NBS/ABS Düsseldorf – Dormagen – Köln inkl. Umbau K-Westkopf

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Beschreibung des Vorschlags

Diese Projekt besteht aus drei großen Teilen:

1) Neubaustrecke Düsseldorf Hbf – Elevekum

Für diesen Abschnitt habe ich bereits Entwürfe gefunden, aber ich habe bewusst diese Streckenführung gewählt, um eine einfache Ausfädelung aus der Strecke nach Köln-Mülheim zu bekommen. Dazu wären zwei Tunnel nötig, die entsprechend der Rheinquerung auch ziemlich lange sind. Man könnte auch darüber nachdenken, ggf. noch einen Zwischenbahnhof im Düsseldorfer Süden für den Nahverkehr zu errichten. In Elvekum geht die Strecke in den zweiten Teil über.

  • Entwurfsgeschwindigkeit: 160-200 km/h

2) Ausbaustrecke Elvekum – Köln

Hier sollte nach Möglichkeit parallel zu der bestehenden Strecke ein zweites Gleispaar errichtet werden, wodurch schnelle und langsame Züge (GV, S-Bahn) entmischt werden können. In Dormagen sollte auf jeden Fall ein Halt für den Nahverkehr eingerichtet werden.

  • Entwurfsgeschwindigkeit: 200 km/h (sollte reichen für gleiche Fahrzeit wie über Leverkusen)

3) Umbau westliche Einfahrt Köln-Hbf

Durch die Neuordnung der Einfahrten aus Richtung Süden, Westen und Norden können neue parallele Fahrtmöglichkeiten geschaffen werden. Planungsziel ist es, dass möglichst alle Züge ohne Richtungswechsel durch den Hbf fahren können und nach Möglichkeiten auch alle Linien durchgebunden werden. Durch die neue Ordnung und des bestehenden Ausfädelungen in Deutz bzw. Mülheim sind viele neue parallele Fahrtmöglichkeiten geschaffen und es kann die Leistungsfähigkeit des gesamten Knoten gesteigert werden.

Reihenfolge der Strecken von außen nach innen:
WEST: Köln Süd – Köln Ehrenfeld – Dormagen
OST: Leverkusen – Solingen – Siegburg
parallel fahrbar sind somit jeweils gleiche Positionen und jeweils ein synchroner Sprung über ein Element (z.B. Köln Süd-Solingen gleichzeitig mit Köln Ehrenfeld – Siegburg)

Großes Gesamtziel ist natürlich die Verdichtung vom Nahverkehr zwischen Düsseldorf und Köln (ideal wäre eine 30-Minuten-Takt auf beiden Strecken), und die Durchbindung der ICE von Frankfurt ins Ruhrgebiet. Die Kurve bei Deutz bringt aktuell eine gewisse Entlastung, aber durch das Auslassen von Köln Hbf geht schon einiges an Potential verloren, gerade wenn die Züge dann auch irgendwann mal weiter als nach Dortmund verkehren.

Was meint ihr dazu?

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3 Kommentare zu “NBS/ABS Düsseldorf – Dormagen – Köln inkl. Umbau K-Westkopf

  1. Ich weiß, dass dein Thema noch in Arbeit ist. Aber vielleicht kann ich ja schon einmal etwas zur Historie anmerken. Die Planung einer westlichen Anbindung Köln gibt es schon lange und besaß vor allem zu Zeiten, in denen kaum Wendezüge fuhren hohe Priorität. Daher wurde im DB Ausbauprogramm von 1970 schon eine Trasse zwischen der Niederheinischen Bahn und Düsseldorf geplant und über Jahrzehnte freigehalten (siehe Niederrheinische Bahn zweiter Abschnitt). Allerdings gilt dieses Projekt heute als nicht mehr so wichtig u.a. durch den Einsatz von Wende- und Triebzüge und den Ausbau der Kurve unter Köln Deutz, sodass hier auch schnelle Verbindungen ohne Kopfmachen gefahren werden können.

    Weiß jemand, wo diese Trasse genau langführen sollte?

    1. Die einzige Stelle, an der auf beiden Seites des Rheines bis heute Platz frei ist, liegt in der Verlängerung der Bundesautobahn 542 zwischen Monheim und Hitdorf. Aber letzteres baut die Lücke immer weiter zu …

      Statt der Anschlussstelle Köln-Worringen an der Bundesautobahn 57 sollte dort eigentlich mal ein Autobahnkreuz mit der nicht gebauten Bundesautobahn 54 entstehen …

  2. Eines der größten Probleme im Knoten Köln ist – das hast Du genau richtig erkannt – die fehlende Symmetrie der ein- und ausfädelnden Strecken.

    Kommt ein Zug von der linken Rheinstrecke und will nach Düsseldorf (wie die meisten der IC(E)s und der RE 5), dann kommen sie auf dem südlichsten Gleis in den Westkopf des Kölner Hauptbahnhofs, müssen den Ostkopf des Deutzer Bahnhofs aber auf dem nördlichsten Gleis wieder verlassen.

    Umgekehrt kommt ein Zug aus Düsseldorf auf dem in seiner Fahrrichtung nördlichsten Gleis in den Deutzer Bahnhof, muss des Hauptbahnhof aber dort wieder auf dem südlichsten Gleis verlassen.

    Beide Male also einmal quer über alle Gleise 🙁

    Will man ohne andere Gleise zu queren den Knoten durchfahren, dann müssten die Züge von Leverkusen nach Dormagen, von Opladen nach Düren oder von Troisdorf nach Hürth-Kalscheuren (und zurück) fahren. Auf die Schnappsidee ist aber zum Glück bislang keiner gekommen 😉

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