Neugestaltung Neumarkt (Köln)

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Beschreibung des Vorschlags

In diesem Vorschlag möchte ich das Problem der Inselung des Neumarkts in Köln angreifen.

Die heutige Lage des Neumarkts ist mehr als unpraktisch: Der Platz an sich stellt eine Art ,,Mittelpunkt“ der Innenstadt dar, ist allerdings für Fußgänger, welche mit der Stadtbahn ankommen, schwierig zu verlassen, da man erst einmal eine der meistfrequentierten Straßen Kölns überqueren muss, die Hahnenstraße. Zudem müssen Stadtbahnen, welche am Neumarkt halten wollen, oftmals auf grüne Ampeln oder voraus fahrende Stadtbahnen warten, wodurch lange Wartezeiten und Verspätungen auftreten können.

Aus den oben genannten Gründen habe ich mir gedacht, dass man den Neumarkt umgestalten muss. Eine ausschließlich unterirrdische Lösung halte ich zwar für sinnvoll, jedoch in den nächsten Jahren nicht realisierbar. Zudem gibt es solche Vorschläge bereits (->). Ich habe mir gedacht, dass man die nördliche Seite vom Kraftverkehr befreien könnte, und stattdessen den Verkehr auf die Südseite des Platzes verlagert. Die Stadtbahn verkehrt dann ausschließlich auf der Autofreien Nordseite. Somit würde das Erreichen der Fußgängerzonen für Fußgänger deutlich angenehmer werden. Ein anderer nicht zu vernachlässigender Aspekt wäre, dass die Bahnen nun unmittelbar vor den Fußgängerzonen hält. Dadurch wäre es, vor allem wenn grade Events stattfinden oder der Weihnachtsmarkt steht, schneller und einfacher, zu den jeweiligen Standorten seiner Wahl zu kommen.

Auf der Nordseite des Platzes existiert zwar bereits ein Bahnsteig für Sonderzüge, jedoch ist dieser den Massen an Fahrgästen nicht gewachsen, vor Allem da er Eingleisig ist. Aus diesem Grund müsste man ein zweites Gleis anlegen, was jedoch, dank des vielen neuen Platzes, kein Problem darstellen sollte. Zudem könnte man die Bahnsteige verlängern, sodass Stadtbahnen mit drei Wagen bzw. zwei Stadtbahnen hintereinander halten könnten. Die Straßen, welche an dem wegfallenden Teil der Straße anknüpfen, wären mit kleinen Umwegen immer noch gut zu erreichen.

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3 Kommentare zu “Neugestaltung Neumarkt (Köln)

  1. An der Nordseite des Neumarktes gibt es zwar nur einen Bahnsteig, aber durchaus zwei Gleise – das zur Platzmitte hin gelegene hat bloß keinen Bahnsteig. Die Stadt Köln hatte diese Lösung auch schon angedacht – aber wohl aufgrund der zu erwartenden Kosten verworfen. Denn bei Deiner Lösung verlängert sich nicht nur der Umstieg zu den unterirdischen Bahnsteigen beträchtlich. Aber damit ist es nicht getan: Zusätzlich zu einem zweiten Bahnsteig müsste von der Fußgängerverteilebene auch entweder ein zusätzlicher Aufgang geschaffen oder die bestehenden verbreitert werden. Und da nicht nur der Bahnsteig, sondern auch die Verteilebene für die zusätzlichen Menschenmengen im Berufsverkehr zu schmal wäre, müsste diese wohl abgerissen und verbreitert werden.

    Ich schlage eine ganz pragmatische Lösung vor: Die demnächst vier Gleise bleiben an der Südseite des Platzes. Den restlichen Platz bekommt der Autoverkehr. Und wenn dieser dann nicht mehr ausreicht: Tja… 😢 Das erklärt dann bitte das Bündnis „Oben Bleiben“ den Autofahrern.

  2. Hallo Madmax,

    die Stadt und die KVB planen bereits die Neugestaltung der Ost-West-Achse und damit auch den Neumarkt. Wenn ich das richtig sehe, wird ein Tunnel vom Heumarkt bis zum Aachener Weiher bevorzugt. Damit würden die Gleise an der Oberfläche in der Innenstadt verschwinden und der Verkehr würde am Neumarkt südlich geregelt werden. Ich persönlich finde die Tunnellösung auch am besten, weil so auch der gewonnenen Straßenraum zum allen anderen Verkehrsteilnehmern zu gute kommt.

    Hier ein paar Links zu den Planungen:
    Stadt Köln – Neugestaltung der Ost-West-Achse
    KVB – Gestaltung der Ost-West-Achse

    Auf der Nordseite des Platzes existiert zwar bereits ein Bahnsteig für Sonderzüge, jedoch ist dieser den Massen an Fahrgästen nicht gewachsen, vor Allem da er Eingleisig ist.
    Dort sind zwei Gleise und zwei Bahnsteige(5&6) vorhanden, siehe Street View.

  3. Das mit der Tunnellösung ist ja letztendlich eine politische Entscheidung. Die Grünen im Kölner Stadtrat sind zwar mit Abstand stärkste Partei, aber auf Koalitionspartner angewiesen. Die Grünen sind jedenfalls gegen den Tunnel.

    Diese Argumentation von alex8055 teilen auch viele der Kölner Politiker. Und das führt direkt zur Finanzierung der Trasse. Normalerweise würde ein solches Projekt ja als Nahverkehrsvorhaben betrachtet und finanziert, das wäre hier in diesem Fall hier aber ganz klar rechtswidrig. Denn letztendlich sollen die Verkehrsbauten ja durch dessen Nutzer gegenfinanziert werden. Bloß dass die Hauptnutznießer in diesem Fall eben nicht die Fahrgäste sind. Ich bin als Nutzer des ÖPNV jedenfalls nicht bereit, mit ständig steigenden Fahrpreisen eine möglichst schöne Stadtgestaltung zu finanzieren. Dass es sich hier eindeutig um Städtebau handelt beweist ja schon alleine die Diskussion, wie man den freiwerdenden Raum der Straßenbahn neu verteilt. Wenn einige der Parteien dieses Argument bringen, dann sollen sie auch erklären, aus welchen Geldtöpfen sie das Projekt finanzieren wollen. Klar, das Geld stammt letztendlich vom Steuerzahler. In diesem Fall aber halt nicht alleine aus dem Finanzierungstopf für den ÖPNV.

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