RE Hamburg – Ratzeburg/Lauenburg mit Verbindungskurve Büchen

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Beschreibung des Vorschlags

Ziel ist die bessere Anbindung der Städte Ratzeburg (- Einhaus), Mölln und Lauenburg (Elbe) an Hamburg, die bisher nur durch die Tangentiallinie Lübeck – Lüneburg angebunden sind und somit nur mit Umstieg in das Zentrum des Nordens kommen. Schwarzenbek und HH-Bergedorf erhalten einen dichteren Takt. Profitieren werden vor allem Pendler, die aus dem Großraum Hamburg nun schnell und bequem ins Hamburger Zentrum kommen. Kleinere Orte wie Müssen oder Friedrichsruh sollen zugunsten einer konkurrenzfähigen Fahrzeit nicht angefahren werden.

Voraussetzung ist eine Elektrifizierung und (zumindest teilweiser Ausbau) der Strecke Lüneburg – Lübeck, welches im Rahmen der Hinterlandanbindung des Fehmarnbelts zwar bisher nicht explizit vorgesehen ist, aber dennoch mittelfristig kommen sollte.

Der Zielzustand sieht ein großzügige Verbindungskurve nordwestlich von Büchen vor, der eine schnelle Verbindung direkt Richtung Mölln ermöglicht. Sinnvoll wäre eine Zugteilung in Schwarzenbek, aber auch eine alternierende Bedienung wäre denkbar. In einem Vorlaufbetrieb können auch die zwei aus Hamburg kommende Zugteile Büchen getrennt werden, um so vor großen Investitionen das Fahrgastpotential abschätzen zu können.

Als Fahrzeuge würde ich leichte, flügelbare, 160 km/h-schnelle Triebwagen à la Talent, FLIRT, Coradia Continental o.ä. vorschlagen, meines Erachtens würden zwei Dreiteiler ausreichen. Der bisherige Takt der RBs Lübeck – Lüneburg soll weitestgehend unberührt bleiben.

 

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13 Kommentare zu “RE Hamburg – Ratzeburg/Lauenburg mit Verbindungskurve Büchen

  1. Besser ist eine S-Bahn, die in Büchen getrennt wird und weiter nach Ratzeburg und Lüneburg fährt, dafür muss die Weichenkreuzung durch ein Überwerfungsbauwerk ersetzt werden. Zudem kann in Aumühle auf die S-Bahn gewechselt werden

    1. Ich weiß. Wenn man die Beschreibung lesen würde, würde man auch wissen, dass ich es so erstmal im Vorlaufbetrieb geplant habe. Bei ausreichend hohen Fahrgastzahlen, sollte man die Kurve ergänzen.

      1. Die Kurve wird auch nix bringen, wenn dein Flügelzug zu jeder Tages- und Nachtzeit brechend voll bis Oberkante Unterlippe wäre. Denn die Zugteile fahren nach Trennung im Blockabstand hintereinander weg – heißt, der zweite Zugteil muss so lange warten bis er erste hinterm nächsten Blocksignal ist. Oder LZB-Teilblock, keine Ahnung was da oben in welchem Abstand installiert ist. Abstand auf alle Fälle mindestens 2 Minuten, was so ziemlich der Fahrzeitverlängerung ohne statt mit Kurve entsprechen dürfte.

        Ansonsten find ich das Konzept nicht schlecht. Klassischer Stadtexpress – Hamburg rauswärts beschleunigt, ab Büchen für Milchkannen freigegeben. Könnt man fast überlegen, sogar noch ein paar Käffer mehr mit reinzunehmen dort.

        1. Dessen Problem bin ich mir wohl auch bewusst. Ursprünglich hatte ich auch nur einen Zug nach Mölln/Ratzeburg geplant, erst beim zeichnen kam mir die Idee auch einen Zug nach Lauenburg zu fahren.

          Zu den Fahrzeiten würde ich aber ein bisschen optimistischer rangehen. Schließlich habe ich eine recht großzügige Kurve gezeichnet und keine direkt vor den Toren Büchens, wo man mit 40 km/h lang kriechen muss. Hinzu kommt das Entfallen der Wende- und Haltezeit, sowie eine deutlich kürzere Strecke. Würde daher eher auf 10 min Zeitersparnis gehen.

          Käffer würde ich aber wenn dann eher Richtung Ende der Strecke mit reinnehmen, sonst bremst man wieder viel aus…

          1. Gehen wir’s mal durch:
            Der reine Fahrzeitvorteil bei angenommenen 160km/h beträgt ungefähr 1:40 Minuten (4,5 zu 9km). Bremsen, Halten, Anfahren, sagen wir 4. Eine Minute für den Fahrtrichtungswechsel (mit zwei Personalen geht das flott), sind wir bei 5.
            2 ziehen wir wieder ab wegen der Zugfolge, bleiben 3 Minuten Vorteil. Ok, ist mehr als Null. Aber deutlich weniger als 10. Will ich jetzt nicht entscheiden, ob sich die Kurve dafür lohnt.

            Die Käffer ja klar – alles hinter Büchen eben, was auch immer da noch lohnenswert erscheinen mag.

            1. Na da hast du aber auch nicht ganz grade gerechnet.

              Für meine Kurve rechne ich mit einer Abzweiggeschwindigkeit von 130 dazwischen mit 160, sagen wir im Mittel 140 km/h. Für 5 km sind das ca. 2:10 min mit der Kurve.

              Der Umweg über Büchen sind 10 km, davon werden 3 km mit 160 gefahren = 1:20 min;
              dann Bremsvorgang auf 60 auf abzweigendes Gleis bis Stillstand, der Einfachheit halber gehen wir von einer gleichmäßigen negativen Beschleunigung aus, sodass für die 2 km 90s oder 01:30 min gebraucht werden;
              die Beschleunigung wieder hoch auf 120 km/h würde ich dementsprechend auf ca. 1 min reduzieren.
              Hinzu kommt die Fahrt mit 120 auf der verbleibenden Wegstrecke von 3,3 km, sind 1:40 min.
              Plus Haltezeit mit Wende würde ich auf 3 min ansetzen, allein schon wegen des Kuppelvorgangs. Sind insgesamt 9:40 min

              => Zeitunterschied daher 7:30 min. Auch keine 10 min aber doch schon deutlich mehr als 3 min. Abzüglich natürlich wieder die Zugfolgezeit der beiden Züge, wenn man diese nach dem bzw. vor dem Flügeln hintereinander fährt. Die Kurve entstand aber ursprünglich ohne den Flügelgedanken, Lauenburg kam erst später hinzu. Nun könnte man überlegen den Zug in Müssen zu teilen, um das hinterfahren zu vermeiden.

              Ich gebe allerdings zu, dass mit dem Flügeln sich die Kurve nicht mehr so anbietet, 7 min hin oder her. Angesichts der Tatsache, dass Investitionen in Nahverkehrsinfrastruktur außerhalb von Großstädten eh rar ist, nehme ich von der Idee wohl doch Abstand, auch wenn ich sie weiterhin für wünschenswert halte.

              @vrobix: Fahrgäste würde man mit der Kurve jedoch sicher nicht verprellen. Alle die von HH nach Büchen wollen, könnte ja den Lauenburger Zugteil nehmen, alle aus Ratzburg nach Büchen den weiterhin fahrenden RE nach Lüneburg.

  2. Hallo Intertrain,

    auch hier gilt: da es sich hier augenscheinlich um einen Linienvorschlag handelt, bitte ich dich, auch hier die Route komplett einzuzeichnen. Andernfalls widerspricht er unseren Nutzungsbedingungen. Falls du nicht sofort dafür Zeit findest, stelle den Vorschlag auf „Erarbeitungsphase“.

    Gruß, Thorben

  3. Wenn über Büchen gefahren werden soll, dann muss eine niveaufreie Kreuzung errichtet werden, damit nicht mehr sich die Züge beider Strecken behindern. Das heißt, dass nach einer Flügelung der Zug die Gleise mittels Überwerfungsbauwerk überquert.

  4. Kleinere Orte wie Müssen oder Friedrichsruh sollen zugunsten einer konkurrenzfähigen Fahrzeit nicht angefahren werden.

    In Konkurrenz zu welchem anderen Vwrkehrsmittel siehst du dich denn hier fahrzeittechnisch?

    1. Das war eher recht allgemein gemeint. Es geht um eine schnellere Verbindung von Mölln und Ratzeburg auf der einen Seite und Lauenburg auf der anderen Seite nach Hamburg. Aktuell ist man laut Google Maps (bei Eingabe von Stadt zu Stadt) mit dem Auto 10 bzw. 3 min schneller. Mit der Verbindung würde man 5-15 min sparen, was das ganze konkurrenzfähiger zum Auto macht. Ich könnte aber auch einfach „zugunsten einer kürzeren Fahrzeit“ schreiben, wenn du Missfallen an dem Wort findest.

      Ach und falls du dich auf die Verbindung Mölln -Bus- Wandsbek -U-Bahn- Hamburg City beziehst: Sehe ich auch nicht als besser an. 45 min bis Wandsbek + Stau, da wäre ich mit meiner Verbindung schon im Stadtzentrum.

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