[M] Ausbau München Nord

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Alle Vorschläge der Vorschlagsreihe:


Übersicht

Die Strecke München Hbf – Freising ist durch den Mischverkehr von S-Bahn, Güterverkehr und Regionalverkehr ziemlich gut ausgelastet und kann nur bedingt Verkehrsmehrungen aufnehmen. Als Alternative zu einem Bestandsausbau auf vier Gleise schlage ich daher eine Neubaustrecke mit einem Tunnel, welcher direkt am Münchener Hbf ausfädelt, vor.

Im Bahnhofsvorfeld taucht diese zuerst in einen Tunnel ab, welcher in nördlicher Richtung zum Olympiastadion führt. Hier kann ein Bahnhof realisiert werden, es gibt hier zahlreiche Parkplätze am Stadion und es bietet sich z.B. die P+R-Möglichkeit bei einer Fahrt zum Flughafen. Der Güterring kann potentiell in beiden Richtungen angeschlossen werden, die gezeichneten Ausführungen sind nur optional, ggf. auch eingleisig realisierbar. Feldmoching weiter nördlich bekommt einen neuen Inselbahnsteig und wird somit Halt von einzelnen Nahverkehrszügen. Anschließend folgt die Strecke der A92 und fädelt es nördlich Neufahrns wieder in die Bestandstrecke nach Freising bzw. der S1-Strecke zum Flughafen ein.

Somit wäre der Engpass beseitigt, die Nahverkehrsverbindung nach Nordosten können verdichtet werden und die S1 erhält eine eigene Trasse ohne großartigen Mischverkehr.

Größere Kunstbauten wären der Tunnel vom Hauptbahnhof zum Olympiastadion und ein Tunnel unter dem Dreieck A92/A99. Außerdem wären an der Verknüpfung mit den Bestandstrecken idealerweise einige Kunstbauten sinnvoll! Natürlich ist die Strecke zweigleisig und elektrifiziert, man könnte sie mit 160 km/h projektieren, da sehr wahrscheinlich auch keine schnelleren Züge drauf verkehren werden bzw. eine höhere Geschwindigkeit auch auf einem solch kurzen Abschnitt keine großen Gewinne mehr bringen wird.


Betriebskonzept

  • München – Landshut: alle 15min (jeweils alle 30min als Express, und alle 30min als normale Regionalbahn mit Zwischenhalten) -> S21X kann entfallen
  • München – Flughafen: alle 30min ein Express ohne Zwischenhalte, ggf. häufiger. Kann über den Flughafen hinaus in Richtung Mühldorf durchgebunden werden.
  • Zusätzlicher Fernverkehr (M – Regensburg – Hof – Leipzig) und nach Prag
  • S-Bahn: Die S1 auf der Bestandsstrecke kann abschnittsweise verdichtet werden. (z.B. 7/8-Takt)
  • HVZ-Verstärker im Regionalverkehr

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

Ein Kommentar zu “[M] Ausbau München Nord

  1. So etwas ähnliches hatten wir hier schon.

    Das interessante ist ja, dass es diese direkte Führung der Strecke nach Freising Donnersberger Brücke – Neuhausen – Feldmoching bis 1892 schon einmal gab, erst dann wurde die westliche Umgehung (wohl aus Platzmangel) gebaut. Die Bahnfahrer (S1 oder Regio) danken jeden Tag, die ungewollte Stadtrundfahrt über Moosach und Laim durch malerische Bahn- und Industrieanlagen. Baubar wäre die Strecke heute unter einer Vorraussetzung: die Landsberger Allee (der Nord-Süd-Abschnitt des Mittleren Rings), für Lärm und Feinstaub berüchtigt, soll mittelfristig in einen Tunnel verlegt werden. Baut man diesen Tunnel zweigeschossig, kann da auch die Bahn durchfahren.

    Der Bahnhof Olympiastadion hat natürlich eine Historie, bietet aber keinen Anschluss zu anderen Schnellbahnen. Und das wird schwierig, denn weiter nördlich (Olympiapark Nord) liegt man genau auf halben Weg zwischen den U3-Halten Oberwiesenfeld und Olympia-Einkaufszentrum.

    Tatsächlich fände ich es auch besser, die S1 in den Tunnel zu verlegen, und nur die NBS entlang der A92 für die Fernbahn zu bauen, was allerdings sehr sinnvoll wäre, auch durch die geplanten Fernlinien Richtung Regensburg (IC nach Dresden, EC nach Prag – schon zum nächsten Fahrplanwechsel soll es nach Prag einen Zweistundentakt geben).. Der Fahrzeitunterschied für Regios über Moosach wäre nicht so groß, vor allem, da durch die wegfallende S-Bahn Trassen und Raum für Beschleunigung frei wird. (einzig Moosach hätte dann keine S-Bahn mehr, aber die U3 und die Tram). Zudem hätte der mitten im Gleisvorfeld einen betrieblichen Nachteil: für die Züge aus Freising stünden, ohne höhengleich ein halbes Dutzend Gleise im Vorfeld höhengleich queren zu müssen, nur die wertvollen Fernbahnsteige in der Mitte der Haupthalle zur Verfügung.

    Ein Hinweis noch: Züge von Mühldorf nach München via Flughafen sind nicht geplant. Die Züge Mühldorf – Flughafen sollen dann über die in Bau befindliche Neufahrner Gegenkurve Richtung Freising und Landshut verkehren.

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen