Regionalstadtbahnstrecke Kempten (Allgäu)

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Beschreibung des Vorschlags

Angeregt durch diesen Vorschlag, welcher eine komplett unterirdische Führung einschließlich unterirdischem Kopfbahnhof vorsieht, hier eine mögliche Streckenführung einer oberirdischen Regionalstadtbahnstrecke, welche nach BOStrab betrieben werden soll.

Hierfür gibt es zwei Möglichkeiten:

A: Zwickauer Modell mit (angepassten) Eisenbahnfahrzeugen auf Straßenbahngleisen.

  • Vorteile: Kompatibel zu dem größtenteils nach EBO betriebenen Restnetz (Vmax, Toiletten, Bahnsteighöhe,…)
  • Nachteile: Nur sehr bedingt für Betrieb im Straßenraum geeignet (Dieselbetrieb, 2,65 m Breite, Hochflurigkeit, keine engen Radien möglich), daher:
    • nur kurze Stumpfgleise am Forum Allgäu oder max. an der Zentrale Umsteigestelle möglich, keine weitere Führung im Innenstadtgebiet (gestrichelte Linie)
    • Durch geringe Kompatibilität mit dem Straßenverkehr ggf. größere Einschränkungen des Straßenverkehrs
    • Schwierige Anbindung der Strecken aus Norden/Osten am Hbf, größere Umbauten notwendig (gestrichelte Linie)

B: Chemnitzer Modell mit Hybridstraßenbahnfahrzeugen durchgebunden auf EBO-Strecken (hier schon mal vorgeschlagen):

  • Vorteile: Hohe Kompatibilität zur innerstädtischen Führung (Radien, Fahrzeugbreite, Niederflurigkeit, Stromsystem), gestrichelte Linie problemlos fahrbar
  • Nachteile: Bedingt kompatibel zu bestehendem EBO-Netz und bestehenden Linien aufgrund von niedriger Vmax (80-90 km/h), Bahnsteighöhe, ggf. mit Dieselbetrieb als teure Hybridfahrzeuge.
    => Vor allem im Vorortinienbetrieb oder zulaufenden Nebenbahnen sinnvoll, führt ggf. zum Brechen bisher langlaufenden Linien

Für die Variante B kämen daher erstmal nur Einsätze nach Pfronten/Reutte und evt. Oberstdorf infrage. Darüber hinaus wären zusätzliche Regionalstadtbahnen unterhalb der REs nach Memmingen und Kaufbeuren mit zusätzlichen Halten zu prüfen, evt. auch eine Reaktivierung der Strecke nach Isny. Die Einbindung bestehender Verkehre ist aufgrund der Ausführung als eher langlaufende Regionallinien nur mit Variante A möglich, wobei selbst hier die durchgehenden Linien von Augsburg, Ulm und München nach Oberstdorf, Lindau und Pfronten so wenig wie möglich durch Brechen und Führen zum Innenstadtbahnhof beeinträchtigt werden sollten. Denkbar wären hier alternierende Durchbindungen und teilweise zusätzliche Regionallinien wie ein Flügel der Linie N70 Augsburg – Füssen ab Biessenhofen nach Kempten Stadtbahnhof.

Metadaten zu diesem Vorschlag

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10 Kommentare zu “Regionalstadtbahnstrecke Kempten (Allgäu)

  1. Kempten wird mit Ausnahme der Außerfernbahn nur nurch langlaufende REs angebunden, die hierfür nicht in Frage kommen. Was soll auf diesen Strecken fahren? Ein Vorortbetrieb muss auch irgendwie wirtschaftlich sein, so dicht ist di Gegend nicht besiedelt.

    1. Viele Möglichkeiten sehe ich auch nicht. Man könnte die Strecke etwas über die Innenstadt hinaus nach Norden oder Nord-Osten verlängern.

      Nach Süden würde ich auch die Außerfernbahn nehmen. Da würde es sich anbieten, hinter Pfronten-Weißbach die Strecke zu gabeln. Einerseits über die Bestandsstrecke nach Reute, anderseits über Weißensee||Schwarzenbach||Hubmannsegg nach Füssen. Dort als Straßenbahn durch die Innenstadt und dann weiter nach Hohenschwangau.

    2. Ja, da hast du Recht. Daher scheidet das Chemnitzer Modell wohl eher aus.

      Ansonsten: Ich kann nicht sagen, welche Anforderungen oder Einschränkungen eine solche BOStrab-Tauglichkeit bezüglich der Fahrzeuge genau erfordert, aber in Zwickau wurden mit RegioSprinter und RegioShuttle-Triebwagen und in Aachen Talent 1 vollwertige EBO-Fahrzeuge mit einer Vmax von 120 km/h umgerüstet. Dazu gehören u.a. Fahrtrichtungsanzeiger, Klingeln und Transponder für die Weichenbedienung. Ich denke, das ließe sich auch bei einigen anderen, auch schnelleren Fahrzeugen durchführen. Einschränkungen gibt es wohl v.a. bezüglich der Länge (mehr als ein zwei- oder maximal dreiteiliges Fahrzeug wird es wohl nicht gehen).

      Betrieblich ließe sich das freilich nicht 1:1 auf die im D-Takt angedachten Linien umlegen. Sinnvoll wäre sicher v.a. das Umstellen der RB-Linie nach Pfronten/Reutte und Ulm. Nach Oberstdorf und Lindau wäre eine etwas niedrigere Vmax auch kein Problem. Weiterhin halte ich auch eine RB nach Augsburg mit allen Unterwegshalten für sinnvoll, da die im D-Takt vorgesehenen Linien allesamt beschleunigt verkehren, sodass es von einigen kleineren Orten entlang der Strecke keine Direktverbindung nach Chemnitz gibt. Im Gegenzug dazu sollte Füssen eine beschleunigte Linie erhalten.

      1. Kempten – Memmingen kann durchgehend und Kempten – Immenstadt abschnittsweise mit 140 gefahren werden. Das würde man schon merken. Und so klein sind die im Allgäu eigensetzten 612 auch nicht, dass da ein RegioShuttle reicht.

        Hm, mir gefällt der Halbstunden-Takt der REs eigentlich ganz gut. Günzach wird ja stündlich bedient. Die beiden zwischen Buchloe und Kempten von der Füssen-RB bedienten, verzeichneten Halte sind übrigens Neugablonz und Haken, zwei Vororthalte von Kaufbeuren. Beide erst in Planung, beide brauchen nicht zwingend ne Direktverbindung nach Kempten.

        Bei der Außerfernbahn sieht es etwas anders aus – da fahren 642, das sollte gehen. Und die Ste Ebenfalls möglich wäre eine Teilreaktivierung der Strecke nach Isny.

        1. Ja, wie gesagt, ich wüsste nicht, warum es nicht auch bei schnelleren Fahrzeugen funktionieren sollte. Die BRB setzt ja auf den Strecken schon die neuen LINTs mit Vmax 140 ein, solche Fahrzeuge wären sicherlich auch einfach mit Blinkern etc. auszustatten.

          Okay, aber wie sieht’s mit den ganzen Halten nördlich von Buchloe aus? Alle keine Direktverbindung nach Kempten. Zudem wäre doch auch ein RE für Füssen ganz wünschenswert, oder? Aber wenn man die REs partout nicht antasten und einfach die Führung ab Biessenhofen mit einer RB tauschen will, wäre z.B. ein Flügel der RBs ab Biessenhofen denkbar. In die Innenstadt würde ja eh nur ein kurzer Zug passen.

          1. Ja, als stündlicher Flügel ab Biessenhofen wäre das möglich. Ruderatshofen, Aitrang, Wildpoldsried und Betzigau hätten sicher auch wieder gerne einen Bahnanschluss. Die Gemeinde Aitrang bemüht sich sogar offensiv.

            1. Ja, die Reaktivierungen der Haltepunkte wären durchaus in diesem Rahmen vorstellbar. Zudem vielleicht noch die Strecke nach Isny und schon hätte mein ein ansprechendes Linienkonzept. Wobei für die Reaktivierung der Strecke vermutlich wiederum Straßenbahntriebwagen in Form des Chemnitzer Modells passender wären.

    1. Oh stimmt, entschuldige bitte. Ich verlinke deinen Vorschlag sofort.

      Dein Vorschlag entspricht vor allem der Variante B (Chemnitzer Modell), wie aber ja schon diskutiert ist dies für Chemnitz eher ungeeignet, da es wenig erschließende Bahnen im Umland gibt, auf denen solche Stadtbahnen zum Einsatz kommen könnten. Besser wäre eher die Variante A (Zwickauer Modell), bei der angepasste Eisenbahnfahrzeuge ins Zentrum verkehren. Dafür darf es aber nicht zu enge Radien geben und die Strecke im Straßenraum sollte auf ein Minimum beschränkt sein. Eine Weiterführung wie bei dir wäre damit nicht machbar.

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