NAIROBI Stadtbahn/Light Rail Line A

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Beschreibung des Vorschlags

Nairobis Verkehr ist legendär für die oft stundenlangen Staus auf den Straßen im und um den CBD, und um ehrlich zu sein auch überall anders in der Stadt, das einzige relevante öffentliche Verkehrsmittel sind die privat betriebenen Matatuts, Busse kleiner und mittlerer Größe (von 11 bis ca 30 Sitze) die auf informellen Routen oft im 30 Sekunden Takt und ohne Rücksicht auf Verkehrsregeln die Mehrheit der Menschen durch die Stadt bringen.
Es existiert aber in Nairobi ein relativ gut instandgehaltenes Netzwerk von 1000mm Bahnlinien, die auch, allerdings ohne jeglichen Anschein eines Fahrplans, durch „Commuter Rail Services“ betrieben werden. Diese Linien eignen sich allerdings -nach Elektrifizierung- ziemlich gut für die Einrichtung eines Stadtbahnbetriebs.
Ein großes Hindernis für die Verbesserung des Services der Commuter Rail ist fehlendes Equipment, es ist über die Jahre hinweg immer schwieriger geworden, neues Rollmaterial für diese meterspurige Hauptbahn zu besorgen, die meisten Wagen sind noch aus der Kolonialzeit und zerstörte Wagen und Lokomotiven können nicht ohne großen Aufwand ersetzt werden.
Ich schlage deswegen eine Bedienung dieser neuen Linie mit meterspurigen Niederflur Straßenbahnwagen vor, durch die Niederflurwagen kann an den oberirdischen Haltestellen gespart werden und durch eine betrachtliche Zahl meterspuriger Straßenbahnen in Europa sollte sich auch die Ersatzbeschaffung deutlich einfacher gestalten.
Dieser erste Linienvorschlag würde vor allem der alten Mombasa-Kisumu Hauptlinie durch die Stadt folgen, diese wird zur Zeit noch von ein paar Güterzügen täglich und einem Personenzug 2x wöchentlich bedient, ein Mischbetrieb dieser extrem langsamen Züge (wegen der großen Steigungen und vielen wilden Streckenquerungen habe ich noch nie einen Zug schneller als 15km/h in Nairobi gesehen) sollte aber übergangsweise möglich sein, zudem diese Meterspurige Linie noch 2016 bis Nairobi und bis 2018 bis Naivasha von der neuen normalspurigen Bahn ersetzt werden.
Diese Strecke ist schon jetzt zweispurig ausgebaut und auf gesondertem Bahnkörper errichtet, wenn auch mit vielen Bahnübergängen welche, wenn nicht beschrankt, dann aber zumindest mit Warnschildern ausgerüstet werden müssten.
Im Süden würde die Strecke nach Bedienung des neuen Südbahnhofs nach Norden schwenken und den internationalen Flughafen Nairobis (JKIA) bedienen, welcher mit über 5 Millionen Passagieren jährlich und mehreren Expansionen im Bau (Terminal 1B soll erweitert und eine zweite Landebahn errichtet werden) in Zukunft noch größeres Verkehrchaos erzeugen wird.
In der CBD sollte zu deren besserer Anbindung ein Tunnel unter der Moi Avenue verlegt werden, ich ziehe einen solchen Tunnel einer oberirdischen Führung auf seperatem Baukörper vor, da die Trasse so nicht von Matatus und anderen Straßenfahrzeugen belegt werden kann, wenn mal wieder Stau ist (wie es heute schon oft in Kibera passiert).
Dieser Tunnel würde die CBD deutlich besser als der bestehende Service bedienen und so seine Attraktivtät gegenüber den Matatus noch weiter steigern.
Die Strecke führt dann unter dem Gelände der University of Nairobi bis zum National Museum unterirdisch weiter, das unebene Terrain erlaubt hier kaum eine direkte oberirdische Trasse in Richtung Waiyaki Way. Im Mittelstreifen des Waiyaki Way geht es dann oberirdisch bis zum Sarit-Center, womit die Beschäftigungscentren an dieser Straße und in den Westlands auch an die Bahn angeschlossen werden. Im Bereich auf dem Mittelstreifen der A104 wird es ratsam sein, Zäune zu errichten, um ein mitbenutzen der Schienen durch Matatus zu verhindern. Am Sarit-Center endet dieser Vorschlag, aber auch eine Verlängerung im Mittelstreifen des Wayaki Way weiter bis ins Bevölkerungszentrum Kamgemi könnte ratsam sein. Hier ist der Mittelstreifen der A104 aufgrund des hügeligen Geländes so ziemlich der einzige Weg eine schienengebundene Anbindung zu erreichen. Die angedeuteten Stationen sind hier nur Vorschläge, das zu erwartende hohe Volumen an Passagieren macht die Platzierung der Stationen ziemlich irrelevant.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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6 Kommentare zu “NAIROBI Stadtbahn/Light Rail Line A

    1. Line B will use the SAME CBD tunnel but use the line through to Kibera and have a new stretch along Ngong Road towards Karen terminating somewhere around the Hub, upload of that will follow later today (the new line tool website crashed and I will have to redo it)

      TL;DRiE: In der Innenstadt ja, von dort aus Richtung Osten auf der Hauptbahn

    2. Ich hoffe nicht, denn eine Diskussion über Nairobi erübrigt sich schon deshalb, weil wir ganz bestimmt nie einen Regionalbereich für Nairobi haben werden.

      Linie Plus Extern wurde eingerichtet, weil es nach Gründung von Linie Fünf Hamburg immer mehr Vorschläge für andere Regionen in Deutschland gab, die man sammeln wollte, um sie für weitere Regionalbereiche zu nutzen. Mit der Einrichtung von Linie Plus Berlin gelang das auch. Zu weiteren Regionalbereichen ist es bisher leider nicht gekommen, weil es an Interessenten fehlt, die sich darum bemühen würden.

      Mit Regionalbereichen außerhalb des deutschsprachigen Raumes wird aber nie zu rechnen sein, weil es ausgeschlossen erscheint, dass dort jemals genügend Interessenten auftreten werden, die eine deutschsprachige Diskussionsplattform für die Weiterentwicklung ihres Nahverkehrs nutzen wollen.

      1. Erstmal voraus: Schade, dass sie es sich nicht verkneifen können, einen Kommentar zu verfassen, auch wenn sie nichts zum Vorschlag beizutragen haben.
        Aber zu ihrem Kommentar selbst: Mir ist die Zielsetzung dieser Website durchaus bewusst, ich weiß allerdings auch, dass nai eine hohe Zahl an deutschsprachigen Expats besitzt, die sich -so wie jeder gute Bürger Nairobis- sehr gerne über den Verkehr aufregen, zudem ist mir die Existenz eines Englisch oder gar Swahilisprachigen Pondons zu diesem Konzept der bürgerlichen Mitwirkung nicht bewusst.
        Da hier aber eine rege Diskussionen von Vorschlägen auch durch Ortsfremde passiert, hatte ich zudem gehofft, von der aktiven Forengruppe, evtl konstruktive Kritik zu meinem Vorschlag zu erhalten.
        Wenn es die Admins dieser Seite stören sollte, dass auch außerhalb des Kerngebiets des Programms Vorschläge eingebracht werden, können diese mich ja gerne bannen und den Vorschlag löschen. Diese Art von unnützer Hobbymoderation ihrerseits halte ich allerdings für eine Zeitverschwendung aller beteiligter Seiten.

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