Rhein-Main-Tiefland-Bahn

VollbildansichtVollbildansicht schließen

Beschreibung des Vorschlags

Mein Vorschlag einer zentralen Nord-Süd-Bahn zwischen der Main-Neckar-Bahn im Westen und der Odenwaldbahn im Osten.

Der Nordteil kann relativ einfach als Verlängerung der Frankfurter S-Bahnlinie S 1 realisiert werden.

Der Südteil stellt insofern ein Problem dar, dass diese Region schon eher Richtung Darmstadt orientiert ist, die Strecke aber in Dieburg „falsch herum“ in die Rhein-Main-Bahn bzw. in Reinheim „falsch herum“ in die Odenwaldbahn mündet, direkte Verbindungen nach Darmstadt somit einen Fahrtrichtungswechsel erzwingen.

Daher sehe ich es als sinnvoller an, die Strecke in Nord-Süd-Richtung zu bedienen mit Bahnsteiggleichen Übergängen zur Rhein-Main-Bahn und zur Odenwaldbahn.

Metadaten zu diesem Vorschlag

Streckendaten als GeoJSON-Datei herunterladen (Beta)

15 Kommentare zu “Rhein-Main-Tiefland-Bahn

  1. Als Ortskundiger dreh ich für den Nordteil alle verfügbaren Daumen nach oben, für den Südteil seh ich aber schwarz.

    Die Verlängerung Dietzenbach-Urberach(-Ober Roden) war schon zum S-Bahn-Bau im Gespräch und poppt auch heute noch hin und wieder mal auf. Wurde seinerzeit für unwirtschaftlich erklärt, aber die Ansicht muss man nicht teilen. Ich find jedenfalls, das hat was. Durchgebunden als S2 nach Dieburg (alle Stunde im Wechsel mit der RB61), verkürzen sich Weg und Reisezeit von dort in Richtung Offenbach gegenüber der S1 in nicht unerheblichem Maße.

    Die Orte südlich von Dieburg sind schon mehr auf Darmstadt ausgerichtet als auf den Frankfurter Raum. Dazu kommen erhebliche bauliche Schwierigkeiten: höhengleiche Querung der Main-Weser-Bahn, sehr viele Wegübergänge in Dieburg und Groß Zimmern, überbaute Trasse (die ist im Vorschlag zwar berücksichtigt, fährt jetzt aber lediglich durch andere Häuser hindurch).
    Sinnvoll wäre hier eher, die Strecke von Groß Zimmern nach Darmstadt zu reaktivieren (auch solches ist vor Ort immer mal wieder im Gespräch). Groß Zimmern wird dann Busknoten für die Käffer rundum, und letztlich wär’s da lang sogar nach Frankfurt schneller als das Geeier über Rodgau oder Dreieich. Nur Offenbach wär außen vor, denk aber dass der 679er dafür erstmal reicht.

     

    Ist noch in Arbeit, ich hab’s gesehen. Das Grundgerüst steht aber offenbar, deswegen hab ich mir jetzt schon einen Kommentar erlaubt. Hoffe das geht halbwegs in Ordnung…

    1. Konstruktive Kommentare sind immer erlaubt 🙂 Und Deine Ausführungen treffen genau den Nerv, weshalb ich a) noch nicht fertig bin und b) im Mittelteil nichts gezeichnet habe:

      Die Strecke zwischen Dietzenbach und Rödermark ist ganz klar eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden S-Bahn-Linie S2 und sollte schon allein für die Menschen dieser zwei Städte geschaffen werden!

      Was ich dabei am seltsamsten finde: Nieder-Roden ist Stadtteil von Rodgau, während Ober-Roden Stadtteil von Rödermark ist? Wer zum Henker hat sich denn den Scherz ausgedacht?!?

      Was die Strecke zwischen Dieburg und Groß-Bieberau angeht, so ist diese zumindest ohne Kopfwende nicht vernünftig an Darmstadt anzuschließen. Die in Dieburg endende RB61 kommt über Rödermark und Dreieich von Frankfurt … könnte man auch eine S-Bahn raus machen und dann noch weiter nach Süden führen, dafür dürfte dann aber nicht mehr die Nachfrage bestehen. Die geht ja wie Du gesagt hast hier schon eher Richtung Darmstadt.

      Bleibt eigentlich nur eine „Querlinie“ zu den auf Darmstadt ausgerichteten Strecken von Aschaffenburg bzw. Höchst im Odenwald … und da dürfte eine RB ausreichen, oder?

      1. De facto ist die Dreieichbahn ja jetzt schon ne S-Bahn, nur eben mit VTs betrieben. Eine „echte“ S-Bahn zu machen ist schon ein ganz guter Gedanke, hatte ich auch in meinem Vorschlag zur Dreieichbahn als „große Lösung“ angerissen. Passen dann auch die Bahnsteige besser zur verlängerten S2.
        Platz für zwei Gleise ist im wesentlichen da – mir fiele jetzt nur die Nordausfahrt von Buchschlag als Engstelle ein, an der Kreativität gefragt ist (da ist das Empfangsgebäude im Wege).

        Läge zwischen Dieburg und Reinheim das Gleis noch oder wäre wenigstens die Trasse noch bahntechnisch gewidmet und durchgehend vorhanden, könnt man sich ne RB dort vorstellen. Wie der Zustand jetzt ist, müsste zu viel gebaut werden, als dass sich das lohnt. Bis hinter Groß Zimmern liefe das auf ne komplette Neutrassierung hinaus. Da seh ich keinerlei Chancen für.

  2. Also ich sehe den nördlichen Abschnitt eher als kritisch. Ist das eigentlich eine Reaktivierung? Deutlich günstiger zu haben wäre eine reine Elektrifizierung Oberroden – Dieburg. Eine Verbindung nach Dietzenbach ließe sich immer noch nachträglich realisieren. Wie wären denn die Fahrzeitunterschiede? Falls zu groß, könnte man für’s Erste auch über eine (elektrische) RB Dieburg – Offenbach Hbf – Frankfurt in Erwägung ziehen. Dürfte kapazitätstechnisch nur im Bereich OF Hbf – F knapp werden, bietet aber auch ein paar andere Vorteile.

    Der südliche Abschnitt ist auf jeden Fall insbesondere bis Groß-Zimmern sehr sinnvoll, auch wenn man natürlich gucken muss, inwiefern es hier bauliche/finanzielle Schwierigkeiten gibt.

    1. > Ist das eigentlich eine Reaktivierung?
      Dietzenbach-Urberach wäre Neubau. Ist aber nix groß im Weg und auch topographisch recht einfach.

      > Elektrifizierung Oberroden – Dieburg
      liefe auf die Fortführung der S1 hinaus, die von Ober Roden aus schon recht lange nach Frankfurt braucht. Aktuell 0:33 über Dreieich, 0:43 über Offenbach. Über Dietzenbach läge wohl irgendwo dazwischen.

      > wenn man natürlich gucken muss, inwiefern es hier [bis Groß-Zimmern] bauliche/finanzielle Schwierigkeiten gibt.
      Die gibt es. Wenn der Verlauf beibehalten werden soll, müsste die ganze Soße wegen der ganzen Übergänge in Hochlage. Und zwar als Brücke, weil die Bebauung sehr nah ranreicht und für einen Damm kein Platz wäre.

      1. „Dietzenbach-Urberach wäre Neubau. Ist aber nix groß im Weg und auch topographisch recht einfach.“

        Scheint mir kaum lohnenswert für 5 min (?) Zeitgewinn gegenüber der S1. Die Elektrifizierung braucht es für die S2 auch schon (oder kommt da auch noch ne neue Trasse?). Aber wie gesagt, wenn man merkt, dass da großes Potential ist, lässt sich das noch einfach ergänzen. Fürs erste sollte ggf. eine gegenüber der S-Bahn beschleunigte RB ausreichen.

        Dieburg – Großzimmern: Na dann hierfür vielleicht ne Neutrassierung. Bei einer kompletten Neuanbindung eines Ortes lohnt sich das schon mehr. In Dieburg ist ja auf kompletter Trasse ein Radweg, das würde wohl noch passen. Für Großzimmern würde ich eine Führung entlang des östlichen Ortsrands vorschlagen. Oder am einfachsten am nördlichen Ortsrand enden.

        1. > In Dieburg ist ja auf kompletter Trasse ein Radweg, das würde wohl noch passen
          Eben nicht. Die Trasse ist zwar noch vorhanden, aber entwidmet. Wiederaufbau wäre also Neubau, und Neubau erlaubt keine höhengleichen Wegekreuzungen mehr. Von denen gibt es aber eine ganze Menge, in ‚zimmern genauso.

          Lösung wäre also Hochlage mittels Brückenbauwerk oder neue Trassenfindung außenrum. Und da bin ich mir sehr sicher, dass das entschieden zu teuer ist für das zu erwartende Reisendenaufkommen. Ich find’s ja auch doof, aber der Zug ist abgefahren. Und zwar schon vor nurmehr ziemlich genau 50 Jahren.

          1. Ja, da hast du Recht das würde wohl zu teuer. Troglage wäre ja auch möglich, ist auch anwohnerfreundlicher und daher wohl mehr akzeptiert als eine lange Brücke durch die ganze Stadt aber wohl mindestens genauso teuer.

            Aber auch wenn ein Neubau Dietzenbach-Urberach einfacher ist, lohnt es sich da noch weniger. Verbleiben tut da also die Elektrifizierung Oberroden – Dietzenbach, die ich definitiv befürworte. Lohnt sich auch als Fortführung der S1, denn viele Fahrgäste haben ja nicht zwingend den Hbf als Ziel, sondern insbesondere die Innenstadt (Haupt-/Konstablerwache). Natürlich sehe ich langfristig auch eine Weiterführung der Strippe bis Dreieich als sinnvoll an, aber der Lückenschluss Oberroden – Dietzenbach wäre ein wichtiger erster Schritt.

            1. https://www.gesetze-im-internet.de/ebkrg/__2.html

              §2 EBKrG:

              (1) Neue Kreuzungen von Eisenbahnen und Straßen, die nach der Beschaffenheit ihrer Fahrbahn geeignet und dazu bestimmt sind, einen allgemeinen Kraftfahrzeugverkehr aufzunehmen, sind als Überführungen herzustellen.

              (2) In Einzelfällen, insbesondere bei schwachem Verkehr, kann die Anordnungsbehörde Ausnahmen zulassen. Dabei kann angeordnet werden, welche Sicherungsmaßnahmen an der Kreuzung mindestens zu treffen sind.

                1. Kommt drauf an, was das EBKrG (EBKrG… das am Stück ausgesprochen klingt allein schon wie ein BÜ-Unfall…) unter „schwachem Verkehr“ versteht. Ich hab da jetzt nicht an jedem einzelnen Sträßchen die Nutzungsfrequenz gezählt, bin mir jedoch mindestens sicher, dass die L3094, K128 und B26 nicht in diese Kategorie fallen. Bleibt also dabei – man muss sich da was einfallen lassen, und das wird nicht billig.

  3. Hi axp,

    So könntest du nach Darmstadt fahren. Gerne verlinken, schließlich habe deine Idee auch bei mir verlinkt. Übrigens wollte ich dich gerne dazu anregen, statt an der Reinheimer Straße am Ponthierry-Platz zu halten. So könntest du nämlich einen guten ZUP (Zentralen Umsteigepunkt) in Groß-Zimmern schaffen, der auch optimal das Stadtzentrum erschließt. Um den Süden zu erschließen, empfehle ich dir einen Halt am südlichen Ortseingang. Zwar liegt ein S-Bahnhof Ponthierry-Platz recht nahe an dem S-Bahnhof in der Klaipedastraße, aber die S-Bahn muss ja nicht in der Klaipedastraße, sondern kann auch richtig im Norden an der Gutenbergstraße halten.

    LG Tramfreund94

Einen Kommentar zu diesem Beitrag verfassen