Railjet Wien-München über Braunau Testbetrieb

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Dieser Vorschlag ist NICHT Teil des Konzepts neuer Fernverkehr Österreich und daher solitär betrachtet
Dieser Vorschlag spiegelt NICHT die in den Augen optimale Möglichkeit einer schnellen Verbindung Wien-München wieder sondern dient zur Anschauung, wie ein Testbetrieb auf dieser Linienführung verlaufen könnte

Nachdem es ja in letzter Zeit zu ewigen Diskussionen um die Streckenführung der österreichischen RJ der Relation Budapest-Wien-München kam, hier ein Vorschlag, wie man auf dem Abschnitt Wien-München einen Testbetrieb über Braunau einrichten kann.

Folgende Massnahmen sollten hierbei vor Beginn ergriffen werden
->Auflösung aller La auf den zu befahrenen Strecken zwischen Neumarkt Kalham und Mühldorf
->Ausrüstung aller RJ-Einheiten mit Reisendezähleinrichtungen

Ablauf des Testbetriebs:
Angedacht ist ein einjähriger Testbetrieb einer neuen Linie Wien-München über Salzburg. Hierfür werden – um keine eventuell unnötigen Kosten zu verursachen auf der Diesellücke zwischen Neumarkt Kalham und Mühldorf Dieselloks eingesetzt, wobei für die Kosten, da die Streckenführung ‚eher‘ in deutschem Interesse ist, zu mindestens 2/3 die DB aufkommen muss. Weiters gibt es auf der Strecke Wien-Salzburg-München (sozusagen als Referenz) weiterhin den gleichen Betrieb wie bisher. Beide Linien verkehren im Zweistundentakt, ergänzen sich zwischen Wien und Linz auf einen Stundentakt. Reisendezähleinrichtungen zählen dann den Umschlag und die Belegung der einzelnen Wagen auf den einzelnen Linien.

Mit Ende des einjährigen Testbetriebs wird für vier Wochen die Linie über Salzburg eingestellt, um Kundenreaktionen herauszufinden, wie denn das neue Angebot angenommen werden würde, ob es zu Verbesserungen oder gar Verschlechterungen kommen würde.

Zuletzt wird bei den Fahrgastzahlen kontrolliert, welche Linienführung für österreichische (die ÖBB sind der Betreiber!) Verhältnisse betriebswirtschaftlich sinnvoller ist. Hierbei muss der Mehrfachbedarf bei Triebfahrzeugführern durch Flügelung in Linz anstatt Salzburg sowie notwendige Ausbauten entlang der Strecke nach Braunau miteinbezogen werden (Die Zuganzahl nach Salzburg verbleibt gleich, nur verkehrt zwischen Linz und Salzburg der RJX dann nur in Einfachtraktion). Danach wird die wirtschaftlichere Streckenführung für die Zukunft gewählt.

Die Erklärung der Halte:
Wels: Lokal bedeutendes Zentrum, wenn nicht so wichtig wie Linz, könnte ausgelassen werden
Neumarkt-Kalham: Traktionswechselbahnhof, dieser Halt würde – sofern nicht sehr guter Fahrgastumschlag stattfindet – bei anschliessender Elektrifizierung aufgelöst werden
Braunau: Grenzbahnhof und regional bedeutendes Zentrum
Mühldorf: Traktionswechselbahnhof, regional bedeutendes Zentrum

Warum NICHT Ried und München Ost?

Ein Halt in Ried ist meines Erachtens am Zustand des Bahnhofs nicht zumutbar, ein Halt in München Ost schlichtweg nicht notwendig.

So, jetzt ist der Vorschlag fertig und darf gern kommentiert werden.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

27 Kommentare zu “Railjet Wien-München über Braunau Testbetrieb

    1. Der Vorschlag ist noch nichtmal fertig, meine Güte jetzt schrei nicht gleich ummadum. Bei uns ist es (wie Dir bestimmt schon aufgefallen ist) usus, dass man als unfertig gekennzeichnete Vorschläge nicht kommentieren sollte – auch wenn Du leider nicht allein da bist.
      Einzig wir Admins nehmen uns das Recht, bei unrealistischen Vorschlägen den Vorschlagersteller darauf hinzuweisen.

      1. Du schreibst doch,

        Warum NICHT Ried und München Ost?

        Ein Halt in Ried ist meines Erachtens am Zustand des Bahnhofs nicht zumutbar, ein Halt in München Ost schlichtweg nicht notwendig.

        So, jetzt ist der Vorschlag fertig und darf gern kommentiert werden.

        Also im Zielfahrplan sollen künftig alle Taktverkehre in Ost und Pasing halten. München Ost auslassen ginge schon ok, das sollte man allerdings begründen können, z.B. wegen Fahrplan/Anschlüssen.

        1. Also, München ost würde ich keinesfalls auslassen. München Ost ist ein Bahnhof der Kategorie 1 und wird von allen S-Bahnen bedient. Es bestehen Anschlüsse nach Österreich, zum Flughafen und der Bahnhof liegt fast genauso zentral wie der Hbf, was alles der ohnehin überlastete Bahnhof Pasing nicht erfüllt. In München Ost sind Gleise mot barrierefreien Bahnsteigen in Massen vorhanden und auf diese 2 Minuten Fahrzeitverlängerung bei rund 100km/h Höchdtgeschwindigkeit kommt es azch nicht mehr an. Durch den Halt wird der Hbf entlastet und man errecht den Flugahfen so bis zu 25 Minzten schneller und verkürzt die umständlichen Fußwege am Hbf.

          1. Dann denkt Euch München Ost dazu. Das Grenzbahnhof wird irgendwann auch mal rausgejagt.

            Und @EC217, ich finds immer noch ne Sauerei seinesgleichen dass Du einfach so Fehler kommentierst obwohl noch nicht mal fertig ist.

            Ausserdem ist es mein Vorschlag und ich finde eben jene zwei Minuten unnötige Haltezeit. Basta!

            1. Was für Fehler hab ich einfach so kommentiert, obwohl es nicht mal fertig war?

              Dass Du den Zug nicht in München Ost Halt machen lassen willst, was Du nicht überarbeitet hast. Also finde ich das mit der „Sauerei“ jetzt sehr seltsam…

  1. Ach du je Julian, wie viel Schaum hattest du vorm Mund beim Tippen des Vorschlags?  😉

    Um mal kurz die Halte abzuarbeiten, im hypothetischen Falle einer Vollbetriebsaufnahme mit Strippe überm Gleis:

    – Wels bitte nicht, wenns ein RJX sein soll

    – Neumarkt-Kallham + Ried (Innkreis) + Simbach/Braunau (ob man jetzt rechts oder links vom Inn stehen bliebt ist ja eigentlich wurscht, hauptsache, die Gegen-Regios werden von der jeweils anderen Seite durchgebunden) + Mühldorf sind für ne internationale Schnellverbindung zu viel, sei es als RJ mit oder RJX ohne Wels. Untenrum sind es bisher ja auch nur Salzburg und Linz. Nun dürfte ein Durchfahren ohne Halt die Verbiondung auf oberösterreichischer Seite nochmal unbeliebter machen, als jetzt schon. Und all die betroffenen Städte haben dann doch eine gewisse Knotenwirkung, FV in der Fläche, und so. Also Kuhhandel-Kompromiss: Mühldorf auf deutscher (mit einem Umstieg nach Landshut, Rosenheim, Flughafen, lüppt), die ÖBB kann sichs zwischen Wels, Neumarkt oder einer Renovierung von Ried (Innkreis) aussuchen. Drunter ein REX/IR/RE/wasauchiommer, hauptsachekeinBummelzug, der auch die anderen Knoten mitnimmt.

    – München Ost: call me biased, aber ABCDEFG hat halt durchaus recht. Mich macht auch das Durchfahren der Salzburger Railjets nicht sonderlich glücklich. Und hey, in Wien wird ja auch zweimal gehalten.

    —-

    Übers Für und Wider einer solchen Relation wurde ja schon genug gesagt, muss ich jetzt nicht nochmal vertiefen. An sich hast du aber durchaus recht: Deutschland hat hiervon mehr als Österreich, entsprechend muss eine Finanzierung primär aus deutscher Hand erfolgen. Eventuell sogar eine Bezuschussung der ÖBB für die entsprechende FV-Leistung, was allerdings mit deutscher Gesetzlage bisher gar nicht möglich ist (Länder dürfen nur Regionalverkehr bestellen, ein bestellt-bezuschusster Fernverkehr durch den Bund ist nicht vorgesehen). Ob man dafür gleich nen Railjet durchs Innviertel als Probebetrieb dieseln lassen muss weiß ich jetzt aber nicht, ich würde mich auf eine reine Betrachtung der Achse München – Linz beschränken. Diesellok und ein paar ÖBB-Eurofirmas hinten dran, die sollten ja zur Genüge herumstehen.

    1. Joa es gibt Tage wo man am besten nichts schreibt weil echt alles schiefgeht.

      Wie gesagt, München Ost kann man gern machen von mir aus. Den Rest müsste man sowieso schauen inwieweit man da was macht.

    2. Ja, so einen „Kuhhandel“ hätte ich mir gerne gewünscht. In der Form:

      Österreich schafft seine Vignette ab, besteht nicht mehr auf Salzburg für die Relation München-Wien, dafür werden Rosenheim-Freilassing und Mühldorf-Simbach für 200 ausgebaut.

      So einen Kuhahandel bräuchte es wirklich!

        1. Genau das ist der Grund, warum man in Deutschland jetzt auch eine Maut einführen muss.
          Damit die Österreicher fürs Deutschen Eck auch ein paar Groschen da lassen und nicht nur die A8 verstopfen.

          1. Mit dem kleinen Unterschied dass bei uns alle – also auch wir Österreicher zahlen – in Deutschland aber nur die Ausländer. Und dass ich in Österreich für sicheres, angenehmes Fahren zahle während in Deutschland dies… nun… wie soll ich sagen… eher ‚zweitrangig‘ ist, hinter dem Geschwindigkeitswahn.

            1. Mit dem kleinen Unterschied dass bei uns alle – also auch wir Österreicher zahlen – in Deutschland aber nur die Ausländer.
              Das ihr diesen populistischen Dreck schluckt, den man euch da vorgibt. „Es zahlen nur die Ausländer.“

              Bislang ist das Deutsche Autobahnnetz 100% steuerfinanziert, d.h. bislang zahlen nur, wirklich nur die Deutschen, obwohl auch Franzosen, Niederländer und Österreicher über die Autobahn fahren. In Österreich zahlen alle KFZ-Fahrer, weil Du ein Pickerl brauchst. Finde ich prinzipiell auch gerecht, nur ist es nicht gerecht, wenn Du dann auf Deutscher Seite keine Maut hast. Und insgesamt bewirkt eine Maut eine Verkehrslenkung von der Autobahn auf die Landstraße, v.a. bei Kurzstrecken, sorgt deshalb für mehr Verkehr in den Städten und Unfälle (siehe Bregenz). Ist als ökonomisch schwachsinnig.

              Das jetzt der Betrag von der KFZ-Steuer auf die ausländischen KFZ verlagert wird, ist dazu gedacht, dass auch ausländische KFZ-Fahrer (damit genauso wie die Deutschen) auch an den Kosten beteiligt werden. Ganz einfache Sache. Eine gerechtere Finanzierung des Straßennetzes.

              Und wie gesagt, Du musst nicht auf Deutschen Autobahnen fahren, wenn Dir da der Lufthunderter oder Luftachtziger etc. fehlt. 😉

        1. Das wär einer, true story. Nur leider wird’s das wohl nicht so schnell spielen mit den DB befürcht ich mal. Wenn wir das deutsche Eck bekommen, dann gibt’s von meiner Seite aus gern ne premium zweigleisige Strecke von Kalham nach Simbach und wenn man uns weiterbauen lässt auch noch nach Mühldorf, von mir aus auch noch dann neu zwischen Kalham und Linz und das alles für 230. Aber wenn sich Deutschland so sträubt dann tun wir das natürlich auch.

          1. Argh, dann setzen München und Wien halt einen gemeinsamen Staatsvetrag auf, „zur Integration und Kooperation des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs“ und so ein blabla, dann bekommt das ganze eine politische Dimension, es öffenen sich zusätzliche Gelder und der Freistaat Bayern kann in Berlin auch einen gewissen Druck machen. Hey, wozu schicken wir denn unsere CSUler immer ins BMVI?^^

          2. Aber wenn sich Deutschland so sträubt dann tun wir das natürlich auch.
            Dass auf Österreichischer Seite eine Strecke ausgebaut wird, von der nur Deutsche profitieren (Vergleich Rosenheim-Freilassing), dazu hätte ich gerne mal eine Beispiel…

            Eben.
            Österreich sträubt sich (mindestens) genauso.

  2. „Mit Ende des einjährigen Testbetriebs wird für vier Wochen die Linie über Salzburg eingestellt, um Kundenreaktionen herauszufinden, wie denn das neue Angebot angenommen werden würde, ob es zu Verbesserungen oder gar Verschlechterungen kommen würde.“

    Sowas braucht man nicht in der Realität testen, sondern kann es ganz einfach mit Verkehrssimulationssoftware berechnen. Denn in entsprechenden Verkehrsmodellen sind ja alle Nachfragebeziehungen hinterlegt, und somit kann sehr zuverlässig Aussagen dazu getroffen werden, in wie weit sich z.B. der Weg über Mühldorf, bestimmte Haltekonzepte, etc. auf die Gesamtnachfrage (und Wirtschaftlichkeit) auswirken.

    Da ist Wissenschaft glücklicherweise soweit, dass man das nicht in „Testbetrieben“ ausprobieren muss.

  3. Ich halte ehrlich gesagt nichts davon. Erstens gebe ich amadeo Recht, dass hier Verkehrssimulationssoftware zumindest halbwegs näherungsweise brauchbare Ergebnisse liefern sollte, zweitens ist der Testzeitraum viel zu kurz (zusätzlich Fahrgasströme wachsen nur langsam) und drittens bringt eine solche Verbindung ohne zumindest moderate Ausbauten kaum was. Oder wie stellst du dir die Fahrzeiten im Vergleich vor? Mit zweimaligem Lokwechsel à 10-15 min gibt es doch keinen sonderlichen großen Fahrzeitgewinn, der hier die Züge füllen würde, oder? Da kannst du einfach die Fahrgäste zwischen München und Linz zählen und die Salzburger wieder abziehen. Und in Ried würde ich schon halten, zumindest solange dies der einzige durchgehende Fernzug ist. Da verschenkt man sonst unnötig Potential, was man durch die paar gewonnen Minuten Fahrzeit auch nicht wieder reinholt.

    Da lieber einen (bimodalen) IR wie von Zeru vorgeschlagen München – Linz und gucken, ob sich das rentiert und dann Ausbauen und wenn das dann die schnellste Strecke ist, auch die schnellsten Züge drüber.

  4. ierbei muss der Mehrfachbedarf bei Triebfahrzeugführern durch Flügelung in Linz anstatt Salzburg sowie notwendige Ausbauten entlang der Strecke nach Braunau miteinbezogen werden (Die Zuganzahl nach Salzburg verbleibt gleich, nur verkehrt zwischen Linz und Salzburg der RJX dann nur in Einfachtraktion). Danach wird die wirtschaftlichere Streckenführung für die Zukunft gewählt.
    Sehr gut!
    Genau deshalb gibt es auch nur Profiteure von einer Streckenführung über Simbach.
    Salzburg hat nicht weniger, andere erhalten dennoch mehr. Niemand kommt zu kurz!

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen