstadt-Nürnberg schon eine der SFS ist, die man auch nachts befahren kann, wärs doch irgendwo verschenkt, das nicht zu nutzen? Ist jedenfalls meine Meinung.

                  1. Ah mein Fehler, ich war irgendwie gedanklich bei dem Donauwörth-Kuriosum, das auch um 05:57 losfährt. Sorry, mein Fehler!

                  2. Kein Thema, passt ja mal. 🙂

                    Noch ein Gedanke zu einer Nordverlängerung: Ich bin mir aber auch nicht sicher ob man da kapazitätstechnisch nicht einen Bock schießt, wenn man zwischen Nürnberg und München sowie Berlin und Hamburg bestehende Tagesrandverbindungen nutzt, nur Nürnberg – Berlin wäre wirklich neu. Die ICEs fahren da ja sicher nicht spaßhalber.

  5. Abends als nur-Einstieg und Morgens als nur-Ausstieg bitte einen Halt in Büchen, so finden sich vielleicht auch noch ein paar Lüneburger und Lübecker, die mitfahren.

    Ansonsten gehe ich Richard recht, dafür würden sich alte IC-Garnituren wunderbar anbieten, dann hoffentlich auch privatsphärefördernd mit Abteilwagen. Einen ICE braucht man nicht, da er nur zwischen Hamburg und Berlin einen IC davonfahren könnte und die 30 km/h machen nicht die Welt. Zudem hat man nicht das Problem der mitsirrenden E-Motoren im Triebwagen, muss nicht an den altersschwachen ICE1/2 herumdoktern und eine 101 findet sich immer irgendwo.

    1. Die alten IC-Wagen sind sicher was die Instandhaltung und den Erhalt (ist ja teilweise schon echt museal, was da noch rumfährt) sicher nicht einfacher als ein ICE-2.

      Ansonsten gebe ich dir und Richard Recht, ein IC wäre was die Geschwindigkeit angeht völlig ausreichend und je nach Modell auch deutlich gemütlicher.

  6. Generell gute Idee. Ich werfe allerdings in den Raum, über Erfurt und VDE8 zu fahren, bzw. stelle das hier zur Diskussion. Denn nach meinem Kenntnisstand gibt es kein „Nachtfahrverbot“ auf der SFS.

    7Uhr Ankunft in München ist übrigens zu spät. Orientier Dich da lieber am ICE619, der kurz nach 6 ankommt. Wesentliche Anschlüsse sind nämlich vor allem der RJX265, der Erste in Richtung Salzburg, mit dem man auch nach Wien, Villach und Graz kommt. Mit Ankunft 7Uhr verpasst Du nämlich gerade die ganzen T120er im 8Uhr-Knoten in Salzburg. Das wäre sehr uncool.

    1. Denn nach meinem Kenntnisstand gibt es kein „Nachtfahrverbot“ auf der SFS.

      Doch, das gibt es, und in diesem Fall kannst du dir sogar die Anführungszeichen schenken. In den Nachtstunden sind die VDE8-Neubaustrecken Stand 21.01.2020 totalgesperrt, für sämtlichen Verkehr.

  7. Ab März wird es das zumindest zwischen Berlin und Nürnberg ziemlich genau so geben, von Warnemünde gehts quer durch die Nacht über Neustrelitz, Berlin, Leipzig und Halle, Jena, Nürnberg und Passau nach Wien, das ganze im Ex-Westbahn IC. Richtung Süden gehts über Wittenberg, Richtung Norden über Dessau. Ein sehr interessantes neues Zugpaar, das bei Gelegenheit sofort ausprobiert wird.

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